Kierkegaard (Teil 2): Gegen das bequeme Denken

Kierkegaard (Teil 2): Gegen das bequeme Denken

vor 11 Stunden
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Beschreibung

vor 11 Stunden
Wahrheit ist für Kierkegaard kein Gedanke, den man abhakt, sondern
etwas, das ins Leben einschneidet. Diese Folge fragt, warum sein
Denken bis heute nachwirkt – und weshalb es zugleich provoziert,
tröstet und widerspricht. Im zweiten Teil zu Søren Kierkegaard geht
es um die Wirkungsgeschichte seines Denkens und um die Frage, was
Wahrheit für ihn überhaupt bedeutet. Kierkegaard interessiert sich
nicht für Sätze, die richtig klingen, aber am Leben vorbeigehen.
Wahrheit muss den Menschen treffen, sein Leben fordern und sich in
der Existenz bewähren. Darin liegt auch seine Kritik an abstrakten
Systemen, wie er sie bei Hegel und im deutschen Idealismus sieht.
Gleichzeitig wendet er sich gegen ein Verständnis von
Subjektivität, das Wahrheit im bloss individuellen Empfinden
auflöst. Wahrheit geht durch das Subjekt hindurch, aber sie
entspringt nicht einfach ihm selbst. Manuel und Peter zeichnen
nach, wie stark Kierkegaard damit die Moderne geprägt hat. Sie
sprechen über seine indirekte Kommunikation und die Pseudonyme,
über seinen Einfluss auf Literaturtheorie und
Lebensweltphilosophie, auf Heidegger, Sartre und Camus, aber auch
auf die protestantische Theologie bei Karl Barth und Rudolf
Bultmann. Im Zentrum steht ausserdem Kierkegaards Analyse
menschlicher Existenz: das ästhetische, das ethische und das
religiöse Leben – und die Frage, warum sein Denken schliesslich auf
eine christliche Perspektive zuläuft. Gerade hier zeigt sich, dass
man Kierkegaard nur verkürzt versteht, wenn man seine
Glaubensüberzeugung ausblendet. So entsteht das Bild eines Denkers,
der den Menschen in seiner Freiheit ernst nimmt, ihn aber nicht
sich selbst überlässt. Eine Folge über Entscheidung, Schuld, Gnade
und die Zumutung, Wahrheit nicht nur zu denken, sondern zu leben.
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Kierkegaard (Teil 2): Gegen das bequeme Denken
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