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Hessen schafft Wissen Archiv

160 Episoden
32 Minuten
Nach wie vor ziehen weltweit immer mehr Menschen in Großstädte. Infolge des Zugangs werden die dortigen städtischen Strukturen nachverdichtet: Neubauten entstehen, wodurch auch die Zahl der Fassadenflächen zunimmt. Dies wiederum führt im Stadtraum zu mehr Lärm, denn der Schall der vorhandenen Verkehrslärmquellen wird an den zumeist schallhart ausgeführten Fassaden reflektiert. Und Lärm wiederum stellt, wie Studien aufzeigen, ein Gesundheitsrisiko dar.

Hier setzt die Forschungsarbeit des Gastes in dieser Folge an. Prof. Dr. Holger Techen ist Professor für Tragwerkslehre und Baukonstruktion an der Frankfurt University of Applied Sciences. Im Studiengang Architektur forscht er über die akustische Wirksamkeit von Hochhaus-Fassaden. Und sucht dabei Antworten auf Fragen wie: Wie bilden sich akustische Räume in einer Stadt? Wie lassen sich Stadtsituationen qualitativ in Abhängigkeit der umgebenden Bebauung lärmtechnisch beurteilen? Und wie lässt sich der städtische Lärm mithilfe einer gezielten Fassadengestaltung zum Wohle der Einwohner reduzieren?

Einige der Antworten, die er bislang gefunden hat, teilt er in dieser Episode von Hessen schafft Wissen.
1 Stunde 11 Minuten
In der Veranstaltungsreihe „Die Stunde der Wahrheit“ lädt Wissenschaftsministerin Angela Dorn Bürgerinnen und Bürger ein, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Gespräch zu kommen – in lockerer Stammtisch-Atmosphäre, diesmal in Rüsselsheim.

Das Thema im November heißt: „Phänomen Gewalt“. Prof. Dr. jur. Mattias G. Fischer von der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit und Prof. Dr. Ulrich Stangier von der Goethe-Universität Frankfurt.

Gewalt in unserer Gesellschaft – die hat es immer schon gegeben, so könnte man konstatieren. Gewalt gegen Menschen, die helfen wollen, ist ein relativ neues Phänomen, zumindest in diesem Ausmaß. Die Attacken auf Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei in der Silvesternacht 2022/2023 haben nicht nur die Politikerinnen und Politiker aufgeschreckt. Viele fragen sich, wie es zu dieser Aggression kommt, diesen Attacken auf genau die, die uns schützen und unsere Leben retten.

Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn versucht mit ihren Gästen und dem Publikum Erklärungen dafür zu finden, warum Helfende immer öfter als Feinde gesehen werden – und was die Auswege sein können.
56 Minuten
Welche Eigenheiten weist die ukrainische Wirtschaft auf? Welche Perspektiven bieten sich für die Ukraine für die Zeit nach dem Krieg? Aber auch: Wo liegen derzeit die größten Herausforderungen bei der Europäischen Integration?

Antworten auf solche weitreichenden Fragen gibt in dieser Episode von Hessen schafft Wissen Prof. Dr. Marina Grusevaja. Sie ist an der Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain Professorin für Volkswirtschaft und internationale Beziehungen, leitet dort das International Office und begleitet als internationaler Business Coach unternehmerische und persönliche Veränderungsprozesse.
52 Minuten
Digitale Produkte und Anwendungen spielen eine immer größere Rolle in unserem Leben und werden sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit zu unverzichtbaren Werkzeugen. Dabei kann das Design unserer digitalen Welt viele Formen annehmen – oder sogar formlos sein. Aus dieser Bandbreite ergeben sich zahlreiche Fragen, denen wir uns in dieser Folge von Hessen schafft Wissen widmen. Etwa: Was gehört alles zu Digitalem Design – und was nicht? Warum ist der CO2-Fußabdruck einiger digitaler Produkte größer als jener ihrer analogen Vorgänger? Was ist Deep Design? Und welche Rolle spielt der Designer in der Zukunft, wenn Algorithmen und künstliche Intelligenz unsere Produkte möglicherweise besser entwerfen können, als wir es auf visueller und funktionaler Ebene können?

