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OK COOL Archiv
507 Episoden
1 Stunde 8 Minuten
Colin Gäbel ist eine der bekanntesten Figuren der deutschen Spielewelt: Jahrelang moderierte er bei GIGA-Games und stieß später zu den Rocketbeans hinzu, die er bis heute als "Chief Content Officer", Moderator und Streamer unterstützt. Diese beiden Stationen gehören wohl zu den Passagen seiner Biographie, die in vielen Interviews und Gesprächen bisher am besten ausgeleuchtet wurden - und deswegen richtet Gastgeber Dom Schott den Scheinwerfer heute in die anderen, dunkleren Ecken einer langen Karriere. Gemeinsam reisen die beiden in die Studienjahre von Colin Gäbel zurück und rekapitulieren, wie es überhaupt zum Weg in die Spielebranche kam - eine Entscheidung, die eigentlich gar nicht ins Leben des damaligen Lehramtsstudenten Gäbel passte. Von diesem Ausgangspunkt aus besuchen sie dann Supermarktparkplätze, Augsburger WGs, Bewerbungsgespräche und die Redaktionsräume der Man!ac. Popcorn raus und anschnallen, liebe Leute, es wird wendungsreich!
1 Stunde 7 Minuten
Eines der besten Werke von Rino Pelli schmückt ausgerechnet eines der schlechtesten Spiele dieses Jahres: Der Illustrator zeichnete gemeinsam mit einer weiteren Zeichnerin das wunderschöne Intro des mittlerweile berüchtigten Gollum-Spiels, das sein Entwicklerstudio Daedalic in ein tiefes Loch stürzte - ein einschneidender Moment auch für Rino Pelli, der schon seit den ersten Deponia-Spielen mit dem Hamburger Studio eng zusammenarbeitet. Wie war es, mit einem Entwicklerteam jahrelang den Pinsel zu kreuzen, das für seine schlechte Arbeitskultur und schwierigen Hierarchien berüchtigt ist? Wie kam der Illustrator überhaupt dazu, erst von der Schweiz nach Hamburg zu ziehen und dann bei den ersten Deponia-Spielen (und einem Werner-Film!) mitzuarbeiten? All das und mehr beantwortet Rino Pelli in diesem Gespräch mit Gastgeber Dom Schott und biegt dabei immer wieder auf willkommene Themen-Nebenstraßen ab. Brumm, wrumm!
1 Stunde 9 Minuten
Gloria Manderfeld arbeitet als freie Spielejournalistin in einer Welt, die nicht unbedingt mit großzügigen Honoraren gesegnet ist. Trotzdem ist es ihr gelungen, eine erfolgreiche Selbstständigkeit aufzubauen: Sie befüllt regelmäßig große Sonderhefte über die neusten Spiele, podcastet bei Insert Moin über Erotik und Spiele und ist nicht zuletzt auch immer wieder in anderen Text- und Podcastformaten zu Gast - wie nun bei OK COOL. In dieser Folge gleichen Gloria Manderfeld und Gastgeber Dom Schott ihre Erfahrungen im freien Spielejournalismus ab, tauschen sich über Arbeitsrealitäten aus und sinnieren über die einzigartigen Problemfelder ihrer Branche.
