Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
1 Stunde 19 Minuten
Sobald der feste Muskel des beim Verzehr noch lebenden Tiers durchtrennt ist, offenbart sich der darin lebende Mollusk: Er hat ein Herz, aber kein Gehirn, dafür Magen, Darm und After. Vielleicht steht die Auster genau deswegen im Zentrum erotischer Fantasien, als Inbegriff der Kreatürlichkeit. Als solcher findet sie im 16. Jahrhundert Eingang in die Malerei, um schließlich im 19. Jahrhundert eine Popularisierung zu erfahren: Bevor die Auster zur Delikatesse wurde, war sie billiges Streetfood, ein Arme-Leute-Essen. Und lange bevor die Queer Theory die Frage nach dem Geschlecht zu verflüssigen suchte, war diese unscheinbare Meeresbewohnerin bereits eine Meisterin der gender fluidity: Je nach Witterung wechseln Austern mehrmals im Leben ihr Geschlecht. Auf den Spuren dieses faszinierenden Tiers begibt sich Andreas Ammer auf Fischmärkte, in Hafenlokale und auf Schiffe, um letztendlich doch immer zu diesem einen Moment zurückzukehren: der Oyster Conversion Experience, der lebensverändernden Begegnung mit diesem unsichtbaren Meerestier, dessen Geschmack nach Ozean er immer wieder herbeisehnt. Und zu der Frage, wie sich von einem Tier erzählen lässt, das zwar schon weitaus länger als der Mensch lebt, sich jedoch die allermeiste Zeit zwischen zwei Schalen verbirgt.
Andreas Ammer, 1960 in München geboren, ist Fernsehmacher, Universitätsdozent und Opernregisseur, vor allem aber in Zusammenarbeit mit Musikern wie FM Einheit, Ulrike Haage, The Notwist, Acid Pauli oder Driftmachine der Autor zahlreicher preisgekrönter Hörspiele.
Falk Nordmann, Zeichner und Illustrator, lebt und arbeitet in Berlin. Ab 2007 Umschlaggestaltungen und Autorenportraits, seit 2013 Tierillustrationen der Reihe Naturkunden für Matthes & Seitz Berlin.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.
Andreas Ammer, 1960 in München geboren, ist Fernsehmacher, Universitätsdozent und Opernregisseur, vor allem aber in Zusammenarbeit mit Musikern wie FM Einheit, Ulrike Haage, The Notwist, Acid Pauli oder Driftmachine der Autor zahlreicher preisgekrönter Hörspiele.
Falk Nordmann, Zeichner und Illustrator, lebt und arbeitet in Berlin. Ab 2007 Umschlaggestaltungen und Autorenportraits, seit 2013 Tierillustrationen der Reihe Naturkunden für Matthes & Seitz Berlin.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.
7 Minuten
eine Rezension von Oliver Pohlmann
„Game of Thrones“ im 16. Jahrhundert: Über Nils Minkmars Romandebüt „Montaignes Katze“
Ein vom Bürger- und Glaubenskrieg zerrissenes Land, mächtige Häuser, die sich befehden, junge Könige, die vergiftet werden oder sich dem Wahn ergeben, und eine skrupellose Königinmutter als Regentin, der man nachsagt, sie habe in einer einzigen Nacht all ihre Feinde ermorden lassen: Nein, hier ist nicht vom fiktiven Westeros aus „Game of Thrones“ die Rede. Sondern vom Frankreich des späten 16. Jahrhunderts, in dem die Häuser Valois, Guise und Bourbon um die Macht ringen. In dem die Erinnerung an die berüchtigte Bartholomäusnacht Katholiken wie Protestanten gleichermaßen verfolgt und Michel de Montaigne seine berühmten Essais schreibt.
„Game of Thrones“ im 16. Jahrhundert: Über Nils Minkmars Romandebüt „Montaignes Katze“
Ein vom Bürger- und Glaubenskrieg zerrissenes Land, mächtige Häuser, die sich befehden, junge Könige, die vergiftet werden oder sich dem Wahn ergeben, und eine skrupellose Königinmutter als Regentin, der man nachsagt, sie habe in einer einzigen Nacht all ihre Feinde ermorden lassen: Nein, hier ist nicht vom fiktiven Westeros aus „Game of Thrones“ die Rede. Sondern vom Frankreich des späten 16. Jahrhunderts, in dem die Häuser Valois, Guise und Bourbon um die Macht ringen. In dem die Erinnerung an die berüchtigte Bartholomäusnacht Katholiken wie Protestanten gleichermaßen verfolgt und Michel de Montaigne seine berühmten Essais schreibt.