Antworten liefert in dieser Episode Prof. Janina Schmidt. Sie ist eine multidisziplinäre Produktdesignerin mit internationaler Erfahrung und der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main Professorin für Digitales Design.
50 Minuten
Seit Jahrzehnten wollen immer mehr Menschen die Vorteile des Lebens in einer Stadt mit ihren kulturellen Angeboten, Freizeitmöglichkeiten und Berufschancen genießen. Um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, nehmen diese Menschen hin, auf vergleichsweise kleinem Raum zu leben, meist ohne eigene Gärten, oft auch ohne Park in unmittelbarer Nähe. Stattdessen: Wohngebäude und die für eine Stadt notwendige Infrastruktur. Aber eine dichte Bebauung und überfüllte Straßen ohne Grünflächen können eine Stadt unattraktiv machen. Und in Kombination mit dem Klimawandel zum Wärmeinseleffekt führen.

Maren Stollberg, die Gesprächspartnerin dieser Folge, beschäftigt sich mit der Frage, wie solche Probleme durch die Einbeziehung von mehr Naturflächen innerhalb der Stadtgrenzen gemildert werden können. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich Bauwerksbegrünung in Lehre und Forschung der Hochschule Geisenheim forscht sie zum Beispiel daran, wie sich mit „lebenden Wänden“ angenehmere, lebenswertere und grünere Städte der Zukunft planen lassen. Und genau darum geht es auch in dieser Episode.

 

Anmerkung:

Das angesprochene, für seine begrünte Fassade preisgekrönte Gebäude in Wien lässt sich hier betrachten:

https://www.gebaeudegruen.info/fileadmin/website/gruen/fuersauge/BUGG-Fassade_des_Jahres_2020_oV.pdf
54 Minuten
„Die aktuelle Wohnungsfrage ist mehr denn je mit sozialen und ökologischen Transformationsprozessen verknüpft“, meint der Gast dieser Episode, Sascha Luippold, Professor für Entwerfen und Klimagerechtes Bauen im Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain. In dieser Episode erläutert Professor Luippold, welche Transformationsprozesse das genau sind, welche Herausforderungen sich daraus für die Architektur ergeben und wie sie sich meistern lassen.
46 Minuten
In Zeiten globaler Krisen wie der Covid-19-Pandemie steht der Einzelhandel immer wieder vor gewaltigen Planungsproblemen. Beschaffung, Lagerabwicklung, Transport, … – kaum ein Bereich der Logistik bleibt unberührt.

Der Gast dieser Episode erläutert solche Herausforderungen und zeigt Möglichkeiten auf sie zu meistern: Prof. Dr. Andreas Holzapfel ist Professor für Logistikmanagement und Leiter des Instituts für Frischproduktlogistik an der Hochschule Geisenheim. Er beschäftigt sich u.a. mit Planungsproblemen im Supply Chain Management, unter ganzheitlicher Betrachtung der Liefer- und Wertschöpfungsketten. In dieser Folge beantwortet er Fragen wie:

 

Zu welchen Problemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette führen Hamsterkäufe? Werden die globalen Wertschöpfungsketten insgesamt krisenanfälliger? Wie beeinflusst die Digitalisierung jene Ketten? Und inwieweit hat Corona als Katalysator von Veränderungen gewirkt?
48 Minuten
Diskussionen über Diskriminierung und Rassismus sind erforderlich. Doch der Ton – zunehmend anklagend, zu aggressiv – nimmt viele nicht mehr mit. So sieht es jedenfalls der Gast dieser Episode von Hessen schafft Wissen, Canan Topçu. Sie sagt, weil heute alles Mögliche als Rassismus bezeichnet werde, wisse sie selbst mitunter nicht mehr, was eigentlich tatsächlich rassistisch und was auf ganz andere Beweggründe zurückzuführen sei. Sie kritisiert die Polarisierung in den Debatten und eckt mit ihren Positionen immer wieder an – bei „People of Colour“ und nicht zuletzt bei der türkischstämmigen Community in Deutschland.