44 Minuten
Nachdem für die Nachholaktion für Silent Hill eine Playstation 1 in den Haushalt von Dom Schott eingezogen ist, folgt direkt das nächste PS-Spiel aus dem riesigen Pile of Shame: Resident Evil von 1998, eines der ersten Survival Horror Games ever, von dem Dom noch nicht mehr weiß als den Originaltitel für den asiatischen Spielemarkt (Biohazard, na klar!). Als kundiger Reisebegleiter hilft ihm deswegen Michael Cherdchupan auf die Sprünge. Der InsertMoin-Podcaster, Entwickler und Dozent kennt sich bestens mit der Welt des Horrors aus und wärmt in diesem Vorgeplänkel seinen noch nichtsahnenden Gastgeber für das Zombie-Abenteuer auf. Die Hauptbesprechung von Resident Evil, die mittlerweile auch erschienen ist, steht allen Steady-Supportern zur Verfügung. Hier könnt ihr euch ein 5€-Abo schnappen: https://steadyhq.com/de/okc/about
1 Stunde 6 Minuten
Herr Kaschke ist unter ebendiesem Pseudonym seit vielen Jahren in der Spielebranche unterwegs: Häufig vor der Kamera, noch häufiger aber hinter seinem Musikprogramm. Denn der Mann, der gerne Gorilla-Kostüme trägt, schreibt und komponiert Soundtracks für MusikerInnen, Filme, Werbung und auch Podcasts. Zumindest hat er das eine ganze Weile, bevor er um die Pandemie herum seiner Karriere eine neue Richtung verpasst hat. Im Gespräch mit Dom Schott erzählt Herr Kaschke von seiner Beziehung zur Tonwelt, seinem ersten Auftritt im Kostüm vor der Pixelmacher-Kamera, von seinen Gedanken über die Welt der Spiele - und warum er mittlerweile lieber Dudeleien macht als kommerzielle Musik.
1 Stunde 8 Minuten
Kathrin Trattner gehört zu den Menschen, die Spiele wissenschaftlich erforschen. Für das ein oder andere Ohr mag das trocken klingen, doch ihre Arbeit führt zu spannenden Erkenntnissen - aus welchen Gründen sich SpielerInnen zu Beginn einer neue Civilization-Runde zum Beispiel für eine bestimmte Nation entscheiden. Oder wie sich das Bild des Islam nach 09/11 in digitalen Spielen verändert hat. Ja, es sind spannende Forschungsarbeiten, an denen Kathrin Trattner sitzt - die aber gleichzeitig von der breiten Öffentlichkeit nur kaum wahrgenommen werden. Und das ist schade, denn in diesen Forschungsarbeiten ruht viel Potential für kluge, über den Tellerrand reichende und moderne Spielkritik. Im Gespräch mit Dom Schott erzählt Kathrin Trattner aus ihrem Forschungsalltag und ihren Erfahrungen, Forschung und Gamer-Communities zusammenzubringen. Denn das ist, wie man sich denken kann, leider nicht immer so einfach.
1 Stunde 29 Minuten
Seit über zehn Jahren erscheint hierzulande die Retrogamer: ein dickes, umfangreiches Magazin über alte Retrospiele und ihre Schöpfer. Ursprünglich kommt das Heft eigentlich aus England, aber seit einer Dekade wird extra für den deutschen Markt ein eigenes Printmagazin produziert, das in Teilen auf den Originalartikeln des englischen Teams basiert, darüber hinaus aber auch aus eigenen Beiträgen von deutschen Autoren besteht. Und hauptverantwortlich für all das ist: Jörg Langer, Chef von GamersGlobal und Print-Veteran. Nun allerdings soll die deutsche Retrogamer in wenigen Monaten eingestellt werden. Jörg Langer stemmt sich gegen diese Entscheidung und will das Magazin fortsetzen - wie genau, das ist noch offen. In dieser Folge spricht Gastgeber Dom Schott mit dem Magazin-Chef über seine Arbeit an dem Heft und seine Leidenschaft für Printprodukte. Anschließend blättert das Duo durch die aktuelle Retrogamer 3/2023 und macht einander auf persönliche Highlights aufmerksam - von Pixel-Screenshots bis zur Papierdicke. Wer die Zukunft der Retrogamer mitverfolgen und mitgestalten will, wird hier in den nächsten Monaten weitere Infos direkt via Mail erhalten: https://www.gamersglobal.de/retro
46 Minuten
Vor ziemlich genau einem Jahr setzte sich Dom Schott vor sein Mikrofon und interviewte nicht einen Gast, sondern sich selbst. Denn er hatte Redebedarf: Um ihn herum lag eine anstrengende, stressige Zeit, die Spuren hinterlassen hatte. Seit der Ausstrahlung dieser Folge meldeten sich immer wieder HörerInnen bei ihm und fragten, wie die Geschichte ausgegangen sei, die da vor einem Jahr begonnen wurde. Und deswegen hat sich Dom nun noch einmal vor sein Mikro gesetzt, ein Kerzchen angezündet und erzählt - von den Triumphen der letzten Monaten, aber auch von einem nagenden Zweifel.
