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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
9 Minuten
„Es gibt keine Geheimnisse mehr. Wir alle stehen heute nackt im grellen Scheinwerferlicht.“

Noch vor einigen Jahren recht naiv, wunderte ich mich über Online-Werbung. Ich hatte zu Hause an einem Abend nach einer neuen Waschmaschine gegoogelt. Tags darauf konnte ich mich vor Angeboten nicht retten, als ich im Büro das Internet öffnete. Überall schwirrten Anzeigen auf den Seiten, die ich aufrief. Zweifellos: Wir sind gläsern. Alles, was wir tun, was wir in das weltweite Netz hineintragen, wird gesammelt. Nicht nur Krimi-Serien zeigen uns, was mittlerweile Behörden an Daten selbst rein legal zusammentragen können. Weit beängstigender sind die Möglichkeiten und Wege der Tech-Konzerne. Ein erschreckendes Bild zeigt uns der Neuseeländer Anthony McCarten in seinem neuen Roman „Going Zero“ auf, wobei er das Thema der Überwachung mit einem weiteren größeren Problem auf beeindruckende Weise verknüpft. …

Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?

Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
7 Minuten
Sprecher: Dietmar Wunder

Laufzeit: 23 Stunden und 24 Minuten {3 MP3-CDs, 241 Tracks}

Verlag: Der Hörverlag

Übersetzung: Stefanie Karg

Opulent und vielstimmig: eine Geschichte von Liebe, Verrat und Freiheit

Sevilla 1748: Die freigelassene Sklavin Caridad findet Zuflucht bei der Zigeunerfamilie Vega. Hier freundet sie sich mit der jungen, schönen Sängerin Milagros an und verliebt sich in Melchor, das stolze Oberhaupt der Familie. Milagros hingegen fühlt sich fatalerweise zu Pedro hingezogen, dessen Familie schon seit langem mit den Vegas verfeindet ist. Milagros’ von Schicksalsschlägen gezeichneter Lebensweg führt sie vom sonnenverbrannten Andalusien in die prunkvolle Königsresidenz Madrid. Falcones erzählt von Schmerz und Trauer, Liebe und Freundschaft, Hass und Verrat, Sehnsucht und Hoffnung – und von der Freiheit.

Alessa Schmelzer ist Autorin und Webdesignerin. Sie studierte Alte und Neuere Geschichte, Philosophie und Germanistik. Weiterführende Studien in den Fachbereichen Klassische Archäologie und Kunstgeschichte folgten. Einige Jahre arbeitete sie freiberuflich als Historikerin und Museumspädagogin in Museen und entwickelte museumspädagogische Konzepte {z.B. für LWL Museen oder das Pergamonmuseum in Berlin u.a.}. Von Alessa Schmelzer erschienen bislang ein historischer Jugendroman, verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien sowie wissenschaftliche Artikel. Ihre Spezialgebiete sind die frühe römische Kaiserzeit sowie deutsche Geschichte von 1900 bis 1949.
1 Stunde 17 Minuten
“Ich hatte ein tolles Leben”, erzählt Arthur Kern und meint seine Kindheit in Wien – bis zu jenem Moment, als er 1939, gerade mal zehn Jahre alt, jäh von seiner Familie getrennt wird. In der Hoffnung, ihn vor dem Holocaust zu bewahren, schicken ihn seine jüdischen Eltern mit einem Kindertransport in die Fremde – ein traumatisches Erlebnis für den Zehnjährigen. Zwar kann er sich über Frankreich nach Amerika retten, doch seine Familie wird er nicht mehr wiedersehen.

60 Jahre später: Bei einem Besuch der Wiener Wohnung seiner Kindertage lernt Arthur die elfjährige Lilly Maier kennen. Eine schicksalhafte Begegnung für beide, die nicht nur Lillys weiteres Leben prägt, sondern auch dazu führt, dass Arthur ein spätes Vermächtnis seiner Eltern zuteil wird …

Lilly Maier, Jahrgang 1992, studierte in München Geschichte und an der New York University in Amerika Journalismus. Ihre Abschlussarbeit über die langfristigen Nachwirkungen der Kindertransporte, wurde mit dem “Forscherpreis für exzellente Studierende 2014” ausgezeichnet. Sie arbeitet als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau und stellt ihre Forschung regelmäßig in Vorträgen vor. Als freiberufliche Journalistin schreibt sie u. a. für FOCUS Online, Kurier, The Forward, The Columbus Dispatch, Die StadtSpionin und PolitiFact.com.
8 Minuten
eine Rezension von Constanze Matthes

