7 Tage 1 Song Archiv
344 Episoden
11 Minuten
Heute geht es um diesen großen Hit von Diana Ross, Nile Rodgers und Bernard Edwards haben dieses Lied geschrieben und produziert. Sie waren die Anführer der 70er-Jahre-Disco-Band Chic und sollten Diana Ross für dieses Album den Disco-Sound liefern, was auch hervorragend funktionierte. Die Idee zu "I'm Coming Out" kam Rodgers, als er in einen Schwulenclub in New York City ging. Er war auf der Toilette, und am sah einige Männer, die sich wie Diana Ross zurechtmachten und beim Verlassen dieses Raumes riefen: "I´m Coming Out" – sofort hatte er die Idee zu diesem Song.
Wenn Nile Rodgers weiter erzählt, sagt er, dass ein DJ Diana Ross warnte: „Dieser Song kann deine Karriere ruinieren – bekenne dich besser nicht zu Homosexuellen.“ Rodgers erzählt: „Es war das einzige Mal, dass ich jemals eine Künstlerin angelogen habe“ - "Ich sagte: 'Wovon redest du? Das ist das Verrückteste, was ich je in meinem Leben gehört habe!' Wir hatten es wegen ihrer schwulen Anhängerschaft geschrieben, aber ich sagte, sie sollte es als ihren 'Coming-out'-Song verwenden – um ihre Shows zu beginnen – und sie hat es seitdem getan"
Ein wunderbares Video in dem Nile Rodgers die Geschichte erzählt findet ihr hier: https://youtu.be/Kp_7k0zAgLw
Also geht es heute um das Coming Out – und ich freue mich, dass ich mich hierfür mit Henning unterhalten konnte. Coming Out ist nicht so einfach, wie durch eine Tür zu gehen, Henning erzählt uns seine Erfahrungen. Er erzählt von seinem Weg ohne Angst zu sagen „Ich bin schwul.“ Gleichzeitig möchte er deutlich machen, dass er nicht auf sein schwul sein reduziert werden will, es ist eben nur ein Teil seiner Persönlichkeit und in vielen Situationen ist es eigentlich egal, welche sexuelle Orientierung besteht. Man wird so geboren, wie ich eben als Linkshänderin oder Linkshänder geboren werde, vielleicht mache ich eine Zeit lang die Mehrheit nach und versuche es mit rechts, aber irgendwann merke ich was bei mir besser passt. Aber deshalb muss ich dann nicht überall laut rufen: Ich mache es mit links!
Auf der anderen Seite gibt es immer Tendenzen die Vielfalt einzudämmen, die Welt übersichtlicher zu machen und da stören besonders andere Vorstellungen vom „Frau-sein“ und „Mann-sein“ ganz besonders. Deshalb ist es wichtig, dass in allen Köpfen klar ist, das Leben ist bunt und vielfältig – freuen wir uns daher über jedes Coming Out.
Die englischen Texte liest Katherine
Foto: Motown Records
Homepage: https://7tage1song.de
Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec
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Kontakt: post@7tage1song.de
Link zum Song: https://songwhip.com/diana-ross/im-coming-out-original-chic-mix
Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
Wenn Nile Rodgers weiter erzählt, sagt er, dass ein DJ Diana Ross warnte: „Dieser Song kann deine Karriere ruinieren – bekenne dich besser nicht zu Homosexuellen.“ Rodgers erzählt: „Es war das einzige Mal, dass ich jemals eine Künstlerin angelogen habe“ - "Ich sagte: 'Wovon redest du? Das ist das Verrückteste, was ich je in meinem Leben gehört habe!' Wir hatten es wegen ihrer schwulen Anhängerschaft geschrieben, aber ich sagte, sie sollte es als ihren 'Coming-out'-Song verwenden – um ihre Shows zu beginnen – und sie hat es seitdem getan"
Ein wunderbares Video in dem Nile Rodgers die Geschichte erzählt findet ihr hier: https://youtu.be/Kp_7k0zAgLw
Also geht es heute um das Coming Out – und ich freue mich, dass ich mich hierfür mit Henning unterhalten konnte. Coming Out ist nicht so einfach, wie durch eine Tür zu gehen, Henning erzählt uns seine Erfahrungen. Er erzählt von seinem Weg ohne Angst zu sagen „Ich bin schwul.“ Gleichzeitig möchte er deutlich machen, dass er nicht auf sein schwul sein reduziert werden will, es ist eben nur ein Teil seiner Persönlichkeit und in vielen Situationen ist es eigentlich egal, welche sexuelle Orientierung besteht. Man wird so geboren, wie ich eben als Linkshänderin oder Linkshänder geboren werde, vielleicht mache ich eine Zeit lang die Mehrheit nach und versuche es mit rechts, aber irgendwann merke ich was bei mir besser passt. Aber deshalb muss ich dann nicht überall laut rufen: Ich mache es mit links!
Auf der anderen Seite gibt es immer Tendenzen die Vielfalt einzudämmen, die Welt übersichtlicher zu machen und da stören besonders andere Vorstellungen vom „Frau-sein“ und „Mann-sein“ ganz besonders. Deshalb ist es wichtig, dass in allen Köpfen klar ist, das Leben ist bunt und vielfältig – freuen wir uns daher über jedes Coming Out.
Die englischen Texte liest Katherine
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6 Minuten
In dieser Folge geht es um den Sommerhit dieses Jahres. In einem Interview sagt P!nk, das Ziel dieses Songs ist es, den Leuten ein gutes Gefühl zu geben. Sie hat ihn ja kurz vor dem Valentinstag veröffentlicht und durch die Mitwirkung ihrer Tochter Willow will sie zeigen, dass es um allumfassende Liebe geht und nicht allein um Valentinstagsromantik.