1 Stunde 30 Minuten
Tiere und Pflanzen zu sehen und ihre vielen Stimmen zu hören, erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Die Schriftstellerin Pauline de Bok berichtet einfühlsam von 18 Monaten in der Natur, in denen sie Vögel, Insekten, Säugetiere und Amphibien beobachtet, im Wechsel der Jahreszeiten, aber auch in einem längerfristigen Wandel. Der Tümpel neben ihrem Haus trocknet aus, die Frösche verschwinden, andere Arten wandern ein. Ihr glänzend geschriebenes Buch kreist um die große Frage unserer Zeit, wie das Menschentier einen verträglichen Platz in der Natur finden kann.
Meist wird die Natur von einem unsichtbaren Beobachter «von außen» gesehen, gefilmt, beschrieben. Pauline de Bok setzt dagegen auf teilnehmende Beobachtung, als Tier unter Tieren. In «ihrem» Biotop in Mecklenburg, wo sie seit zwanzig Jahren in einem ehemaligen Kuhstall lebt, beobachtet sie Geburt, Paarung, Sterben und Tod, Fressen und Gefressenwerden vieler Tiere, belauscht Hirsche, Spatzen, Ringelnattern und Kraniche. Ihre große Kunst besteht darin, sich dabei selbst als aktiven Teil dieses Biotops zu sehen, in dem sie einheimische Pflanzen schützt, einen kleinen Ersatztümpel für Schwalben und Insekten anlegt, Waschbären fängt und sich als Gärtnerin, Sammlerin und Jägerin in die Nahrungskette einreiht. Ihr Buch ist eine wunderbar lesbare Schule der Wahrnehmung, des Sehens, Hörens, Riechens und Registrierens anderer Lebewesen, die uns den Spiegel vorhalten als der Spezies, die dabei ist, das eigene Biotop zu zerstören.
Aufzeichnungen aus einem Biotop im Wandel
Wie wir den Klimawandel an einem einfachen Tümpel in Mecklenburg-Vorpommern erleben und verstehen können
“Eine sehr gute, unaufgeregt-genaue Schriftstellerin.” – Wiebke Hüster, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Auf der Shortlist des Jan-Wolkers-Preises für das beste Naturbuch 2021
Jan Banning
Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin in Amsterdam und Mecklenburg. Als Übersetzerin von «Tschick» ist sie die niederländische Stimme von Wolfgang Herrndorf. Für ihren Roman «Blankow oder Das Verlangen nach Heimat» (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet. Bei C.H. Beck erschien von ihr bereits das vielbeachtete Buch «Beute. Mein Jahr auf der Jagd» (2018). «Das Schweigen der Frösche» (Originaltitel De poel) wurde in den Niederlanden für den Jan-Wolkers-Preis für das beste Naturbuch 2021 nominiert und steht auf der Shortlist des hochdotierten flämischen Literaturpreises «De BOON» (2022).
Meist wird die Natur von einem unsichtbaren Beobachter «von außen» gesehen, gefilmt, beschrieben. Pauline de Bok setzt dagegen auf teilnehmende Beobachtung, als Tier unter Tieren. In «ihrem» Biotop in Mecklenburg, wo sie seit zwanzig Jahren in einem ehemaligen Kuhstall lebt, beobachtet sie Geburt, Paarung, Sterben und Tod, Fressen und Gefressenwerden vieler Tiere, belauscht Hirsche, Spatzen, Ringelnattern und Kraniche. Ihre große Kunst besteht darin, sich dabei selbst als aktiven Teil dieses Biotops zu sehen, in dem sie einheimische Pflanzen schützt, einen kleinen Ersatztümpel für Schwalben und Insekten anlegt, Waschbären fängt und sich als Gärtnerin, Sammlerin und Jägerin in die Nahrungskette einreiht. Ihr Buch ist eine wunderbar lesbare Schule der Wahrnehmung, des Sehens, Hörens, Riechens und Registrierens anderer Lebewesen, die uns den Spiegel vorhalten als der Spezies, die dabei ist, das eigene Biotop zu zerstören.