„Wer schreibt, um zu vergessen, erreicht nur, dass er sich erinnert.“

Sie lebt zurückgezogen. Wie eine Einsiedlerin. Ihre Wohnung am Stadtrand von Rom unweit des Tibers ist ihr Rückzugsraum. Sie liest Bücher, hört Musik, ihre Spaziergänge führen sie in die nähere Umgebung. Giovanna ist sich selbst genug, den Kontakt zu anderen Menschen meidet sie. Doch eines Tages zieht eine vierköpfige Familie in die lange Zeit leerstehende Nachbarwohnung ein. Die eher schweigsame wie scheue 66-Jährige kann da noch nicht ahnen, dass ihr Leben auf den Kopf gestellt und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Die italienische Schriftstellerin Lidia Ravera hat mit „Sprich mit mir“ ein faszinierendes Porträt einer besonderen Frau geschrieben und verbindet ein spezielles Kapitel der Geschichte ihres Landes mit der Gegenwart. …

Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?

Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
5 Minuten
Sandra Hoffmann

DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben

im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn

DRAUSSEN – “Auf (Ab-)Wegen”, gesprochen von der Autorin

In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.

Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!

Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.

Buchveröffentlichungen:

schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002

Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004

Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008

Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012

Paula, Hanser Berlin, 2017

Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
11 Minuten
Literatur Radio Hörbahn stellt das Buch in besonderer Weise vor. Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen. Formal ist es chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden jeweils am Anfang eines Monats die Ereignisse des entsprechenden Monats vor 100 Jahren vorstellen.

Wir haben dafür wunderbare Sprecher gefunden, denen es ein Anliegen war, die Ereignisse dieses, für Deutschland und die Welt so wichtigen, Jahres, nach dem Buch von Christian Bommarius in Auszügen zu vertonen. 

Es lesen:

Matthias  Pöhlmann: Januar-April 1923

Steven Lundström: Mai-August 1923

NN September-Dezember 1923

Uwe Kullnick: Einleitungen der Monate Januar-Dezember 1923

DAS TURBULENTESTE UND SPANNENDSTE JAHR DER WEIMARER REPUBLIK

1923 ist das Jahr der Hyperinflation, in der Angestellte die Geldscheine eines Wochenlohns mit der Schubkarre transportierten. 1923 ist das Jahr der Besetzung des Ruhrgebiets und einer heftigen Streikwelle. 1923 ist das Jahr von blutig niedergeschlagenen kommunistischen und nationalsozialistischen Aufstandsversuchen. Und es ist das Jahr radikaler Gegensätze zwischen bitterer Armut einerseits und einer orchideenhaft blühenden Unterhaltungskultur.

1923 ist in seiner Ambivalenz das Ende der Nachkriegszeit und der Auftakt zu den Goldenen Zwanzigerjahren der Weimarer Republik.

Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen.
1 Stunde 59 Minuten
Wer kennt sie nicht, die Multimedienstars Ludwig II. König von Bayern und Elisabeth Kaiserin von Österreich? Ihren Weltruhm verdanken sie vor allem der Foto- und Spielfilmbranche und dies bis zur unmittelbaren Gegenwart. Ohne die Erfindung der Fotografie und des Films allerdings wäre der allumfassende Bekanntheitsgrad der Wittelsbacher undenkbar. Doch wie sah die Welt der Fotografie und des Films für die Wittels­bacher im 19. und frühen 20. Jahrhundert aus? Abseits der gegenwärtigen ­Royals, des modernen Blitzlichtgewitters, der Argusaugen übergriffiger Paparazzi und der Vermarktung durch die Regenbogenpresse? Wie kamen die Mitglieder der bayerischen Herrscherfamilie mit diesen Massenmedien in Berührung? Was veränderte sich in ihrer Erwartungshaltung und in ihrem Leben? Warum nahmen sie selbst eine Kamera in die Hand? Auf welche Weise beeinflussten beide Entdeckungen den Alltag und die Kunstwelt im Königreich Bayern? Diese Fragen beantworten sich im Spannungsbogen zwischen der europäischen und bayerischen Entwicklungsgeschichte von Fotografie und Film, der Ablehnung und Begeisterung der neuen Technik und dem Aufstieg und Erfolg konkurrierender Fotografen und Fotografinnen. Dieser Zusammenklang erzählt sich in einem opulenten Bildband über eine Vielzahl bislang unveröffentlichter Abbildungen und im Fokus überaus aufregender, zum Teil tragischer Einzelschicksale aus den beiden Fami­lienzweigen der bayerischen Herrscherdynastie. Ein prachtvolles Standardwerk zur Fotografie und zum Film aus dem Blickwinkel der Wittelsbacher Familie!