Einfach ausgedrückt, ist dies ein positives Lied, das bis zum Rand mit Worten der Hoffnung und Schönheit gefüllt ist – es kommen bessere Tage und um durch die Dunkelheit und die die Kälte der Einsamkeit zu kommen singen wir „Cover me in sunshine“ und wenn wir traurig da sitzen und nichts will klappen, dann singen wir uns zu „Shower me with good times“
Gerade in diesen Zeiten ist es superwichtig, dass die Menschen, die genug Sonnenschein und Gute Laune in sich drin haben – diese Energie auch zu anderen Menschen bringen und ihnen das Gefühl geben was Elena beschreibt: „wir überstehen das!“
Foto: RCA Records
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Link zum Song: https://songwhip.com/pnk/cover-me-in-sunshine
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Einfach ausgedrückt, ist dies ein positives Lied, das bis zum Rand mit Worten der Hoffnung und Schönheit gefüllt ist – es kommen bessere Tage und um durch die Dunkelheit und die die Kälte der Einsamkeit zu kommen singen wir „Cover me in sunshine“ und wenn wir traurig da sitzen und nichts will klappen, dann singen wir uns zu „Shower me with good times“
Gerade in diesen Zeiten ist es superwichtig, dass die Menschen, die genug Sonnenschein und Gute Laune in sich drin haben – diese Energie auch zu anderen Menschen bringen und ihnen das Gefühl geben was Elena beschreibt: „wir überstehen das!“
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7 Minuten
Heute geht es um das „Überleben“. BΔSTILLE haben mit „Survivin`“ ein Stück darüber geschrieben. – Denn das Leben kann in den derzeitigen Zeiten sehr frustrierend sein, in denen alles, was früher mein Leben definiert hat, auf einmal nicht mehr zu existieren scheint. Das Letzte, was ich hören möchte, sind Geschichten über Dinge, die nur in Träumen und Fantasien existieren. BΔSTILLE gelingt es in "Survivin" den Weg von der Niedergeschlagenheit zur Hoffnung textlich und musikalisch zu zeichnen. “And I’m not gonna lie/ Say I’ll be alright/ ‘Cause it feels like I’ve been living upside down“- Aber dann heißt es“crawling out these sheets to see another day“- Diesen Weg wollen wir in diesem Podcast nachspüren.
BΔSTILLE machen mir Mut, mich nicht auf Follower und Klüngel zu verlassen, sondern mir zu überlegen – wo kann ich mich fallen lassen - wo kann ich so sein wie ich bin, wo werde ich aufgefangen. BΔSTILLE singen von unserer Sehnsucht nach Verbindlichkeit in einer Zeit der Unverbindlichkeit. Ich brauche Orte wo ich alles ablegen kann, wo ich nackt sein kann, ohne Filter und Feigenblätter – ohne Schutz, weil ich keine Angst haben muss, mich zu zeigen. – Das ist das was ich brauche, um Atem zu holen und eben als Survival-Bag, als Überlebensausrüstung, dies ist mit „I’m not gonna lie“ gemeint. Heutzutage beantworten viele die Frage: Wo kann ich ich selbst sein, wo muss ich nicht so tun als ob ich mehr oder etwas anderes wäre – mit: „wenn ich alleine bin“ – wie schade eigentlich. Daher finden Menschen Kontakte anstrengend, weil sie sich einreden, immer Gas geben zu müssen, um toller zu sein als sie eigentlich sind – aber in sich tragen sie das tiefe Bedürfnis sie selbst zu sein – Heute haben wir das Privileg Beziehungen frei wählen zu können – das ist schön, es erzeugt aber auch den Druck beliebt zu sein, gewählt zu werden, gut genug zu sein - es „wert“ zu sein. BΔSTILLE schenken Zuversicht im Miteinander den Fokus auf das Überleben zu legen, also sich gegenseitig zu stärken, sich zu unterstützen und nicht immer auf den Wettbewerb zu blicken – dazu müssen ich erstmal ehrlich sein und genau schauen wie das bei mir ist, mir nicht mehr die Welt schön lügen – „I´m not gonna lie.“ Daran könnt ihr ja denken wenn ihr den Song jetzt jeden Tag in der Woche hört.
Die Songtexte werden von Theresa gelesen @last_minute_task_ninja
Foto: Sarah Louise Bennett/Universal
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Link zum Song: https://songwhip.com/bastille/survivin-one-eyed-jacks-session
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BΔSTILLE machen mir Mut, mich nicht auf Follower und Klüngel zu verlassen, sondern mir zu überlegen – wo kann ich mich fallen lassen - wo kann ich so sein wie ich bin, wo werde ich aufgefangen. BΔSTILLE singen von unserer Sehnsucht nach Verbindlichkeit in einer Zeit der Unverbindlichkeit. Ich brauche Orte wo ich alles ablegen kann, wo ich nackt sein kann, ohne Filter und Feigenblätter – ohne Schutz, weil ich keine Angst haben muss, mich zu zeigen. – Das ist das was ich brauche, um Atem zu holen und eben als Survival-Bag, als Überlebensausrüstung, dies ist mit „I’m not gonna lie“ gemeint. Heutzutage beantworten viele die Frage: Wo kann ich ich selbst sein, wo muss ich nicht so tun als ob ich mehr oder etwas anderes wäre – mit: „wenn ich alleine bin“ – wie schade eigentlich. Daher finden Menschen Kontakte anstrengend, weil sie sich einreden, immer Gas geben zu müssen, um toller zu sein als sie eigentlich sind – aber in sich tragen sie das tiefe Bedürfnis sie selbst zu sein – Heute haben wir das Privileg Beziehungen frei wählen zu können – das ist schön, es erzeugt aber auch den Druck beliebt zu sein, gewählt zu werden, gut genug zu sein - es „wert“ zu sein. BΔSTILLE schenken Zuversicht im Miteinander den Fokus auf das Überleben zu legen, also sich gegenseitig zu stärken, sich zu unterstützen und nicht immer auf den Wettbewerb zu blicken – dazu müssen ich erstmal ehrlich sein und genau schauen wie das bei mir ist, mir nicht mehr die Welt schön lügen – „I´m not gonna lie.“ Daran könnt ihr ja denken wenn ihr den Song jetzt jeden Tag in der Woche hört.