1 Stunde 8 Minuten
Es war eine Meldung, die eine Schockwelle durch die deutsche Spielebranche jagte: Am 29. August verkündete das Münchner Entwicklerstudio Mimimi, in absehbarer Zeit die Pforten zu schließen und die eigene Firmengeschichte zu beenden - ausgerechnet Mimimi, eines der bekanntesten und beliebtesten deutschen Entwicklerteams, die innerhalb und außerhalb der Branche sehr geschätzt wurden. Während die beiden Mimimi-Gründer Johannes Roth und Dominik Abé auf Anfrage von OK COOL erst einmal jede Intervieweinladung abgelehnt haben, weil sie sich auf die interne Bewältigung, die jetzt erst mal bei Mimimi ansteht, konzentrieren wollen, hat Dom Schott stattdessen mit einer ganzen Reihe von Entwicklerinnen und Entwicklern gesprochen, um herauszufinden, welche Konsequenzen diese Schließung für die deutsche Spielebranche haben könnte - und ob die Meldung teil des ganz normalen Geschäfts einer Kreativbranche ist oder eben doch als Symptom die kränkelnden Probleme der deutschen Spielebranche offenlegt. Die Ergebnisse dieser Recherchen mündeten in eine ausführliche Reportage, die ihr auf der Website von OK COOL nachlesen könnt. In diesem Podcast besprechen Dom Schott und der Streamer Writing Bull, der die Arbeit von Mimimi über die Jahre genau verfolgt hat, über die Meldung und die Recherche-Ergebnisse, die gefürchteten Folgen für die Branche - und auch über die Kritik aus den hinteren Reihen der Entwicklerszene, die sich gegen die Entscheidung der Schließung richtet.
1 Stunde 37 Minuten
Manu Fritsch und Dom Schott teilen eine große Gemeinsamkeit: Sie haben jeweils einen Gamingpodcast ins Leben gerufen, die beide bis heute um Aufmerksamkeit und Gunst ihrer HörerInnen kämpfen. Das versuchen die zwei Projekte mit unterschiedlichen Ansätzen, Formaten - aber einer ähnlichen Philosophie. In diesem Gespräch setzen sich Manu und Dom an einen großen Tisch, lassen die Kaffeetassen aneinanderscheppern und tauschen sich über ihre Erfahrungen mit ihrer Arbeit, den Status Quo ihrer Podcastprojekte und ihre Perspektiven auf den Spielejournalismus in Deutschland aus. Daraus entstand eine besondere Folge, die auch vor den schwierigen Themen ihrer Arbeit nicht zurückschreckt.
22 Minuten
Ein weiteres Mal blickt Dom Schott gemeinsam mit euch hinter die Kulissen von OK COOL - und dort gibt es wieder einiges zu entdecken: Zum Beispiel alle Infos zum geplanten allerersten Hörertreffen in Hamburg, das neue Postspiel für alle Supporter und ein Update zum Versand des Magazins "OK COOL auf die Hand". Schnallt euch an, haltet euch fest und drückt die Daumen, das kann nie schaden.
