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Beschreibung
vor 3 Tagen
„Tatsächlich ist jetzt flächendeckend die Hölle los." Vor zwei
Jahren galten die beiden noch als Schwarzmaler. Heute klingt ihre
Prognose fast harmlos. Martin Lambrecht ist Restrukturierer und
Insolvenzverwalter – er sieht die Wirtschaft von ihrer dunklen
Seite, dort, wo Unternehmen kippen, bevor es in der Zeitung steht.
Und was er erlebt, deckt sich mit dem, was wir bei Kraus &
Partner täglich sehen. Die zentrale Frage dieser Folge: Erleben wir
gerade eine vorübergehende Delle – oder etwas Systemisches?
Lambrechts Antwort ist unbequem. Denn anders als früher kippen
heute nicht nur schlecht geführte Betriebe. Es trifft fleißige,
kerngesunde Mittelständler, denen schlicht der Business Case
wegbricht. Man saniert nicht mehr in stabile Märkte hinein, sondern
rennt fallenden Märkten hinterher. Wie kommen wir da raus?
Lambrecht hält wenig von der Idee, Komplexität ließe sich von oben
durchsteuern – am Kommunismus sei genau das gescheitert.
Stattdessen brauche es wieder Vertrauen in freie Märkte, flankiert
von einer sozialen Komponente. Spannend wird es bei der
Leistungsfrage: Nicht die Stunden zählen, sondern der Wert, den
jemand schafft. „Jemand kann doch nur 10 Stunden arbeiten, wenn er
das wegschafft, was ein anderer in 50 nicht hinkriegt." Selbst der
Betriebsrat, der für die 35-Stunden-Woche streitet, verhandelt
plötzlich bis tief in die Nacht – wenn er ein Ergebnis sehen will.
Was nehmt ihr mit? Die alarmierendste Kennzahl ist nicht der
Umsatz, sondern die Investition. Und die fließt gerade ab statt zu.
Heißt: Diese Krise dauert nicht Monate, sondern Jahre. Klingt
düster. Aber Lambrecht bleibt überzeugt, dass wir es hinbekommen –
vielleicht erst, wenn der Druck groß genug ist. „Der Änderungswille
ist da, und zwar bei allen Seiten."
Jahren galten die beiden noch als Schwarzmaler. Heute klingt ihre
Prognose fast harmlos. Martin Lambrecht ist Restrukturierer und
Insolvenzverwalter – er sieht die Wirtschaft von ihrer dunklen
Seite, dort, wo Unternehmen kippen, bevor es in der Zeitung steht.
Und was er erlebt, deckt sich mit dem, was wir bei Kraus &
Partner täglich sehen. Die zentrale Frage dieser Folge: Erleben wir
gerade eine vorübergehende Delle – oder etwas Systemisches?
Lambrechts Antwort ist unbequem. Denn anders als früher kippen
heute nicht nur schlecht geführte Betriebe. Es trifft fleißige,
kerngesunde Mittelständler, denen schlicht der Business Case
wegbricht. Man saniert nicht mehr in stabile Märkte hinein, sondern
rennt fallenden Märkten hinterher. Wie kommen wir da raus?
Lambrecht hält wenig von der Idee, Komplexität ließe sich von oben
durchsteuern – am Kommunismus sei genau das gescheitert.
Stattdessen brauche es wieder Vertrauen in freie Märkte, flankiert
von einer sozialen Komponente. Spannend wird es bei der
Leistungsfrage: Nicht die Stunden zählen, sondern der Wert, den
jemand schafft. „Jemand kann doch nur 10 Stunden arbeiten, wenn er
das wegschafft, was ein anderer in 50 nicht hinkriegt." Selbst der
Betriebsrat, der für die 35-Stunden-Woche streitet, verhandelt
plötzlich bis tief in die Nacht – wenn er ein Ergebnis sehen will.
Was nehmt ihr mit? Die alarmierendste Kennzahl ist nicht der
Umsatz, sondern die Investition. Und die fließt gerade ab statt zu.
Heißt: Diese Krise dauert nicht Monate, sondern Jahre. Klingt
düster. Aber Lambrecht bleibt überzeugt, dass wir es hinbekommen –
vielleicht erst, wenn der Druck groß genug ist. „Der Änderungswille
ist da, und zwar bei allen Seiten."
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