„Wo kommst du her?“ – „Nein, ich meine: Wo kommst du
wirklich her?“
Wann darf ein Mensch eigentlich einfach dazugehören, ohne seine
Herkunft, seinen Namen oder seine Identität immer wieder erklären
zu müssen?
In dieser Folge von Kulturklarheit spreche ich, Madina Zulfacar,
über Zugehörigkeit, Fremdzuschreibungen und darüber, was es mit
Menschen machen kann, wenn ihnen immer wieder vermittelt wird: Du
bist irgendwie anders. Du gehörst nicht ganz selbstverständlich
dazu.
Dabei teile ich auch Erfahrungen aus meiner eigenen Biografie:
vom Aufwachsen als Kind einer geflüchteten Familie aus
Afghanistan über meine Schulzeit in Norddeutschland bis hin zu
Situationen in Ausbildung, Studium und Berufsleben.
Außerdem greife ich Gedanken aus Alice Hasters’ Buch „Was
weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen
sollten“ auf. Ihre Erfahrungen während ihrer
Highschoolzeit in Philadelphia zeigen eindrücklich, wie komplex
Identität und Zugehörigkeit sein können und warum Menschen nicht
in eine einzige Schublade passen müssen.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
• die Frage, wer selbstverständlich als „zugehörig“ wahrgenommen
wird
• „Wo kommst du wirklich her?“ und andere Formen der
Fremdzuschreibung
• Namen, Sprache, Akzent und vermeintliche
Vorstellungen von Kompetenz
• Zugehörigkeit und Diskriminierung
in Schule und Arbeitswelt
• Mehrfachzugehörigkeit und das Gefühl,
„dazwischen“ zu sein
• Anpassungsdruck und die emotionale
Belastung des ständigen Erklärens
• den Unterschied zwischen
Absicht und Wirkung
• kultursensible und diskriminierungssensible
Kommunikation
• die Frage, wie Organisationen, Führungskräfte und
Teams echte Zugehörigkeit fördern können
Ein Gedanke zieht sich dabei durch die gesamte Folge:
Ich muss mich nicht kleiner, einfacher oder eindeutiger
machen, damit andere mich leichter einordnen können.
Zugehörigkeit bedeutet nicht, dass wir alle gleich sein müssen.
Sie bedeutet, dass Menschen mit ihren unterschiedlichen
Geschichten, Erfahrungen und Identitäten Teil eines gemeinsamen
Raumes sein können, ohne ihre Berechtigung dafür ständig beweisen
zu müssen.
Eine Folge für alle, die sich mit Diversität, Rassismus,
Zugehörigkeit, Identität, Pädagogik, Führung und
gesellschaftlichem Zusammenleben beschäftigen und für alle, die
selbst das Gefühl kennen, sich immer wieder erklären zu
müssen.
Zusammenarbeit mit Kulturklarheit
Ihr möchtet diese Themen in eurem Unternehmen, eurer
Organisation, Schule oder sozialen Einrichtung vertiefen?
Ich biete Workshops, Fortbildungen, Mediation,
Supervision und Beratung an – kultursensibel,
pädagogisch und diskriminierungssensibel, online und in
Präsenz.
Weitere Informationen zu meinen Angeboten und
Kooperationsmöglichkeiten findet ihr auf:
www.kulturklarheit.de
Kulturklarheit – verstehen, verbinden und
gestalten.
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