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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
31 Minuten
Aus seinem Buch „Lachen, Leben, Sterben“ liest Uwe Kullnick, die Geschichte einer ersten Reise nach China, ins Land der Mitte, der Weisheit und der Möglichkeiten unter dem Motto: „Reisen ist auch eine Art Wahnsinn.“ Die achtzehn Erzählungen aus fünf Kontinenten zeigen Menschen und Schicksale, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Sie erzählen, was sich in einem Reisenden an Erlebnissen, Beobachtungen, Szenen, kleinen und kleinsten Splittern in bekannten und exotischen Ländern entzünden kann. Manchmal sind es schlimme, oft schöne Gedanken die hier literarische Gestalt annehmen. Immer sind sie ein Stück des Lebens mit seinem – Lachen – Leben und Sterben.

Es liest der Autor.

Uwe Kullnick ist Naturwissenschaftler mit Leib und Seele. Er arbeitete in der strategischen Unternehmensleitung und war Senior Manager eines internationalen Konzerns und zuständig für 150 Länder. Seine akademischen Schwerpunkte als Dr. rer. nat. sind Biologie (Zoologie), Neurophysiologie und Sexualpsychologie. Manchmal ist er ein kompromissloser Biologist, wenn ihm jemand erzählen will, wie essenziell der Erhalt einer bestimmten Froschart ist, oder er ist analytisch bis zum Bersten seiner Diskussionspartner und ihm ist obendrein nichts Sexuelles zu fremd, um ihn noch staunen zu lassen. Heute ist er freier Autor und publiziert, Bücher, Hörbücher, Essays, Erzählungen, Kurzgeschichten, Podcasts. Uwe Kullnick ist Gründer und Intendant des Literatur Radio Hörbahn und der Histothek.
39 Minuten
Es ist sicher nicht übertrieben, wenn man konstatiert, dass die Forschung zur christlichen und insbesondere katholischen Literatur eingeschlafen ist. Überblickt man die literaturwissenschaftliche Forschungsgeschichte der letzten Jahrzehnte, so fällt auf, dass es kaum großangelegte Versuche gibt, die Spezifik von katholischer Literatur zu benennen.

Diese internationale literatur- und medienwissenschaftliche Tagung stellt die Frage nach der katholischen Literatur und ihren Medien heute neu: Wo finden sich christliche/katholische Spuren in der Gegenwartsliteratur bis zum Aufkommen des Trends des neuen Geheimnisvollen, von Serien wie The Young Pope bis zum Magiediskurs in Game of Thrones? Was passiert, wenn man den Renouveau catholique zwar historisch fasst und untersucht, aber seine Überlegungen auch auf das 21. Jahrhundert projiziert?

Prof. Dr. Jan-Heiner Tück ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte, Universität Wien
1 Stunde 29 Minuten
Der ehemalige Starfotograf Joseph Wasserstein und der Tänzer Hakim Elvedin wohnen Garten an Garten am Rande Wiens. Sie erhalten eines Tages Besuch von Julia, die erfahren hat, dass Joseph Wasserstein ihr leiblicher Vater sein könnte. Unter dem Vorwand, an einer Publikation über den Fotografen zu arbeiten, verbringt sie einen Sommer bei den skurrilen alten Männern, die ihr langsam zur Familie werden.

Eines Abends aber ist alles nicht wie sonst und in Folge hält ein nie dagewesenes überirdisches Ereignis die ganze Welt wochenlang in Atem. Auch die drei stehen im Bann des Unbekannten und ahnen nach und nach, dass es im Universum mehr geben muss, als der Menschheit begreifbar ist.

Thomas Sautners neuer Roman über das Altwerden und das Altsein, über ewig währende Kindheit und den absurd schönen Sinn des Lebens.

Thomas Sautner, Thomas Sautner, 1970 in Gmünd geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, sowie in Wien. Neben zahlreichen Erzählungen erschienen von ihm u.a. die Romane „Fuchserde“, “Fremdes Land“, „Die Älteste“, “Das Mädchen an der Grenze”, “Großmutters Haus”, “Die Erfindung der Welt” und jüngst “Nur zwei alte Männer”
26 Minuten
Unter der Überschrift „Rätsel des Lebens“ schreiben wir jeden Monat in unserer Kolumne darüber, was uns in der aktuellen Gesellschaft als erstaunlich, rätselhaft, aufsehenerregend oder amüsant erscheint.

Rätsel des Lebens. Warum, um Gottes Willen, haben wir uns insgesamt 50 Folgen der Netflix-Serie „The Crown“ angesehen, von denen jede 58 Minuten dauert? Die Windsor-Story in Einzelhappen über Monate genossen oder als Binge Watching reingezogen – und dabei gefiebert, gelacht, geweint und schließlich getrauert, als alles vorerst vorbei war? …

Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984 bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts- und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft veröffentlichter Band “Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise”.

