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Hessen schafft Wissen Archiv

160 Episoden
56 Minuten
Demenz – eine Volkskrankheit – ist Tabuthema. Bundesweit leben derzeit 1,6 Millionen Menschen mit Demenz und Prognosen zufolge werden diese Zahlen weiterhin stark steigen. Prominente Fälle wie die Demenz-Erkrankung von Bruce Willis rücken die Krankheit zwar in den Fokus der Öffentlichkeit, sie wird jedoch weiterhin von vielen Betroffenen und Angehörigen verschwiegen. Doch wie lässt sich dem entgegenwirken? Wie können Erkrankte möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben? Und wie schaffen wir demenzfreundliche Städte?

 

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Jutta Träger, Professorin für Sozialforschung und Evaluation der Hochschule Darmstadt, im Rahmen des Forschungsprojekts „Demenz im Quartier“ gemeinsam mit KollegInnen der Hochschule Fulda und der Uni Gießen. Bei dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ gibt sie uns einen Einblick in diese Forschung – viel Spaß beim Zuhören!
44 Minuten
Brände, Fluten und Extremwetterereignisse – seit einigen Jahrzehnten nehmen klimabedingte Naturkatastrophen zu. Umso wichtiger ist es, sicherzustellen, dass bei Katastrophen so viele Menschenleben wie möglich gerettet werden können. Ausschlaggebend hierfür ist eine sichere und unkomplizierte Kommunikation zwischen den Helfenden und Hilfsbedürftigen. In Katastrophenfällen stehen wir vor der Herausforderung, Informationen schnell auszutauschen, auch wenn wichtige Infrastrukturen und Kommunikationsnetze nicht mehr verfügbar sind. Wie kann eine solche Kommunikation gewährleistet werden?

 

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich Dr. Ulrich Trick, Professor für Telekommunikationsnetze der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat er in einer Forschungsgruppe eine neuartige Netzwerkarchitektur entwickelt: ein sogenanntes Wireless Mesh Network (WMN). Von diesem Projekt erzählt er uns in dieser Episode „Hessen schafft Wissen“.
41 Minuten
James Bond meistert rasante Verfolgungsjagden in seinem Aston Martin, Eleven in „Stranger Things“ liebt die amerikanischen Waffeln „Eggos“ und Tom Cruise lächelt in „Top Gun“ mit einer Ray Ban auf der Nase in die Kamera – Filme und Serien können das Konsumverhalten einer ganzen Generation von Fans beeinflussen. Und das oft ganz unbemerkt. Diese Marketingstrategie wird aus diesem Grund auch in anderen Medienformen angewendet: in Computerspielen und auf Social Media.

 

Wie wirkt Werbung in Computerspielen auf die RezipientInnen? Können wir uns gegen die Beeinflussung durch Produktplatzierungen wehren oder geschieht dies unterbewusst? Welchen Einfluss hat Influencer-Marketing auf Kinder und Jugendliche? Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ mit Prof. Dr. Tobias Vogel, Professor für Markt-, KonsumentInnen- und Medienpsychologie an der Hochschule Darmstadt.
48 Minuten
Der Umgang mit dem Klimawandel ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart. Insbesondere in der Wirtschaft erfordert der Klimawandel eine rapide Kehrtwende und neue Lösungsansätze, jedoch stehen wirtschaftliche Interessen oft im Kontrast zu klimapolitischen Maßnahmen. Ist eine nachhaltige Wirtschaft überhaupt möglich? Wie lassen sich die Milliardensummen stemmen, die nötig sind, um die Gesellschaft auf Klimaneutralität umzustellen? Kann beispielsweise eine Vermögenssteuer dabei helfen? 

 

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Ulrich Klüh, Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Makroökonomik und Wirtschaftspolitik, und Sprecher des Zentrums für nachhaltige Wirtschafts- und Unternehmenspolitik an der Hochschule Darmstadt. In seiner Forschung betrachtet er die Klimakrise aus volkswirtschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive. In dieser Folge „Hessen schafft Wissen“ gibt er uns Einblicke in dieses aktuelle Forschungsfeld.
56 Minuten
Insekten sind Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl an unterschiedlichen Arten, bekämpfen “Schädlinge” und sind essentiell für die Bestäubung von Pflanzen – in landwirtschaftlich genutzten Gebieten sinken ihre Populationen jedoch stark. Dies wurde durch zahlreiche Studien gut dokumentiert. Doch nicht nur auf Ackerböden und Feldern gibt es in Deutschland immer weniger Insekten, sondern auch in unseren Wäldern. Das zeigt eine neue Studie unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt.