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10 Minuten
In dieser Folge geht es um „Rettung“– und „Seele“ – Seele könnte als das bezeichnet werden, was die Beziehung zu sich selbst beschreibt und die Verbindung zu anderen – daher ist es gut wenn Liebe auch beseelt ist und nicht nur sich selbst sieht, oder Recht haben möchte, oder alles richtig machen möchte. Kettcar sind für mich eine Soulband, sie machen Seelenmusik, weil sie es immer wieder schaffen mit ihren Liedern zu beschreiben, auf was es im Leben wirklich ankommt. Und diese Seelenmusik hat bei Anni und Johannes zu einer wunderbaren Geschichte rund um einen Konfirmationsgottesdienst geführt - diese Geschichte hört ihr in Gedanke 2 und 3 dieses Podcasts.
Im Song Rettung geht es um echte beseelte Liebe - Liebe, die mehr ist als Gefühl, Romantik und Sehnsucht, ein Zeichen ob Liebe wirksam ist, zeigt sich ob mich in der Not Sabberfäden am Ohr stören, oder ob ich bereit bin Essen aus dem Haar von meiner Partnerin zu pulen. Beseelte Liebe lässt nicht im Stich, nur weil es ein bisschen unangenehm wird. Sie dreht sich nicht weg, wenn es ernst wird. Vielleicht bist du in deinem Leben schon Menschen begegnet, die gesagt haben, sie würden dich lieben; aber sie haben dann nie so gehandelt. „Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit.“ (Johannes 3,18). Du merkst das doch, wenn dir einer nur was vormacht. Nur große Reden schwingt und nie da ist, wenn du ihn brauchst. Du merkst das doch, wenn Wort und Tat nicht zusammenpassen. Du merkst das! Und hast dann oft genug trotzdem nicht den Mut dich aus dieser Liebe zu befreien, die vielleicht gar keine ist. Das kann dich kaputt machen und gefangen nehmen – noch lange nachdem die Person aus deinem Leben gegangen ist. Es dauert, bis du wieder vertrauen kannst. Bis du wieder deinem eigenen Gefühl vertrauen kannst. Und manchmal dauert es auch, bis dann wirklich einer kommt, der das tut, was er sagt und was er fühlt. Manchmal dauert das ein ganzes Leben. Und dann brauchst du wieder Mut. Den Mut diese Liebe anzunehmen und mit dem Suchen aufzuhören. Der Song Rettung kann dir helfen, zu erkennen auf was es wirklich ankommt. Vielleicht ist die Bereitschaft Kotze wegzuwischen genauso wichtig wie Romantik oder sogar wichtiger. @kettcarmusik @stadt.land.pfarramt
Foto: Andreas Hornoff
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Im Song Rettung geht es um echte beseelte Liebe - Liebe, die mehr ist als Gefühl, Romantik und Sehnsucht, ein Zeichen ob Liebe wirksam ist, zeigt sich ob mich in der Not Sabberfäden am Ohr stören, oder ob ich bereit bin Essen aus dem Haar von meiner Partnerin zu pulen. Beseelte Liebe lässt nicht im Stich, nur weil es ein bisschen unangenehm wird. Sie dreht sich nicht weg, wenn es ernst wird. Vielleicht bist du in deinem Leben schon Menschen begegnet, die gesagt haben, sie würden dich lieben; aber sie haben dann nie so gehandelt. „Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit.“ (Johannes 3,18). Du merkst das doch, wenn dir einer nur was vormacht. Nur große Reden schwingt und nie da ist, wenn du ihn brauchst. Du merkst das doch, wenn Wort und Tat nicht zusammenpassen. Du merkst das! Und hast dann oft genug trotzdem nicht den Mut dich aus dieser Liebe zu befreien, die vielleicht gar keine ist. Das kann dich kaputt machen und gefangen nehmen – noch lange nachdem die Person aus deinem Leben gegangen ist. Es dauert, bis du wieder vertrauen kannst. Bis du wieder deinem eigenen Gefühl vertrauen kannst. Und manchmal dauert es auch, bis dann wirklich einer kommt, der das tut, was er sagt und was er fühlt. Manchmal dauert das ein ganzes Leben. Und dann brauchst du wieder Mut. Den Mut diese Liebe anzunehmen und mit dem Suchen aufzuhören. Der Song Rettung kann dir helfen, zu erkennen auf was es wirklich ankommt. Vielleicht ist die Bereitschaft Kotze wegzuwischen genauso wichtig wie Romantik oder sogar wichtiger. @kettcarmusik @stadt.land.pfarramt
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12 Minuten
Obwohl wir Sommer haben, geht es heute um mein Lieblingskarnevalslied 2021 – es ist ein Protestsong gegen schlechte Laune und daher auch im Sommer aktuell. Es entstand aus einer Initiative, die mit ganz wenigen Leuten begann, die sich aber einfach die Lust am Leben nicht vermiesen lassen wollten. Und ich bin so froh, dass einer der Initiatoren, Tom Herrmann, im Podcast mitmacht. Das Leben hat sich nur versteckt, los sucht es! Und jammert nicht! Im Song geht es darum zu sagen: Lass dich nicht unterkriegen, von Leuten, die sagen, das geht doch nicht und dann aufgeben das Leben zu suchen – Tom Herrmann macht es vor, wie es anders geht, Lachen ist gesund! – die Mundwinkel müssen auch unter den Masken mal wieder nach oben – Auszeit vom Jammern und von schlechter Laune. Mit Musik und gegenseitiger Aufmunterung.