Canan Topçu, geboren 1965 in der Türkei, ist Journalistin und Dozentin mit Schwerpunkt auf Migration, Integration, Teilhabe und muslimisches Leben in Deutschland. Nach ihrer journalistischen Ausbildung war sie die erste türkischstämmige Redakteurin in einer überregionalen deutschen Qualitätszeitung, der Frankfurter Rundschau. Heute arbeitet sie freiberuflich als Publizistin und Dozentin für die Hochschule Darmstadt. Dort bietet sie im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften Seminare im Sozial- und kulturwissenschaftlichen Begleitstudium an – unter anderem zu Rhetorik, Medienkompetenz und Migrationsgesellschaft. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

In dieser Folge spricht sie darüber, was genau sie an den aktuellen Antirassismus-Debatten stört und wie sie all das in ihrem Unterricht an der Hochschule Darmstadt zu berücksichtigen versucht.
41 Minuten
Öffentliche Schulen sind für das Vermitteln von Bildung zuständig – in erster Linie, aber nicht nur. So gehört beispielsweise auch die Gesundheitspflege zu den Aufgaben und Angeboten des Schulwesens. Dazu, wie diese Aufgabe erfüllt werden kann, unterscheiden sich die Vorstellungen.

In dieser Episode von Hessen schafft Wissen geht es um Schulkrankenschwestern – beziehungsweise Schulgesundheitsfachkräfte – und ihr Tätigkeitsfeld. Und es geht um die Frage, warum es derartige Stellen in Deutschland noch nicht lange und bislang nur selten gibt.

Darüber spricht Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong. Die Wissenschaftlerin lehrt am Fachbereich Gesundheit der TH Mittelhessen Sozialversicherungsmanagement und befasst sich in der Forschung mit Public-Health-Fragen.
49 Minuten
Welche Chancen und Herausforderungen stellen Videoplattformen wie YouTube für die wissenschaftliche Kommunikation und Praxis? Darüber sprechen wir in dieser Episode mit Joachim Allgaier, Professor für Kommunikation und Digitalisierung am Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda.

Joachim Allgaiers Fachgebiet ist die Schnittstelle von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft und die Kommunikation über digitale Medien. Er beschäftigt sich beispielsweise intensiv mit der öffentlichen Wissenschafts-, Technik- und Gesundheitskommunikation auf YouTube, in journalistischen Medien und in der Populärkultur sowie mit der Untersuchung und Verbreitung von Desinformation und wissenschaftsfeindlichen Bewegungen. Unter anderem hat er maßgeblich an einer Studie mitgewirkt, die untersuchte, ob der Empfehlungsalgorithmus der Video-Sharing-Plattform YouTube in Krisenzeiten verlässliche Informationen oder Desinformation sichtbar macht.

Von diesem und anderen Forschungsprojekten rund um digitale Kommunikation erzählt er in dieser Episode von Hessen schafft Wissen.
36 Minuten
Die Bundesregierung hat Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die Bewältigung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit eingestuft: die Energiewende. Da bei seiner Verbrennung lediglich Wasser entsteht, hat er das Potenzial zu einem klimaneutralen Energieträger. Doch „Grün“ ist Wasserstoff nur dann, wenn seine Herstellung ohne die Verwendung fossiler Energieträger funktioniert.

Genau hier setzt die Forschung von Prof. Dr. Kirstin Gutekunst an: Die Professorin für Molekulare Pflanzenphysiologie versucht an der Uni Kassel Cyanobakterien in eine effiziente Wasserstoff-Fabrik zu verwandeln. Dabei möchte die Forscherin Stoffwechselprozesse der Bakterien nutzen, um sogenannten solaren Wasserstoff als – grünen – Energieträger zu gewinnen. Ein wahnsinnig spannender Ansatz – und ein mögliches Konzept für die Energie der Zukunft, über das Prof. Dr. Gutekunst in dieser Episode von Hessen schafft Wissen spricht.
1 Stunde 47 Minuten
In der Veranstaltungsreihe „Die Stunde der Wahrheit“ lädt Wissenschaftsministerin Angela Dorn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, damit Bürgerinnen und Bürger mit ihnen am Stammtisch ins Gespräch kommen können, diesmal nach Wetzlar. Das Thema im November heißt: „Krise – können wir das?“. Zu Gast sind Prof. Dr. Michèle Knodt und Prof. Dr. Matthias Hollick vom LOEWE-Zentrum emergenCITY.