 

Wie stark sind die Insektenpopulationen im Wald zurückgegangen und warum? Welche Insektenarten leiden besonders? Wie können wir Insekten und unsere Wälder schützen? Der Darmstädter Biologe und Erstautor der Studie Dr. Michael Staab gibt uns in dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ Einblicke in die Welt der Insekten.
58 Minuten
Künstliche Intelligenz wird immer wichtiger in unserem Alltag: Wir können uns durch Siri mit unserem Smartphone unterhalten, unser Smartphone erkennt unser Gesicht und ChatGPT formuliert unsere Texte. Aber ältere und wenig technikaffine Menschen finden oft nur schwer Zugang zu modernen Technologien wie Künstlicher Intelligenz, obwohl sie von einigen Vorteilen profitieren und im Alltag unterstützt werden könnten. Aus diesem Grund beschäftigt sich Susanne Trick mit der Frage, wie eine möglichst intuitive und natürliche Interaktion zwischen Mensch und KI-System ermöglicht werden kann.

 

Susanne Trick promoviert am Centre for Cognitve Science der TU Darmstadt und wurde dieses Jahr für ihre Forschung als KI-Newcomerin 2023 beim internationalen KI-Camp ausgezeichnet. In dieser Folge von „Hessen schafft Wissen“ erklärt sie, welche Chancen KI-Systeme bieten, wie KI komplexes menschliches Verhalten erlernen kann und ob sie den Menschen in bestimmten Arbeitsbereichen ersetzen kann und sollte.
47 Minuten
Die Sprache der Musik ist universell und kann Brücken zwischen Menschen bauen – jeder Mensch versteht sie, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialer Schicht oder Fähigkeiten. Deshalb spielt sie z.B. auch eine große Rolle bei Inklusion, Therapie und sozialer Gerechtigkeit. Genau dort setzt das Konzept der „Community Music“ an, welches in Deutschland immer populärer wird. Das Ziel: aktives Musizieren in Gruppen, bei dem musikalische und soziale Prozesse gleichermaßen von Bedeutung sind. 

Inwiefern kann Musik verbinden? Kann Community Music den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern? Welche Verantwortung hat die Musikpädagogik? Was gehört zu einer Musikausbildung?

Prof. Axel Gremmelspacher und Nathalie Dahme von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) geben uns in dieser Episode von „Hessen schafft Wissen“ Antworten auf diese und weitere Fragen. Prof. Gremmelspacher ist Pianist und Professor für Klavier an der HfMDK, wo er der Hochschulleitung von 2019-2022 als Vizepräsident angehörte. Nathalie Dahme ist Elementare Musikpädagogin, Instrumentalpädagogin und Pianistin und ist derzeit als Gastprofessorin für Elementare Musikpädagogik an der HfMDK tätig.
37 Minuten
Krebs ist eine Volkskrankheit – laut dem Bundesministerium für Gesundheit erkranken jährlich in Deutschland insgesamt etwa 500.000 Menschen neu an Krebs. Um Erkrankungen früher zu erkennen und besser behandeln zu können, ist eine schnelle und zuverlässige Diagnostik entscheidend. Standard bei der Diagnostik ist aktuell die Infrarot-Mikroskopie, die dazu beiträgt, gesunde Zellen von Krebszellen zu unterscheiden, jedoch an ihre Grenzen bei der Detektion stößt. Diese Probleme könnten durch Quantenoptik womöglich umgangen werden.

