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547 Episoden
42 Minuten
Wo lässt sich heute ein Unternehmen leicht gründen: in Thüringen oder in Baden-Württemberg? Was half ostdeutschen Unternehmern, sich 1990 selbstständig zu machen? Sind Erfahrungen aus der Planwirtschaft in der Marktwirtschaft noch von Relevanz und ist der Umbruch damals mit den Herausforderungen der Corona-Krise heute vergleichbar?

Im Generationengespräch „Vom VEB zum Startup: Perspektiven ostdeutscher Unternehmer“ sprechen Gerald Rosner von der Strickchic GmbH in Apolda und Lelia König von der Leipziger Dashfactory GmbH über ihre Erfahrungen des Auf- und Umbruchs in ostdeutschen Unternehmen. Das Gespräch moderiert Tina Howard.

Gerald Rosner ist seit 1992 Geschäftsführer der Strickchic GmbH in Apolda. Er gehört zur vierten Generation des Familienunternehmens und war 1990 an der Rückwandlung des VEB zu einer GmbH beteiligt.

Lelia König ist Mitgründerin der Dashfactory GmbH. Das junge Unternehmen aus Thüringen will Radverkehr attraktiver und sicherer gestalten. Die Firma gehört zu den vielversprechendsten europäischen Mobilitäts-Startups.
46 Minuten
Wie haben Kinder und Eltern die Umbrüche und Veränderungen der Jahre 1989/90 erlebt? Wie wird über diese Jahre in Familien gesprochen? Welche Rolle spielen dabei gesellschaftliche Entwicklungen und Umstände? Und sind Familien wirklich der beste Ort, um über die Vergangenheit zu reden? Über diese und weitere Fragen sprechen Marianne Birthler und Johannes Nichelmann in dieser Folge der „East Side Stories“. Moderiert wird das Gespräch von Tina Howard.

Marianne Birthler engagierte sich in der DDR-Oppositionsbewegung, 1990 wurde sie Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg, von 2000 bis 2011 war sie Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen.

Johannes Nichelmann ist Journalist und Autor. In seiner Arbeit setzt er sich mit der DDR-Aufarbeitung innerhalb von Familien und der Rolle der DDR für die Generation der nach 1989 geborenen auseinander.
1 Stunde 3 Minuten
Der Strukturwandel in Stadt und Land war eine der großen Herausforderungen für die Menschen in Ostdeutschland. Mit dem Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion sowie des Einigungsvertrages wurden 1990 vielerorts tiefgreifende Transformationsprozesse in Gang gesetzt. Ostdeutsche Kommunen standen vor der Aufgabe, ihre Verwaltung umzuformen, Infrastruktur zu sanieren, sich wirtschaftlich neu aufzustellen und auf den Bevölkerungswandel zu reagieren.

Unter welchen verwaltungsrechtlichen und politischen Maßgaben vollzogen sich die Veränderungen? Wie haben die Verantwortlichen die Herausforderungen erlebt und welche Unterstützung haben sie erfahren? Inwieweit ist die Entwicklung in Ostdeutschland vergleichbar mit der westdeutscher Kommunen? Welche Chancen wurden ergriffen und welche vertan? Schließlich bleibt zu fragen, was aus dieser Zeit des Strukturwandels bis heute nachwirkt.

Die Veranstaltung thematisierte, wie die deutsche Einheit und die anschließenden Umbrüche in Kommunen gestaltet wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven von Akteuren und Experten sowie wie die Fragen unserer Zuschauerinnen und Zuschauer.
43 Minuten
In Folge 4 der zweiten Staffel erzählt Micha Ebeling unter anderem von einem denkwürdigen Polen-Urlaub als junger DDR-Bürger, dessen unangenehme Folgen bis heute für ihn fühlbar sind, und spürt zudem seiner Identität als Ostdeutscher nach.
1 Stunde 31 Minuten
Der Alltag von Angehörigen homosexueller und anderer geschlechtlicher Minderheiten war in der DDR vielfach von Diskriminierung oder sogar Kriminalisierung geprägt. Das bedeutete für sie eine schwierige Lebensrealität und erhebliche Hürden im offenen Ausleben der eigenen Identität. Diese Menschen fanden im öffentlichen Raum keinen Platz, mussten häufig unter Verunglimpfung und Überwachung leiden. Erst ab den 1980er-Jahren verbesserten sich die öffentlichen Lebensumstände für schwule und lesbische Bürgerinnen und Bürger der DDR. 1988 wurde der Paragraph, der Homosexualität als Straftatbestand verurteilte, im Strafgesetzbuch der DDR endgültig gestrichen. Im vereinten Deutschland blieb er noch bis 1994 bestehen. Andere Identitäten, beispielsweise von Transgender-Personen, finden in der historischen Betrachtung der DDR und Transformationszeit bisher kaum Beachtung.

