Was ich mir Bei der Auswahl eines ETF anschaue? Das ist bis zu
einem gewissen Grad Geschmacksache. Als Erstes interessiert mich
natürlich einmal die Perfomance. Hier schaue ich mir aber nicht
nur die Jahresperformance an, sondern als Langfristinvestorin
natürlich auch den durchschnittlichen Gewinnzuwachs auf drei,
fünf oder zehn Jahre bzw. seit Auflage. Wichtig finde ich
zweitens, dass der Aktien-Fonds oder -ETF schon groß genug ist
und sich drittens auch schon bewährt hat. Für meinen Geschmack
sollten schon zumindest ein Milliarde Euro investiert worden sein
und ein solcher ETF sollte auch schon zumindest drei Jahre am
Markt sein.Viertens schaue ich auf die Gesamtkostenrate TER, die
bei einem solchen breit gestreuten Aktien-ETF nicht viel mehr als
0,2 Prozent des investierten Kapitals betragen sollte. Fünftens
schaue ich mir dann die zehn größten Aktienpositionen und ihren
Anteil am Gesamtinvestment an. Wenn in die Top Ten schon mehr als
ein Drittel bis die Hälfte meines investierten Kapitals fließen,
wäre mir ein solches Produkt als Starter-Paket zu wenig
Risiko-diversifiziert.Apropos Risiko. Hier schaue ich mir
sechstens natürlich auch noch die Volatilität, sprich
Schwankungsbreite in einem Jahr auf Eurobasis an. Je geringer
desto stabiler. Wobei bei einem Aktienfonds Schwankungen von 10
bis 15 Prozent pro Jahr noch akzeptabel sind. Was ich siebtens
auch lieber habe sind physisch replizierende ETFs, die also
tatsächlich die dem jeweiligen Index zugrunde liegenden Aktien
entsprechend kaufen und verkaufen. Bei sogenannten synthetisch
replizierende ETFs wird nicht direkt in die im Index enthaltenden
Unternehmen investiert, sondern indirekt über Tauschgeschäfte,
genannt Swaps, was meist Geld spart, aber intransparenter ist.
Synthetische Replikationen sind bei Allerwelts-ETFs – so meine
persönliche Meinung - nicht notwendig. . Achtens interessiert
mich noch von welcher Fondgesellschaft das Produkt aufgelegt
wurde. Ich fühle mich besser bei einem der großen ETF-Pioniere
aufgehoben wie Vanguard, die Blackrock Tochter ishares, Xtrackers
(sie gehört zur Deutsche Bank-Gruppe) oder z.B. auch der oftmals
kostengünstige Franzose Amundi. Neuntens schaue ich, welche
Gebühr mein ganz persönlicher Broker für Sparraten des
ausgewählten Fonds oder ETFs verlangt. Ob man zB. auf den
bestimmten ETF gratis oder zumindest kostengünstig ansparen kann.
Zehntens ist für mich persönlich wichtig, dass der ETF oder Fonds
thesaurierend ist. Soll heißen, dass alle Ausschüttungen der
Unternehmen, in die der Fonds oder ETF investiert, automatisch
wiederum in Fondsanteile veranlagt werden und nicht viertel-,
halb- oder jährlich an mich ausbezahlt werden. So profitiere ich
als Langfristanlegerin vom Zinseszinseffekt. Und weil der auf
Dauer so wichtig ist, werden ich ihm zeitnah einmal eine eigene
Börsenminute-Podcastfolge widmen.Happy Investing wünscht Euch
Julia Kistner, die sich freuen würde, wenn ihr die
Börsenminute liked, abonniert und weiterempfiehlt und vor allem
nächsten Samstag wieder einschaltet.
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
Risikohinweis: Dies sind
weder Anlage- noch Rechtsempfehlungen. #Wertpapiere #auswahl #ETF
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