Prof. Dr. Markus Gräfe vom Institut für Angewandte Physik (IAP) der TU Darmstadt forscht im Projekt „Quancer“ mit Quantenoptik nach neuen Werkzeugen für die Krebsdiagnostik. Warum hat Quantenoptik das Potenzial, die Diagnostik zu verbessern? Wie sieht die Arbeit an diesem neuen Werkzeug zur Diagnostik aus? Wie unterscheidet es sich von anderen Verfahren? Was kann damit erreicht werden? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Prof. Dr. Gräfe in dieser Episode von „Hessen schafft Wissen“.
1 Stunde 43 Minuten
In der Veranstaltungsreihe „Die Stunde der Wahrheit“ lädt Wissenschaftsministerin Angela Dorn Bürgerinnen und Bürger ein, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Gespräch zu kommen - in lockerer Stammtisch-Atmosphäre, diesmal in Fulda.

Das Thema im Juli heißt: „LandLeben: Zukunft des ländlichen Raumes – wie kann’s gehen?“. Zu Gast sind Prof. Dr.-Ing. Ulf Schwalbe, Professor für Erneuerbare Energien und Elektromobilität von der Hochschule Fulda und Ljubica Nikolic vom Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume von der Georg-August-Universität Göttingen.

Prof. Dr.-Ing. Ulf Schwalbe ist Professor für Erneuerbare Energien und Elektromobilität an der Hochschule Fulda und beschäftigt sich im Schwerpunkt Elektromobilität unter anderem mit der Frage, wie die Mobilitätswende in ländlichen Regionen gelingen kann.

Ljubica Nikolic ist leitende Projektmitarbeiterin des ENKOR- und des Soziale-Orte-Konzept-Projekts vom Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume der Georg-August-Universität Göttingen. Das Soziale-Orte-Konzept setzt Impulse und untersucht gesellschaftliche Rahmenbedingungen für sozialen Zusammenhalt und lokale Demokratie.
48 Minuten
Regenbogenflaggen, Christopher Street Day und internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit – es scheint so, als hätte die Akzeptanz gegenüber LSBTIQ* in unserer Gesellschaft in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Und doch ist Homo- bzw. Transnegativität und Diskriminierung immer noch verbreitet. Eine Studie von Prof. Dr. Stefan Timmermanns der Frankfurt UAS zeigt, dass Diskriminierungserfahrungen einen negativen Einfluss auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen haben und sie zu einer höheren Suizidgefährdung führen können. 

 

Prof. Dr. Stefan Timmermanns ist Professor für Sexualpädagogik und Diversität in der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences, Vorsitzender der Gesellschaft für Sexualpädagogik e.V. und war Mitglied der Kommission zum Verbot sog. Konversionstherapien. Wie geht es queeren Menschen in Deutschland? Wie könnte eine gute Aufklärung aussehen? Was sind geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation queerer Menschen? Einige seiner Antworten auf diese und weitere Fragen teilt er in der heutigen Folge von „Hessen schafft Wissen“.
60 Minuten
Schon länger werden Pflanzen in ihrer Funktion als „Stadtgrün“ speziell für urbane Räume in der Wissenschaft thematisiert – zuletzt haben wir bei „Hessen schafft Wissen“ in Episode 108 mit Maren Stollberg beispielsweise über Bauwerksbegrünung gesprochen. Tiere waren dagegen in der geografischen Stadtforschung lange ein „blinder Fleck“. Der Gast dieser Episode, Prof. Dr. Antje Schlottmann, empfindet dies als erstaunlich, sind Städte doch Lebensraum nicht nur für Menschen, sondern eben auch für eine weitaus größere Zahl an Tieren unterschiedlicher Spezies.

Welche neuen Fragen in Bezug auf Städte und Urbanisierungsprozesse und eine neue, „mehr-als-menschliche“ Stadtforschung resultieren daraus, insbesondere im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel und das Artensterben? Darüber – und vieles mehr – spricht Prof. Dr. Antje Schlottmann in dieser Folge. Sie studierte Geografie, Geologie und Ur- und Frühgeschichte und ist seit 2008 Professorin für Geografie und ihre Didaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dort verbindet sie ihre Forschung zu sprachlichen und visuellen Geografien mit ihrem Interesse an gesellschaftlichen Naturverhältnissen.