Dieter R. Fuchs

Dr. BERNHARD GRAF, geboren 1962 im niederbayerischen Landshut, publiziert als Historiker, Kunstwissenschaftler und Germanist. Als Drehbuchautor und Regisseur des Bayerischen Rundfunks setzt er sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Napoleonischen Ära und dem 19. Jahrhundert auseinander. So realisierte er für den BR und den ORF historische Kurzfilme und Features wie »Coburg für Bayern und Europa« (2021), »Napoleons Erben in Bayern. Die Herzöge von Leuchtenberg« (2020), »König Ludwig I. und seine Bavaria« (2019), »Wittelsbacher im Tegernseer Tal« (2017), »Sisis berühmte Geschwister« (2016), »Sisis Vater. Herzog Maximilian in Bayern« (2015), »Bayern und Tirol. Werft sie den Berg hinab!« (2009), »Andreas Hofer. Rebell gegen Napoleon« (2009), »Königreich Bayern. König Max I. Joseph« (2006), »Lustwandeln in Sckells Gärten« (2000), »Verbündet, verfeindet, verhasst. Napoleon und Bayern« (2000) und viele mehr. 

Carl H. Engleitner ist Redakteur für lokale Themen im weitesten Sinn. In seiner Funktion als Geschäftsführer der Bayerischen Einigung e.V. und damit der Ansprechpartner für die Bayerische Volksstiftung ist er Gastgeber für die Veranstaltung Hörbahn on Stage, die in den Räumen der Bayerischen Einigung stattfindet. Als herausgebender Redakteur des Bayernspiegels ist er das Verbindungsglied zwischen dem Radio und dieser Zeitschrift, deren Beiträge häufig auch im Radio zu hören sind.
22 Minuten
ein Beitrag von Peter Stephan Jungk

Die erste Ausgabe 2023 zum Thema NEUANFÄNGE ist da: mit bekannten Rubriken, wie den KULTURBRIEFEN und BUCHREZENSIONEN, aber auch neuen Rubriken, wie KORRESPONDENZEN, WISSENSCHAFT ERZÄHLT, FUNDSTÜCK und KRITIK DER KRITIK.

Peter Stephan Jungk (*1952), ist Autor von Romanen, Biografien und Drehbüchern, Übersetzer von Theaterstücken sowie Regisseur von Dokumentarfilmen. Zuletzt erschien bei S. Fischer die Lebensgeschichte seiner Großtante (»Die Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart«), bekannte Fotografin und Spionin für die Sowjetunion in der Zeit des Kalten Krieges.Literaturpreise:u.a.Stefan-Andres-Preis 2001Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2011
17 Minuten
„Magie ist, was geschieht, wenn wir uns erlauben, uns von den Wundern des Lebens überraschen zu lassen und unsere Träume zu verfolgen“, ist die Meinung des großen Paulo Coelho.

Seine Ansicht betont die Bedeutung von Offenheit, Neugierde und dem Streben nach unseren Träumen als Schlüssel zur Entdeckung und Nutzung der Magie im Alltag. Und „Magie im Alltag“ war auch das Leitthema zur Ausschreibung des Schreiblust-Verlages.

Wir alle tragen eine unbeschreibliche Magie in uns, die sich auf unterschiedliche Art und Weise in unserem Alltag manifestiert. Magie kann sich in den kleinen Momenten des Glücks und der Freude zeigen, wenn wir unsere Lieblingsmusik hören, eine Umarmung von einem geliebten Menschen erhalten oder eine köstliche Mahlzeit genießen. Sie kann uns auch in herausfordernden Augenblicken unterstützen, sooft wir uns selbst motivieren und unsere innere Stärke mobilisieren müssen.

Dr. Dieter R. Fuchs, Jahrgang 1952, recherchiert und schreibt mit der gleichen Leidenschaft, mit der er vier Jahrzehnte lang als Naturwissenschaftler und Forschungs-Manager tätig war. Bei seiner Arbeit in Materialentwicklung, Umweltforschung und Kulturgüterschutz faszinierten ihn vor allem internationale Erfahrungen. Er wirkte an Expeditionen im Iran mit, lebte lange im Jemen sowie in Dubai und bereiste beruflich wie privat die ganze Welt. Die Begegnung mit Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe bedeutet für ihn echte Bereicherung. Als Präsident des unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gegründeten Weltdachverbandes der Angewandten Forschung WAITRO engagierte er sich ehrenamtlich für mehr Miteinander zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Seit Eintritt in den Ruhestand widmet er sich dem Schreiben von Romanen. Hierbei spielt seine private Leidenschaft für asiatische Kunst eine besondere Rolle, vor allem Netsuke genannte japanische Schnitzereien sowie chinesische Toggles und Amulette. Seine mystischen Geschichten um diese kleinen Objekte laden den Leser auf Reisen in fremde Sphären und Zeiten ein. Bei solchen Grenzwanderungen treten fantastische Zusammenhänge hervor, die historisches, natur- und kunstwissenschaftliches Wissen vermitteln und darüber hinaus auf unterhaltsame Weise die Fantasie anregen.