2009 bis 2014 sind in “literaturkritik.de” regelmäßig seine Glossen “Abstimmungen mit  der Welt” erschienen.

Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.
4 Minuten
Das Herz des Orients gewinnen! Armenier, Eziden und Kurden bei Karl May und wie sie sich selbst sehen. Eine kulturhistorische Ausstellung von Dr. Thomas Kramer

(Hördauer 08 Minuten)

Die Ausstellung läuft vom 23. September 2023 – 07. Januar 2024 in der ZITADELLE SPANDAU, Berlin 

Kuratiert von Dr. Thomas Kramer

(Aktuelle Publikation: Karl May im Kreuzfeuer, 2023, 168 Seiten, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig)
10 Minuten
Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein.
6 Minuten
„Ich habe tatsächlich auch immer so eine Art fiktiven Thomas Bernhard vor mir gehabt. Am ehesten noch den aus der ,Ursache‘, wo er über Salzburg und den Nationalsozialismus und so weiter schimpft“, hat der 51-jährige Schriftsteller Michael Stavarič über seinen neuen Roman Das Phantom und die Hauptfigur Thom erklärt. …

Von Peter Mohr
6 Minuten
Sandra Hoffmann

DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben

im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn

DRAUSSEN – “Regeneration im Licht der Natur”, gesprochen von der Autorin

In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.

Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!

Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.

Buchveröffentlichungen:

schwimmen gegen blond, eine Erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002

Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004

Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008

Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012

Paula, Hanser Berlin, 2017

Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
7 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf dieser Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.

Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach  Identität – und findet sie in ihren Texten.

Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek. 

Hinweis: 

Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.

Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
8 Minuten
eine Rezension von Constanze Matthes

Das Meer – gefühlt unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2023 und begeben uns auf eine unglaubliche Reise. Eine Tour um die Welt in 80 Tagen – unter Wasser. Wir brauchen keine Taucher-Ausrüstung anzulegen, kein Flugzeug zu besteigen, um nahe wie ferne Orte zu bereisen. Wir brauchen nur dieses eine Buch: Helen Scales‘ faszinierender weil lehrreicher und wunderbar illustrierter Band „In 80 Meerestieren um die Welt“. …

Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?

Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
1 Stunde 29 Minuten
Lesung und Gespräch erfolgten als Zoom-Meeting. Wir bitten die fehlerhafte Tonqualität der Aufzeichnung zu entschuldigen. 

Gedichte mit Wurzeln in 21 Ländern Ost- und Südost-Europas haben Ralf-Rainer Rygulla und Marco Sagurna zusammengetragen – das ist Lyrik von insgesamt 93 DichterInnen und ihren ÜbersetzerInnen: Albanien, Abchasien, Belarus, Bosnien und Herzegovina, Bulgarien, Georgien, Kroatien, Lettland, Mazedonien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Zypern. Und es sind durchgängig sehr anders geartete dichterische Stimmen als diejenigen, die wir aktuell als »Kanon« der deutschsprachigen Dichtung kennen können: »Die Wertschätzung für Osteuropa in Deutschland ist mehr als ausbaufähig; das Verhältnis zu diesen Ländern überheblich«, sagt Marco Sagurna: »Die Poesie kann da helfen. Viele hiesige LyrikerInnen übersetzen und nachdichten ihn vortrefflich, diesen Osten. Viel von der bewundernswerten Poesie made in Germany allerdings kann vor lauter Ästhetik und Tiefe doch kaum mehr laufen. Wirkliche Kraft spüre ich in der Poesie Ost. Es sind Texte, die gebraucht werden; keine NiceToHaves.«

Den Band gibt Marco Sagurna zusammen mit Ralf-Rainer Rygulla heraus.

Pressestimmen

Ralf-Rainer Rygulla, (im Foto links bei der Arbeit), geboren 1943 in Laurahütte bei Kattowitz; Leben dortselbst, in Höxter/ Weser, Essen, London, Köln und seit 1970 in Frankfurt am Main. Lehre zum Buchhändler, Studium an der Pädagogischen Hochschule Köln, DJ, Diskothekenbetreiber, Musiker (»Moltostuhl«), Texter (»Die Qual der Belgier«), Übersetzer und Lektor (März Verlag und Rowohlt Verlag), Herausgeber des »Gummibaum – Hauszeitschrift für neue Dichtung« (1969-1970) und literarischer Anthologien: »FUCK YOU, Underground Poems« (1967) und zusammen mit Rolf Dieter Brinkmann »ACID – Neue amerikanische Szene« (1969).

