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  3. Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban Podcast

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1 Stunde 15 Minuten
Bob Dylan, der wiedergeborene Christ? Er meinte das sehr ernst. Ab Ende der 1970er Jahre kamen drei Alben mit Bekenntnissen und biblischen Bildern heraus, musikalisch zum Teil herausragend. Anfang der 1980er war es damit vorbei. Bob Dylan geriet künstlerisch in eine Sackgasse. Zwar nahm er nach wie vor Alben auf und hatte ein treues Konzertpublikum. Aber Dylan zweifelte an sich, an seiner Stimme, an den Aufnahmen seiner neuen Lieder, auch wenn zahlreiche hochkarätige Musiker sich geradezu darum rissen, mit ihm aufzunehmen. Erst mit dem Kanadier Daniel Lanois fand er einen Produzenten, der seine Lieder so einfangen konnte, dass ihre Stärke klar wurde.

Das Album „Oh Mercy“, 1989, wurde zum künstlerischen Wendepunkt, wieder einmal. Düstere Westernballaden, gospelartige Hymnen, scheinbar einfache Folksongs – Dylan schuf Lieder voller Tiefe und literarischer Güte. Mit „Time Out Of Mind“, einige Jahre später, stieß er dann die Tür zu einem großen Alterswerk auf.

Musikliste:

Slow Train Coming (1979): Gotta serve somebody, Precious angel, Slow train, When you gonna wake up, When he returns

Shot Of Love (1981): Lenny Bruce, Watered-down love, Every grain of sand

Infidels (1983): Jokerman, Sweetheart like you, Neighborhood bully, Union sundown, I and I, Don’t fall apart on me tonight

Empire Burlesque (1985): Tight connection to my heart, I’ll remember you

Knocked Out Loaded (1988): Brownsville girl

Down In The Groove (1988): Silvio

Oh Mercy (1989): Political world, Where teardrops fall, Ring them bells, Man in the long black coat, Most oft he time, Shooting star

Under The Red Sky (1990): Under the red sky, Born in time, God knows, Handy Dandy, Cat’s in the well

The 30th Anniversary Concert Celebration (1993): My back pages

Time Out Of Mind (1997): Love sick, Standing in the doorway, Tryin‘ to get to heaven, Not dark yet, Make you feel my love, Highlands

Love And Theft (2001): Tweedle Dee & Tweedle Dum, Mississippi, High water, Po‘ boy

Modern Times (2006): Thunder on the mountain, When the deal goes down, Workingmen‘ blues #2

Compilations & Live-Alben:

The Bootleg Series Vol. 7: No Direction Home, The Soundtrack (2005)

MTV Unplugged (1995)

Live At Carnegie Hall 1963 (2005)

The 1966 Live Recordings (2016)

Traveling Wilburys:

Traveling Wilburys Vol. 1(1988): Dirty world, Margarita, Tweeter and the monkey man

Traveling Wilburys Vol.3 (1990): Inside out, If you belonged to me, 7 deadly sins,

Where were you last night?

Unser Podcast-Tipp in dieser Folge:

11 km / https://1.ard.de/11KM_Podcast

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
1 Stunde 19 Minuten
Ein Folksänger, ein Rockmusiker, ein Jugendidol, das keines sein wollte. Bob Dylan hatte die Popmusik Ende der 1960er Jahren schon mehrfach stark geprägt mit seinen lyrischen und politischen Texten, mit kraftvoller Musik. Nach einem Motorradunfall hatte er sich mit seiner Familie in das Künstlerstädtchen Woodstock zurückgezogen.

Nach dieser Pause weitete Dylan sein künstlerisches Schaffen aus: Countrymusik, Bluesrock, Bluegrass, Coverversionen – so manchen Fan irritierte er damit, ebenso wie mit folgenden radikalen Wendungen. Zwischenzeitlich trat er wieder mit „The Band“ auf und belebte alte und neue Werke mit kraftvoller Rockmusik. Mitte der 1970er Jahre schuf Dylan spätestens mit den Alben „Blood On The Tracks“ und „Desire“ neue Meilensteine, bittere Abschiedsgesänge, brennende Anklagen, zarte Balladen. Auf der sogenannten Rolling Thunder-Tournee versammelte er alte und neue Weggefährten und zog als chaotischer Musik-Wanderzirkus von Stadt zu Stadt. Aber Dylan stand auch da erst auf der Schwelle zu noch viel radikaleren Wendungen: ein Künstler, der weiter auf der Suche blieb.

