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7 Tage 1 Song Archiv

344 Episoden
12 Minuten
Der Ausgangspunkt dieser Folge war ein Zeitungsartikel, auf den mich Anne hingewiesen hatte, da wurde beschrieben , wie Johnny Rotten seine 14 Jahre ältere Frau Nora Forster pflegt, mit der er übrigens seit über 40 Jahren verheiratet ist. Manchmal meinen wir einen Menschen sofort zu verstehen, wenn wir auf das Etikett schauen. Aber hier ist es eben ganz anders, eine treue Beziehung, füreinander einstehen und nicht einfach alles machen was geht, sondern wirklich für jemanden da sein und seine eigenen Bedürfnisse der Liebe zu einem Menschen zurückstellen. Punk und No Future bedeutet eben nicht „ich gebe mich auf“ sondern der materialistische Weg hat keine Zukunft und das ganze Aussehen und Auftreten der Bands will mit Lärm, Geschrei und auch Radau dafür werben, den gnadenlosen Wettbewerb und die Idee alles zu Geld zu machen in Frage stellen. Der Song „Problems“ handelt eben von einem der jammert aber mitmarschiert – Johnny Rotten schleudert ihm entgegen „Das Problem bist du selbst!“ – ändere dich!

Anne und Michelle schildern in ganz unterschiedlicher Weise was es bedeutet füreinander da zu sein. Beide geben ganz unterschiedliche Tipps, beide möchten, dass Ihr die Angst verliert, beide möchten, dass Ihr in der anderen und dem anderen immer einen Menschen erkennt und nicht „nur“ eine Kranke oder einen Kranken.

Ich finde wir können Johnny und Nora so richtig dankbar sein, dass Sie uns zeigen, es ist schwer, aber es gibt auch in dieser Situation Liebe, Wärme und Licht. Lass dich bewegen, bleib nicht statisch wie es im Song heißt und hör nicht auf alles was dir die Leistungsgesellschaft einflüstert. Oder ganz einfach so wie es Michelle sagt: Wer anderen zur Seite steht, macht das Richtige.

Die englischen Texte werden von George gelesen.

Foto: Koen Suyk, Nationaal Archief, Den Haag

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13 Minuten
ACHTUNG dieser Song ist nicht mehr bei Spotify, daher auch nicht in der Playlist, aber er ist bei You Tube zu finden: https://youtu.be/_AKXJoxw8Wg oder einfach Leila Akinyi - "Liebe Dich" oder "Liebe verbreiten" suchen

In dieser Folge gibt es einen Einblick in die digitale Schulwelt. Es geht es um ein Projekt mit meinen Kinderpflegerinnenklassen. Wir haben die Rede „The Hill We Climb“ von Amanda Gorman analysiert, die biblischen Hintergründe entdeckt und ihre Rede mit dem Song „Liebe Dich“ von Leila Akinyi verglichen. Es ging darum – was ist eigentlich das Wichtige an dieser Rede – was muss ich mir behalten.

Der Song und das Gedicht sind getragen von der Botschaft wie Leben in der Zukunft gelingen kann. Ein tolles Leben oder auch Frieden fällt nicht vom Himmel, sondern Egoismus, Geld und Gewalt… müssen weniger werden. Friedlich unter dem Feigenbaum sitzen und seinen Wein trinken, wie es in Gormans Rede heißt gelingt eben nur, wenn ich weiß wie vergeben funktioniert und wenn ich mich für ein Miteinander in Respekt einsetze.

