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Beschreibung
vor 18 Stunden
Christian Reil hat aus einem kleinen Ingenieurbüro einen
kompletten Systemanbieter für industriellen 3D-Druck gemacht. Er
erzählt, warum CR-3D Drucker, Filament und Slicer selbst
entwickelt und wie eine neue automatisierte Fertigungszelle
Lagerbestände deutlich senken soll.
Über den Gast
Christian Reil ist Gründer und Geschäftsführer von CR-3D, einer
Marke des Ingenieurbüro Christian Reil mit Sitz in Cham. Seinen
Einstieg in die additive Fertigung fand er als Werkstudent an
einer Hochschule mit eigenem Technologie-Campus, an der eine
SLS-Anlage stand. Nach dem Maschinenbaustudium und einer Station
in einem Automobilkonzern gründete er 2016 sein Ingenieurbüro,
weil ihm dort der ganzheitliche Ansatz fehlte. Aus anfänglicher
Konstruktionsdienstleistung und selbst gebauten FDM-Druckern
entstand über zehn Jahre ein Unternehmen mit heute 18
Teammitgliedern, das Drucker, Filamente und eine eigene
Slicer-Software aus einer Hand anbietet.
Kunden kommen heute mit klaren Anforderungen
Vor zehn Jahren musste Christian noch die Grundlagen von 3D-Druck
erklären. Heute kommen Kunden mit konkreten Anforderungen wie
Flammschutz oder UV-Beständigkeit auf CR-3D zu.
Der Weg zur vertikalen Integration
Schlechte Erfahrungen mit einem selbst gebauten Drucker aus
zugekauften Standardkomponenten brachten Christian dazu, Drucker
komplett selbst zu konstruieren. Aus demselben Anspruch
entstanden ein eigenes Filamentprogramm, für das er das Know-how
eines erfahrenen Kunststofftechnikers ins Unternehmen holte,
sowie eine eigene Slicer-Software.
Warum Eigenentwicklung für Industriekunden zählt
Industriekunden brauchen technische Dokumentation und vor allem
Reproduzierbarkeit über Jahre, etwa bei Farbe und Qualität eines
Filaments im laufenden Serienauftrag. Nur wer Lieferkette und
Fertigungsprozess selbst kennt, kann das gewährleisten.
Die neue Fertigungszelle statt klassischer Printfarm
CR-3D nennt seine neue automatisierte Lösung bewusst nicht
Printfarm, sondern Fertigungszelle: geschlossene, beheizbare
Druckeinheiten für technische Kunststoffe wie
glasfaserverstärktes ABS oder ASA, erweiterbar um Module für
Vermessung, Laserbeschriftung oder Verpackung. Direkt ans ERP
angebunden, sollen Bauteile planbar und just in time gefertigt
werden.
Lagerreduktion als eigentliche Revolution
Die Revolution liegt für Christian nicht in der
Fertigungstechnologie selbst, sondern darin, dass Bauteile
künftig on demand statt auf Vorrat produziert werden. CR-3D nutzt
die eigene Anlage bereits selbst: Über 130 Peripherie-Bauteile
wie Lüftergehäuse oder Türgriffe stecken in den eigenen Druckern.
Automatisierung senkt den Personalaufwand spürbar
Der Arbeitsaufwand sinkt durch die neue Fertigungszelle nach
eigener Einschätzung auf etwa ein Viertel dessen, was ein
vergleichbarer Park klassischer Einzeldrucker erfordert. Den
größten Zeitgewinn bringt der Wegfall von manuellem Planen und
Umdisponieren.
Links
- Bastian Gaedike auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/
Christian Reil auf Linkedin:
https://www.linkedin.com/in/christian-reil-70017620a/
- CR-3D: https://www.cr-3d.de
- Podcast PEEKfeine Bauteile: auf Spotify, Apple Podcasts und
malping.de
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