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Apropos … Frust statt Lust!

Wie Sex und Depressionen zusammenhängen können

Sex: Ein pikantes Thema? Über Sex spricht man in der Regel nicht,
und das, obwohl Sex doch einen bedeutenden Anteil in unserem
Leben ausmacht. Die Generation unsere Eltern hat noch gelernt:
Sex dient in erster Linie der Fortpflanzung und hat ansonsten
nichts außerhalb der eigenen vier Wände verloren. Warum
eigentlich?

Dabei sind es nicht nur gesellschaftliche Konventionen, die uns
die Schamesröte ins Gesicht treiben. Weil es etwas Intimes ist,
macht es uns auch sehr verletzlich. Sowohl körperliche wie
seelische Probleme können die Ursache für sog. sexuellen
Funktionsstörungen, wie Fachleute sagen, sein. Soziale Faktoren
wirken oft verstärkend. Es kommt zu einem engen Wechselspiel
zwischen den unterschiedlichen Auslösern.

Während körperliche Berührung nachweislich die körperliche
Stressantwort reduzieren – ursächlich dafür vermutet man eine
erhöhte Ausschüttung von Oxytocin, also dem sog. Kuschelhormon –,
beeinträchtigen Medikamente gegen hohen Blutdruck, Neuroleptika
und Antidepressiva genau dieses Bedürfnis, im schlimmsten Falle
die Libido. So leiden 50-90 % der depressiven Patientinnen auch
unter einer beeinträchtigten Sexualität, z.T. bedingt durch die
Medikamente. Doch selbst bei Patientinnen, die keine Medikamente
nehmen, liegt der Anteil immer noch bei 30 %. Auch bei
Angststörungen und Psychosen besteht eine hohe Gleichzeitigkeit
mit sexuellen Funktionsstörungen.

Was also tun? Wie kann dieser Kreis durchbrochen werden? Über
Luststörungen und die vielen Sexualmythen, die sich darum ranken,
spreche ich heute mit Dr. Elisabeth Drimalla, Fachärztin für
Allgemeinärztin und Psychotherapeutin.

Sie ist Autorin des Buchs „Sexuelle Funktionsstörungen“ das bei
Klett-Cotta erschienen ist.

Mehr über Sie lest Ihr auf ihrer
Homepage: http://www.praxis-drimalla.de/

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