Beide Künstlerinnen betonen, dass wir alle als Freunde in einer Welt zusammen leben sollen, damit wir wie Jesus leben und ein cooles friedliches Leben haben. Wir haben meistens viel zu viel von manchen Sachen und andere Menschen haben gar nichts. Wenn wir also alle etwas abgeben würden, hätten alle etwas und niemand müsste in Armut leben. Wir sind aber oft viel zu egoistisch, aber dies kann man ändern und in der Zukunft mit anderen teilen wie Jesus es uns gelehrt hat. Amanda Gorman redet vom „Licht“ wir müssen mutig genug sein es zu sehen. Das kennen wir ja vielleicht auch – wenn wir den anderen nicht leuchten lassen wollen, wenn es um unsere eigene Macht geht machen wir gerne andere Menschen schlecht – unser Blick verfinstert sich - Lukas 11,34: Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen, doch ein schlechtes Auge sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit.– und so wird die ganze Welt dunkel. In Gedanke 3 gibt es noch pädagogische Tipps, von Menschen, die das gelernt haben.

Die Sprecherinnen kommen aus den Klassen KIP19A, KIP19B und KIP20A des BBZ Grevenbroich https://www.bbz-gv.de

Foto: Melting Pot Music

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8 Minuten
Heute geht es um den Rock`n´Roll Klassiker Tutti Frutti von Little Richard - der Anfang des Songs "A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam" ist wie eine Explosion von etwas ganz Neuem. Eine neue Sprache, die ich verstehe, obwohl ich sie zum aller ersten mal höre. Das wäre doch toll, wenn es mit der Religion auch so wäre – ich höre etwas und verstehe es sofort. In dieser Podcast Folge geht es um Paul Tillich, der sich in besonderer Weise damit beschäftigt hat, wie wird Religion denn verständlich. Seine Idee war es sich an die Seite der fragenden Menschen zu stellen und gemeinsam die Fragen des Lebens zu formulieren: Was gibt Sinn? Was gibt meinem Leben eine Bedeutung? Wie kann ich vertrauen? Wenn diese Fragen klar sind, werde ich offen für eine Antwort. Ich versuche im Podcast mit dem A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam dem „Mut zum Sein“ von Paul Tillich auf die Spur zu kommen. Mut zum Sein entwickelt sich auf der Grenze von Antwort und Frage, wobei mich die Antwort ganz un-bedingt, also ohne eine Bedingung zu erfüllen erreicht. So wie echte Liebe es tut. Little Richard kann uns, als Konfetti Kanone der bunten Wirklichkeit Gottes, Mut machen so zu sein wie wir sind. Ich darf sein, wer ich bin,  ohne mich zu verstellen, egal wen ich liebe, wie ich mich anziehe, ob ich auf dem Klavier tanze oder ekstatisch schreie – Konventionen sind nichts Ewiges, also kann ich sie lustig in Frage stellen, wenn sie mich einengen. Mut zum Sein entsteht dadurch, dass ich mich traue, mich in meinem So-Sein, als geliebt zu sehen, ich muss da niemand um Erlaubnis fragen. Tillich wollte immer den Mut stark machen, bewährte Sicherheitsangebote des Christentums ruhig mal in Frage zu stellen – offen zu sein für Antworten auf seine eigenen Fragen und dabei den alten Mustern nicht einfach hinterher zu laufen, sondern auch ein Ohr dem "A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam" zu schenken. 

Foto: Top Gums Card

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10 Minuten
Im Song dieser Folge geht es um ein Versorgungsschiff–das ist dann fast wie Weihnachten. Es wird gewartet und gehofft, dass der Wellermann kommen wird, und alles Gute mit sich bringt. In der Schule haben wir überlegt, was müsste den, im Homescholing eingesperrten Schüler*innen, gebracht werden, oder denen die jetzt in den Osterferien für Prüfungen lernen, auf die sie vor allem digital vorbereitet wurden – alleine zu Hause und nicht mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen, die man auch einfach so mal was fragen kann. Jetzt in den Osterferien merken das alle – wie die Crew auf dem Schiff – der große Walfisch hängt an der Leine, aber ich muss ziehen und kämpfen – und da kann es schon hilfreich zu sein – an das „We take our leave and go“ zu denken – Bald ist das alles, wenigstens mit der Schulzeit vorbei, aber die Pandemie geht noch weiter. Es ist wichtig, dass hier die Schule im Blick behält, in dieser Situation nicht allein auf das Bewerten zu blicken, sondern auch und vielleicht sogar genauer auf das Begleiten zu schauen. Mit dem Podcast will ich dazu ermutigen.

