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Der Philosophiepodcast
Mindmaps: der Philosophiepodcast (RefLab)
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Beschreibung
vor 6 Tagen
Kann Edmund Husserl zeigen, dass wir der Wirklichkeit wirklich
begegnen und nicht nur unseren eigenen Wahrnehmungen? Seine
Phänomenologie setzt genau dort an: bei der Lebenswelt, bei der
Erfahrung und bei der Hoffnung, zu den Sachen selbst vorzudringen.
Mindmaps kehrt in der philosophiegeschichtlichen Reihe zu einem
Denker zurück, ohne den sich das Denken des 20. Jahrhunderts kaum
verstehen lässt: Edmund Husserl. Manuel und Peter zeichnen nach,
warum Husserl einerseits erstaunlich unbekannt geblieben ist und
andererseits Spuren hinterlassen hat, die von Heidegger über
Levinas bis zu Sprachtheorie, Soziologie und Habermas reichen. Im
Zentrum steht Husserls phänomenologische Methode. Was meint der
berühmte Ruf «zu den Sachen selbst»? Das Gespräch zeigt, weshalb
Husserl dem Neukantianismus, dem naturwissenschaftlichen
Erkenntnisideal und der klassischen Subjekt-Objekt-Spaltung
misstraut. Erkenntnis, so seine Einsicht, entsteht nicht aus reiner
Distanz. Wer die Welt erkennen will, ist immer schon in sie
verwickelt. Manuel und Peter arbeiten heraus, warum Husserl das
Bewusstsein nicht als blossen Spiegel versteht, sondern als
intentional auf Welt bezogen. Sie sprechen über das «Abschichten»
von Vorannahmen, über die Hoffnung auf eine wirkliche Begegnung mit
der Sache selbst und über die Überzeugung, dass sich Wirklichkeit
nicht in Messdaten, Konstruktionen oder Perspektiven erschöpft.
Gerade an Beispielen wie Kunst, Naturerfahrung und
zwischenmenschlicher Begegnung wird deutlich, was Husserl gegen
einen verengten Wissenschaftsbegriff stark machen will. Zugleich
bleibt die Folge nicht bei Sympathie stehen. Peter benennt präzise,
wo Husserls Ansatz überzieht: Der Anspruch, am Ende zu einer
sicheren «Wesenschau» der Dinge zu gelangen, trägt nicht.
Phänomenologie öffnet wichtige Räume, sobald sie aber absolute
Erkenntnissicherheit beansprucht, droht sie in einen irrationalen
Offenbarungsanspruch zu kippen. Genau an dieser Spannung wird
sichtbar, warum Husserl bis heute so anregend und so umstritten
ist. Eine Folge über Erkenntnis, Begegnung und die Frage, ob die
Welt mehr ist als das, was wir über sie verfügen können. Und
zugleich die ideale Vorbereitung auf den nächsten grossen Namen
dieser Reihe: Martin Heidegger.
begegnen und nicht nur unseren eigenen Wahrnehmungen? Seine
Phänomenologie setzt genau dort an: bei der Lebenswelt, bei der
Erfahrung und bei der Hoffnung, zu den Sachen selbst vorzudringen.
Mindmaps kehrt in der philosophiegeschichtlichen Reihe zu einem
Denker zurück, ohne den sich das Denken des 20. Jahrhunderts kaum
verstehen lässt: Edmund Husserl. Manuel und Peter zeichnen nach,
warum Husserl einerseits erstaunlich unbekannt geblieben ist und
andererseits Spuren hinterlassen hat, die von Heidegger über
Levinas bis zu Sprachtheorie, Soziologie und Habermas reichen. Im
Zentrum steht Husserls phänomenologische Methode. Was meint der
berühmte Ruf «zu den Sachen selbst»? Das Gespräch zeigt, weshalb
Husserl dem Neukantianismus, dem naturwissenschaftlichen
Erkenntnisideal und der klassischen Subjekt-Objekt-Spaltung
misstraut. Erkenntnis, so seine Einsicht, entsteht nicht aus reiner
Distanz. Wer die Welt erkennen will, ist immer schon in sie
verwickelt. Manuel und Peter arbeiten heraus, warum Husserl das
Bewusstsein nicht als blossen Spiegel versteht, sondern als
intentional auf Welt bezogen. Sie sprechen über das «Abschichten»
von Vorannahmen, über die Hoffnung auf eine wirkliche Begegnung mit
der Sache selbst und über die Überzeugung, dass sich Wirklichkeit
nicht in Messdaten, Konstruktionen oder Perspektiven erschöpft.
Gerade an Beispielen wie Kunst, Naturerfahrung und
zwischenmenschlicher Begegnung wird deutlich, was Husserl gegen
einen verengten Wissenschaftsbegriff stark machen will. Zugleich
bleibt die Folge nicht bei Sympathie stehen. Peter benennt präzise,
wo Husserls Ansatz überzieht: Der Anspruch, am Ende zu einer
sicheren «Wesenschau» der Dinge zu gelangen, trägt nicht.
Phänomenologie öffnet wichtige Räume, sobald sie aber absolute
Erkenntnissicherheit beansprucht, droht sie in einen irrationalen
Offenbarungsanspruch zu kippen. Genau an dieser Spannung wird
sichtbar, warum Husserl bis heute so anregend und so umstritten
ist. Eine Folge über Erkenntnis, Begegnung und die Frage, ob die
Welt mehr ist als das, was wir über sie verfügen können. Und
zugleich die ideale Vorbereitung auf den nächsten grossen Namen
dieser Reihe: Martin Heidegger.
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