57 Minuten
Richard Dietrich gründete 2018 gemeinsam mit einem guten Freund das Studio "Acid Mines" um seinem Traum vom Spielemachen zu verwirklichen und den unsicheren Arbeitswelten der Universität zu entfliehen. Spielsysteme und Zusammenhänge sind Richards große Leidenschaften und das schlägt sich in den beiden ungewöhnlichen Spielen nieder, die das Team bisher veröffentlicht hat: Eine Wirtschaftssimulation im Ostfriesland des 16. Jahrhunderts und eine komplexe Aufbausimulation im Weltall. Beide Spielen gelang es allerdings bisher nicht, ihr Publikum zu finden - ein häufiges Problem für Indie-Entwicklerteams, die wöchentlich mit hunderten neuen Spielen auf Steam & Co. konkurrieren müssen. Im Gespräch mit Gastgeber Dom Schott erzählt Richard von seinen Erfahrungen in der Spielebranche, wie er um die Aufmerksamkeit deines Publikums kämpft und reflektiert seine Entscheidung, seine universitäre Laufbahn zu beenden und in die scheinbar sicherere Welt der Spielebranche einzutreten.
1 Stunde 4 Minuten
Als Falko Löffler im Januar 2021 zum ersten Mal bei "OK COOL trifft" zu Gast war, spielte künstliche Intelligenz im Mainstream-Diskurs noch kaum eine Rolle. Heute aber, zwei Jahre später, hat sich das grundlegend verändert: ChatGPT & Co. bedrohen die Arbeitsplätze von Übersetzerinnen, SynchonsprecherInnen - und auch die Welt der Berufsautoren, in der Falko Löffler lebt, hört bereits die KI-Technologie an die Bürotür klopfen. Im Gespräch mit Gastgeber Dom Schott erzählt Falko Löffler von seinen bisherigen Erfahrungen als Games-Autor mit KI-Technologie und berichtet von seiner Mitarbeit an Atlas Fallen, dem neusten Titel des deutschen Studios Deck 13. Außerdem auch noch ein Thema: Erinnerungen an alte WG-Zimmer.
1 Stunde 4 Minuten
Luca Beisel hat jahrelang in Berlin Kunstgeschichte studiert und zunächst eher nebenbei an einer kleinen Spielidee gearbeitet: Ein Roguelike namens "Rogue Voltage", das eine komplett neue Spielmechanik bietet - Stromkreisläufe, die von SpielerInnen während der zahlreichen Kämpfe so zusammengebastelt werden müssen, dass die Spielfiguren überhaupt erst Zugriff auf ihre Fähigkeiten bekommen. Ein vielversprechendes, frisches Konzept mit viel Potential - das hat auch Luca erkannt, der seine akademische Karriere pausiert hat, um nun mit voller Kraft an Rogue Voltage zu arbeiten. In der Zwischenzeit entdeckte Dom Schott vor einigen Wochen während des SteamNext-Fests die Demo von Rogue Voltage und kürte den Titel kurzerhand zu einer seiner interessantesten Spielentdeckungen des Jahres. Dementsprechend gigantisch war die Freude, Luca Beisel nun hier im Interview begrüßen zu dürfen und ihn mit all den Fragen löchern zu können, die sich Dom während seiner Spielstunden mit Rogue Voltage geradezu aufgedrängt haben.
1 Stunde 2 Minuten
Dort, wo Michael Schade heute steht, kann er zufrieden sein: An der Spitze eines eingeschworenen, talentierten Teams, das irgendwo in Hamburg an Everspace 2 werkelt - ein Solo-Weltraumabenteuer, das zu den erfolgreichsten Kickstarter-Projekten überhaupt gehört und mittlerweile eine treue Community um sich versammeln konnte. Der Weg dahin war aber alles andere als einfach, an manchen Stellen sogar zum Verzweifeln: Insolvenzen, gescheiterte Publisher-Gespräche, geplatzte Verträge, das volles Programm. Im Gespräch mit Dom Schott erinnert sich Michael Schade an die Zeit, in der alles ganz düster aussah, wie er sich da durchgekämpft hat und wie er heute auf die Spielebranche - und harsche Kritiken - blickt