Im Song kämpft die Crew mit einem Wal und niemand kann sagen, wann der ganze Mist vorbei ist. Das Versorgungsschiff mit „Tea, Sugar and Rum“ wird erwartet, um durchhalten zu können. Für unsere Schüler*innen haben Kolleg*innen Anfeuerungsrufe aufgenommen, damit sich niemand in den Ferien hängen lässt. Ich finde für Schüler*innen von Abschlussklassen hört sich die Redeweise: Krise als Chance wie billiger Trost, oder Verarschung an – aber vielleicht kann die Abwesenheit von Normalität den Blick für was schärfen was eigentlich wichtig ist – auf einmal sehe ich klarer – welche Verantwortung habe ich eigentlich, für mich selbst, aber auch als Teil der Besatzung, als Maskenträger*in oder als Person am Schiffstau. Interessant ist auch, das Volk Israel ist aus der Sklaverei abgehauen –und musste durch die Wüste - das neue Leben gab es nicht sofort – es wurde – „gemurrt“ „gejammern“ „geklagt“ – Es gab Sehnsucht nach Vergangenheit – die Sklavenhaltern in Ägypten wurden verklärt, oder heute das Deutsche Reich. Es gibt kein zurück: So ist es gut, wenn wir zusammen singen und durchhalten:

Soon may the Wellerman come.

To bring us sugar and tea and rum

One day, when the tonguin' is done

We'll take our leave and go

Danke an alle vom BBZ Grevenbroich die in dieser Folge mitgemacht haben. 

Foto: Jo Hanley

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7 Minuten
Alex wollte bei seiner Arbeit entspannen und hat trashige Musik gehört, aber der Heilige Geist versteht Spaß und auf einmal begegneten ihm tiefe Einsichten in dem Song von Britney Spears. Wenn wir uns öffnen – und nicht voreingenommen sind und Britney eben nicht nur als Mädchen in einem kurzen Röckchen abtun – öffnen sich Möglichkeiten. Denn manchmal fliegen einem irgendwelche Songzeilen zu und wenn wir offen sind entstehen neue Zusammenhänge und durch diese überraschenden Verbindung entsteht etwas komplett Neues. Und Alex kam diese Zeile von Britney Spears in den Kopf “how was I supposed to know” im Podcast wird deutlich was da los war.

Die Autoren des Songs wollten mit „Baby One More Time“ andeuten, sich noch einmal zu treffen – und der ganze Song ist ja eine Art Hilferuf – immer wieder kommt Oh Baby, Baby – Zeig mir, wie es sein soll, sag es mir ich will es wissen – es ist irgendwie ein Ruf um Beistand um ein neues Finden der Beziehung – und dann sind auf einmal ganz nah an Psalm 86 – „Gib mir ein Zeichen deiner Güte – Give Me A Sign – ich bin elend und arm – zeige mir den Weg – Tell Me Baby – ich will treu sein und tun was du sagst – Britney wendet sich  im Song in ihrer Sinnkrise an jemand, wie die Beter*innen in Psalm 86 es eigentlich auch tun "Give Me A Sign, Hit Me Baby One More Time" es wird um Gnade gebeten, um ein erlösendes Zeichen, ich will nicht zu den Verdammten gehören, ich wünsche mir wieder in Beziehung zu treten.