Musikliste:

Nashville Skyline (1969): I Threw It All Away, Lady, Lady, Lay, Tonight I’ll be staying here with you

New Morning (1970): If Not For You, Day of the Locusts, Went to See the Gypsy, If dogs run free, New Morning, One more weekend, Three angels, Father of night

Bob Dylan’s Greatest Hits Vol. II (1971): Watching the river flow, When I paint my masterpiece, I shall be released

Pat Garrett & Billy The Kid (1973): Knockin‘ on heaven’s door

Planet Waves (1974): On a night like this, Going, going, gone, Forever Young-Slow Version

Blood On The Tracks (1975): Tangled up in blue, Simple twist of fate, You’re a big girl now, You‘re gonna make me lonesome when you go, Shelter from the storm, Buckets of rain

The Basement Tapes (1975): Tears of rage, This wheel’s on fire

Desire (1976): Hurricane, Isis, One more cup of coffee, Romance in Durango, Sara

Street-Legal (1978): Changing oft he guards, Baby stop crying, Is your love in vain?, Senor, Where are you tonight?

Compilations & Live-Alben:

Before The Flood (1974)

Bob Dylan At Budokan (1978)

The Rolling Thunder Revue: The 1975 Live Recordings

Unser Podcast-Tipp in dieser Folge:

Mein Mensch – Begegnungen die das Leben verändern / https://1.ard.de/mein-mensch

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen

Nick Drake

1 Stunde 11 Minuten
Nick Drake ist eine der großen Schattengestalten der Popmusik. Seine traumschönen Lieder bezaubern heute noch die Welt, zu Lebzeiten jedoch waren sie nur wenigen bekannt.

Drei Alben nahm der britische Singer/Songwriter ab Ende der 60er Jahre auf, melancholische Folkmelodien, die gut zu seiner Stimme und seinem markanten Gitarrenspiel passten.

Nick Drake war zeitlebens ein Grübler und Außenseiter, er wurde durch den Misserfolg seines ersten Albums schwer erschüttert. Drogenexperimente und eine Neigung zu Depressionen belasteten ihn schwer. Dennoch nahm er zwei weitere Alben auf, bevor ein Suizid sein Leben beendete. Die leuchtenden Lieder dieser tragischen Figur der Musikgeschichte wirken aber noch heute, nicht zuletzt eine Fernsehwerbung brachte sie Millionen Menschen auch im neuen Jahrtausend näher und verschafften ihm schließlich die Anerkennung, die ihm zu Lebzeiten versagt geblieben ist.

Musikliste:

Five Leaves Left (1969): Time has told me, River Man, Three hours, Way to blue, Day is done, Cello song, The thoughts of Mary Jane, Man in a shed, Fruit tree, Saturday sun

Bryter Layter (1971): At the chime of a city clock, One of these things first, Hazey Jane I, Fly, Poor boy, Northern sky

Pink Moon (1972): Pink moon, Place to be, Which will, Things behind the sun, Know, Free ride, From the morning

Time Of No Reply (aufgenommen 1967-68 & 1974, erschienen 1987): Time of no reply, I was made to love magic, Joey, Clothes of sand, Man in a shed, The thoughts of Mary Jane, Strange meeting II, Rider on the wheel, Hanging on a star

Unser Podcast-Tipp in dieser Folge:

Was für Zeiten – Richling plus 1 / https://1.ard.de/Richlingplus1

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen

R.E.M. (3)

59 Minuten
R.E.M. blieben erfolgreich. Die folgenden Alben in den 1990ern fanden zwar weiter Beachtung, an ihre hohen Verkaufszahlen konnte die Band aber nicht anknüpfen.

Der gesundheitlich begründete Ausstieg des Schlagzeugers Bill Berry hielt die Band nur kurz auf. Kompromisslos lieferten R.E.M. auch zu dritt weitere Alben, spielten mit Stilrichtungen, aber nahmen doch langsam Abschied von der großen Bühne.

Michael Stipe, der einst Kunstgeschichte studiert hatte, veröffentlichte Fotobände und produzierte Filme. Die Band verkündete schließlich ihr Ende im Jahr 2011, was ihr den Respekt vieler einbrachte für ihre souveräne und integre Entscheidung, die ganz dem Geist der Band R.E.M. entsprach.