Aufzeichnungen aus einem Biotop im Wandel
Wie wir den Klimawandel an einem einfachen Tümpel in Mecklenburg-Vorpommern erleben und verstehen können
“Eine sehr gute, unaufgeregt-genaue Schriftstellerin.” – Wiebke Hüster, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Auf der Shortlist des Jan-Wolkers-Preises für das beste Naturbuch 2021
Jan Banning
Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin in Amsterdam und Mecklenburg. Als Übersetzerin von «Tschick» ist sie die niederländische Stimme von Wolfgang Herrndorf. Für ihren Roman «Blankow oder Das Verlangen nach Heimat» (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet. Bei C.H. Beck erschien von ihr bereits das vielbeachtete Buch «Beute. Mein Jahr auf der Jagd» (2018). «Das Schweigen der Frösche» (Originaltitel De poel) wurde in den Niederlanden für den Jan-Wolkers-Preis für das beste Naturbuch 2021 nominiert und steht auf der Shortlist des hochdotierten flämischen Literaturpreises «De BOON» (2022).
8 Minuten
Histo Journal
Sprecherin Doris Wolters
Schon mit »1813 – Kriegsfeuer« entwarf die Autorin Sabine Ebert ein bildgewaltiges Historienepos. Dementsprechend gespannt erwarteten ihre Leserinnen und Leser den Folgeband, der mit »Blutfrieden 1815« nun vorliegt. Er kann – muss aber nicht – als solitäre Geschichte gelesen werden. …
Alessa Schmelzer ist Autorin und Webdesignerin. Sie studierte Alte und Neuere Geschichte, Philosophie und Germanistik. Weiterführende Studien in den Fachbereichen Klassische Archäologie und Kunstgeschichte folgten. Einige Jahre arbeitete sie freiberuflich als Historikerin und Museumspädagogin in Museen und entwickelte museumspädagogische Konzepte {z.B. für LWL Museen oder das Pergamonmuseum in Berlin u.a.}. Von Alessa Schmelzer erschienen bislang ein historischer Jugendroman, verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien sowie wissenschaftliche Artikel. Ihre Spezialgebiete sind die frühe römische Kaiserzeit sowie deutsche Geschichte von 1900 bis 1949.
Sprecherin Doris Wolters
Schon mit »1813 – Kriegsfeuer« entwarf die Autorin Sabine Ebert ein bildgewaltiges Historienepos. Dementsprechend gespannt erwarteten ihre Leserinnen und Leser den Folgeband, der mit »Blutfrieden 1815« nun vorliegt. Er kann – muss aber nicht – als solitäre Geschichte gelesen werden. …
Alessa Schmelzer ist Autorin und Webdesignerin. Sie studierte Alte und Neuere Geschichte, Philosophie und Germanistik. Weiterführende Studien in den Fachbereichen Klassische Archäologie und Kunstgeschichte folgten. Einige Jahre arbeitete sie freiberuflich als Historikerin und Museumspädagogin in Museen und entwickelte museumspädagogische Konzepte {z.B. für LWL Museen oder das Pergamonmuseum in Berlin u.a.}. Von Alessa Schmelzer erschienen bislang ein historischer Jugendroman, verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien sowie wissenschaftliche Artikel. Ihre Spezialgebiete sind die frühe römische Kaiserzeit sowie deutsche Geschichte von 1900 bis 1949.
18 Minuten
Warum uns Besitztümer von Heiligen oder Unheiligen magisch anziehen – Kolumne von Dirk Kaesler & Stefanie von Wietersheim
Unter der Überschrift „Rätsel des Lebens“ schreiben wir jeden Monat in unserer Kolumne darüber, was uns in der aktuellen Gesellschaft als erstaunlich, rätselhaft, aufsehenerregend oder amüsant erscheint.
Rätsel des Lebens. Warum, um Gottes Willen, haben wir uns insgesamt 50 Folgen der Netflix-Serie „The Crown“ angesehen, von denen jede 58 Minuten dauert? Die Windsor-Story in Einzelhappen über Monate genossen oder als Binge Watching reingezogen – und dabei gefiebert, gelacht, geweint und schließlich getrauert, als alles vorerst vorbei war? …
Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984 bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts- und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft veröffentlichter Band “Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise”.
