Keine zittrigen Hände bekommen!
Herzlich willkommen bei der Börsenminute sagt Julia Kistner,die
euch zum Investieren statt Spekulieren motivieren möchte und
dieser Unterschied zeigt sich derzeit mehr denn je. Kursfristig
spekuliert wird momentan viel, auch auf fallende Kurse. Denn
US-Präsident Donald Trump sorgt mit seinemerratischen Handeln und
Handelszoll-Ankündigungen an den internationalen Finanzplätzen
gehörig für Verunsicherungund das mag die Börse gar nicht.
Kein Grund, euren weisen Entschluss, langfristig in Wertpapiere
zu investieren gleich wieder fallen zu lassen. Denn auch wenn
beispielsweise der Leitindex S&P 500, der die 500 größten
Aktien der USA abbildet am Mittwoch, den 12. März mit minus
2,7 Prozent den größten Tagesverlust seit September
2022verbuchte, ist das kein Beinbruch für die langfristige
Geldanlage. Beispielsweise gab es auf zehn Jahre Sicht seit den
Aufzeichnungen des S&P 500, also seit1957 nur drei negative
10-Jahresperioden von insgesamt 50 . Soll heißen,
langfristig Geld mit US-Aktien oder allgemein soliden Aktien zu
verlieren ist nicht so wahrscheinlich.
Wer die Pechvögel waren? Man verlor dann, wenn manjustament
Anfang 1965 in US-Aktien ein- und Ende 1974
ausgestiegen wäre. Es war die Zeit der Ölkrise und der hohen
Inflation. Verloren hätte man auch zwischen 1999 und 2008
bzw. 2000 und 2009. In diese Perioden fielen die Dot.com-Blase
und der Beginn der Finanzkrise.
Rückschläge gibt es an den Börsen immer wieder. Auf lange
Sicht waren die Rücksetzer in den Börsencharts aber immer nur
kleine Zacken auf einem Pfad nach oben. Zurückkommend auf das
Beispiel S&P 500 ist der US-Leitindex in den letzten 68
Jahren immerhin von zehn auf knapp 5600 Punkte gestiegen.
Ob bei der aktuellen allgemeinen Verunsicherung es jetzt der
falsche Zeitpunkt ist, neu ins Börsengeschäft
einzusteigen? Hättet ihr vielleicht lieber Anfang des
Jahres noch mehr für Eure ETF-Anteile oder eure Aktien bezahlt?
Na, also.
Können die Kurse nicht noch weiterfallen? Ja, das können Sie.
Typisch in so einer Börsenphase ist, dass es voerst nochmals zum
kurzen Aufschwung kommt, bei dem routinierte Aktionäre dann
Aktien mit Gewinn verkaufen, bevor sie damit einen weiteren
Abwärtstrend auslösen.
Wer diesbezüglich meiner Meinung berechtigte Bedenken
hatsollte größere Summen jetzt vielleicht nicht
gleich auf einmalinvestieren, sondern in mehreren Tranchen die
Summe investieren und den Rest solange noch kurzfristig gut
verzinst am Geldmarkt – sprich vor allem Sparkonten -
anlegen. In Österreich bieten sich da etwa die
Bundesschätze, sehr kurz laufenden Anleihen vom österreichischen
Staat an.
In Deutschland kann man auf Vergleichsplattformen wie
tagesgeldvergleich.net schauen.
Mit dem Sparplan ist das etwas anders. Da spielt dasrichtige
Timing beim investieren keine so große Rolle. Mit einem Sparplan
kann man in jedem Fall jetzt schon und nicht erst übermorgen
beginnen. Da man Monat für Monat den gleichen Betrag investiert,
kauft man in schlechten Börsenphasen automatisch günstig mehr
ETF- oder Aktienanteile für dasselbe Geld als in guten
Börsenzeiten. Wenn ich beispielsweise 100 Euro in einen ETF
investiere, der jetzt nach dem Kursrutsch angenommen zehn Euro
kostet, kaufe ich automatisch zehn Anteile für 100 Euro. Steigt
der Kurs des gleichen ETF-Anteils auf 20, lege ich bei 100
investierten Euro mir um den Preis automatisch nur fünf Anteile
in mein Depot. Das ergibt mittel- bis langfristig einen
günstigeren Durchschnittskurs beim Wertpapierkauf und man federt
so Kursschwankungen ab.
Man muss sich über die aktuelle Börsensituation also weniger
Gedanken machen. Also traut euch!
Happy Investing wünscht Euch Julia Kistner
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Dies sind weder Anlage- noch Rechtsempfehlungen.
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