Musikliste

Chronic Town (EP, 1982): Gardening at night

Murmur (1983): Radio Free Europe, Talk about the passion, Perfect Circle, Sitting Still

Reckoning (1984): So. Central Rain, Camera

Fables Of The Reconstuction (1985): Maps and legends, Driver 8, Green grow the rushes, Wendell Gee

Lifes Rich Pageant (1986): Fall on me, Cuyahoga

Document (1987): Finest Worksong, It’s the end oft he world as we know it (And I feel fine), The one I love

Green (1988): Pop song 89, Stand, World leader pretend

Out Of Time (1991): Radio Song, Losing my religion, Near wild heaven, Shiny happy people, Half a world away

Automatic For The People (1992): Drive, Try not to breathe, The sidewinder sleeps tonite, Everybody Hurts, Man on the moon, Nightswimming, Find the river

Monster (1994): What’s the frequency, Kenneth?, Strange currencies, Tongue, Bang an blame

New Adventures In Hi-Fi (1996): New test leper, E-bow the letter, So fast, so numb

Up (1998): Lotus, At my most beautiful, Daysleeper

Man On The Moon (Soundtrack, 1999): The great beyond

Reveal (2001): The lifting, All the way to Reno, Beat a drum, Imitation of life, Summer turns to high

Around The Sunn (2004): Leaving New York

Accelerate (2008): Living well is the best revenge, Supernatural Superserious, Until the day is done

Collapse Into Now (2011): Überlin, Walk it back, Blue

Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: Kim und Klaus

https://www.ardaudiothek.de/sendung/kim-und-klaus/urn:ard:show:1564d639600ea1d4/

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen

R.E.M. (2)

60 Minuten
Mit ihrem siebten Album „Out of Time“ beim Majorlabel Warner und den Hits „Losing My Religion“ und „Shiny Happy People“ erreichten sie weltweit Anerkennung und hohe Chartplätze. R.E.M. werden zu internationalen Rockstars. Michael Stipe entwickelt sich vom schüchternen Sänger zur charismatischen Bühnenpersönlichkeit. „Automatic For The People“ hieß das Album, mit dem R.E.M. Mitte der 1990er Jahre ihren Welterfolg noch ausbauen konnte. Große Konzerte auf monatelangen Tourneen zeigten dies eindrucksvoll. Die Band konnte und wollte aber nicht weiter Lieder zum Mitpfeifen und eingängige Balladen liefern, sondern künstlerisch vorankommen. Viele Fans waren enttäuscht, aber die Integrität der Band R.E.M. blieb gewahrt.

Musikliste:

Chronic Town (EP, 1982): Gardening at night

Murmur (1983): Radio Free Europe, Talk about the passion, Perfect Circle, Sitting Still

Reckoning (1984): So. Central Rain, Camera

Fables Of The Reconstuction (1985): Maps and legends, Driver 8, Green grow the rushes, Wendell Gee

Lifes Rich Pageant (1986): Fall on me, Cuyahoga

Document (1987): Finest Worksong, It’s the end oft he world as we know it (And I feel fine), The one I love

Green (1988): Pop song 89, Stand, World leader pretend

Out Of Time (1991): Radio Song, Losing my religion, Near wild heaven, Shiny happy people, Half a world away

Automatic For The People (1992): Drive, Try not to breathe, The sidewinder sleeps tonite, Everybody Hurts, Man on the moon, Nightswimming, Find the river

Monster (1994): What’s the frequency, Kenneth?, Strange currencies, Tongue, Bang an blame

New Adventures In Hi-Fi (1996): New test leper, E-bow the letter, So fast, so numb

Up (1998): Lotus, At my most beautiful, Daysleeper

Man On The Moon (Soundtrack, 1999): The great beyond

Reveal (2001): The lifting, All the way to Reno, Beat a drum, Imitation of life, Summer turns to high

Around The Sunn (2004): Leaving New York

Accelerate (2008): Living well is the best revenge, Supernatural Superserious, Until the day is done

Collapse Into Now (2011): Überlin, Walk it back, Blue

Unser Podcast-Tipp in dieser Folge:

Freiheit Deluxe / https://1.ard.de/freiheit-deluxe

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
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Über diesen Podcast

Wer Musik liebt, kennt seine Stimme: Peter Urban ist ein absoluter Musik-Insider, der mit seiner unvergleichlichen Art Geschichten erzählen kann. Er war schon auf über 5.000 Konzerten, trifft bis heute die Großen des Musikgeschäfts und ist selbst Musiker. Im Podcast Urban Pop trifft er auf den NDR-Musikjournalisten Ocke Bandixen. Sie reden über Weltstars von Bowie bis Springsteen, von Johny Cash bis Taylor Swift, über Bands von den Beatles bis U2, über Insider-Stories und Musik-Historie. Ein Muss für alle Fans von guten Gesprächen über gute Musik.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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