2009 bis 2014 sind in “literaturkritik.de” regelmäßig seine Glossen “Abstimmungen mit der Welt” erschienen.
Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.
Unter der Überschrift „Rätsel des Lebens“ schreiben wir jeden Monat in unserer Kolumne darüber, was uns in der aktuellen Gesellschaft als erstaunlich, rätselhaft, aufsehenerregend oder amüsant erscheint.
Rätsel des Lebens. Warum, um Gottes Willen, haben wir uns insgesamt 50 Folgen der Netflix-Serie „The Crown“ angesehen, von denen jede 58 Minuten dauert? Die Windsor-Story in Einzelhappen über Monate genossen oder als Binge Watching reingezogen – und dabei gefiebert, gelacht, geweint und schließlich getrauert, als alles vorerst vorbei war? …
Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984 bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts- und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft veröffentlichter Band “Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise”.
2009 bis 2014 sind in “literaturkritik.de” regelmäßig seine Glossen “Abstimmungen mit der Welt” erschienen.
Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.
5 Minuten
Sandra Hoffmann
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Schönheit”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Schönheit”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
6 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf dieser Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.
Iris Janda
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
Iris Janda
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
1 Stunde 37 Minuten
Eine (Zeit-)Reise in die Welt der Urzeitriesen
Dinosaurier. Vollkommen zurecht löst keine andere Tiergruppe eine ähnliche Faszination aus – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. In diesem Buch erzählt der Paläobiologe Armin Schmitt aus erster Hand von neuesten Forschungsergebnissen zu den Urzeitriesen, von spektakulären Expeditionen und überraschenden Funden. Er berichtet von populären Dinosauriern wie dem Tyrannosaurus rex, dem Liebling aller Dino-Fans, aber auch von weniger bekannten wie dem Keulenschwanzsaurier Borealopelta, der den Spitznamen »Dornröschen« trägt, weil das Fossil so gut erhalten ist, dass es aussieht als würde das Tier lediglich schlafen.
Ein Lesevergnügen für alle, die sich für die größten Landlebewesen interessieren, die jemals unsere Erde bewohnten.
Armin Schmitt, Jahrgang 1972, ist, seit er fünf Jahre alt war, fasziniert von Dinosauriern. Also studierte er Paläontologie u.a. in Bonn. Während dieser Zeit arbeitete er bereits als Sammlungsverwalter im Goldfußmuseum der Universität. Heute ist er Wirbeltierpaläontologe und Forschungsassistent am Geowissenschaftlichen Institut der Universität Oxford sowie Doktorand an der Universität Cambridge. Außerdem hat er für National Geographic über seine Forschung geschrieben und ist gefragter Experte für Dinosaurier in Fernsehen, Radio und Print.
Ben Rennen lebt in Hamburg und ist Illustrator, Designer und Eventzeichner. An der HAW Hamburg hat er einen Bachelor und Master in Illustration abgeschlossen und seitdem bei zahlreichen Buchprojekten für Verlage wie Prestel oder cbj das Handlettering und die Covergestaltung übernommen.
Dinosaurier. Vollkommen zurecht löst keine andere Tiergruppe eine ähnliche Faszination aus – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. In diesem Buch erzählt der Paläobiologe Armin Schmitt aus erster Hand von neuesten Forschungsergebnissen zu den Urzeitriesen, von spektakulären Expeditionen und überraschenden Funden. Er berichtet von populären Dinosauriern wie dem Tyrannosaurus rex, dem Liebling aller Dino-Fans, aber auch von weniger bekannten wie dem Keulenschwanzsaurier Borealopelta, der den Spitznamen »Dornröschen« trägt, weil das Fossil so gut erhalten ist, dass es aussieht als würde das Tier lediglich schlafen.
Ein Lesevergnügen für alle, die sich für die größten Landlebewesen interessieren, die jemals unsere Erde bewohnten.
Armin Schmitt, Jahrgang 1972, ist, seit er fünf Jahre alt war, fasziniert von Dinosauriern. Also studierte er Paläontologie u.a. in Bonn. Während dieser Zeit arbeitete er bereits als Sammlungsverwalter im Goldfußmuseum der Universität. Heute ist er Wirbeltierpaläontologe und Forschungsassistent am Geowissenschaftlichen Institut der Universität Oxford sowie Doktorand an der Universität Cambridge. Außerdem hat er für National Geographic über seine Forschung geschrieben und ist gefragter Experte für Dinosaurier in Fernsehen, Radio und Print.