Beim Fabulus-Verlag erschien der Debut-Roman “Der Tanz der Häsin”. Im Schwarzer-Drachen-Verlag dann im August 2017 sein historischer Roman über Japan “Hannya – im Bann der Dämonin”. Es folgte der Urban Fantasy Thriller “Zhulong – ein Drache erwacht”. Inzwischen liegt auch “Der Masanao-Adler” vor.  Außerdem erschienen Kurzgeschichten und Gedichte von ihm in verschiedenen Anthologien und Literatur-Journalen.
1 Stunde 18 Minuten
Willkommen bei der 17. Ausgabe der GlockenbachWelle.

Heute feiern wir die Vielfalt in der Gesellschaft. Denn es ist „Pride Month“. Der Juni steht ganz im Zeichen der LGBTQ-Szene. Mit jede Menge Veranstaltungen, Paraden und Protestaktionen feiern queere Menschen den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und die Vielfalt in der Gesellschaft. Und genauso bunt, wie unsere Gesellschaft ist, sollten auch die Bücher sein, die wir lesen. Damit sich jeder und jede in den Geschichten wiederfindet, ist es wichtig, sämtlichen Lebensrealitäten Raum zu schenken. Heute wollen wir uns deshalb voll und ganz queeren Büchern widmen.

Die Runde in der Glockenbachbuchhandlung:

Pamela Scholz – Buchhändlerin der Glockenbachbuchhandlung

Steffi Sack – „Nur Lesen ist schöner“

Mareike – Buchbloggerin auf „Pinkies Gutenachtgeschichten“ und weltbeste Kundin der Glockenbachbuchhandlung sowie jemand mit echter Expertise zu unserem heutigen Thema …

… Thesi – arbeitet im Gleichstellungs- und Diversity-Management in einem Münchener Krankenhaus und engagiert sich zusätzlich noch in einem vom Bayerischen Sozialministerium geförderten Fortbildungsprojekt zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

Worum geht es dieses Mal?

Steffi und Pamela, wir, die beiden Hosts dieses Podcasts sind beides weiße, deutsche und straighte Frauen. Wir hatten also niemals mit Ausgrenzungen oder Anfeindungen ob unserer Herkunft, Hautfarbe oder geschlechtlichen Gesinnung zu kämpfen. Wie muss es aber sein, wie fühlt sich an, wenn man merkt, man ist „anders“ als es die Gesellschaft und die Familie eingetrichtert hat? Wie viel Mut erfordert es, sich zu outen und zur wahren Persönlichkeit zu stehen und wie viel Schmerz und Anstrengung kostet es? In 66 Staaten wird Homosexualität immer noch strafrechtlich verfolgt, in 12 Ländern droht sogar die Todesstrafe für Lesben und Schwule. Aber auch hier in Deutschland sind wir noch weit vom „Leben und Leben lassen“ entfernt. Umso wichtiger ist es, hier Aufklärung zu betreiben und deswegen möchten wir den pride month heute mit unseren beiden Gästen feiern und dabei ihre Erfahrungen zu Wort kommen lassen. Außerdem haben wir jede Menge queerer Buchempfehlungen im Gepäck!

Worauf ihr euch freuen dürft:

Einen kleinen Ausflug in die Entstehungsgeschichte des pride month

LGBTQ, LGBTIQ+, was???? Wir klären auf!

Wie können wir die Vielfalt auch in unserer Sprache weitergeben?

Wie war Thesis und Mareikes Coming-Out?

Welche Bücher haben den beiden bei der Selbstfindung geholfen?

Und ganz viel Input in Sachen queerer Literatur!

Wir wünschen viel Freude beim Hören …
17 Minuten
Die erste Ausgabe 2023 zum Thema NEUANFÄNGE ist da: mit bekannten Rubriken, wie den KULTURBRIEFEN und BUCHREZENSIONEN, aber auch neuen Rubriken, wie KORRESPONDENZEN, WISSENSCHAFT ERZÄHLT, FUNDSTÜCK und KRITIK DER KRITIK.