Die achte Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit“ stellte die Situation von LGBTQIA*-Minderheiten in der DDR und im Transformationsprozess in den Mittelpunkt. Welche Rolle spielte die Diskriminierung dieser Menschen in der Lebensrealität der DDR, gab es Unterschiede zwischen Ost und West und was für Veränderungen brachte die Transformationszeit für das vereinte Deutschland?
47 Minuten
In Folge 3 der zweiten Staffel berichtet Andreas „Spider“ Krenzke von der Berliner Lesebühne „LSD – Liebe Statt Drogen“ über das „Universum aus der Kaffeetüte“ und seine jugendliche Weltanschauung in der DDR. Außerdem fabuliert er über obskure sozialistische Comic-Superhelden.
34 Minuten
In Folge 2 der zweiten. Staffel berichtet Dan Richter, Organisator und Moderator des „Kantinenlesens“, unter anderem von einer unerfreulichen „Grenz-Erfahrung“ als jugendlicher Punk-Musiker in der DDR und seinem Auftritt als „Schnelldenker“ im DDR-Kinderfernsehen.
1 Stunde 1 Minute
Corona-Krise statt Einheitsjubel – die Probleme der Gegenwart haben die Erinnerung an 30 Jahre Wiedervereinigung fast überdeckt. Aber trotz verbindender Krisenerfahrung wird die Deutsche Einheit als nicht abgeschlossener Prozess wahrgenommen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Ch. Links Verlag laden zur Premiere des neuen »Jahrbuches Deutsche Einheit« ein. Der zweite Band untersucht das Verhältnis von Einheit und Differenz, von strukturellem Wandel und Erfahrungen nach 1990 auf unterschiedlichen Ebenen.

Die Autorinnen und Autoren Dr. Uta Bretschneider, Dr. Thorsten Holzhauser und Dr. Wiebke Reinert diskutierten mit dem Herausgeber Dr. Marcus Böick unter anderem über die Rolle der PDS im vereinten Deutschland, den Wandel ländlicher und städtischer Lebenswelten in der Vereinigungsgesellschaft und Fragen der Geschichtsvermittlung sowie der Erinnerungskultur.
33 Minuten
In Folge 1 der 2. Staffel der Podcast-Reihe „Auf der Mauer, auf der Lauer“ begibt sich Ahne von der Reformbühne Heim und Welt auf die Suche nach „dem Ost-Wort“ schlechthin, blickt unversöhnlich auf seinen Wehrdienst in der NVA zurück und erinnert sich an eine Glücksträhne beim Skat am 9. November 1989.
1 Stunde 2 Minuten
Der 15. September wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Demokratie erklärt. Aus diesem Anlass haben wir zu zwei Diskussionsrunden über aktuelle Fragen zum Zustand der Demokratie eingeladen. Diskussionsthemen waren »Demokratie – ein Generationenprojekt? Oder wofür es sich zu kämpfen lohnt.« und »Leben wir in einer ‚DDR 2.0‘?«
1 Stunde 55 Minuten
Die internationale Konferenz „Dealing with the Past – Erinnerung und Aufarbeitung nach Systemumbrüchen im späten 20. Jahrhundert“ widmete sich am 18./19.August der stets aktuellen Frage nach Systemumbrüchen sowie Aufarbeitungsprozessen und -modellen in unterschiedlichen historischen und nationalen Kontexten. Verschiedene Ansätze von „Transitional Justice“ – auch „Übergangsgerechtigkeit“ genannt – wurden im internationalen Vergleich vorgestellt und diskutiert.

4. Dealing with the Past Tag 2 Teil 2:

Podium II: Aufarbeitung ohne Ende oder: Die Zukunft der Aufarbeitung?

Es diskutieren:

Dr. Radka Denemarková, Autorin, Prag

Prof. Dr. Luís Farinha, Museu do Aljube Resistência e Liberdade, Lissabon

Bartholomäus Grill, Journalist und Autor, Kapstadt

Dr. Meelis Maripuu, Eesti Mälu Instituut, Tallinn

Markus Meckel, Bundesstiftung Aufarbeitung, Berlin

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin und Autorin, Berlin
2 Stunden 29 Minuten
Die internationale Konferenz „Dealing with the Past – Erinnerung und Aufarbeitung nach Systemumbrüchen im späten 20. Jahrhundert“ widmete sich am 18./19.August der stets aktuellen Frage nach Systemumbrüchen sowie Aufarbeitungsprozessen und -modellen in unterschiedlichen historischen und nationalen Kontexten. Verschiedene Ansätze von „Transitional Justice“ – auch „Übergangsgerechtigkeit“ genannt – wurden im internationalen Vergleich vorgestellt und diskutiert.