Foto: Jennifer Fey
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9 Minuten
In dieser Folge unterstützt mich Merle Schröer, sie arbeitet als Theologin für den Instagram Kanal der evangelischen Militärseelsorge (@emilseels). Die Evangelische Militärseelsorge begleitet Soldatinnen und Soldaten und deren Angehörige in jeder Lebenslage, auch in den besonders schwierigen. Bei dem von Merle entwickelten Instagram Format #unterdieHaut spricht Merle jede Woche mit einer Soldatin oder einem Soldaten über ihr Leben in der Bundeswehr, ihre Persönlichkeit und, wie das Format schon sagt, über Tattoos und ihre Bedeutung. Ausgehend von Sidos Song über seine Tattoos hören wir in dieser Folge zwei Soldatinnen aus der #unterdieHaut Reihe. Was geht dir eigentlich unter die Haut an positiven und an negativen Dingen? Ein Tattoo zeigt das jedenfalls nach außen – noch mehr als ein Gespräch kommt durch so ein Bild zum Ausdruck was steckt da so in mir drin an Hoffnung, Sehnsucht, Schmerz und Freude – und somit hilft das Reden über Tattoos auch Menschen, die keine haben, sich mal zu überlegen, was sie so unter Ihrer Haut tragen. Vielen Dank an die Mitwirkenden in dieser Folge: Janine @janeiine und Jess @inked_cocco
Foto: Lennart Brede/Universal
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11 Minuten
In diesem Podcast geht es darum, im Dunkeln das Licht zu suchen und trotz aller Unsicherheiten den Kontakt zu sich, seinen Hoffnungen und seinen Ängsten nicht zu verlieren. Es geht darum dran zu bleiben, also nicht aufzuhören daran zu glauben, dass etwas kommen kann – und selbst vor dem Tod nicht zu kapitulieren, sondern zu versuchen auf den Punkt zu bringen, was mir da Angst macht. Sara Burghoff steuert im Podcast viele Bezüge zum Buch Hard Land von Benedict Wells bei. Journey singen „Hold on to that feeling“, halt an deinen Gefühlen fest – hör nicht auf zu glauben! Im Buch geht es um die Frage: Welche Gefühle, welche Beziehungen besiegen die Angst? Es ist die Liebe, aber Liebe die dran bleibt und nicht wegrennt – die wissen will was los ist – Sam bringt das bei seiner Beerdigungsansprache auf den Punkt „Weil sie immer wissen wollte, wer jemand wirklich ist und was er sich wünscht oder wieso er unglücklich ist“ (Hard Land, S.241) Es ist gut, das Leben zu leben und nicht nur auszuhalten, denn, wie Sara aus Prediger 1 und 11 zitiert, ganz schnell ist das Leben wie ein Windhauch vorbei, also nutzen wir unsere Tage, halten wir an dem „Trotzdem“ fest und leben! Sara bei Instagram: @cat_rabbi
Die Zitate im Podcast stammen von den Seiten 146, 208, 241, 292 – Henning, liest diese vor. bei Instagram:@koberhenning
Auf der Homepage von Benedict Wells, findet ihr zwei Playlisten zu Hard Land aber auch Playlisten zu seinen anderen Büchern – ich finde das eine prima Idee https://www.benedictwells.de/soundtracks/
Foto: Columbia Records/Roger Ressmeyer
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11 Minuten
In dieser Folge geht einer durch unsere böse Welt und such nach Licht in der Dunkelheit des Wahnsinns, er fragt sich – Ist die Hoffnung verloren? Gibt es nur noch Schmerz, Hass und Elend? Ja, so geht es einem manchmal und schon kommt der Refrain, der dann ja fragt: Was finden manche Leute so lustig an: Frieden, Liebe und Verständnis – What´s So Funny ´bout Peace, Love and Understanding – Ulrich Herlitz hatte die zum Gedenken an die Kreuzzugsprogrome des Jahres 1096 einen 7 Tage 1 Song Podcast zu machen, diese Anregung habe ich gerne aufgegriffen.
Im Frühsommer 1096 kam es überall in Deutschland und daher auch in Köln und Umgebung zu Progromen. Mit dem Schlachtruf „Tod oder Taufe“ wurde losgezogen und Jagd auf Juden gemacht. Selbst die Zeitzeugen waren sich bewusst, dass es sich dabei um ein Massaker und grobes Unrecht seitens der Kreuzzügler gehandelt hatte. Daher sind „Peace, Love and Understanding“ so wichtig und eben nicht als „lustige“ Sache zur Seite zu schieben. Ganz schnell stecken wir dann in Gedankenlosigkeit fest, die wir gar nicht bemerken, denn Gedankenlosigkeit geht oft mit unserem Egoismus spazieren und wir verpassen dadurch ganz viel, da wir das Leben der anderen nicht so wirklich mitbekommen. „Peace, Love and Understanding“ umschreibt das sorgenlose Freiheitsgefühl - Ziel unseres Handels sollte sein, dass möglichst alle Menschen sagen können:"alles ist in Ordnung" – das meint Shalom – dies lässt unsere Gesichter hell strahlen und das ist doch ein schönes Ziel für unser Zusammenleben.
Die Songtexte werden von Neil These aus New York gelesen, Ulrich Herlitz stellt ihn im Podcast vor
Bitte besucht bei Facebook und Instagram die Seiten: @judentumgv @stolpersteinegv
Foto: Dan Burn-Forti
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Link zum Song: https://songwhip.com/nick-lowe/whats-so-funny-bout-peace-love-and-understanding
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Im Frühsommer 1096 kam es überall in Deutschland und daher auch in Köln und Umgebung zu Progromen. Mit dem Schlachtruf „Tod oder Taufe“ wurde losgezogen und Jagd auf Juden gemacht. Selbst die Zeitzeugen waren sich bewusst, dass es sich dabei um ein Massaker und grobes Unrecht seitens der Kreuzzügler gehandelt hatte. Daher sind „Peace, Love and Understanding“ so wichtig und eben nicht als „lustige“ Sache zur Seite zu schieben. Ganz schnell stecken wir dann in Gedankenlosigkeit fest, die wir gar nicht bemerken, denn Gedankenlosigkeit geht oft mit unserem Egoismus spazieren und wir verpassen dadurch ganz viel, da wir das Leben der anderen nicht so wirklich mitbekommen. „Peace, Love and Understanding“ umschreibt das sorgenlose Freiheitsgefühl - Ziel unseres Handels sollte sein, dass möglichst alle Menschen sagen können:"alles ist in Ordnung" – das meint Shalom – dies lässt unsere Gesichter hell strahlen und das ist doch ein schönes Ziel für unser Zusammenleben.
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12 Minuten
Dieses Mal geht es um ostdeutsche Identität. Anfang des Jahres erschien im Pfarrer*innenblatt ein Artikel von Susanne Seehaus, sie begann ihren Aufsatz mit Grönemeyer und Gundermann. Wenn ich ehrlich bin ist da doch eine merkwürde Grenze in meinem Kopf und vielleicht auch bei anderen die `Tief im Westen sitzen, gibt es Gefühle der Verbundenheit, oder wohnen da doch „die anderen“ die falsche Parteien wählen und nicht kapieren wo es lang geht – und vielleicht öffnet uns Westler ja dieser Podcast ein wenig – vor allem dann wenn wir dann wirklich die ganze Woche diesen Song von Gundermann hören. In Gundermann verdichtet sich die Geschichte, er selbst war irgendwie Teil von allem, Teil von Kritik und Widerstand aber auch Teil der Stasi – insgesamt für vieles nicht so richtig zu gebrauchen und vielleicht dadurch auch in besonderer Weise in der Lage die Situation zu beschreiben. Gunderman singt davon – „Von Gott eingeholt zu werden“ – das kennen wir von Jesus: "Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen", und dann wird er wieder von Gott eingeholt, oder auch Hiob, dem ja auch alles was er hatte weggebaggert wurde, er jammert, flucht und klagt und wird von Gott wieder eingeholt – das ist auch bei Gundermann zu entdecken.
Ich finde, dass wir an diesem Song ganz viel lernen können, was ist da eigentlich los in unserem Land - „Nicht weit aber tief reisen“ - wie es im Song heißt – so ehrlich sein wie Gundermann, die Leichen aus dem Keller holen, zu überlegen, was haben wir in den letzten 30 Jahren eigentlich gemacht, wie viel tiefe Begegnungen gab es und wieviel haben wir eher mit den Fingern auf uns gezeigt. Da wo wir uns zu hören, da wo wir die Vergangenheit erstmal als etwas wirklich Geschehenes, Erlittenes, Erlebtes stehen lassen – kommen wir an den Punkt wo wir uns einholen, ja und nur da treffen wir uns dann auch wirklich –nur wenn es uns gelingt an diese Situationen und Geschehnisse anzuknüpfen, knüpfen wir ein Netz, welches uns halten kann, ohne diese Verknüpfungen – werden wir „Lost“ lose, wild, umherfliegend und eben haltlos.
Foto: Peter Hartwig / Pandora Film
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Playlist und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec
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Link zum Song: https://songwhip.com/alexanderscheerundband/hier-bin-ich-geboren
Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
Ich finde, dass wir an diesem Song ganz viel lernen können, was ist da eigentlich los in unserem Land - „Nicht weit aber tief reisen“ - wie es im Song heißt – so ehrlich sein wie Gundermann, die Leichen aus dem Keller holen, zu überlegen, was haben wir in den letzten 30 Jahren eigentlich gemacht, wie viel tiefe Begegnungen gab es und wieviel haben wir eher mit den Fingern auf uns gezeigt. Da wo wir uns zu hören, da wo wir die Vergangenheit erstmal als etwas wirklich Geschehenes, Erlittenes, Erlebtes stehen lassen – kommen wir an den Punkt wo wir uns einholen, ja und nur da treffen wir uns dann auch wirklich –nur wenn es uns gelingt an diese Situationen und Geschehnisse anzuknüpfen, knüpfen wir ein Netz, welches uns halten kann, ohne diese Verknüpfungen – werden wir „Lost“ lose, wild, umherfliegend und eben haltlos.
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14 Minuten
„Deep Belief“ von The Chills – in diesem Song geht es darum, kann ich überhaupt glauben, wenn mir mein Leben gerade aus den Händen rinnt Martin Phillips, der Sänger der Gruppe, kann davon wirklich ein Lied singen. Wie finde ich etwas an das ich glauben kann, wenn Zweifel, Krankheit und Sucht mich so richtig durchschütteln. Im Song ist das mit einem faszinierenden Zusammenspiel von Melodie und Text gelöst. Zu meinen ganzen Fragen, kam dann wie ein Geschenk ein Psalm von Said, den Frank Berzbach gepostet hatte und alles bekam auf einmal eine Klarheit. Und der tollste Zufall war dann, dass meine Tante Mechthild Said auch noch kennt. Leider ist Said während der Arbeit an dieser Folge am 15.Mai gestorben. In seinem Psalm heißt es: „und schaffe die Frommen ab“, die das Suchen und das Zweifeln als etwas negatives zur Seite schieben. Hier und auch in seinem Jesus Buch, zeigt Said, dass eben nicht die eigene Größe oder die eigene Unfehlbarkeit, den Glauben ausmachen, sondern universelle Liebe, die Entwurzelte aufrichtet und den ihrer Lebensgrundlage beraubten Menschen Zuwendung schenkt. Ich stelle mir vor wie schön das wäre, wenn dies laut und an vielen Orten verkündet würde. Für mich ist das der „deep believe“ - Dieser tiefe Glaube ist für Said die Schönheit; und er meint damit nicht oberflächliche Schönheit, sondern eher, dass alles „schön“ ist im Sinne von Salam oder Schalom, es ist Friede, es gibt keine Probleme. Martin Phillips von The Chills, hat lange gedacht, oben sein ist das was „schön“ ist, dabei hat er sich selbst verloren. Durch Eltern, Freunde und Therapie hat er die Kurve bekommen und macht derzeit einen ruhigen und entspannten Eindruck. Die Musik hilf in einen „Deep Belief“ zu vertrauen. Said, hat mit dem Regime im Irak schlimme Erfahrungen gemacht, als eigentlich Fremder spricht und schreibt er in Deutsch und entdeckt damit für uns alle die Sprache neu. Als eigentlich Fremder, ja Ungläubiger, sucht er auch im Glauben „Exil“ weil das Heimatland ja weg ist – und er entdeckt für sich die Psalmen und Jesus – für mich erschließen sich durch seine Entdeckungen ganz neue Sichtweisen – Rebellion, Liebe und Schönheit - dafür bin ich dankbar.
Die Texte für unseren Song aus Neuseeland werden von Ian aus Neuseeland gelesen
Foto: Alex Lovell-Smith
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9 Minuten
Heute hilft mir als Gast Nico Ballmann/@einschpunk, er spricht zu einem Song seiner Lieblingsband Bad Religion. „There will be sorrow no more“ warum verschwindet die Trauer, weil ich nicht in einer falschen Religion feststecke, die mich klein macht, die mich nervt mit kleinkarierten Vorschriften, die alles besser weiß als ich. „There will be sorrow no more“ weil ich auch einen Ort finde um wütend zu sein – der Song beginnt mit einem Hiobzitat, ich verfluche den Tag meiner Geburt, alles ist zum Kotzen – ich klage und fluche und so einfach will ich mich nicht trösten lassen – ich will die Arschlöcher, Arschlöcher nennen dürfen. Ja, und hoffentlich geht nach dem Zorngewitter an Gott dann auch mal wieder die Sonne auf und ein Regenbogen zeigt sich. „There will be sorrow no more“ – was bedeutet eigentlich „Rettung durch den Messias“ Nico und ich finden, dass wir da immer wieder etwas von Musiker*innen lernen können, um aufrecht und kräftig durchs Leben zu gehen. Die Musiker*innen schauen mit einem Blick von außen auf, die uns vielleicht zu vertrauten Bilder und können uns dadurch neue Blickrichtungen schenken. So singen Bad Religion: Rettung und Befreiung durch den Messias entsteht durch die Befreiung von uns selbst, der Befreiung davon selbst größer, besser und stärker sein zu wollen. Insofern ist „Sorrow“ ein Liebeslied an das gelingende Leben.
Foto: Epitaph Records
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17 Minuten
Am 24.Mai wurde Bob Dylan 80 Jahre alt. Den Song, den ich mir für diesen Tag ausgesucht habe, stammt von seinem letzten Album. Ich mag ihn, einmal wegen der vielen religiösen Bezüge aber vor allem der markanten Zeile „I can't play the record 'cause my needle got stuck“ – manchmal stecken wir fest und es geht nicht weiter. Dann können wir zum Berg gehen und „the real story“ hören – straightforward der pure reine Stoff. Vom Berg hören wir Mose mit den Regeln für ein Leben in der Freiheit, Jesus mit seiner Bergpredigt wo es darum geht für die Entwurzelten einzustehen und aufzustehen, die Machtstrukturen und Unterdrückungsmechanismen zu durchbrechen. Und natürlich Martin Luther Kings letzte Rede: „I´ve been on the mountaintop” – hier geht es darum, dass MLK das zukünftige Land vom Berg aus gesehen hat, es jetzt darum geht, mit friedlichen Aktionen für seine Ziele zu kämpfen. Am Ende des Songs gibt es eine Referenz zu einem Song von Jimmy Reed, Down in Virginia, im Song ist Virginia das Land, wo das grüne Gras wächst, das Land der Hoffnung sozusagen – und vielleicht geht der Sänger des Songs eben auch nach Virginia weil, da der Mann am Boden liegt - wenn ich das Wappen von Virginia ansehe, liegt da der Tyrann besiegt am Boden.
Einfach, geradeaus, wahr – so sollte für Bob Dylan die Botschaft sein. Nicht schlecht finde ich das, was er da allen Verkünder*innen ins Stammbuch schreibt, außerdem geht es um „die Real Story“, sie wird im Song vom Berg verkündet. Bis wir dann ans Ziel kommen, erleben wir einen wilder Ritt, mit Religion, Blues und Gospel, leichtbekleideten Frauen, sexuellem Begehren, Scheitern und Kämpfen. Ich finde aber, am Ende ist einer ans Ziel gekommen und für mich ist sogar ein Tyrann besiegt. Stark finde ich, wie Bob Dylan hier immer wieder die Perspektiven wechselt, Bilder einführt und sie dann gleich wieder in Frage stellt, sich identifiziert und wieder entfernt. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit Thomas über diesen Song nachzudenken. Nutzt wirklich das 7Tage1Song Konzept und gönnt euch jeden Tag etwas Zeit mit diesem Song. Alle von Thomas im Podcast erwähnten Songs findet ihr in einer besonderen Playlist zu dieser Folge:
https://open.spotify.com/playlist/64LFpgEIq2Nf7XruxTilYl?si=ddb39740e7394cac
Jakob Kasprzyck hat nach einem Gespräch mit mir ein Bild zu diesem Song gemalt – auf meiner Facebookseite könnt ihr es sehen.
Im Podcast mit dabei ist Thomas Waldherr, checkt mal seine Seiten www.cowboyband.blog, www.country.de, www.keywestmagazin.com Außerdem ist er Jurymitglied der Liederbestenliste der deutschsprachigen Musik.In den Shownotes zum Podcast findet ihr eine Playlist mit allen Songs, die Thomas erwähnt.
Foto: Alberto Cabello Mayero (CC BY 2.0)
Homepage: https://7tage1song.de
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Link zum Song: https://songwhip.com/bob-dylan/goodbye-jimmy-reed
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Einfach, geradeaus, wahr – so sollte für Bob Dylan die Botschaft sein. Nicht schlecht finde ich das, was er da allen Verkünder*innen ins Stammbuch schreibt, außerdem geht es um „die Real Story“, sie wird im Song vom Berg verkündet. Bis wir dann ans Ziel kommen, erleben wir einen wilder Ritt, mit Religion, Blues und Gospel, leichtbekleideten Frauen, sexuellem Begehren, Scheitern und Kämpfen. Ich finde aber, am Ende ist einer ans Ziel gekommen und für mich ist sogar ein Tyrann besiegt. Stark finde ich, wie Bob Dylan hier immer wieder die Perspektiven wechselt, Bilder einführt und sie dann gleich wieder in Frage stellt, sich identifiziert und wieder entfernt. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit Thomas über diesen Song nachzudenken. Nutzt wirklich das 7Tage1Song Konzept und gönnt euch jeden Tag etwas Zeit mit diesem Song. Alle von Thomas im Podcast erwähnten Songs findet ihr in einer besonderen Playlist zu dieser Folge:
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Jakob Kasprzyck hat nach einem Gespräch mit mir ein Bild zu diesem Song gemalt – auf meiner Facebookseite könnt ihr es sehen.
Im Podcast mit dabei ist Thomas Waldherr, checkt mal seine Seiten www.cowboyband.blog, www.country.de, www.keywestmagazin.com Außerdem ist er Jurymitglied der Liederbestenliste der deutschsprachigen Musik.In den Shownotes zum Podcast findet ihr eine Playlist mit allen Songs, die Thomas erwähnt.
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19 Minuten
In diesem Podcast geht es um Pflege. Pflegefachkräfte bringen in schwierigen Bedingungen ihren Patient*innen Liebe, Nähe und Respekt entgegen, sie sind Mitmenschen, die anderen Menschen in existentiellen Notlagen zur Seite stehen. Dadurch geraten sie selbst in Not – den ersten Schritt zur Linderung dieser Not kann sein, dass sie das Gefühl haben, dass sie nicht alleine sind. Da ist das Team in dem sie arbeiten sehr wichtig. Aber auch wir alle sind wichtig, denn wir können einfach mal zuhören und uns selbst mal überlegen, wie wir eigentlich gepflegt werden möchten, wenn es uns schlecht geht. Soll da dann auch das Geld und die Effizienz das Wichtigste sein? Wenn uns die Betreuung in der Not etwas Wert ist, müssen wir zum einen die dort arbeitenden Menschen wertschätzen aber auch Werte wie Liebe, Nähe und Respekt fördern, das bedeutet dann aber auch Geld in diesen Bereich unseres Lebens zu investieren. Dann können die Rock`n´Roll Nurses das rocken – aber solange dies noch nicht so ist müssen sie laut sein und auf Missstände hinweisen - wir können sie dabei unterstützen. Im Podcast wird die Originalversion von Bo Diddley erwähnt und "Das Wort zum Sonntag" von den Toten Hosen - daher sind diese beiden Songs auch in der Playlist.
Die Inspiration zu diesem Podcast kam durch die Radiosendung von Brezel Göring zum Tod von Francoise Cactus - die Stelle mit der Rock`n´Roll Nurse kommt ungefähr bei 45:45Min https://open.spotify.com/episode/0F8CYXUlJzt5xBjpMGxY2D?si=9evG1EmsRdypQhvuRaPjWQ
Danke an: Jasmin, @blendiinaa, @pflegesterne.de, Lara von @walkofcare
Foto: Mercury Records
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Link zum Song: https://songwhip.com/new-york-dolls/pills2011
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Die Inspiration zu diesem Podcast kam durch die Radiosendung von Brezel Göring zum Tod von Francoise Cactus - die Stelle mit der Rock`n´Roll Nurse kommt ungefähr bei 45:45Min https://open.spotify.com/episode/0F8CYXUlJzt5xBjpMGxY2D?si=9evG1EmsRdypQhvuRaPjWQ
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10 Minuten
Isolation Berlin konnten zur Veröffentlichung ihres Songs sagen: „Ich will so sein wie Nina Hagen“ ist ernst gemeint, sie ist eine Projektionsfläche für mich. ich wäre gern so mutig, so kompromisslos, so schön, so cool, so stark – und eine Diva. Ich wollte immer eine Diva sein“. Ich bin da ganz dabei, denn irgendwie ist Nina Hagen ja mehr als das normale Leben – sie ist schon bevor sie nur irgendeinen Ton spielt eine Kunstfigur, eine Inszenierung. Das Schöne an einer Kunstfigur ist ja, dass hier alle Gesetze außer Kraft gesetzt sind. Sie lässt sich nicht von der Öffentlichkeit zwingen, irgendetwas unter Beweis zu stellen. Nina ist einfach Nina – offensiv und direkt - was viele Leute sicher verschreckt hat, was ich aber sehr lustig und befreiend finde.
Im Song geht es um ein Zeichen, dass es besser wird. Für mich war das in Corona-Zeiten ein Bild für Hoffnung. Nina Hagen lässt ihre Stimme nicht einsperren, sie dehnt sie über 4 Oktaven und unzählige Stimmfärbungen aus. Sie ist so Frau wie sie Frau sein möchte – sie hat keine Lust ihre Pflicht zu erfüllen. Auch in ihrer Suche nach Sinn kannte sie keine Grenzen und hat überall gesucht, wo es besser sein könnte. Sie ist ein Bild dafür, dass wir nie wirklich fertig sind, sondern immer suchen. Künstler*innen leben oft extremer als ich, aber sie helfen mir dadurch, indem ihre Verrücktheit auch Wegweiser sein können, in welche Richtung das Leben gehen kann – und bei Nina Hagen, finde ich das in ganz besonderer Weise, denn wenn allen Leuten sagen „Es ist so!“ ruft Nina: „oder auch ganz anders“ und insofern wäre ich eben auch mal gerne wie Nina Hagen – ein bunter Vogel, der umherfliegt und sich nicht auf die Stange setzt, die ihr hingehalten wird.
In dieser Folge macht mein Freund Martin aus Berlin mit.
Foto: Noel Richter
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Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ
Im Song geht es um ein Zeichen, dass es besser wird. Für mich war das in Corona-Zeiten ein Bild für Hoffnung. Nina Hagen lässt ihre Stimme nicht einsperren, sie dehnt sie über 4 Oktaven und unzählige Stimmfärbungen aus. Sie ist so Frau wie sie Frau sein möchte – sie hat keine Lust ihre Pflicht zu erfüllen. Auch in ihrer Suche nach Sinn kannte sie keine Grenzen und hat überall gesucht, wo es besser sein könnte. Sie ist ein Bild dafür, dass wir nie wirklich fertig sind, sondern immer suchen. Künstler*innen leben oft extremer als ich, aber sie helfen mir dadurch, indem ihre Verrücktheit auch Wegweiser sein können, in welche Richtung das Leben gehen kann – und bei Nina Hagen, finde ich das in ganz besonderer Weise, denn wenn allen Leuten sagen „Es ist so!“ ruft Nina: „oder auch ganz anders“ und insofern wäre ich eben auch mal gerne wie Nina Hagen – ein bunter Vogel, der umherfliegt und sich nicht auf die Stange setzt, die ihr hingehalten wird.
In dieser Folge macht mein Freund Martin aus Berlin mit.
Foto: Noel Richter
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9 Minuten
Diese Folge ist wie jede 10.Folge mit einem kölschen Lied. Mein Gast ist dieses mal: Harald van Bonn, er ist bei Lossmersinge aktiv, er ist DJ für kölsche Musik, betreibt die Seite www.koelschemusik.info - toll sind auch seine Auftritte als Pater Muffig bei der Nubbelverbrennung. Harald hat sich ein Lied von 1984 ausgesucht, damals zogen die Grünen gerade in die Parlamente ein, ihre Kleidung war ganz anders als heute – es gab eine Aufbruchstimmung. Aber die Probleme Rüstung, Umwelt, plurale Gesellschaft sind bis heute aktuell. Das zeigt mir, wie wichtig es ist an diesen Themen dran zu bleiben und das Geduld notwendig ist. Singen hilft da und in Köln hat das gemeinsame Singen schon einen ganz besonderen Stellenwert. Denn Kölsch als Sprache spielt in Köln, insbesondere beim Singen, eine Rolle. Und gerade Lieder sind auch immer so etwas wie Träger von Hoffnung und Zuversicht. Singen und Gute Laune, muss nicht automatisch platt und hohl bedeuten. Gute Laune ist auch immer ein Motor für Hoffnung und dieser Song enthält beide Elemente – er fordert einfach dazu auf seine Lebensenergie zu mobilisieren, denn diese Energie ist nötig um aus den Täler herauszukommen, in die einen das Leben manchmal führt.
"Mir klääve am Lääve" ist ein Song voller Hoffnung und Zuversicht. Dies wurde im Jahr 1991 noch einmal besonders deutlich, denn zur Zeit des 2. Golfkrieges, bekam der Song eine ganz besondere Bedeutung, hier wurde der offizielle Rosenmontagszug abgesagt. Aber ganz anders als bei einer Pandemie stellt sich dann die Frage, ob die Feier des Lebens denn von der Politik oder den Menschen bestimmt werden soll. Unser Song der Woche bekam hier eine besondere Bedeutung, er wurde der Song des alternativen Protests. Der Song wurde so zu einer Hymne gegen den Krieg – Pappnasen statt Raketen. Die zweite Strophe lautet: „Un wenn ihr meint, dat et sech´rer weed, wemmer jet rüsten deit, wenn ihr meint, wä am lauteste schreit, wör em Räch, dann haut üch de Köpp en, domet mer üch loss sin, denn ohne üch kumme mer vill besser zeräch.“ - leider irgendwie zeitlos.
Foto: Leonie Handrick
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"Mir klääve am Lääve" ist ein Song voller Hoffnung und Zuversicht. Dies wurde im Jahr 1991 noch einmal besonders deutlich, denn zur Zeit des 2. Golfkrieges, bekam der Song eine ganz besondere Bedeutung, hier wurde der offizielle Rosenmontagszug abgesagt. Aber ganz anders als bei einer Pandemie stellt sich dann die Frage, ob die Feier des Lebens denn von der Politik oder den Menschen bestimmt werden soll. Unser Song der Woche bekam hier eine besondere Bedeutung, er wurde der Song des alternativen Protests. Der Song wurde so zu einer Hymne gegen den Krieg – Pappnasen statt Raketen. Die zweite Strophe lautet: „Un wenn ihr meint, dat et sech´rer weed, wemmer jet rüsten deit, wenn ihr meint, wä am lauteste schreit, wör em Räch, dann haut üch de Köpp en, domet mer üch loss sin, denn ohne üch kumme mer vill besser zeräch.“ - leider irgendwie zeitlos.
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