Ben Rennen lebt in Hamburg und ist Illustrator, Designer und Eventzeichner. An der HAW Hamburg hat er einen Bachelor und Master in Illustration abgeschlossen und seitdem bei zahlreichen Buchprojekten für Verlage wie Prestel oder cbj das Handlettering und die Covergestaltung übernommen.
28 Minuten
von Claudia Dürr
16 Minuten
Die neue Ausgabe Literatur und Kritik 2023 zum Thema NEUANFÄNGE ist da: mit bekannten Rubriken, wie den KULTURBRIEFEN und BUCHREZENSIONEN, aber auch neuen Rubriken, wie KORRESPONDENZEN, WISSENSCHAFT ERZÄHLT, FUNDSTÜCK und KRITIK DER KRITIK.
Helmut Neundlinger, ist Autor und Literaturwissenschaftler und leitet das Archiv der Zeitgenossen an der Universität für Weiterbildung Krems.
Helmut Neundlinger, ist Autor und Literaturwissenschaftler und leitet das Archiv der Zeitgenossen an der Universität für Weiterbildung Krems.
9 Minuten
eine Rezension von Constanze Matthes „Es gab sie noch immer, diese Welt in ihrer erfreulichen Mittelmäßigkeit.“
Ihr Leben ist auf den ersten Blick so unaufgeregt alltäglich. Mary Perrault kümmert sich um Haus und Grundstück, um ihren Mann und die vier Kinder. Mit ihrer Familie lebt sie in der kalifornischen Provinz, im Santa Clara Valley, malerisch zwischen Bergen, Meer und Marschland und unweit von Sacramento gelegen. Ihr Haus ist ein Hort der Gastfreundschaft und Sicherheit. Doch auch die tragischen Schicksale und die großen Ereignisse der Welt machen nicht Halt vor ihrer Tür. Mit ihrem Roman „Draußen die Welt“ erzählt die amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin Janet Lewis (1899 – 1998) vom Alltag einer amerikanischen Familie sowie den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre und Anfang der 30er-Jahre. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
Ihr Leben ist auf den ersten Blick so unaufgeregt alltäglich. Mary Perrault kümmert sich um Haus und Grundstück, um ihren Mann und die vier Kinder. Mit ihrer Familie lebt sie in der kalifornischen Provinz, im Santa Clara Valley, malerisch zwischen Bergen, Meer und Marschland und unweit von Sacramento gelegen. Ihr Haus ist ein Hort der Gastfreundschaft und Sicherheit. Doch auch die tragischen Schicksale und die großen Ereignisse der Welt machen nicht Halt vor ihrer Tür. Mit ihrem Roman „Draußen die Welt“ erzählt die amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin Janet Lewis (1899 – 1998) vom Alltag einer amerikanischen Familie sowie den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre und Anfang der 30er-Jahre. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
10 Minuten
Es mag ein wenig überraschen, aber offiziell ist Wien zu über 50 Prozent grün. Zumindest am Boden. Etwa jeder zweite Quadratmeter der Bundeshauptstadt ist eine Grünfläche. Wer in einem Innenstadtbezirk wie Alsergrund oder Margareten wohnt, sieht davon allerdings nicht so viel. Was zeigt: Umweltqualität ist, ähnlich wie die Umweltbelastung, nie gleich verteilt. Für dieses Phänomen gibt es einen Begriff – Umweltungleichheit – und ein wachsendes Forschungsfeld. An der Wirtschaftsuniversität Wien forscht die Ökonomin Klara Zwickl in diesem Bereich.
Klara Zwickl ist assoziierte Professorin am Department für Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und Massachusetts. Im Rahmen ihrer Habilitation leitete Zwickl das vom Wissenschaftsfonds FWF mit 240.000 Euro geförderte Projekt „Eine empirische Analyse von Umweltungleichheit in der EU“ (2019–2022), an dem unter anderem Forschende des IIASA und des Umweltbundesamtes mitwirkten.
Den Originalbeitrag finden Sie hier
scilog – das Magazin des Wissenschaftsfonds FWF
Mit scilog wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Wissenschaft und Forschung sichtbar zu machen, indem wir über aktuelle Fragestellungen und Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung berichten.