Alex hatte auch Fragen, aber er war nicht so verzweifelt wie Britney – aber es hat ihn schon so beschäftigt, dass er aktiv wurde – was bedeutet "I Must confess, I still Believe" – im Podcast findet sich die Antwort. Besucht Alex bei Instagram: @alpha_und_oh_mega

Foto: Randee St. Nicholas

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13 Minuten
Heute geht es nicht nur um Männer Frauen, sondern um das Sehen und Gesehen-werden und deshalb geht es eben doch um Männer und Frauen, da oft die Frauen nicht gesehen werden, gerade wenn da auf gleicher Höhe auch Männer stehen – manchmal ist das gar kein böser Wille, sondern "Mann" hat da nicht dran gedacht, weil es irgendwie schon immer so war – das man in bestimmten Bereichen unter sich ist – Also fordert der Song zu einer Wahrnehmungsübung auf – wirklich zu schauen wer denn da so alles anwesend ist und nicht alles schon vorher zu wissen. Im Podcast geht  es darum, wie wir miteinander umgehen, wo machen wir uns gegenseitig klein? Wo geht es um Macht und nicht um Begegnung? Wo kann eigentlich die Kraft herkommen sich wertschätzend zu begegnen? Reichen da Coaching Kurse und sollten wir auch einen Blick auf die tieferen Schichten unserer Persönlichkeit werfen, wi das ist, was wir uns zu Herzen nehmen, was uns auf den Magen schlägt und an die Nieren geht – wie können wir merken was mit anderen Menschen los ist? Wie entsteht denn eigentlich das Interesse am Mitmenschen? In Gedanke 1 erzählt uns Antje Schomaker selbst etwas zu dem Song, in Gedanke 2 und 3 kommt Stephy eine Schulleiterin zu Wort. Die Texte werden von Luise gelesen.

Foto: Jonas Gödde

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11 Minuten
Carolin Hillenbrand war Weinkönigin und schreibt derzeit ihre Doktorarbeit und beschäftigt sich dabei mit der Frage, was macht die Coronakrise mit dem was wir Glauben und hoffen. Und da bietet sich dieser Song an – Tanzen – die Zeit seines Lebens haben, genießen – welche Kraftfelder öffnen sich da – denn es ist ja wunderschön, wenn das Leben wieder Freude und Spaß macht - das lockeres Genießen des Augenblicks, den Kopf mal ausschalten nicht immer an den Sinn denken oder in größeren Zusammenhängen sondern einfach im „Jetzt!“sein,  das ist schwer - daher gibt es im Philipperbrief eine doppelte Erinnerung – „Freuet euch in Gott alle Wege und abermals sage ich freuet euch!“ Die Scheiße im Leben kommt von ganz alleine – daher ist es so wichtig, das Gegengift/die Medizin gegen das Schlimme immer wieder zusammen anzurühren – Freude bringt uns zusammen, die vielen kleinen und großen Freuden, die lassen eben eine Vorstellung von Hoffnung wachsen – "Having the time of my life", wir leben jetzt und singen, tanzen und das auf-das-Tamburin-Hauen macht uns das bewusst. Wein und Tanz und Coronakrise 

Was glaube ich noch in der Krise – Kraftquellen fallen nicht vom Himmel oder vielleicht doch irgendwie – manchmal erkenne ich die wichtigen lebensstärkenden Dinge erst, wenn sie nicht mehr so zur Verfügung stehen – das spannende finde ich, dass Carolin nicht nur Weinkönigin ist, sondern sich wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, was gibt uns eigentlich Halt. Für Carolin hat das was mit einem Trampolin zu tun – hört mal in Gedanke 3 rein. Carolin bei Instagram: @carolinhillenbrand

Foto: Universal Music

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14 Minuten
Heute geht es um Haare, gerade rechtzeitig zur Öffnung der Friseursalons. Und ich mag Friseurinnen Klassen, mit ihnen fühle ich mich in besonderer Weise verbunden, sie tun Menschen etwas Gutes. Sie können Menschen verwandeln, einen Neustart sichtbar machen und ihnen helfen für einige Zeit die Welt da draußen zu vergessen. Manchmal glaube ich, hilft Menschen ein Besuch beim Friseur mehr als ein seelsorgliches Gespräch, denn hier werden sie berührt, bekommen Zuwendung in körperlicher Form. Und jede Person, die einmal einen schlechten Haarschnitt hatte, kann auch verstehen, was ein guter Haarschnitt bedeutet. Gute Friseur*innen wissen das und wenden sich dem ganzen Menschen zu und nicht nur seinen Haaren. In dieser Folge hören wir Viktors Gedanken zu Haaren und Simone erzählt, was für sie das Zurechtmachen bedeutet. Friseur*innen machen Haare zurecht, aber sie können durch Gespräche und Berührungen auch mehr – in irgendeiner Form können ie auch den Menschen aufrichten, wieder schön machen und strahlen lassen. Deshalb mag ich diese Klassen ganz besonders, hier treffe ich als Seelsorger auf andere Seelsorger*innen – vielleicht ist es manchmal ja einfacher zuerst einmal sein Äußeres zu verändern und dann mit dem Inneren weiter zu machen. Auch kann es helfen anderen Menschen einen Einstellungswechsel durch ein neues Styling anzuzeigen. Friseur*innen begleiten diesen Wechsel mit ihrem handwerklichen Können, ihrem Einfühlungsvermögen und natürlich auch mit Berührungen und ihren pflegenden Handeln. Im besten Fall werden Haare und Gedanken gepflegt – wir verlassen den Salon und spüren ich bin wertvoll, ich habe Aufmerksamkeit erfahren und kann mich zeigen. Ich erfahre Unterstützung, ich verliere mich nicht im Durcheinander der Trends, sondern komme als ich selbst aus dieser Verwirrung heraus – dafür ist ehrliche Beratung und Unterstützung wichtig – es ist doch toll, dass ich sagen kann – Genau SO bin ich richtig auf dieser Welt – Feeling good as hell!

Im Podcast unterstützen mich Simone bei Instagram @simoneperdu und Viktor bei Instagram @priestofberlin

Foto: atlanticrecords

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9 Minuten
In diesem Podcast geht es um die Frage: was kann ich eigentlich noch glauben, bei wie vielen Dingen geht es eher nur noch um goldene Worte. Es geht darum etwas für sich selbst  rauszuschlagen, auf dem Markt zu bestehen – das kann wütend machen – und wenn jemand gut im wütend sein ist, dann die Sleaford Mods – und im Januar kam etwas neues von den zwei Typen aus Nottingham – und ich habe mich total in den Hypnose Basslinie von Elocution verliebt und dann ist da noch der tolle Text. In dem Song Elocution beschreiben die beiden etwas, was sie nicht sein möchten – nämlich jemand, der hinter freundlichen Wörtern seine egoistischen Ansichten versteckt. – Am Anfang sagen sie in perfekten Englisch, wie wichtig Unabhängigkeit ist – aber es ist eine Anklage an die, die Positionen beziehen, nicht wegen der Positionen, sondern um für sich selbst Auszeichnungen abzuräumen – ja und da kann es dann auch mal Spaß machen ordinär zu werden und zu sagen, dass solche Typen einfach Wichser sind. Die Sleaford Mods beschreiben in ihren Songs miese Zustände, sie regen sich auf, und gebrauchen sehr viele Flüche um ihren Positionen Deutlichkeit zu verleihen – es gibt so Tage da möchte ich mich aufregen und fluchen und dann sind die Sleaford Mods eine passende Musik dazu. Es geht also darum echt zu sein, das zu sagen, was man meint und nicht nur so daher zu reden, um für sich selbst etwas zu erreichen. Die Sleaford Mods teilen eben heftig aus, ohne Rücksicht auf Verluste, sie klagen an und bennen was nicht stimmt, das ist sicher ein großer Teil ihres Erfolges, sie sind keine Schönredner und mir gefällt das richtig gut. Im Song geht es gegen die Leute, die sich mit ihrem Schöngerede nur selbst bewerben wollen und denen die Sache eigentlich egal ist. Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel. Dem wollen wir im Podcast nachgehen. Einen, den ich für die @sleaford_mods und diese Idee begeistern konnte, ist Guido @guidoglaubt. Er hat bei Instagram eine Umfrage zu diesem Themenfeld gemacht und erzählt in Gedanke 2 davon, was da so rausgekommen ist. Jemand die ich sehr für ihre klare Kante schätze ist Maike @ja.und.amen, sie spricht immer wieder das an, was für sie dran ist, mit einer sympathischen offenen Einstellung: egal was die anderen denken – für mich ist jetzt DAS an der Reihe und es muss jetzt raus. Ich freue mich, dass sie in Gedanke 3 dabei ist.

Foto: Tobias Gruber

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15 Minuten
In dieser Folge singen die Bläck Fööss von unserem Stammbaum, dieser Baum ist eine bunte Mischung aus ganz vielen verschiedenen Wanderbewegungen. Wenn die Bläck Fööss singen, dass vor Gott alle gleich sind, bedeutet dies nicht, dass es keine Unterschiede mehr gibt, NEIN, es ist ganz anders, gerade die bunte Vielfalt von Menschen, bildet die bunte Größe Gottes ab. Wenn ich da einen Farbtupfer wegnehme, beschädige ich das bunte Bild Gottes. Als Beispiel für das bunte Miteinander im Stammbaum erzählt Santo wie er in Köln aus dem Zug aussteigt und Jahre später dann ein Restaurant aufmacht. Im Song geht es ja darum, die selbe Sprache zu sprechen – damit muss nicht Kölsch gemeint sein, sondern es kann auch die Sprache sein, mit der man sich verstehen will. Und Santo erzählt davon, wie es ihm und seiner Mutter gelungen ist, verschiedene Menschen an einen Tisch zusammen zu bringen. Su simmer all he hinjekumme – lasst uns gemeinsam die Sprache der Liebe und der Verständigung sprechen. Gerade die Bläck Föös tragen mit ihrer Musik viel dazu bei, dass Menschen sich treffen und zusammen kommen und natürlich auch die Restaurants und Kneipen – also nach Corona, vielleicht ein oder zweimal mehr als normal Essen gehen oder mit den Freund*innen ein Kölsch trinken.

Foto: Leonie Handrick

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9 Minuten
Heute haben wir es mit einer Ohrwurmmelodie zu tun. Sie will Mut machen den Schlafanzug nicht auszuziehen. Unterschwellig ein Aufruf auf sich zu achten und bei Erschöpfung diese Möglichkeit des Schlafanzugtages zu haben. Im Song heißt es: Tage fliehen – dieses Lied wird nie verstummen – einen Trend daraus machen. Ich gebe zu, immer habe ich das nicht geschafft – Sätze wie „die Pflicht ruft“ oder „was denken die anderen“ waren der Grund dafür. Denn oft schämen wir uns wegen solchen Tagen, wir schämen uns so, weil wir eben in einer Leistungsgesellschaft leben und da ein Tag im Schlafanzug schon etwas Peinliches ist. Deshalb haben wir uns einen anderen Namen ausgedacht, der sich nicht so schwach und gescheitert anhört wie Depression – Burnout. Burnout das ist schon fast etwas wie ein Orden – das trifft eben die besonders tüchtigen, die bis zum bitteren Ende gearbeitet haben. Aber genau an dieser Stelle finde ich, ist es wichtig den Song – anders zu verstehen – das Heitere zu erkennen – bevor ich kaputt gehe, bevor alles über mir zusammenbricht, bevor ich nicht mehr kann sage ich – ich zieh den Schlafanzug nicht aus.

In der Bibel gibt es Worte wie Depression noch nicht, es werden dann einfach Geschichten erzählt, jemand dem alles zu viel ist, ist Jeremia (Jeremia 20, 7-11). Interessant finde ich: Jeremia ist nicht dumm, er sagt: „Ich will nicht mehr an Gott denken.“ – Ich nehme mir eine Auszeit, ich versuche irgendwie Abstand zu finden – Zeit zum – Durchschnaufen. Ich orientiere mich neu, ich suche mir eine Strategie, um aus dem Mist irgendwie raus zu kommen. – Heute dann Kurzurlaub, mal in die Sauna gehen, ein Friseurbesuch, Sport, Yoga, Spazierengehen – oder auch mal einen Tag im Schlafanzug und allen anderen nur mal zuwinken. In dem kurzen Text bei Jeremia gibt es dann ja nach der Auszeit eine überraschende Wende – Jeremia merkt, diesen Job, kann er nicht zurückgeben – also muss der Chef oder die Chefin irgendwie helfen und unterstützen – „wie ein starker Held“ soll Sie ihn unterstützen.Wieso Jeremia das beruhigt und was es ist, steht da nicht – mir gefällt das – denn es ist eine Herausforderung selbst zu denken.

Den Jeremia liest Jonathan Dorando

Foto: Jan Beumelburg

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10 Minuten
Heute geht es darum, dass mir immer mehr Menschen derzeit erschöpft scheinen – irgendwie macht der 2.Lockdown nicht so viel Spaß wie der erste – das Abenteuer ist weg- und es macht sich Ohnmacht breit. Denn– die digitale Welt- die digitale Schule, die digitale Arbeit, die digitalen Verabredungen und Kontakte kommen einfach so in unsere Wohnungen, schleichend wie ein Virus breitet sich da etwas aus und nimmt etwas von uns – das Private – das auch mal alleine sein verschwindet – wir fühlen uns niedergeschlagen – oder auch gereizt und wütend – alles ist irgendwie nervig – wo bleibe ich eigentlich – wie erfahre ich, dass ich da bin und was gibt mir da Kraft. Habe ich noch Rückzugsräume – für mich alone? Und so ist der Titel des Songs heute Programm – Alone Together – sich Zeit für sich alleine nehmen und mit wem oder was komme ich zusammen – Alone Together, vielleicht sogar mit Gott – Alone Together gegen das genervt sein, gegen meine Wut, gegen meine Ohnmacht.

Im Podcast erzählen verschiedene Menschen von ihren Alone Together Momenten. Nina Maria (bei Instagram @atmen.glauben.leben) erzählt vom Yoga, Gunnar (@pastor.engel) erzählt von Meditation https://youtu.be/yCz5zyNVOvA, Constanze (@weil_ma_glaubn) erzählt von Erinnerungen die Kraft geben und Anna (@annamanonschimmel) trinkt ein Bier mit Gott

Foto: Prestige Records

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Link zum Song: https://songwhip.com/kenny-dorham/alonetogether

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7 Minuten
In dieser Folge geht es um einen Song von Curtis Mayfield, der mit positiver Energie auflädt und uns zuruft – Move On Up – Leg los, setz dich in Bewegung. Zum einen ist das ein beliebter Song für Jogging Playlisten, einfach weil dieser Song die Glücksgefühle beim Laufen noch verstärkt. Im Podcast startet Lisa (bei Instagram @himmel.lacht) auch beim Laufen und kommt dann auf Abraham zu sprechen – sie redet von dem hebräischen Wort לֶךְ־לְךָ֛ - Geh, mach dich auf! oder Geh deinen Weg! oder Geh zu dir! – kein einfacher Weg für Abraham, aber לֶךְ־לְךָ֛ ist da ganz nah an dem Move On Up von Curtis Mayfield – gib dich nicht mit dem Zweitbesten oder Ausreden zufrieden Geh deinen Weg – Move On Up!

Das Wort לֶךְ־לְךָ֛  kann auf die oben genannte Weise übersetzt werden. Curtis Mayfield meint mit Move On Up etwas ganz ähnliches - Los geht’s, Starte in eine bessere Zukunft - In vielen Songs von Curtis Mayfield fühlt man die Dringlichkeit, den Enthusiasmus und die Hoffnung auf eine baldige Veränderung. Seine Lieder sprechen Mut zu, nicht aufzugeben, sondern weiter für die Gleichheit und Freiheit zu kämpfen. – Move On Up – los geht´s - Was sich ebenfalls an den Songs von Mayfield ablesen lässt, ist eine Tendenz zur Einheit und das starke Gemeinschaftsgefühl, das seine Lieder transportieren.

Move On Up – Los geht´s. – Move: beweg Dich – Oder eben Abraham – macht dich auf, geh deinen Weg, geh auch in dich –לֶךְ־לְךָ֛

Foto: Warner Music

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10 Minuten
Im Song dieser Woche singt Elton John „Sometimes it gets difficult, when everything´s the same”  - manchmal fehlt uns  die Kraft zum Fliegen, weil wir zu viel von dem ewig gleichem mit uns rumschleppen. Mir ist dazu Psalm 103 eigefallen – wieder jung werden wie ein Adler – der Adler ist ja der König der Lüfte, aber es kann es nur bleiben, wenn er nicht der Selbe bleibt, sondern er muss, Schnabel, Krallen und seine Feder immer wieder neu werden/jung werden lassen. Und so ist das bei uns auch, wir können wieder lernen zu fliegen wenn wir Dinge, die uns runterziehen ablegen. Der Adler muss es es also immer wieder schaffen neu das Fliegen zu lernen – wieder jung werden wie ein Adler – wieder jung werden, heißt, nicht stehen bleiben, ganz besonders bei den Federn, die alten, dreckigen, schweren Federn ausreißen, damit wir wieder leicht genug werden um abheben zu können. Es schmerzt die alten Federn rauszuziehen, aber sie sind zu schwer, da hängt zu viel Geschichte dran – und so ist es auch bei uns – wir sollten nicht immer beim Gewesenen stehen bleiben sondern genau schauen und dann eben über den Schmerz des Abschiedes wieder jung und frisch werden – etwas komplizierter konnte das der Theologe Henning Luther beschreiben: „Eine Theologie ohne Tränen der Trauer und ohne Seufzer der Hoffnung, ist eine Theologie, die den Menschen in seinem Schmerz und seiner Sehnsucht verloren hat.“ – Das ist ganz nah an dem was Elton John in dem Song singt – manchmal ist alles sehr schwer, du ziehst, und drückst und drehst und wendest und kommst einfach nicht raus – aber in der Hoffnung und der Sehnsucht liegt eine Kraft durch diese Schmerzen durchzugehen – weil du dann wieder fliegen kannst und Beute machen – jung werden wie ein Adler.

Der englische Text wird von Puja gelesen.

Foto: universal

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12 Minuten
In dieser Folge erzählt Luisa (@keine_lu_mit_ou) über ihre Beziehung zu Steven King. Steven King beschreibt den alltäglichen Horror, der im ganz normalen Leben stattfindet – King beschreibt gebrochene Menschen, er schildert das Verloren-Sein – aber Steven King fasst den Horror in Worte er bannt ihn sozusagen in ein Buch, ich kann das mit durchleiden und erkennen, worauf es ankommt – dies greift Thees Uhlmann auf – sich nicht alleine fühlen, auf Beziehungen setzen, die mich halten und tragen. Im Podcast beschreibt Luisa  unter anderem die Beziehung von Danny zu dem Koch in Shining, „Wenn es Ärger gbt…rufst du mich“ – es ist gut jemanden zu haben auf den ich mich verlassen kann. Diese Erfahrungen, die Danny gemacht hat haben Menschen auch immer wieder auf Gott bezogen, er ist manchmal noch weiter weg, als der Koch, der in Florida ist, aber er ist doch da und hört zu – in den Psalmen (Psalm 23) heißt es dann:„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“ So ist das auch in Shining: Der Koch ist bei dem Jungen. In Gedanken können sie miteinander kommunizieren. Geduld braucht Danny trotzdem. Von Florida hoch in den Norden, wo das Hotel liegt, ist es weit. Und dazwischen liegt vieles, was den Weg kompliziert macht. Aber trotzdem: Er ist nie wirklich alleine. Jemand hört ihm zu. Und jemand teilt das unbehagliche Gefühl. Diese Situationen zu erleben und zu erkennen was hilft – lässt Thees Uhlmann singen „Danke für die Angst“.

Die Texte liest Lisa.

Foto: Ingo Pertramer

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