In unserem Podcast war sie bereits in Folge 84 zu Gast: Darin hat sie über Mensch-Tier-Beziehungen gesprochen und erläutert, wo und wie wir Tiere in einer stark von Menschen geprägten Welt einordnen, besonders auch in räumlichen Kontexten der Geografie. Denn: Die Geografie spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des täglichen Lebens und Sterbens von Tieren sowie umgekehrt bei der Art und Weise, wie Tiere Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft beeinflussen.
47 Minuten
Elektrische Fahrzeuge, immer zahlreichere und leistungsstärkere digitalisierte Anwendungen in allen Lebensbereichen – der Strombedarf in Deutschland wächst und wird weiter wachsen. Dabei ist Energie schon jetzt so teuer wie nie.

Wie kann Strom also effizienter genutzt und besser gespeichert werden?

Prof. Dr. Ingo Jeromin forscht und lehrt an der Hochschule Darmstadt am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Außerdem gehört der Elektroingenieur zum Vorstand des VDE Rhein-Main. Er erläutert in dieser Folge, wie das deutsche Stromnetz modernisiert werden kann, wie erneuerbare Energien zu höheren Anteilen in dieses Netz integriert werden können und welche neuen Anforderungen „Intelligente Netze“ an Energieträger, Speicher sowie die Funktionen und den Aufbau unseres Stromnetzes stellen.
58 Minuten
Fußgängerzonen, Rolltreppen, Fahrstühle, Cafés, Bahnhöfe: Das sind Orte, die wir zumeist eher nebenbei wahrnehmen. Aber was sagen sie über uns als Menschen, als Gesellschaft, aus?

Über diese Frage spricht in dieser Episode von Hessen schafft Wissen Kunsthistoriker Markus Dauss. Er ist Privatdozent am Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Derzeit forscht er mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Geschichte und Theorie Transitorischer Räume. An der Goethe-Universität hat er mehrfach Professuren für Kunst- und Architekturgeschichte vertreten. Publiziert hat er vollem zur Geschichte und Theorie der Architektur sowie der Gartenkünste in Früher Neuzeit und Moderne, zur Kunst- und Medientheorie sowie zu Bildkonzepten der Moderne.
59 Minuten
Dass die Digitalisierung unser aller Leben verändert, ist längst keine Neuigkeit: Wir kennen sowohl ihre Verheißungen als auch ihre Verwerfungen. In dieser Episode von Hessen schafft Wissen widmen wir uns der Frage, welche konkreten Herausforderungen dort entstehen, wo traditionell analoge Gegenstände digital werden, und besprechen Methoden, um mit diesem Wandel umzugehen.

Was heißt das konkret? Wir tauchen ein in das Feld der Digitalen Literaturwissenschaft und besprechen unter anderem, wie Mensch und Computer bei der Analyse literarischer Texte am besten zusammenarbeiten können.

Die Digitale Literaturwissenschaft ist durch die Kombination herkömmlicher und digitaler Methoden charakterisiert. Auf der Basis genauer Lektüre, literaturgeschichtlichen Quellenstudiums und kulturwissenschaftlicher Kontextkompetenz werden Forschungsfragen so abstrahiert, dass sie sich für den Einsatz digitaler Tools operationalisieren lassen.

Wie das genau funktioniert, welche Ziele die Digitale Literaturwissenschaft verfolgt und welcher Methoden sie sich bedient, dies und mehr erläutert in dieser Episode Prof. Dr. Thomas Weitin, der an der TU Darmstadt als Professor für Germanistik und Digitale Literaturwissenschaft lehrt und forscht.
45 Minuten
Wie gelingt es einer fleischfressenden Pflanze wie der Venusfliegenfalle rasch zuzuschnappen? Und welche neuen Forschungsergebnisse gibt es zu Samenausbreitungsapparaten wie Kapseln und Zapfen?

Antworten auf derlei Fragen liefert in dieser Episode Dr. Simon Poppinga. Seit Anfang 2022 leitet er an der Technischen Universität Darmstadt den Botanischen Garten des Fachbereichs Biologie und befasst sich in seiner Forschung mit der Biomechanik, Funktionsmorphologie und Bionik von Pflanzen. Worin das Konzept dieses Botanischen Gartens besteht, welche Forschungsprojekte hier bereits umgesetzt wurden, welche Forschungsziele er sich selbst für seine Arbeit setzt und wie er es schaffen möchte, den Garten auch zum Schaufenster für Forschung werden zu lassen, darüber und mehr spricht er in dieser Folge von Hessen schafft Wissen.