In scilog stellen wir FWF-geförderte Projekte aus allen Wissenschaftsdisziplinen vor. Wir porträtieren die Personen des Wissenschaftsbetriebs und sprechen mit anerkannten Persönlichkeiten über Fragen zur Zukunft der Forschung sowie über Entwicklung und Innovation zum Wohle der Gesellschaft.
Klara Zwickl ist assoziierte Professorin am Department für Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und Massachusetts. Im Rahmen ihrer Habilitation leitete Zwickl das vom Wissenschaftsfonds FWF mit 240.000 Euro geförderte Projekt „Eine empirische Analyse von Umweltungleichheit in der EU“ (2019–2022), an dem unter anderem Forschende des IIASA und des Umweltbundesamtes mitwirkten.
Den Originalbeitrag finden Sie hier
scilog – das Magazin des Wissenschaftsfonds FWF
Mit scilog wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Wissenschaft und Forschung sichtbar zu machen, indem wir über aktuelle Fragestellungen und Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung berichten.
In scilog stellen wir FWF-geförderte Projekte aus allen Wissenschaftsdisziplinen vor. Wir porträtieren die Personen des Wissenschaftsbetriebs und sprechen mit anerkannten Persönlichkeiten über Fragen zur Zukunft der Forschung sowie über Entwicklung und Innovation zum Wohle der Gesellschaft.
4 Minuten
Sandra Hoffmann
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Blätterregen”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Blätterregen”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
8 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf dieser Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.
Iris Janda
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
Iris Janda
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
1 Stunde 15 Minuten
Lesung und Gespräch erfolgten als Zoom-Meeting. Wir bitten die fehlerhafte Tonqualität der Aufzeichnung zu entschuldigen.
Im 19. und 20. Jahrhundert kam es zu einem ungeheuren Wachstum der europäischen Städte. Gleichzeitig hatten die tiefgreifenden Veränderungen, welche die Moderne ausmachen, ihren Ort vorzugsweise in den Städten. Friedrich Lenger bietet in diesem Buch ein beeindruckendes Panorama der politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Geschichte der europäischen Stadt seit 1850.
Dabei sieht er weit über die Metropolen Paris, London und Berlin hinaus und nimmt die europäische Landkarte von Lissabon bis St. Petersburg und von Dublin bis Konstantinopel in den Blick. Er erforscht die politischen und wirtschaftlichen Gründe für die Verstädterung Europas, die Wandlungen der städtischen Gesellschaft und die Kultur, die in den letzten 150 Jahren in den Städten entstand. Wie zum Beispiel gingen die europäischen Gesellschaften mit den sozialen, kulturellen und ethnischen Konflikten um, die in den Städten besonders deutlich zutage traten? Und wieso waren die Städte der Ort so vieler Gewalttaten, die besonders das 20. Jahrhundert prägten? Friedrich Lenger erzählt in seinem gesamteuropäisch angelegten Opus magnum die Geschichte der Moderne aus einer neuen Perspektive.
Friedrich Lenger ist Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Gießen. 2015 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.
Im 19. und 20. Jahrhundert kam es zu einem ungeheuren Wachstum der europäischen Städte. Gleichzeitig hatten die tiefgreifenden Veränderungen, welche die Moderne ausmachen, ihren Ort vorzugsweise in den Städten. Friedrich Lenger bietet in diesem Buch ein beeindruckendes Panorama der politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Geschichte der europäischen Stadt seit 1850.
Dabei sieht er weit über die Metropolen Paris, London und Berlin hinaus und nimmt die europäische Landkarte von Lissabon bis St. Petersburg und von Dublin bis Konstantinopel in den Blick. Er erforscht die politischen und wirtschaftlichen Gründe für die Verstädterung Europas, die Wandlungen der städtischen Gesellschaft und die Kultur, die in den letzten 150 Jahren in den Städten entstand. Wie zum Beispiel gingen die europäischen Gesellschaften mit den sozialen, kulturellen und ethnischen Konflikten um, die in den Städten besonders deutlich zutage traten? Und wieso waren die Städte der Ort so vieler Gewalttaten, die besonders das 20. Jahrhundert prägten? Friedrich Lenger erzählt in seinem gesamteuropäisch angelegten Opus magnum die Geschichte der Moderne aus einer neuen Perspektive.
Friedrich Lenger ist Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Gießen. 2015 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.