Ein Depot wechselt man später nicht so einfach!
Herzlich willkommen bei der Börsenminute sagt Julia Kistner,die
euch zum Investieren statt Spekulieren motivieren möchte. Doch ob
investieren oder spekulieren, Du brauchst dafür ein
Wertpapierdepot, weil man Aktien, Anleihen und Co leider nicht
aufs Sparbuch buchen kann.
Für die die Auswahl solltest Du Dir wirklich ein wenig Zeit
nehmen, denn ein Wertpapierkonto wechselt man noch deutlich
schwieriger und vor allem kostspieliger wie seinGirokonto,
solltest Du mit Deinem Broker dann doch nicht so zufrieden sein.
Aussortieren würde ich gleich einmal alle Brokerkonten, die
nicht steuereinfach sind. Soll heißen, die nicht automatisch die
Gewinne und Verluste auf Deinem Wertpapierkonto gegenrechnen und
die Kapitalertragsteuern automatisch abführen. Das erstpart Dir
nicht nur Zeit, Dua musst die , Wertpapiere dann auch nicht in
der Einkommensteueraufnehmen.
Manche Auslandsbroker sind zwar nicht steuereinfach, unterstützen
Dich aber beim Steuerreport bzw. bei der Berechnung der
Steuerpflicht. Das bedeutet nicht desto trotz Aufwand für Dich.
Einige Auslandsbroker versprechen auch, noch 2025 steuereinfach
zu werden. Auf Versprechungen würde ich mich aber nicht
einlassen.
Beschränkst Du Dich auf steuereinfache Wertpapierdepots,
reduziert sich die Zahl der in Frage kommenden Broker schon um
einiges.
Mein nächster Rat wäre: frag ein wenig in Deinem Bekanntenkreis
herum, welche Broker sie verwenden und wie zufrieden sie damit
sind. So erfährst Du etwa, ob Dein Broker viele Wartungsarbeiten
zu ungünstigen Zeitpunkten durchführt, wie gut die Hotline ist
oder wie gut sie bei Anleihen-Handel aufgestellt sind
Überlege auch, was du mit Deinem Wertpapierkonto anstelle
willst. Willst Du nur Einmalerläge anlegen, viel oder wenig
handeln oder möchtest Du auch Monat für Monat ansparen.
Dann sind die Spesen für die monatlichen Einzahlungen bei
Sparplänen interessant, ob es viele Partnergesellschaften gibt,
bei denen die ETF- oder Fonds-Anteile, auf die Du ansparen
möchtest, möglichst kostengünstig oder gratis zu erwerbensind.
Ein Thema sind auch die jährlichen Depotgebühren, die bei manchen
Direktbrokern auch dauerhaft null Euro betragen. Hier sollte man
sich nicht von Neukunden-Angeboten beeindrucken lassen, bei denen
die Gratis-Depotführung auf einige Monate beschränkt ist.
Während man über Depotgebühren als guter Kunden mit demBroker
oder seiner Bank reden kann sind die Orderspesen meist
unverhandelbar, also das was Du für den Kauf- oder Verkauf von
ETF-, Fondsanteilen, Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen an
den verschiedenen Handelsplätzen bezahlen musst. Vor allem
bei jenen Handelsplätzen, die Du häufigerfrequentierst wie US-
und deutsche Börsen oder auch die Wiener Börse sind die
Orderspesen essentiell. Hier solltest Du als Kleinanleger auch
vergleichen, wie hoch die Mindestspesen sind für geringere
Handelssummen sind.
Dort, wo die Order supergünstig sind, ein Euro pro Handel etwa,
da solltest Du Dir bewusst sein, dass die Broker hier ihr Geld
nicht an Dir, sondern dem Handelsplatz verdienen, an den sie
Deine Order exklusive weiterleiten. Dass Du Dir Börse nicht
aussuchen kannst ist schlecht bei außergewöhnlichen Ereignissen
wie Epidemien, Naturkatastrophen, Krieg oder auch überraschender
Frieden, wenn alle gleichzeitig handeln wollen.
Erkundige Dich auch, ob Du zum Testen einmal ein Musterdepot bei
Deinem Wunschbroker anlegen kannst.
Einen Brokervergleich findest Du z.B. bei www.broker-test.at oder
in Deutschland bei Stiftung Warentest. Hauptsache, Du machst ein
Depot auf - heute, und nicht übermorgen!
Happy Investing wünscht Euch Julia Kistner
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Dies sind weder Anlage- noch Rechtsempfehlungen.
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