Blick in die Bibel Archiv
2860 Episoden
9 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO-Host Mathias Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein im Bistum Trier. Zuerst erzählt der Pfarrer von seiner Pfarrei zwischen Rhein und Westerwald. Dann erklärt er, wie er an Bibeltexte herangeht: erstmal lesen, im Alltag mitlaufen lassen, Fragen zulassen – auch wenn manches sperrig bleibt. Im Tagesevangelium aus dem Lukasevangelium ruft Jesus zur Barmherzigkeit auf: nicht richten, vergeben, aus der Spirale von Hass und Vergeltung aussteigen. Gott ist für ihn vor allem barmherzig – selbst wenn wir Fehler machen, sagt Pfarrer Anhalt.Eine Folge, die Mut macht, anders zu handeln – und die man unbedingt hören sollte.Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,36-38)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Im Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Host Mathias Peter mit dem Theologen Martin Kürble über seine Woche im DOMRADIO. Von Montag bis Samstag hat der Düsseldorfer Pastoralreferent das Evangelium vom Tag ausgelegt. Kürble erzählt in seiner letzten Folge, wie er Arbeit, Familie, Fußball im Borussia-Park und Konzerte verbindet – und wie ihm sein Glaube Kraft gibt. Dann geht es um das Evangelium nach Matthäus. Darin fordert Jesus: "Liebt eure Feinde.“ Für Kürble ist das die größte Herausforderung überhaupt. Doch nur so könne echter Frieden wachsen. Ein ehrliches, lebensnahes Gespräch, das Mut macht – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Mt 5,43-48)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel“ erzählt Pastoralrefent und Experte für die Woche, Martin Kürble, zuerst von seinem Theologiestudium in Bonn und Münster. Er sagt, sein persönlicher Glaube sei durch das wissenschaftliche Arbeiten herausgefordert worden, sei aber insgesamt gewachsen. Theologie sei breit gefächert – mit Geschichte, Psychologie und Pädagogik – und helfe, Glauben besser zu verstehen.Im Matthäusevangelium fordert Jesus mehr als nur äußere Regeln: Schon Zorn und Beleidigungen vergiften Beziehungen. Kürble erklärt, Jesus überzeichne bewusst, um zu zeigen: Auch kleine Worte können großen Schaden anrichten. Seine Gerechtigkeit sei nicht exklusiv, sondern für alle da – Versöhnung statt Ausgrenzung. Eine Folge, die zeigt, wie aktuell Jesu Worte heute sind – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. (Mt 5,20-26)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel“ erzählt Pastoralreferent Martin Kürble von seiner Arbeit als Krankenhausseelsorger in Düsseldorf. Er trifft Menschen in schwierigen Momenten und schenkt ihnen vor allem Zeit, Zuhören und Nähe – manchmal entstehen Gespräche ganz spontan auf dem Flur oder am Fahrradständer. Danach geht es um einen Abschnitt aus dem Matthäusevangelium: "Bittet, dann wird euch gegeben“ und die Goldene Regel. Martin Kürble macht klar: Es geht nicht um Luxus oder große Wünsche, sondern um das Wesentliche im Leben – und darum, anderen so zu begegnen, wie man selbst behandelt werden möchte.Eine Folge, die Mut macht und zeigt, wie Glaube ganz praktisch wird – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet, oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten. Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. (Mt 7,7-12)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
13 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel“ mit DOMRADIO-Redakteur Mathias Peter spricht Theologe Martin Kürble über die Fusion mehrerer Düsseldorfer Pfarreien zur neuen Gemeinde St. Nikolaus. Eine 1000 Jahre alte Geschichte der ältesten Gemeinde sei dadurch zu Ende gegangen – aber zugleich habe etwas Neues begonnen. Für den Düsseldorfer Pastoralreferenten ist klar: Kirche lebt weiter, mit Kindern, Familien und kreativen Ideen wie besonderen Gottesdiensten.Im Evangelium kritisiert Jesus eine Generation, die ständig Zeichen fordert. Martin Kürble sagt: Jesus sei enttäuscht über so viel Misstrauen. Er sei mehr als der Prophet Jona oder der legendäre König Salomon – nicht nur ein Gesandter, sondern Gottes Botschaft selbst. Heute könnten auch wir Zeichen für Gottes Liebe sein.Eine Folge, die zeigt, wie Glaube heute neu wachsen kann – unbedingt reinhören!Aus dem Lukasevangelium: In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, begann er zu sprechen: Diese Generation ist eine böse Generation. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Nínive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht mit den Männern dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Sálomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Sálomo. Die Männer von Nínive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona. (Lk 11,29-32)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Im Podcast „Blick in die Bibel“ spricht DOMRADIO-Redakteur Mathias Peter mit dem Düsseldorfer Pastoralreferenten Martin Kürble. Zuerst erzählt Kürble, warum er Seelsorger wurde: Schon als Kind wollte er für andere da sein. Der Glaube an Jesus habe ihm gezeigt, dass genau das sein Weg ist. Heute versuche er, „Spuren zu legen“, Menschen zu segnen und Gottes Liebe weiterzugeben.Im Evangelium vom Tage gehe es um Freundschaft und Liebe. Kürble erklärt: Jesu Liebe sei bedingungslos und mache das Leben leicht. „Liebt einander“ heiße ganz konkret, im Alltag den anderen vorzulassen und sich selbst zurückzunehmen.Eine Folge, die Mut macht – und Lust, tiefer in die Bibel hineinzuhören.Evangelium nach Johannes: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt. (Joh 15,9-17)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
12 Minuten
Im Podcast „Blick in die Bibel“ spricht DOMRADIO-Redakteur Mathias Peter mit dem Düsseldorfer Theologen und Pastoralreferenten Martin Kürble. Zuerst erzählt Kürble, warum ihn die Bibel bis heute fasziniert: Sie überrasche ihn immer wieder und spreche direkt in sein Leben hinein. Er liest mittlerweile oft das Tagesevangelium ohne große Vorarbeit und hört darauf, was ihn innerlich berührt. Danach geht es um das Evangelium vom Weltgericht aus dem Matthäus-Evangelium. Kürble, der auch als Krankenhausseelsorger arbeitet, erklärt, dass Jesu harte Worte keine Drohung seien, sondern ein starkes Zeichen für Gerechtigkeit. Gott stehe besonders auf der Seite der Schwachen und der Opfer von Gewalt und Missbrauch. Nächstenliebe sei im Alltag konkret nicht leicht, aber genau darin liege die christliche Herausforderung. Wer verstehen will, warum dieser Text und Jesu entschiedene Worte zur Gerechtigkeit heute noch wichtig ist, sollte unbedingt reinhören.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben. (Mt 25,31-46)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Zum Abschluss der Woche spricht Domradio-Redakteur Jan Hendrik Stens mit Thomas Steinke im Podcast "Blick in die Bibel" über persönliche Wünsche und den heutigen Evangeliumstext. Steinke erzählt, dass er gern einmal Barack Obama begegnen würde, den er für seinen Einsatz für Würde, Gerechtigkeit, Klimaschutz und Dialog bewundert. Außerdem träumt er von einer Reise nach Kanada, von der ihn die Weite des Landes, die multikulturelle Gesellschaft und die Begegnung mit indigenen Kulturen faszinieren.Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium begegnet Jesus dem Zöllner Levi und isst mit Zöllnern und Sündern. Steinke sieht darin ein starkes Zeichen: Jesus sucht die Nähe der Ausgegrenzten, weil Gottes Reich dort beginnt, wo Menschen neue Würde erfahren. Kirche und Gesellschaft werden so herausgefordert, eigene Grenzen zu hinterfragen und offen zu bleiben für echte Begegnung. Eine dichte Folge, die zum Nachdenken anregt und Lust macht, das Evangelium neu zu hören.Aus dem LukasevangeliumIn jener Zeit sah Jesus einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da verließ Levi alles, stand auf und folgte ihm nach. Und Levi gab für Jesus in seinem Haus ein großes Gastmahl. Viele Zöllner und andere waren mit ihnen zu Tisch. Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken? Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen. (Lk 5,27-32)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Domradio-Redakteur Jan Hendrik Stens mit dem evangelischen Theologen Thomas Steinke am Freitag über geistlichen Missbrauch. Steinke ist Ansprechpartner für Betroffene in der Landeskirche Hannovers und erklärt, wie schwer dieses Thema zu greifen ist, weil Macht, Autorität und Gottesrede missbraucht werden können, um Menschen zu manipulieren und ihre innere Freiheit einzuschränken. Er ermutigt Betroffene und Beobachtende, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen.Im Bibeltext aus dem Matthäusevangelium erklärt Jesus, warum seine Jünger nicht fasten, solange der Bräutigam da ist. Steinke deutet das so: Fasten ist kein religiöser Leistungsnachweis, sondern soll aus der Beziehung zu Christus kommen, Raum schaffen für Sehnsucht, Umkehr und Hoffnung – immer mit Blick auf Ostern. Eine intensive Folge, die wachrüttelt und zeigt, worauf es im Glauben wirklich ankommt.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten. (Mt 9,14-15)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Der evangelische Theologe Thomas Steinke spricht heute im Podcast "Blick in die Bibel" über Kirche im Wandel und über das heutige Evangelium. Er erzählt von seiner Arbeit in der hannoverschen Landeskirche, die er als "Riesentanker im Umbau" beschreibt: weniger Personal, kleinere Gemeinden, große Veränderungen. Seine Aufgabe sieht er darin, in all diesen Prozessen die spirituelle Tiefe wachzuhalten.Im Lukasevangelium ruft Jesus zur Nachfolge auf und spricht davon, das eigene Kreuz auf sich zu nehmen. Steinke deutet das nicht als Weltflucht oder Selbstverachtung, sondern als bewussten Verzicht auf Egoismus, Machtdenken und moralische Überlegenheit. Nachfolge heißt für ihn heute: zuhören, Brücken bauen, Haltung zeigen und die Würde des anderen achten. Ein Gespräch, das Mut macht, Glauben und Verantwortung neu zusammenzudenken – und unbedingt Lust aufs Weiterhören weckt.Aus dem LukasevangeliumIn jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt? (Lk 9,22-25)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Domradio-Redakteur Jan Hendrik Stens mit dem evangelischen Pastor Thomas Steinke über den Aschermittwoch und den Start der Fastenzeit. Steinke erzählt, dass die Passionszeit in der evangelischen Kirche weniger fest geregelt ist, aber bewusst gestaltet wird – etwa durch Aktionen wie "Sieben Wochen ohne" oder Klimafasten. Für ihn bedeutet Fasten nicht nur Verzicht, sondern neue Freiheit: weniger Konsum, weniger Medien, mehr Raum für Gebet, Meditation und Aufmerksamkeit.Im Bibeltext aus dem Matthäusevangelium macht Jesus klar: Beten, Fasten und Helfen sollen nicht zur Selbstdarstellung werden. Thomas Steinke deutet das als Einladung zu Ehrlichkeit, innerer Freiheit und einem Glauben ohne Berechnung – still, echt und auf Gott ausgerichtet. Eine Folge, die zeigt, wie wohltuend leise Spiritualität sein kann und neugierig macht, tiefer hineinzuhören.Aus dem MatthäusevangeliumIn jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6,1-6.16-18)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Am Karnevalsdienstag spricht Thomas Steinke zunächst über seinen Weg zum Pfarrer. Schon als Kind wollte er diesen Beruf ergreifen, hatte nach dem Abitur aber Zweifel. Der Zivildienst in einer Kirchengemeinde bestärkte ihn schließlich. Nach vielen Jahren in der Gemeindearbeit wechselte er in die Evangelische Agentur der Landeskirche Hannovers, um Kirche weiterzudenken und neue Wege zu Menschen zu finden.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium tadelt Jesus die Jünger wegen ihrer Begriffsstutzigkeit. Thomas Steinke erklärt: Jesus meint nicht das fehlende Brot, sondern warnt vor innerer Verhärtung und falscher Frömmigkeit. Entscheidend ist der Unterschied zwischen sinnvoller Fürsorge und lähmendem Sich-Sorgen. Eine ehrliche Folge über Glauben, Verantwortung und das richtige Maß an Vertrauen – unbedingt reinhören.Aus dem MarkusevangeliumIn jener Zeit hatten die Jünger vergessen, Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie im Boot dabei. Und Jesus warnte sie: Gebt Acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes! Sie aber machten sich Gedanken, weil sie keine Brote bei sich hatten.Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht: Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgehoben?Sie antworteten ihm: Zwölf. Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht? (Mk 8,14-21)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Am Rosenmontag erzählt Thomas Steinke im Podcast "Blick in die Bibel" im Gespräch mit Jan Hendrik Stens, dass es auch in Norddeutschland lange Karnevalstraditionen gibt, nur kleiner und familiärer als im Rheinland. Danach berichtet er über seine Arbeit bei der Evangelischen Agentur der Landeskirche Hannovers, die Gemeinden berät, stärkt und sich in gesellschaftliche Debatten einmischt.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium fordern die Pharisäer von Jesus ein Zeichen vom Himmel. Jesus lehnt das ab. Für Steinke zeigt sich Gott nicht durch spektakuläre Wunder, sondern dadurch, dass er den Menschen nahe ist und ihr Leid teilt. Gott nimmt uns ernst, lässt uns nicht allein und traut uns Verantwortung zu. Eine Folge, die nachdenklich macht und Hoffnung gibt – und Lust auf mehr Bibelgespräch weckt.Aus dem MarkusevangeliumIn jener Zeit kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit Jesus; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn zu versuchen. Da seufzte er im Geist auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, ich sage euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer. (Mk 8,11-13)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" erklärt Georg Hinz, weshalb er sich trotz seiner Begeisterung für den Karneval auf Aschermittwoch freut. Die Fastenzeit bedeutet für ihn Reduktion, Normalität und Konzentration auf das Wesentliche – nach intensiven, emotionalen Tagen voller Verantwortung.Im Bibeltext von der Aussendung der 72 Jünger nach dem Evangelisten Lukas erklärt Hinz, dass es nicht um Macht oder Druck geht, sondern um Frieden, Demut und Einladung. Christlicher Glaube soll den Menschen auf Augenhöhe begegnen und der Gesellschaft dienen. Eine ruhige, klare Botschaft zum Ende der Woche – und ein starker Übergang vom Feiern zum Innehalten. Wer hören will, warum gerade dieser Moment so viel Tiefe hat, sollte diese Folge unbedingt anklicken.Aus dem LukasevangeliumIn jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert.Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! (Lk 10,1-9)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Mitten im Karneval schaut der Podcast "Blick in die Bibel" an diesem Freitag tiefer hinter Schunkelrhythmen und Frohsinn. Georg Hinz erklärt, dass viele Karnevalslieder mehr sind als bloßer Spaß: Sie erinnern daran, das Leben jetzt zu leben, Gemeinschaft zu pflegen und auch Platz für Melancholie zu lassen.Im heutigen Bibeltext aus dem Markusevangelium heilt Jesus einen taubstummen Mann und führt ihn wieder in die Gemeinschaft. Georg Hinz deutet diese Heilung als Einladung, sich zu öffnen – für Gott, für andere Menschen und für das Leben selbst. Jesu Nähe und Zuwendung zeigen: Es geht nicht um Show, sondern um Würde und Beziehung. Eine Folge, die Karneval, Glauben und Alltag überraschend nah zusammenbringt und neue Perspektiven eröffnet.Aus dem MarkusevangeliumIn jener Zeit verließ Jesus das Gebiet von Tyrus und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekápolis. Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, er möge ihm die Hand auflegen.Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu ihm: Éffata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden.Jesus verbot ihnen, jemandem davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr verkündeten sie es. Sie staunten über alle Maßen und sagten: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen. (Mk 7,31-37)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)