Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Slow German Podcast
  4. SG #043: Stauffenberg
SG #043: Stauffenberg

SG #043: Stauffenberg

Slow German vor 17 Jahren
Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Herunterladen (rechte Maustaste) Teilen Fundstellen Kommentare
0:00
6:20
Gerade ist im Kino der Film „Operation Walküre – Das
Stauffenberg-Attentat“ angelaufen. Tom Cruise spielt darin die
Hauptrolle. Gedreht wurde der Film hauptsächlich in Berlin. Viele
der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir
nicht ansehen – und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das
ärgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche
Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann
meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle
weg. Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh darüber,
dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte
Kritiken über den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert,
dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der
Film also nicht korrekt. Außerdem scheint es ein typischer
Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und
aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall wäre es sinnvoller,
eine Charakterstudie zu machen. Also genauer darauf einzugehen, was
Stauffenberg gefühlt, gedacht und geplant hat. Was für ein Mensch
er war. Ein paar Fakten will ich Euch hier erzählen. Sein voller
Name war Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg. Daran
merkt man also schon, dass er ein Adeliger war. Nach dem Abitur
ging er zum Militär und machte dort Karriere. Er wurde Leutnant,
Offizier und Oberst. Er heiratete 1933 seine Frau Nina und sie
bekamen fünf Kinder. Politisch war Stauffenberg eher auf der
konservativen Seite, war aber nicht gegen alles, was die
Nationalsozialisten und der neue Reichskanzler Hitler beschlossen.
Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte er verschiedene Aufgaben.
1943 wurde er bei einem Angriff von Tieffliegern schwer verletzt –
er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger der anderen Hand.
Immer mehr wächst in ihm der Wunsch, dem Nazi-Regime ein Ende zu
machen. Angeblich schon seit 1941. Es gibt unterschiedliche Gründe,
die immer wieder genannt werden. Nicht alle waren heldenhaft.
Stauffenberg war offenbar gegen eine parlamentarische Demokratie
und hatte wohl auch keine wirklich zukunftsweisenden Visionen.
Dennoch arbeitete er mit weiteren hohen Militärs, die meisten von
ihnen ebenfalls adelig, einen Plan aus, den Operationsplan Walküre.
Mit diesem Plan wollte man gegen innere Unruhen kämpfen. Das war
die offizielle Version. Aber in diesem Plan steckte ein
Staatsstreich: Hitler sollte ermordet werden, wichtige Befehlshaber
verhaftet. Stauffenberg selbst sollte das Attentat ausüben, dann
aber eine andere Gruppe dafür verantwortlich machen. Zwei Mal
versuchte Stauffenberg, Hitler zu töten – beide Male musste er sein
Vorhaben abbrechen. Beim dritten Versuch deponierte Stauffenberg
Sprengstoff in der Nähe von Hitler – bei der Explosion wurden vier
Menschen getötet – Hitler und 19 weitere überlebten. Die Operation
Walküre scheiterte, Stauffenberg und die anderen wurden verhaftet
und erschossen. Hier in Deutschland wird viel über den Film mit Tom
Cruise diskutiert. Zum einen wird kritisiert, dass ein
Schauspieler, der offen Scientologe ist, den Hitler-Attentäter
spielt. Zum anderen wird aber auch gelobt, dass durch diesen Film
auf der ganzen Welt bekannt wird, dass es mutige Menschen wie
Stauffenberg gab. Ihr kennt bestimmt auch die Geschichte der
Geschwister Scholl (Film: Sophie Scholl - Die letzten Tage) die
hier in München Widerstand gegen die Nazis geleistet haben. Wenn
Euch Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler
interessiert, dann habe ich einen Tipp für Euch: Es gibt eine gute
Seite des ZDF im Internet, also des Zweiten Deutschen Fernsehens,
auf der man noch mehr über dieses Thema lesen kann. Text der
Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg43kurz.pdf
Episode melden

„SG #043: Stauffenberg“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz