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  3. Kork & Schrauber - Der RZ-Weinpodcast Podcast
  4. Folge 9: "Also das hatten wir noch nicht!": Bopparder Winzer spricht über „anarchistischen Wein“
Florian Weingart versteht sich weniger als Weinmacher denn als
Bewirtschafter von Land – mit Fokus auf Riesling und Spätburgunder,
Biodiversität und bewussten Verzicht auf gängige Konventionen.
Darüber spricht er im Podcast „Kork & Schrauber“. Ist Wein
anarchisch? Und wo liegen die Grenzen menschlichen Einflusses im
Weinberg und im Keller? In der neuen Folge von „Kork &
Schrauber“, dem Weinpodcast der Rhein-Zeitung, spricht der Winzer
Florian Weingart aus Boppard über Wein als Kulturgut – und über
seine Idee vom „anarchistischen Wein“. Das Weingut Weingart liegt
am Mittelrhein, etwas außerhalb von Boppard. Vor gut zehn Jahren
hat die Familie den Betrieb bewusst aus dem Ort in die Weinberge
verlagert und damit einen Ort geschaffen, der dem eigenen
Selbstverständnis entspricht. Konsequent zeigt sich das auch beim
Verkostungsraum: ein umgebauter Bauwagen – bewusst schlicht und
funktional. Er steht exemplarisch für einen Gegenentwurf zu
aufwendig gestalteten Vinotheken und inszenierten Erlebniswelten.
Rund um das Weingut wächst mehr als nur Wein. In den vergangenen
Jahren hat Weingart über 100 Bäume gepflanzt und erinnert damit an
die historische Vielfalt der Region, in der Obstbau lange eine
wichtige Rolle spielte. Und auch sonst ist in diesem Weingut
einiges anders. Die Überschrift "Nachdenken" gehört nicht
standardmäßig zum Internetauftritt eines Weinguts. Bei Florian
Weingart finden sich unter dieser Rubrik zahlreiche Essays über
Wein als Genussmittel, Produkt und Kulturgut. Unter dem Titel
„Anarchistischer Wein“ schreibt Weingart beispielsweise: „Das
Kulturgut Wein entzieht sich dem Verfügungsrecht des Menschen.“
Dahinter steht die Idee, dass Wein sich nicht vollständig
kontrollieren lässt, sondern immer auch von Jahrgang, Lage und
Natur geprägt wird. Was er damit genau meint und warum er diese
Gedanken öffentlich macht, erklärt Weingart im Gespräch mit den
Hosts Kristine Bäder und René Harth. Im Zentrum steht die Frage,
wie groß der Einfluss des Winzers tatsächlich ist – und wo der Wein
beginnt, eigene Wege zu gehen. Jetzt als neue Folge des
Weinpodcasts Kork & Schrauber. Jetzt einschalten! Alle
Podcast-Folgen von "Kork & Schrauber - Der RZ-Weinpodcast" gibt
es unter www.rhein-zeitung.de/korkundschrauber Weitere
Podcast-Formate gibt es unter www.rhein-zeitung.de/podcast
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„Folge 9: "Also das hatten wir noch nicht!": Bopparder Winzer spricht über „anarchistischen Wein““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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