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  4. Sprechen – Aufgabentyp 3 – Reden mit den Händen
The complete speaking system for the digital
TestDaF: dafprep.com

 

AUFGABE:

In einer Arbeitsgruppe an Ihrer Hochschule behandeln Sie gerade
das Thema „Reden mit den Händen". Sie haben dazu einen
interessanten Artikel gelesen und wollen ihn für Ihre
Mitstudierenden zusammenfassen.

Lesen Sie den Text. Der Text ist 4
Minuten lang zu sehen.

Fassen Sie danach die wesentlichen Informationen
zusammen.

Lesezeit / Vorbereitungszeit: 04:00Sprechzeit: 02:00

Hinweis: In der echten Prüfung ist der Text nur während der 4
Minuten Lese- und Vorbereitungszeit sichtbar. Üben Sie genauso —
danach ohne Blick auf den Text sprechen.

 

LESETEXT:

Warum wir mit den Händen reden

Wer telefoniert, bewegt oft die Hände — obwohl niemand am anderen
Ende sie sehen kann. Noch erstaunlicher ist eine Beobachtung aus
der Forschung: Auch Menschen, die von Geburt an blind sind,
gestikulieren beim Sprechen, und zwar selbst dann, wenn sie mit
jemandem sprechen, von dem sie wissen, dass er ebenfalls nichts
sieht. Wären Gesten nur ein Mittel für das Gegenüber, dürfte es
das eigentlich nicht geben.

Die Sprachforschung erklärt das so: Gesten helfen nicht nur beim
Verstehen, sondern auch beim Sprechen selbst. Wer eine räumliche
Vorstellung im Kopf hat — einen Weg, eine Form, eine Bewegung —,
muss sie in Wörter übersetzen. Die Hände greifen dabei sozusagen
vor: Sie zeichnen die Form schon nach, während der passende
Ausdruck noch gesucht wird. Das entlastet das Denken und macht
das Sprechen flüssiger.

Ein Forschungsteam einer europäischen Universität hat diese
Annahme in einer Untersuchung mit rund 60 Teilnehmenden geprüft.
Sie sollten einer anderen Person einen Weg durch ihre eigene
Stadt beschreiben, vom Bahnhof bis zu einem bekannten Platz. Die
eine Gruppe durfte dabei frei gestikulieren, die andere hielt die
Hände während des Sprechens an der Stuhlkante fest. Alle
Beschreibungen wurden aufgezeichnet und anschließend miteinander
verglichen. Wer die Hände nicht benutzen durfte, sprach deutlich
langsamer, machte mehr und längere Pausen und suchte häufiger
nach Wörtern — besonders bei Ortsangaben wie „gegenüber" oder „um
die Ecke".

Für die Forschenden ist das ein Hinweis darauf, dass Gesten kein
schmückendes Beiwerk sind, sondern zum Sprechen selbst
dazugehören. Praktische Folgen sieht die Forschung überall dort,
wo die Hände gerade nicht frei sind — beim Autofahren, beim
Tragen einer schweren Tasche oder beim Kochen. Wer dann ins
Stocken gerät oder umständlicher formuliert, hat nach dieser
Deutung nicht plötzlich ein Sprachproblem, sondern spricht ohne
ein Werkzeug, das sonst ganz selbstverständlich mitläuft.

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LÖSUNG:

Eine mögliche Antwort (von vielen):

In dem Artikel geht es um die Frage, warum Menschen beim Sprechen
mit den Händen gestikulieren. Auffällig ist, dass sie das auch
dann tun, wenn niemand sie sieht — am Telefon zum Beispiel, und
sogar blinde Menschen im Gespräch mit anderen Blinden. Die
Forscher wollten deshalb wissen, ob Gesten nicht nur dem Zuhörer
helfen, sondern auch dem Sprecher selbst. Dafür mussten rund 60
Personen einen Weg beschreiben; die eine Gruppe durfte sich dabei
frei bewegen, die andere musste die Hände stillhalten. Es stellte
sich heraus, dass die Gruppe ohne Gesten langsamer sprach, mehr
Pausen machte und öfter nach Wörtern suchte, besonders bei
Ortsangaben. Die Forscher erklären das damit, dass die Hände beim
Formulieren mithelfen und das Denken entlasten. Gesten sind also
kein Schmuck, sondern gehören zum Sprechen dazu — was vor allem
dann auffällt, wenn man die Hände einmal nicht frei hat.
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„Sprechen – Aufgabentyp 3 – Reden mit den Händen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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