Katia Schwingshandl, Studium der Philosophie und Germanistik in Wien und Rom seit 2022 Chefredakteurin des Literaturmagazins “Buchkultur”
27 Minuten
Heute sind wir zu Gast bei Dr. Thomas Körbel. Er gehört zu den Menschen, die mit der Science-Fiction gewissermaßen verwachsen sind. Vor allem die Jahrtausende übergreifende Perspektive eines Frank Herbert hat es ihm angetan. Geboren wurde er 1963 in Aschaffenburg; seine geisteswissenschaftlichen Interessen führten ihn zum Studium der Theologie und Philosophie. Seine schriftstellerische Persönlichkeit entwickelte sich über die Publikation wissenschaftlicher Artikel, einen Internetblog und Kurzgeschichten bis hin zu seiner besonderen Roman- und Erzählform, einem eigenen Genre, der „körbelesken“, spirituellen, mystischen Fiktion.

Robert Mayerhofer ist Science-Fiction-Fan von Kindheit an. Für LITERATUR RADIO HÖRBAHN geht er seiner Begeisterung nach und präsentiert in „Berts SciFi-Kaleidoskop“ seine Entdeckungen in der deutschen SF-Szene von den Themen Comic bis Hörspiel und Malerei bis Podcast und Roman.
1 Stunde 26 Minuten
“Die Natur auf der Flucht” Warum sich unser Wald davonmacht und der Braunbär auf den Eisbär trifft – Wie der Klimawandel Pflanzen und Tiere vor sich hertreibt – Hörbahn on Stage

Es geht etwas vor in der Welt der Tiere und Pflanzen, dem bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Wo sie können, bewegen sich Tiere wie Pflanzen in Richtung der Pole, um den steigenden Temperaturen und der Trockenheit in ihrem angestammten Lebensraum zu entkommen. Tropische Gebiete verlieren ihre Bewohner, Biber siedeln sich in Alaska an, riesige Fischschwärme verschwinden und tauchen vor fremden Küsten wieder auf. Meeresbewohner stoßen im Schnitt 72 Kilometer pro Jahrzehnt vor, Landbewohner 17 Kilometer. Benjamin von Brackel erzählt spannend und anschaulich von einem Phänomen, das uns zugleich die beeindruckende Anpassungsfähigkeit der Natur vor Augen führt wie auch die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels – nicht zuletzt auch auf den Menschen, an dem die Wanderung der Arten nicht spurlos vorbeigeht.

Benjamin von Brackel, geboren 1982, hat die Deutsche Journalistenschule in München absolviert, Politikwissenschaften in Erlangen und Berlin studiert und gehört heute zu den profiliertesten Umweltjournalisten in Deutschland. Als freier Journalist schreibt er für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit und Natur hauptsächlich über den Klimawandel und hat das Onlinemagazin klimareporter° mitbegründet. 2016 wurde er mit dem Deutschen Umwelt-Medienpreis ausgezeichnet.
29 Minuten
Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in besonderer Weise vor. Können die Menschen in einer Diktatur tatsächlich glücklich an einem Badestrand liegen? Frisch verliebt durch die Straßen schlendern, in ein Café oder ins Kino gehen? Können sie ausgelassen tanzen, lachen und zufrieden sein? Fußball spielen und in den Urlaub fahren, eine Familie gründen und ihre Zukunft planen? Solche Vorstellungen scheinen auf den ersten Blick nicht zu unserem Bild vom »Dritten Reich« zu passen.

Formal ist das Buch chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 15. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 15. Dezember 2023 mit dem Dezember 1939.

Sprecher: 

Uwe Kullnick

Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe “DAS! historisch” Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39«
1 Stunde 11 Minuten
Als Picasso 1947 den Friseur Eugénio Arias kennenlernt, entwickelt sich eine tiefe Beziehung zwischen ihnen. Vor allem ihre Überzeugung als Kommunisten verbindet die beiden Spanier im südfranzösischen Exil. Sie teilen aber auch ihre Liebe zum Stierkampf und einen spielerisch frechen Humor. ›Picassos Friseur‹ erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zweier außergewöhnlicher Männer und vom Menschen und treuen Kameraden hinter dem weltberühmten Maler.

Monika Czernin, 1965 in Klagenfurt geboren, ist eine international renommierte Filmemacherin und Autorin. Ihre Bücher zu zentralen Figuren und Wendepunkten der europäischen Geschichte sind Bestseller in Deutschland und Österreich.

Melissa Müller, 1967 in Wien geboren, lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin in München. Ihre Bücher sind internationale Bestseller, in mehr als 20 Sprachen übersetzt und dienten als Vorlage für preisgekrönte Spielfilme