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SG #026: Haustiere

SG #026: Haustiere

Slow German vor 18 Jahren
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Christa hat mich gebeten, über Haustiere zu sprechen. Die Deutschen
haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83
Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland.
Wenn man hier in München beispielsweise in den Englischen Garten
geht, also in einen großen Park, sieht man viele Hunde mit ihren
Herrchen. In vielen Gemeinden und Städten gibt es eine gesetzliche
Leinenpflicht. Hunde dürfen dort nicht frei laufen. Ich finde das
richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen
und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund
nur spielen möchte. Kinder reagieren dann eben oft falsch – und
schon sind sie verletzt. Gefährliche Hunde müssen zudem in
Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde müssen genehmigt
werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein
Eindruck ist, dass es zumindest in München hauptsächlich große
Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den schönen
Labrador. Der berühmte Deutsche Schäferhund ist nicht so häufig zu
sehen. Und natürlich gibt es auch kleine Hunde wie den
Rauhhaardackel. In München nennt man gerade diese kleinen,
eigensinnigen Hunde „Zamperl“. In vielen Gaststätten und Biergärten
gibt es extra für Hunde einen Napf mit Wasser, damit sie im Sommer
etwas zu trinken haben. Ich selber bin kein großer Hundefreund. Sie
sind mir zu sehr domestiziert und ich hätte keine Lust, jeden Tag
mehrmals mit dem Hund Gassi zu gehen. Das bedeutet, spazieren zu
gehen. Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in
Deutschland, das heißt fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze.
Ich finde, Katzen sind gut für die Psyche. Wenn sich eine Katze auf
meinen Schoß legt und anfängt zu schnurren, wenn ich sie streichle,
ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre Krallen
zu entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen
keine Möbel oder Tapeten beschädigen und zerkratzen. Damit mein
Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter
großen Turm, an dem er sich austoben kann. Außerdem hat er
natürlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss.
Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur
Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen, kratzt
ihm Zahnstein von den Zähnen und kontrolliert sein Maul und sieht
nach, ob das Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine Spritze.
Darin sind verschiedene Impfungen enthalten, damit er keine
Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist
es für ihn nicht sehr gefährlich, aber wildere Katzen können auch
Tollwut bekommen oder Zecken mit nach Hause bringen. Natürlich gibt
es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel
Hamster oder Mäuse, Ratten oder Vögel. Wichtig ist, dass sie alle
artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um
sich auszutoben oder zu verstecken, genug gutes Futter und frisches
Wasser, und natürlich auch Zuwendung, damit sie nicht einsam sind.
Noch ein paar Wörter für Euch, wenn Ihr über Tiere sprecht: Tiere
haben in den meisten Fällen Pfoten, keine Beine oder Füße. Ein Hund
oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu heiß wird,
hecheln sie. Sie hängen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so
die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrbarthaare, das
sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man
sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen können schnurren,
miauen und natürlich auch fauchen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Der Song am Ende stammt von der Band "Klangstein" featuring Sylvia
Gerlach. Er heißt "Ganz leise". Gefunden auf dem Podsafe Music
Network. Text der Episode als PDF:
https://slowgerman.com/folgen/sg26kurz.pdf Merken
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„SG #026: Haustiere“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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