Gesellschaft verändert sich durch und mit den Ereignissen der Welt. Gefühle der Sicherheit, des Friedens und Wohlbefindens, Wohlstand und auch die positive Entwicklung von Gesellschaft können vor allem in Friedenszeiten und unter stabilen Rahmenbedingungen entstehen. Nur: Was geschieht, wenn diese Sicherheiten womöglich nicht mehr gegeben sind?
56 Minuten
Die Zahl der Naturkatastrophen nimmt weltweit zu – wenig überraschend, denn die Wissenschaft warnt seit Jahrzehnten vor den Folgen des Klimawandels. Trotzdem reagiert die Menschheit – ungeachtet einiger Fortschritte wie des Pariser Klimavertrags – nach wie vor zu langsam. „Wissen ist noch nicht handeln“, stellt der Gast dieser Episode fest und erklärt den Widerspruch zwischen unserem umfangreichen Wissen über den Klimawandel und dem eher trägen Handeln. Tun wir denn selbst immer das, was langfristig das Beste für uns ist? Sind manche globalen Probleme vielleicht einfach zu groß und kompliziert für den Menschen? Wie können wir sie trotzdem bewältigen?

Diese und andere Fragen diskutiert in dieser Episode Prof. Dr. Andreas Ernst. Er ist Professor für Umweltsystemanalyse und Umweltpsychologie an der Universität Kassel und einer der Direktoren des Center for Environmental Systems Research (CESR). Innerhalb seiner Forschungsgruppe Socio-Environmental Systems Analysis and Modelling (SESAM) beschäftigt er sich mit Computermodellierung gesellschaftlichen Handelns und Lernens im Umgang mit Umwelt, Umweltverhalten, Akzeptanzfragen, dem Einfluss von Normen und gesellschaftlichen Innovationen.
47 Minuten
100 Folgen „Hessen schafft Wissen“ – willkommen zum Jubiläum! Wir sprechen in dieser Episode mit einem ganz besonderen Gast unter anderem über ein Projekt, in dem mithilfe Künstlicher Intelligenz und anderer moderner Technologien ein Monitoring-System geschaffen werden soll, das flächendeckend und präzise Daten sammelt und damit die Grundlage bildet für nachhaltigen Artenschutz und die Sicherung von Ökosystemen.

Wie das gehen soll? Das verrät in dieser Episode Prof. Dr. Thomas Nauss. Er ist Professor für Umweltinformatik am Fachbereich Geografie an der Philipps-Universität Marburg und seit Februar 2022 zudem – und in erster Linie – deren Präsident. Außerdem ist er Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts „Natur 4.0“, in dessen Rahmen er Hightech-Sensoren in den Universitätswald von Marburg einbaut. Warum er das tut und welche Ziele er als Universitätspräsident verfolgt, darüber spricht er in dieser Jubiläumsfolge von Hessen schafft Wissen.
46 Minuten
Welche Faktoren beeinflussen unser Ernährungsverhalten? Mit welchen politischen Instrumenten lässt sich unser Kaufverhalten nachhaltiger gestalten? Fragen wie diese beantwortet in dieser Episode Wencke Gwozdz. Sie ist Professorin für Versorgungs- und Verbrauchsforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen am Institut für Verbraucherforschung, Kommunikation und Ernährungssoziologie. Dort beschäftigt sie sich besonders mit nachhaltigem Konsum und Gesundheit – und folglich mit einigen der drängenden Fragestellungen unserer heutigen Zeit, wie dem Klimawandel und dem weit verbreiteten Übergewicht. 

Ihr Ziel dabei: VerbraucherInnen besser zu verstehen und Wege zu gesünderen und nachhaltigeren Lebensstilen zu finden. Einige spannende Ansätze verrät sie in dieser Episode.