Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. RAUS nach Südamerika - Der Reise und Auswanderer Podcast Podcast
  4. #128 Aserbaidschan - Die größte Überraschung dieser Reise
Die Reise nach Aserbaidschan begann mit gemischten Gefühlen und
einer latenten

Ablehnung. Geprägt durch die Eindrücke aus Armenien und der
Vertreibung der Menschen aus Bergkarabach

waren die Erwartungen an Baku äußerst gering. Doch die Realität
vor Ort belehrte den Reisenden schnell eines

Besseren und verwandelte Skepsis in pure Begeisterung.

Schon am hochmodernen Flughafen von Baku überzeugte der
reibungslose Ablauf. Das im Vorfeld online

beantragte Visum wurde schnell geprüft. Kurioses Detail am Rande:
Bei der Berufswahl im Visumsantrag gab es

nur eine kleine Auswahl, darunter „religiöser Führer“, letztlich
wurde jedoch die Option „Businessman“ gewählt.

Die digitale Infrastruktur glänzte sofort: Dank einer globalen
E-SIM Premium Plus waren mobile Daten beim

Aufsetzen der Flugzeugräder aktiv, sodass direkt ein Taxi über
die russische App Yandex (neben Bolt und Uber die

dominierende Plattform vor Ort) gerufen werden konnte. Die Fahrt
im hochmodernen Elektro-Premiumwagen,

dessen technologiegeladenes Cockpit an einen Science-Fiction-Film
erinnerte, beeindruckte nachhaltig. Bei der

Einfahrt nach Baku bei Nacht offenbarte sich eine spektakuläre
Skyline mit gläsernen Hochhäusern, historischen

Prachtbauten und imposanten Licht- und Lasershows, die
Assoziationen an New York oder Dubai weckten.

Das im belebten, selbst nachts um 23 Uhr noch von Familien und
Kindern frequentierten Fußgängerbereich

gelegene Hotel erwies sich als bodenständig und sauber. Der junge
Rezeptionist glänzte als wahres Sprachgenie mit

perfektem Englisch, Türkisch, Russisch und Aserbaidschanisch.
Aufgrund dieser positiven Erlebnisse wurde der

Aufenthalt spontan auf sechs Tage verlängert.

Bei Tageslicht offenbarte Baku seine architektonische Pracht.
Neben den Monumentalbauten faszinierte die von

einer Stadtmauer umgebene historische Altstadt. Obwohl
Aserbaidschan ein muslimisch-turksprachiges

Nachbarland des Irans ist, wird der Glaube hier äußerst liberal
gelebt. Kopftücher sieht man selten, Alkohol ist

präsent und der Gebetsruf des Muezzins ist im Stadtbild – anders
als in Istanbul – kaum hörbar. Kulinarisch bot

Baku ein absolutes Highlight: Die aserbaidschanische Küche
überzeugte in einem traditionellen Felsenkeller-

Restaurant mit Live-Musik auf ganzer Linie. Die Speisekarten
waren reichhaltig und selbst für Vegetarier boten

Gerichte wie die exzellent gewürzte Linsensuppe oder frittierte
Reisbällchen ein wahres Geschmacksfeuerwerk –

und das zu äußerst günstigen Preisen.

Der großzügige Boulevard am Kaspischen Meer (das in
Online-Rezensionen kurioserweise als „Betrug“ abgewertet

wird, weil es geografisch ein See ist) bietet einen fantastischen
Blick auf die Bucht und eine gigantische

Nationalflagge an einem riesigen Mast. Ein weiteres Highlight war
das moderne, nach dem ersten Staatspräsidenten

benannte Museum. Neben historischen Gewändern und
Musikinstrumenten faszinierte dort eine kinetische

Kunstinstallation mit schwebenden Seidentüchern in den
Nationalfarben sowie eine humorvolle Lama-

Kunstausstellung einer peruanischen Künstlerin. Ein Ausflug zu
einem historischen Feuertempel, dessen ewiges

Gasfeuer auf den antiken Zoroastrismus (Zarathustra) zurückgeht,
rundete das Kulturprogramm ab.

Die Reise nahm am dritten Tag ein jähes Ende, als der junge
Taxifahrer, durch sein Smartphone ablenkt, einen

Auffahrunfall verursachte. Obwohl niemand verletzt wurde,
entstand Sachschaden. Der beschämte Fahrer lehnte

die Bezahlung ab, und der anschließende Versuch des Reisenden,
die Fahrt über den Support der App zu stornieren,

führte zu bürokratischen Missverständnissen, bei denen der
Support fälschlicherweise eine Beschwerde vermutete.

Trotz dieses Vorfalls bleibt Aserbaidschan als das absolute
Überraschungsland dieser Reise in Erinnerung.
Episode melden

„#128 Aserbaidschan - Die größte Überraschung dieser Reise“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz