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319 Episoden
37 Minuten
Die Aktionäre haben Hornhaut an den Fingern. Sie meinen einfach, dass sie mit den aktuellen Krisen, den Krieg in der Ukraine, den geopolitischen Spannungen zwischen USA und China, dem Inflationserhöhungsdruck oder auch der Zinsangst umgehen können, spricht Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, von Frühlingsgefühlen an den Kapitalmärkten. Er selbst ist nach wie vor ein großer Fan von Hightech-Aktien, „denn mir hat doch niemand erläutern können warum denn diese sehr validen Geschäftsmodelle Digitalisierung, Cloud Computing. Rationalisierung, künstliche Intelligenz nicht massiere Treiber sind.“ Auch ist er überzeugt, dass die Inflation zumindest ein Stück zurückkommt, weshalb die Notenbanken im Sommer den Zinserhöhungs-Zyklus auslaufen lassen. Im Herbst rechnet Robert Halver sogar schon mit der ersten Zinssenkung in Amerika. Insofern sollte man sich von Reichweiten-getriebenen negativen Schlagzeilen nicht beeindrucken lassen. Angesichts der Probleme, die wir jetzt seit 2008 permanent haben, schlage sich der Aktienmarkt gut und man sollte ihm treu bleiben, zumindest mit regelmäßigen Aktiensparen. Mit Staatspapieren der westlichen Welt, von Österreich oder Deutschland, würde man hingegen Geld vernichten, da sie die Inflation nicht schlagen können, wenn schon, geht das nur mit Unternehmensanleihen. Robert Halver befürchtet, dass die Anleger die Inflation unterschätzen. Das sehe man deutlich an den Inflations-geschützten US-Anleihen, die gerade einmal Teuerungsraten von 3,5 Prozent einpreisen. Diejenigen in den USA die Inflationsstatistik herausgeben, würden mit Nachnahme Pinocchio heißen. Gegen Inflation schützen nun mal am besten Sachwerte wie Gold und Aktien. Denn mit der Inflation steigt logischerweise auch das Betriebsvermögen, auch die Verkaufspreise steigen und sichern die Gewinnentwicklung ab. Mehr Einblick in den Börsenkapitalismus, warum sich etwa die Weltwirtschaft nicht in zwei Blöcke aufteilen und weiterhin verzahnt bleiben wird, gibt Kapitalmarktanalyst Robert Halver in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN.

Fazit: In große, solide High Tech-Werte investieren und ein wenig Gold kann als Inflationsschutz nicht schaden.

Könnt ihr Robert Halvers Meinung teilen? Ich freue mich auf Eure Kommentare. Eine erfolgreiche Handeslwoche wünscht Julia Kistner

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Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung  die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer  Medienbeiträge Investments tätigt.

#USA #Staatsanleihen #Aktien #Inflation #Inflation-Linker #Inflationsschutz #Gold #BaaderBank #Aktiensparen #HigTech #Digitalisierung #CloudComputing #Rationalisierung #künstlicheIntelligenz #investieren #anlegen #podcast #Geldmeisterin

Foto: Robert Halver
27 Minuten
Langfristig ist das Gewinnwachstum doppelt so hoch wie in Europa

Die Unternehmen haben positiv in den USA überrascht, weil die Erwartungen sehr niedrig waren, meint Sven Anders, US-Aktienspezialist bei J.P. Morgan Asset Management. Was die Bewertungen des S&P 500-Index insgesamt betrifft, so liegen diese leicht oberhalb des langfristigen Durchschnitts. Wenn man aber die Top Ten-Aktien herausrechnet, die etwa ein Viertel der Marktkapitalisierung des S&P 500 ausmachen, dann liegen die Bewertungen im langfristigen Schnitt. Der Gesamtmarkt sei daher nicht teuer. Sven Anders sieht deutlich mehr Chancen in den USA als in Europa. In Übersee haben70 Prozent der Unternehmen in der aktuellen Bilanzsaison die Gewinnerwartungen übertroffen und 65 Prozent auch die Umsatzerwartungen. Die US-Haushalte, die 70 Prozent der Wertschöpfung tragen, würden immer noch auf Covid-Ersparnissen von 800 Millionen US-Dollar sitzen. Das sei noch genug, um die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln. Hoch seien vor allem die Reise- und Freizeitausgaben. Der politische Einfluss auf den Kapitalmärkte, vor allem der ewige Streit um die Budgetdeckelung, sei in den USA nicht so groß, wie angenommen. In den USA seien auch die Cash-Positionen in den Bilanzen sehr stark. Einen leichten Rückgang der Gewinnmargen würde man sowohl in den USA als auch in Europa erwarten. Womit die USA aber punktet sei das langfristige Gewinnwachstum. Dies läge 2024 rund 60 Prozent höher als in Europa und langfristig doppelt so hoch wie in Europa. Sven Anders und sein Team haben bei den US-Positionen vor allem den Großbankenbereich ausgebaut. Auch setze man auf grüne Technologie, die vom amerikanischen Inflation Reduktion Act profitiere und auf den Bereich Gesundheit. Sven Anders geht schon davon aus, dass die USA in eine Rezession rutscht, die aber aufgrund der Konsumfreudigkeit der Amerikaner nur milde ausfallen wird. Gerade der Technologie-Bereich, der primär vom Exportgeschäft lebt, sollte auch von einem sich wieder abschwächenden Dollar profitieren. Was noch für die Wallstreet spricht, darüber spricht Sven Anders in der aktuellen Folge der Geldmeisterin.

Fazit: Die USA sollte man weiterhin übergewichten.

Seht Ihr das auch so? Eure Meinung würde mich sehr interessieren. Eine erfolgreiche Handeslwoche wünscht Julia Kistner

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#USA #Wallstreet #Aktien #J.P.MorganAssetManagement #Rezession #Tech #Gesundheit #SvenAnders #Bilanzen #Gewinnmarge #Dollar #Europa #Export #S&P500 #Ersparnisse #Gewinne #Margen #Podcast #investieren #Ersparnisse #Konsum #Amerikaner

Foto: J.P.Morgan Asset Management
33 Minuten
Demographie, technischer Fortschritt und Konjunktur-Resistenz als Treibe für Healthcare-Aktien

Man muss sein seine Gesundheits-Investment breit aufstellen, nur Pharma wäre zu riskant, meint Andreas Scharf, Chef-Analyst Healtcare bei Apo Asset Management. Er teil diesen Sektor in vier großen Subsektoren: Die Medizintechnik, die Krankenversicher und Dienstleister, Biotech und Pharma. Treiber der Gesundheitsaktien sei die Demographie, der technologische Fortschritt und die Unabhängigkeit des Gesundheitssektors von der Konjunktur. Dass man die Pharmaindustrie zurück nach Europa bringt sieht er als Chance, allerdings gibt es von der Kostenseite Wettbewerbsnachteile, weil es die nachhaltigere Produktion in Europa nicht zum Nulltarif hat. Andreas Scharf argumentiert in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN die Top-Holdings ihres Gesundheitsfonds Apo Medical Opportunities, das sind AstraZenca, Seagen, Johnson&Johnson, Coloplast, Cigna, Lonza, Sanofi, Medtronic, Lonza, Sanofi und Medtronic. Seagen, beispielsweise hat Übernahmephantasie. Für den Krebsspezialisten bietet Pfizer aktuell 43 Milliarden US-Dollar. Generelle gibt es im Healthcare-Sektor viel Übernahmephantasie, zumal die großen Flaggschiffe auf viel Cash sitzen. Dies sind natürlich keine Anlageempfehlungen. Viele Gesundheitsaktien sind längst stolz bewertet. Neben den großen Werten setzt Andreas Scharf und sein Team vor allem im Technologiesektor auf mittlere und kleinere innovative Unternehmen wie das belgische börsenotierte Unternehmen Nyxoah im Bereich Schlafapnoe. Es reicht jedenfalls nicht Gesundheit zu kaufen, meinte der Healthcare-Spezialist, sondern man sollte sich defensive Pharmaspieler aber auch Stürmer aus dem Tech- und Biotech-Bereich ins Portfolio legen, die oft ihn Healthcare-Indizes, die man mit ETFs abbildet nicht enthalten sind. Mehr über die kleinen und mittelgroßen Gesundheits-Perlen in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN, überall zu hören wo es Podcasts gibt und auf www.geldmeisterin.com.

Fazit: Der Mix an defensiven Pharmaaktien und Wachstumsaktien aus den Bereichen Medizintechnik, Biotech, Digitalisierung im Gesundheitssektor machts.

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#AstraZenca #Seagen #Johnson&Johnson #Coloplast #Cigna #Lonza #Sanofi #Medtronic #Lonza #Sanofi #Medtronic #Nyxoah #Pharma #Healthcare #Gesundheit #Schlafapnoew #Onkologie #Imunologie #podcast #investieren #Geldmeisterin
44 Minuten
Wenig zinssensitive Aktien, US-Inflation-Linker und Dollar gegen (wirtschafts)politische Turbulenzen

Der Markt preist eine zu geringe Inflation ein. Für einen Krieg um Taiwan – auch wenn er nicht unmittelbar bevorsteht – muss man gewappnet sein. Europa wird bei einem sich zuspitzenden Machtgerangel zwischen China und den USA als erster Wirtschaftsblock unter die Räder kommen. Deshalb fühlt sich Volkswirt Thomas Mayer, Leiter der Denkfabrik Flossbach von Storch Institute im Dollar wohler. Zu Gast beim Podcast GELDMEISTERIN malt er nicht nur ein düsteres Konjunkturbild, sondern präsentiert für Anleger auch Lösungen für ein Krisen-resistentes Portfolio. Das enthält amerikanische inflationsgeschützte Anleihen, die aktuell für sein Dafürhalten eine viel zu geringe Inflation einpreisen. Weiters würde er bei Anleihen nur kurzfristige Laufzeiten wählen. Einen guten Inflationsschutz bieten Aktien von Unternehmen, die nicht so sehr von niedrigen Zinsen abhängen. Sprich, nicht so hoch verschuldet sind und keine Großinvestitionen tätigen müssen. Banken hält der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank für keine attraktiven Investments.

Fazit: Langfristig bleiben Aktien der Inflationsschutz Nummer Eins, bei Anleihen bei kurzfristigen Laufzeiten bleiben, bei der Inflation sind „die vier Prozent die neu zwei."

Mehr zu Mayer´s Krisenportfolio in der aktuellen Podcastsfolge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Podcast-Host Julia Kistner.

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Foto: Thomas Mayer
36 Minuten
Nasdaq 100 legt seit Jahresbeginn 16,4 Prozent zu…

…und es gibt immer noch gute Einstiegschancen bei vielen Big Tech´s, meint  Mike Judith, Head of International Sales & Managing Director/CEO bei DNB Asset Management. Die Technologieaktien sind zurückgekommen, man fühle ich bei Tech-Investments wohler als vor zwei Jahren. Wobei er den Tech-Begriff weit fasst, auch Telekommunikation, Gaming und Streamingdienste einbezieht. Letztere findet Mike Judith sehr spannende Investments. Wobei man 2023 selektiver bei der Auswahl vorgehen und wieder vermehrt auf die Fundamentaldaten achten müsse. Ihm gefallen aktuell Meta und Microsoft sehr gut, nicht so sehr Apple. Letzterer Big Tech sei momentan zuwenig innovativ. Mehr zu Tech-Aktien in dieser Podcastfolge der GELDMEISTERIN.  

Haltet auch ihr die BIG FIVE der Tech-Branche für günstig bewertet? Hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar oder schreibt der GELDMEISTERIN in ihre Gruppe auf Facebook oder LinkedIn. Ich freue mich auch, wenn ihr die GELDMEISTERIN weiterempfiehlt, den Podcast abonniert und damit das Projekt unterstützt. Vor allem aber würde ich mich freuen, wenn wir uns nächste Woche wiederhören.  

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30 Minuten
Warum Thomas Funk, Portfolio-Manager des GAM Swiss Small & Mid Cap Equity-Fonds, so bullish für „bärenstarke Schweizer Aktien“ ist? In erster Linie, weil viele kleinere Schweizer Medizinstechnik- und Industrie-Spezialisten extrem wettbewerbsfähig sind. Dazu hab sie die Schweizer Franken-Aufwertungswellen 2010 bis 2011, 2014 und zuletzt 2022 aufgrund der Inflationsdifferenzen gezwungen. Da wären wir auch beim zweiten Punkt, der für Schweizer Titel spricht: während die Inflationsrate Im Vorjahr in Österreich und Deutschland bei 8,5 beziehungsweise 8,7 Prozent lag betrug sie in der Schweiz gerade einmal 2,8 Prozent. Deshalb sind auch in der Schweiz die Löhne nicht so stark gestiegen, was die ohnedies hohe Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Unternehmen und deren Gewinnmargen noch verbessert.

Beim Podcast GELDMEISTERIN zu Gast nennt er beispielsweise Interroll als Hidden Champion, der Transport- und Rollsysteme für Logistiker wie Amazon und DHL produziert. Eine Schweizer Industrieperle sei auch der Zahntechniker Straumann Holding, der in den letzten sechs Monaten rund 50 Prozent zulegte. Seit Börsengang im Juli 1998 hat das Medizintechnik-Unternehmen nahezu sagenhafte 6900 Prozent zugelegt. Wobei man natürlich bei Small- und Midcaps auch bei bärenstarken Aktien stärkere Kursschwankungen aushalten muss und auch einen langen Atem braucht. Der Kurs der Straumann-Aktie hat sich etwa von 2002 bis 2012 kaum vom Fleck bewegt. Thomas Funk hat in seinem Schweizer Small- und Midcap-Fonds Straumann am stärksten gewichtet, vor Lindt & Sprüngli, dem Labortechnik-Hersteller Tecan-Group und dem Vakuumventile-Hersteller VAT Group. Weitere Schwergewichte im GAM Swiss Small & Mid Cap Equity-Fonds: Barry Callebaut AG, einer der weltgrößten Schokoladenfabrikanten, Burkhart Compression Holding, die Immobilienholding DKSH Holding, das Spezialtransportunternehmen Georg Fischer, das Heizungstechnik-und Klimatechnikunternehmen Belimo Holding sowie der Energiemanagementspezialist Landis&Gyr. Mehr zu den bärenstarken Schweizer Aktien in der aktuellen Folge der GELDMEISTEIRN. Viel Hörvergnügen wünscht Podcasthost Julia Kistner.

Und  wenn Euch diese Podcastfolge gefällt - es kostet kein Geld der Welt die  GELDMEISTERIN auf der Podcastplattform Eurer Wahl, auf Spotify oder auf YouTube zu abonnieren. Ich freue mich auch, wenn ihr die GELDMEISTERIN  weiterempfiehlt und vor allem, wenn wir uns nächste Woche wiederhören.  

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Foto: GAM
47 Minuten
Es wird eine Zinssenkung erwartet und auch, dass die Inflation zurückkommt. All das ist schon eingepreist, was Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege Shareholder Value Management AG noch für zu früh hält. Es liegt noch nicht alles hinter uns. Daher sollte man sich auch nicht von den gestiegenen Anleihenrenditen blenden lassen. Für die Langfristanlage seien Bonds nur eine Scheinalternative zu Aktien, „auch wenn wir gerade sehen, wie Anleihen-Renditen kurzfristig die Aktienerträge schlagen. Langfristig hat das nie funktioniert. Man vergisst zu gerne auch die Inflation mit einzubeziehen“, warnt Heiko Böhmer, Podcast-Gast der GELDMEISTERIN. Er empfiehlt von Stichtags-Prognosen wegzukommen und eine langfristige Finanzstrategie zu verfolgen. Grundsätzlich bleibt er optimistisch für Aktien, auch wenn wir vielleicht nicht mehr die dauerhaft hohen Ertragsraten aus der Vergangenheit sehen werden von langfristig acht Prozent pro Jahr. Es können künftig auch einmal nur drei bis fünf Prozent sein. Für den realen Kapitalerhalt seien Aktien aber alternativlos. Man sollte auch hier nicht auf jede „Sau“ setzen, die gerade durchs Dorf getrieben ist. Die Shareholder Value Management setze vor allem auf die drei Langfristtrends Demographie, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Ihr Flaggschiff-Produkt, der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist jedenfalls aktuell zu 75 Prozent in Aktien investiert, hält den Rest noch im Trockenen in Cash, ist nur zu 35 Prozent in den USA gewichtet, so gut wie gar nicht in Schwellenstaaten investiert und hat seinen Schwerpunkt in Small- und Midcaps aus der DACH-Region. Aktien halte Shareholder Value in der Regel mehrere Jahre, so wie das deutsche IT-Unternehmen Secunet, das sich um die Datensicherheit im Netz kümmert und als Burggraben seine starken öffentlichen Aufträge hat, die 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Banken seien bilanztechnisch zu vielem fähig, begründete Heiko Böhmer noch vor dem Crash der Silicon Valley Bank, warum man nicht in Banken investiere. Die Finanzsparte decke man lieber mit Rückversicherungen ab mit einem stabilen Geschäftsmodell und die als Draufgabe noch Dividenden abliefern. Hier gefällt ihm der französische Rückversicherer Scor. Was er noch so empfiehlt erzählt er in der neuen Folge der Geldmeisterin am Sonntag. Viel Hörvergnügen!

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Foto: JK

 
38 Minuten
Durch die länger als gedacht anhaltende flache bis inverse Zinskurve haben sich für Dr. Ulrich Kaffarnik, Vorstand der DJE Kapital AG die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt. Wenn kurzfristige Anleihen höher als länger laufende Anleihen verzinst werden, war dies bisher immer ein Vorbote für eine Rezession. Um sich in diesem Umfeld als Anleger gut aufzustellen empfiehlt er raus aus dem bereits gut gelaufenen Zykliker, speziell auch aus Autowerten, rein in defensive Title wie Pharma- oder Lebensmittel-Aktien. Auch bei grünen Technologie-Aktien, die ihren hohen Bewertungen und Erwartungen schon in den letzten zwei Jahren nicht nachkommen konnten, wäre Ulrich Kaffarnik kurzfristig noch vorsichtig, so wie er generell mit weiteren Korrekturen im Techsektor rechnet. Langfristig führe aber kein Weg an grünen Technologieaktien vorbei. Auch bei Banken ist er vorsichtig, wobei man wissen muss, dass diese Podcastfolge vor der Sillicon Valley Bank-Pleite aufgenommen wurde. Er bevorzugt Versicherungsaktien, die von der inversen Zinskurve nicht so stark betroffen sind wie Bankentitel. Grundsätzlich sollte man derzeit weder auf der Aktien- noch auf der Anleihen-Seite zu viel riskieren. Die Inflation habe zwar den Höhepunkt überschritten, die Zinsen allerdings noch nicht. Hier werden wir noch in den nächsten drei bis sechs Monaten Erhöhungen sehen, in den USA in Richtung sechs Prozent. In Europa werden sie womöglich noch von drei auf fünf Prozent steigen. Daher empfiehlt Dr. Ulrich Kaffarnik, Vorstand, DJE Kapital AG derzeit eher in kurzfristige Anleihen mit guter Bonität zu investieren, bevor dann frühesten im dritten Quartal dieses Jahres die Zinsen nicht weiter erhöht werden und es interessant wird in langlaufende Staatsanleihen mit guter Bonität zu investieren. In der Regel sind Rückgänge der Renditen langlaufender Anleihen dann auch ein Hinweis, dass man den Zinshöhepunkt in Kürze erreicht. Was Anleger derzeit noch beachten sollen? Das hört ihr in dieser Folge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünschen Podcast-Host Julia Kistner und Podcast-Gast Ulrich Kaffarnik.

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#UlrichKaffarnik  #DJEKapital #Rezession #podcast  #Geldmeisterin #Rendite #Aktie #Anleihen #Banken-Pleite #Pharma-Aktien #Lebensmittel-Aktien #Tech #Technologie #Immobilien #Renditen

Foto: JK
34 Minuten
Die Rezession wird im zweiten Quartal 2023 unvermeidbar sein. Ein Wirtschaftsabschwung sei auch von der FED-Notenbank, die die Zinsen nochmals anheben werde so gewollt, um die Lohn-Preisspirale zu unterbrechen, meint Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege von JP Morgan Asset Management zu Gast bei der GELDMEISTERIN. Erst wenn der Lohndruck abnimmt, würden auch die Inflationsraten wieder runter kommen.

Währenddessen ginge dem US-Konsumenten, der im Vorjahr noch für Wirtschaftswachstum sorgte, langsam die Puste aus. Bisher konnte er seinen Lebensstil mit seinen Kreditkarten und durch das Aufbrauchen seiner Reserven aufrechterhalten. Er konnte während der Pandemie nicht zuletzt durch die großzügigen staatlichen Transfers insgesamt zwei Billionen US-Dollar Überersparnisse zurücklegen. Die hätten sich  schon halbiert und werden im Juni-Juli aufgebraucht sein, rechnet Tilmann Galler in der zweiten Jahreshälfte mit einer Rezession. Doch ließen sich einerseits mit Dividendentitel, aber auch wieder mit Anleihen guter Bonität durchaus positive Rendite erzielen kann, selbst wenn man von einem anhaltend höheren Inflationsniveau ausginge. Dividendentitel hätten den Charme, dass man sich jetzt nicht wie bei Bonds drei bis vier Prozent langfristig einloggt, sondern an wachsenden Gewinnen in der Zukunft partizipieren kann. Ich persönlich bin derzeit noch keine Freundin von langfristig laufenden Anleihen, da ich doch noch mit steigenden Zinsen rechne. Doch hört Euch die Argumente des JP-Morgan Experten Tilman Galler in der aktuellen Podcast-Folge der Geldmeisterin am besten selbst an.

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Foto: JK
41 Minuten
Die Risikobudgets waren zu Jahresbeginn noch gut aufgefüllt. Das hält Wolfgang Matejka von Matejka & Partner Asset Management für einen der Hauptgründe, warum wir die steilen Kursanstiege an den Weltbörsen zu Jahresbeginn gesehen haben. Weil er an die Rezessions-Polemik nie so geglaubt hat hat sich Wolfgang Matejka zu Jahresbeginn schon bei den Zyklikern eingedeckt, hat die Preisvorteile genutzt und ist schon wieder auf der Abgeberseite getreu des Mottos:  Nobody ever lost money by taking the profit. Das gelte auch für Finanztitel. Die Banken profitieren zwar von steigenden Zinsen, hätte es aber bei inversen Zinskurven (höhere Zinsen bei kurzfristigeren Laufzeiten) allgemein nicht leicht.  Bei Pharma-Aktien sei zu bedenken, dass schnellere Zulassungen auch eine stärkeren Wettbewerbsdruck mit sich bringt. Tech-Aktien würden fälschlicherweise  über einen Kamm geschert und pauschal abstoßen, wenn die Zinsen steigen. Dabei habe Apple zum Beispiel habe 180 Milliarden Cash in den Büchern und freue sich über jeden Zinsanstieg. Über all dies sowie über die Aktivitäten der großen Staatsfonds und was davon zu halten ist, spricht Wolfgang Matejka in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Podcast-Host Julia Kistner

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Foto: Matejka&Partner Asset Management
33 Minuten
Ein bisschen Risiko aus dem Portfolio nehmen sowohl auf der Aktien- als auch auf der Anleiheseite, empfiehlt Lars Kreckel, globaler Aktienstratege beim Vermögensverwalter LGIM. Die Kurse hätten doch noch ein deutliches Potenzial nach unten. Er rechnet im zweiten Quartal nämlich nach wie vor mit einer Rezession, sowohl in den USA als auch in Europa. In den USA sieht er den S&P 500 bei 3100 bis 3200 Punkte (aktuell bei 3970 Punkte). Lars Kreckel rechnet mit einem Rückgang der Erträge der US-Unternehmen um 20 bis 25 Prozent. Vorsichtig ist er vor allem noch, was zyklische Werte betrifft. Er bevorzugt aktuell typisch defensive, konjunkturresistente Werte wie Pharma, Versorger, Telekom-, Tabak- und Lebensmittel-Aktien. Und hier will man möglichst vom Einzelaktien-Risiko wegkommen. Bei den Unternehmensanleihen meide man aktuell Hochzinsanleihen, mittelfristig sei LGIM taktisch übergewichtet. Langfristig ist Lars Kreckel aber für Aktien positiv, weil er in den nächsten zehn Jahren nicht mit einer eklatanten Verschlechterung der Gewinnsituation rechnet. Allerdings ist der Renditevorsprung von Aktien gegenüber Anleihen geringer.

Die Bewertungen in den USA liegen momentan leicht über dem historischen Durchschnitt, nachdem die Kurse seit Jahresbeginn gestiegen und die Gewinne zürückgegangen sind. Auch sind die Anleger nicht mehr so pessimistisch wie sie es noch im Oktober 2022 waren. Mehr dazu, weshalb man jetzt in weniger schwankungsfreudige Aktien investieren sollte, erklärt LGIM-Aktienstratege Lars Kreckl in dieser Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen!

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Foto: LGIM
37 Minuten
Spekulieren hat nichts mit langfristigem Investieren zu tun. Daher sind Derivate wie etwa Zertifikate, bei denen man sich nicht am zugrunde liegenden Basiswert unternehmerisch beteiligt, sondern „nur“ auf dessen Kursentwicklung nach oben wie nach unten wettet grundsätzlich nicht in meinem Langfristportfolio. Bei Rohstoffen zum Beispiel bevorzuge ich Investments in die börsennotieren Minenwerte, direkt in Agrarrohstoffe investiere ich ohnedies aus nachhaltigen Gründen nicht. Wo mich allerdings Zertifikate interessieren sind für kurzfristige Währungswetten oder Währungsabsicherungen bei Aktien, die ihre Geschäfte großteils in Fremdwährung machen.  Lohnt sich ein solcher Währungsschutz mit Zertifikaten überhaupt für den Privatanleger bei Absicherungskosten von zehn bis 15 Prozent und wie lange macht es maximal Sinn eine Position in Fremdwährung teuer abzusichern? Dazu habe ich Derivate-Spezialisten David Hartmann von der Bank Europe Vontobel AG bei der GELDMEISTERIN zu Gast, der – so viel sei gespoilert – eine Absicherung von Fremdwährungspositionen im Portfolio mit Zertifikaten oder Optionsscheinen auch nicht unter allen Umständen für für sinnvoll hält und vor zu hohen Hebeln, sprich vor zu hoher Fremdfinanzierung solcher Wetten warnt. Viel Hörvergnügen wünscht Podcasthost Julia Kistner

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Foto:Vontobel
23 Minuten
„Sammle nur das was Dir gefällt, dann bleibt Dir in jedem Fall ein Mehrwert, auch wenn sich der Künstler oder das Kunstwerk aus irgend einem Grund nicht so gut entwickelt,“ rät Sophie Neuendorf, Vice President von Artnet AG, einem börsennotierten Online-Dienstleisters für den internationalen Kunstmarkt. Dieser sei insgesamt 1, 7 Milliarden US-Dollar schwer und hier sei derzeit viel in Bewegung. Laut Artnet waren die Bestseller 2022 in dieser Reihenfolge  Andy Warhol, Claude Monet, Pablo Picasso, Francis Bacon, René Magritt, Gerhard Richter, Jean-Michele Basquiat, Mark Rothko, die einzige weibliche Bestsellerin Yaoi Kusama, die durch ihre Kooperation mit Louis Vuitton bekannt wurde und Willem de Kooning.

Anders als an der Aktienbörse mag es der Kunstmarkt gar nicht, wenn man ein gerade erst erworbenes Werk im selben Jahre wiederverkauft. Um Renditen zu erzielen müsse man Kunst schon mindestens zwei Jahre lang behalten.

Der Wiederverkaufswert von zeitgenössischer und ultrazeitgenössischer Kunst, von Nachkriegskunst und Moderner Kunst sei viel höher und stabiler als von Alten Meistern. „Alleine der Gesamtwert aller versteigerten Werke von Gerhard Richter ist höher als der Gesamtkunstmarkt Deutschlands. Wenn man einen guten Künstler hat ist viel daran zu verdienen, sowohl für den Künstler, als auch für den Sammler“, meint Sophie, die in der aktuellen Episode der GELDMEISTERIN viel über die Kunst, mit Kunst Geld zu verdienen verrät und unter anderem auch begründet, warum der NFT-Kunstmarkt gekommen ist, um zu bleiben. Viel Hörvergnügen!

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Fotos: Sophie Neuendorf/Artnet
53 Minuten
Wer langfristig veranlagt, der sollte nicht nur auf die Finanzergebnisse von Nahrungsmittelkonzernen schauen, sondern auch darauf achten, inwieweit sie nachhaltig gut abschneiden, betonen die Podcastgäste der GELDMEISTERIN Janina Bartkewitz, ESG-Analystin bei Union Investment und Henrik Pontzen, Leiter ESG im Portfoliomanagement von Union Investment. Denn je später die Konzerne die nachhaltige Transformation durchführen, desto teurer wird sie. Und die betrifft nicht nur die Co2-Neutraliät und soziale Aspekte, sondern auch ihr Beitrag zur Biodiversität. Biodiversität sei derzeit das große Thema auch in der Finanzbranche. Bartkewitz und Pontzen haben 56 Lebensmittelkonzerne nachhaltig analysiert:

https://unternehmen.union-investment.de/startseite-unternehmen/maerkte/Kapitalmarktmeinungen/ab-2021/Kommentar-Pontzen-Gruene-Woche.html

Sie haben die Unternehmen den Kategorien Schlusslichter, Nachzügler, Transformer und Vorreiter zugeordnet. Vorreiter sind hier die Franzosen Danone, die mit ihren pflanzenbasierten Milchalternativen mit der Marke Alpro punkten. Sie wollen bis 2025 nur noch recycelbare Verpackungen verwenden, bis 2050 Co2-neutral produzieren. Zu den Vorreitern zählt auch der sechstgrößte Lebensmittelkonzern der Welt, der US-Amerikaner General Mills, die auch im Dow Jones North America Sustainability Index gelistet sind.

Nestlé beispielsweis ist vor allem wegen Sozialprojekte für ihre Kakaobauern vom Nachzügler in die Gruppe der Transformer aufgestiegen. Damit ist der Schweizer Lebensmittelmulti zwar noch kein Kandidat für die nachhaltigen Fonds, aber zumindest schon ein Anwärter. Gerade die Gruppe der Transformer sei aus Investorensicht hoch interessant, da sei man selbst gerne frühzeitig investiert um dann mit dem Aufstieg in die Vorreiter-Gruppe die Aktie mit Gewinn zu verkaufen zu können. Zu den Nachzüglern zählen übrigens neben Schokoladenproduzenten wie Lindt & Sprüngli und Mondelez (Milka), die Palmöl verwenden und ungesunde Produkte produzieren und damit die Konsumenten, nicht aber die Kakao-Bauern glücklich machen. Nachzügler sind  ebenos  die Fleischproduzenten wie Tyson Foods (USA) oder der JBS (Brasilien). Wie grün sind also die Lebensmittelproduzenten? Das klären wir in dieser Episode der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen!

Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur  meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge Investments tätigt.

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Fotos: Union Investment
52 Minuten
Der frisch gebackene selbständige Finanzexperte Peter Brezinschek hat  aus seiner 40 Jahre langen Chefanalyse für die Österreichische  Raiffeisen-Gruppe vor allem folgendes gelernt: Auf einen Bärenmarkt  folgte bislang immer wieder ein Bullenmarkt. So bleibt Peter Brezinschek   2023 und darüber hinaus  für Aktien optimistisch. Auch deshalb, weil  Aktien langfristig immer noch der beste Inflationsschutz seien. Er sieht  viele Parallelen in der Finanzgeschichte zu heute und dann auch wieder  nicht. Die GELDMEISTERIN spaziert mit ihrem Podcastgast durch die großen  Finanz- und Wirtschaftskrisen und sammelt Erfahrungen ein, von denen  man auch gegenwärtig profitieren kann. Eine Dot.com-Blase 2.0  etwa sei  nicht zu befürchten. Sehr wohl aber könnte der vermehrte Einsatz von AI  im Wertpapierhandel künftig zu steigenden Volatilitäten an den  Kapitalmärkten führen. Was lernen wir konkret aus dem Crash am 19.  Oktober 1987? Der Pleite des Traditionshaus Barings Bank durch  Spekulationsgeschäfte des Finanzmaklers Nick Leeson? Aus dem Enron- und  jüngsten Wirecard-Debakel? Aus der Asienkrise 1997/98?  Von der  Dot.com-Blase 2000? Dem Terror 9/11 im Jahr 2001? Der Immobilien- und  Suprime-Krise im Jahr 2007 und infolge aus der Finanz- und Schuldenkrise  mit Niedrigzinsen ab 2013? Wo gibt es Parallelen zum Krieg im Nahen  Osten und zur Ölkrise 2014? Was lernen wir von der Euro-Rettung-,  Griechenland- und Chinakrise 2015 und zuletzt aus dem Covid-Crash im  März 2020? Wie geht man als Anleger mit Putin´s Ukraineangriff und dem  Energienotstand in Europa um? Mehr dazu in dieser aktuellen Folge der  GELDMEISTERIN: Und wenn Euch diese Folge oder überhaupt der Podcast GELDMEISTERIN  gefällt, dann votet doch bitte jetzt noch für die GELDMEISTERIN beim  Ö3Podcastaward. Hier geht es  direkt zur Abstimmung: 

https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/

Ansonsten würde ich  mich auch freuen, wenn ihr den Podcast auf der Podcast-App Eurer Wahl  oder auf YouTube oder Spotify abonniert, bewertet, liked, ihn  weiterempfiehlt. Auf ein Wiederhören mit Euch am nächsten Sonntag. Euer Podcast-Host Julia Kistner. 

Rechtlicher Hinweis: Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur  meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge  Investments tätigt.  

Musik- & Soundrechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/  

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Foto: RBI