3. Dealing with the Past Tag 2 Teil 1:

• Keynote von Dr. Rainer Huhle, Nürnberger Menschenrechtszentrum, mit anschließendem Gespräch: Das Recht auf Wahrheit: Recht oder Gerechtigkeit? Rache oder Versöhnung? Aufarbeiten oder Aufrechnen?

• Podium I: Aus dem Schatten der Vergangenheit ins Licht der Aufarbeitung

Es diskutieren:

Dr. Rosario Figari Layús, Justus-Liebig-Universität Gießen

Prof. Dr. Axel Klausmeier, Stiftung Berliner Mauer

Dr. Nikita Vasilyevich Petrov, Memorial International, Moskau

Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh, Repräsentant von Taiwan, Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland

Moderation: Tamina Kutscher, dekoder.org, Hamburg
1 Stunde 32 Minuten
Die internationale Konferenz „Dealing with the Past – Erinnerung und Aufarbeitung nach Systemumbrüchen im späten 20. Jahrhundert“ widmete sich am 18./19.August der stets aktuellen Frage nach Systemumbrüchen sowie Aufarbeitungsprozessen und -modellen in unterschiedlichen historischen und nationalen Kontexten. Verschiedene Ansätze von „Transitional Justice“ – auch „Übergangsgerechtigkeit“ genannt – wurden im internationalen Vergleich vorgestellt und diskutiert.

2. Dealing with the Past Tag 1 Teil 1:

Podium II: Gebrochene Systeme – Gesellschaften der Brüche? Transformationserfahrungen in internationaler Perspektive

Es diskutieren:

Dr. Ulrike Capdepón, Universität Konstanz

Marina Frenk, Autorin, Berlin

Prof. Dr. Steffen Mau, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Khulu Mbatha, außenpolitischer Berater des südafrikanischen Präsidenten, Pretoria

Moderation: Michaela Küfner, Deutsche Welle, Berlin
2 Stunden 30 Minuten
Die internationale Konferenz „Dealing with the Past – Erinnerung und Aufarbeitung nach Systemumbrüchen im späten 20. Jahrhundert“ widmete sich am 18./19.August der stets aktuellen Frage nach Systemumbrüchen sowie Aufarbeitungsprozessen und -modellen in unterschiedlichen historischen und nationalen Kontexten. Verschiedene Ansätze von „Transitional Justice“ – auch „Übergangsgerechtigkeit“ genannt – wurden im internationalen Vergleich vorgestellt und diskutiert.

1. Dealing with the Past Tag 1 Teil 1:

• Begrüßung und Einführung durch Dr. Anna Kaminsky, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

• Keynote von Prof. Dr. Jan Eckel, Eberhard Karls Universität Tübingen

• Podium I: Zeiten des Umbruchs: Systemwechsel in internationaler Perspektive

Es diskutieren:

Prof. Dr. Aurel Croissant, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Prof. Dr. Sabine Kurtenbach, GIGA Institut für Lateinamerika-Studien, Hamburg

Prof. Dr. Carola Lentz, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin

Moderation: Harald Asel, rbb Inforadio, Berlin
1 Stunde 34 Minuten
Die unabhängige Umweltbewegung war eine wichtige Keimzelle der Opposition gegen das SED-Regime. Viele Menschen protestierten gegen die wachsende Zerstörung der Natur und die Gefährdung ökologischer Grundlagen in der DDR. Die Bürgerinnen und Bürger forderten einen nachhaltigen Umweltschutz. So spielte dieses Thema später auch eine bedeutende Rolle in und nach der Friedlichen Revolution. Mit dem Vereinigungs- und Transformationsprozess seit den 1990er-Jahren setzte ein sensiblerer Umgang mit der zerstörten Umwelt ein. Zahlreiche Schutzmaßnahmen wurden in Ostdeutschland initiiert. Dennoch sind die Folgen jahrzehntelanger Industriepolitik bis heute spürbar. Die siebte Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit“ widmete sich dem Natur- und Umweltschutz im Osten Deutschlands im Verlauf der letzten 30 Jahre. Welche Entwicklungen und Veränderungen lassen sich nachzeichnen und welche Auswirkungen sind bis heute spürbar? Welche Bezüge gibt es zu gegenwärtigen Umweltprotesten?