Ich hatte es in der letzten Folge kurz angeteasert: Ich stecke
meine Gewinne aus US-Wachstumsaktien jetzt vermehrt in Aktien,
die regelmäßig Dividenden bezahlen oder in entsprechende
ETFs. Um dann die Dividenden für die täglichen Ausgaben zu
nutzen.
Alternativ könnte ich mir davon natürlich auch Anleihen kaufen
und von den Zinsen leben. Aber Anleihen sind für meinen Geschmack
nicht so attraktiv. Die Inflation berücksichtigt verliert
man mit Staatsanleihen bester Bonität Geld beim Anlegen. Das
macht für mich keinen Sinn.
Jetzt kann man argumentieren, die Zinsen sind fix, die
Dividendenzahlungen könnten bei einer drohenden Rezession
zurückkommen oder gar ausfallen. Aber deshalb würde ich auch
nicht nur in einen Dividendenzahler, sondern in viele
Dividendenaktien investieren, also in einen Dividenden-Fonds oder
ETF. Und das sollte ein Produkt sein, dass möglichst viele
Dividendenaristokraten enthält, sprich solche Unternehmen, die
Jahr für Jahr sogar höhere Dividenden ausschütten.
Jedenfalls achte ich darauf, dass die Dividenden aus laufenden
Erträgen, sprich aus dem Cashflow bezahlt werden und nicht durch
Schuldenaufnahmen des Unternehmen - das ist auf Dauer ungesund.
Mit Dividendenaktien kann man sich ein schönes Auszahlungsprofil
basteln. Zu viel Extra-Erträge darf man sich dann aber auch
nicht erwarten. Wenn ich von drei Prozent Dividenden-Rendite
ausgehe – in Österreich sind es eher vier bis fünf Prozent
Dividendenrendite – dann muss ich in so ein Dividenden-Fonds oder
ETF schon 440.000 Euro Vermögen liegen haben um mir 1000 Euro pro
Monat auszahlen lassen zu können, ohne mein Fondsvermögen dabei
anzuknabbern. Berücksichtige ich noch die Steuen, will ich also
1000 Euro netto entnehmen, muss ich schon je nach Gebühren
545.000 bis 555.000 Euro in ein entsprechendes Dividendenprodukt
investiert haben, wenn ich das Fondsvermögen nicht angreifen
möchte.
Die höchsten Dividenden zahlt klassisch die sehr zyklische
Autoindustrie, die im kommenden Jahr allerdings auslassen könnte.
Das trifft vor allem den DAX, der viele dieser klassischen
Dividendenkaiser bzw. Autowerte wie Mercedes, VW oder BMW
enthält, die allesamt weniger verdienen werden. Nach ersten
Schätzungen des Handelsblatt zahlen die DAX-Konzerne mit 52
Milliarden Euro erstmals seit Corona weniger Dividenden als im
Vorjahr, genau zwei Milliarden Euro weniger.
Gute Dividendenzahler mit vier bis sechs
Prozent Dividenrendite sind Telekomfirmen wie die Deutsche
Telekom, die französische Orange oder AT&T oder auch Banken
und Versicherungen wie eine MünchnerRück, Allianz, BNP Paribas
oder AXA.
Dividendenrenditen zwischen drei und fünf Prozent hören und
fühlen sich doch besser wie mickrige Anleihezinsen unter
drei Prozent an, oder? Natürlich keine Gewähr und schon gar keine
Anlageempfehlung.
Übringens: Die Dividenenrendite ist jener Anteil vom aktuellen
Kurswert, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Schreibt mir doch im Kommentar, in welche Dividenenaktien
ihrinvestiert.
Schöne Dividenden auch im neuen Jahr 2026 wünscht euch Julia
Kistner.
Warnung: Dies ist weder eine Anlage-, noch Steuer- oder
Rechtsberatung.
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
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