Marco Sagurna, (im Foto rechts), geboren 1961 in Wiesbaden; Leben in Frankfurt am Main, Vechta, Angers, Oldenburg und in Hannover. Studium der Germanistik, Kunst, Psychologie sowie Kulturmanagement, Redakteur an Tageszeitungen, Pressesprecher, Gastdozent (Maharaja Sayajirao University of Baroda), Texter & Sanges-Stimme (»Sodom & Gomorrha« sowie »tonale kohorte«), Multimedia-Förderer an Schulen, Korrektor, Volontär (Suhrkamp Theaterverlag), Theater-Kritiker, Literatur-Verleger, Autor von Geschichten, Gedichten, Feuilletons und Berichten in Zeitschriften, Zeitungen, Büchern, Rundfunk und Internet, Herausgeber. (Mit)Herausgeber der Literaturzeitschriften GRÖSSENWAHN (1986-1990) und EISWASSER (1996- 2002) sowie zusammen mit Gunter Geduldig von too much – das lange Leben des Rolf Dieter Brinkmann (1994), MINIMAL – Gedichte (2019); Roman: WARMIA (überarbeitete Neuauflage 2022, erste Fassung 2018); MINIMAL gedichte: einfache auch in FARBE (2022). Internet: http://www.marcosagurna.de. – Frisch auf YouTube: Gedichte ÜberKunst (2021).

Axel Dielmann, hat als Herausgeber Bücher sowie Zeitschriften betreut, beispielsweise »Hessen wird 50« oder von 2000 bis 2005 »Listen. Rezensionszeitschrift« und vor allem 1982 bis 1996 die Zeitschrift für Literatur »SCHRiTTE«, die 2017 ihren Relaunch erlebt hat und wieder erscheint. – Eine schöne Arbeit, in der man Themen setzen und Autoren und andere Kreative zusammenbringen kann.
14 Minuten
Bearbeitung als Radio Book:

Sprecher: Steven Lundström

Cut und Spezialeffekte: Jupp Stepprath

Regie: Uwe Kullnick

Ingo Cesaro, lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker und Galerist in Kronach.

Über 300 Einzelveröffentlichungen und Mitarbeit an unzähligen Anthologien und Sammelbänden. Ich habe 180 Editionen, teilweise mit Originalgrafik herausgegeben. Enge Zusammenarbeit mit Malern und Grafikern, die sich in Küsntlerbüchern, bibliophilen Editionen, Pop up poetry art, Buch- Objekten und Einzelblattdrucken und Ausstellungen “Buch an der Wand” niederschlug. Enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern. Tingeln mit “Japp & Texte”; “Saxophon und Lyrik”; “Vertanzte Gedichte” und Minimalmusik & Dreiezeiler. Als Galerist fast 30 Ausstellungen mit Grafiken von Günter Grass, bis nach Süd-Ungarn, organisiert. Dazu auch Ausstellungen von Gottfried Wiegand, Christoph Meckel, Eberhard  Schlotter, Wilhelm Schramm und Brother in Art und vielen anderen. Gründet den Verein “Regionale Kunstförderung Kronach e. V. und deren 1. Vorsitzende. Z. B. im moment “Cesaros temporäre Galerie im Impfzentrum Kronach” mit über 140 Arbeiten von über dreißige Künstlerinnen und Künstler. Startet die “Cranach City ART Galerie. Organisiert internationale Kunst-Projekte, z. B. Intern. Lucas-Cranach- Preis; Intern. Vogelscheuchen-Wettbewerb; intern. Kunstprojekt “HolzART”, bisher 22 x; Mitwitzer-Künstler-Markt 15 x; Kunstmesse “ARTkronach” 37 x Intern. mail-art-Projekte(selbst als mail-art-artist intern. mit typografischen Arbeiten unterwegs). Organisiert intern. Literatur-Projekte z. B. ” Kronach/Bayern – Hauptstadt der Poesie – tausend Gedichte für eine Stadt”, “900 Jahre Schwabach – und kein bisschen alt”. Organisiert nachhaltige Literatur-Projekte immer verbunden mit einer Setz- und Druckwerkstatt “wie zu Gutenbergs Zeiten” (mit der einzigen “mobilen” Handpresse im deutschsprachigen Raum) an Schulen und Universistäten im In- und Ausland. Mitglied: VS (ver.di); die KOGGE, Deutschschweizer P.E.N.; Deutsche Haiku-Gesellschaft; regensburger Schriftsteller Gruppe Intern. RSGI (deren Vize seit 1998); Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik GZL.

in Kronach: Botschafter, Stiftungsrat der Bürgerstiftung “Historisches Kronach”; Mitglied im Gremium “Kronacher Sommer” und “Kreiskulturring” Mitglied im Arbeitskreis “Lucas Cranach”.
1 Stunde 13 Minuten
Seit der Antike lässt sich der Mensch von der Giraffe immer wieder aufs Neue in Erstaunen versetzen: als Mythos in der Fantasie mittelalterlicher Gelehrter, als Exotin in Zoos und Tiergärten der Romantik und als Bewohnerin der afrikanischen Savanne, deren Lebensraum und Fortbestand heute akut bedroht sind. Der arabische Begriff »Zarafa«, die Liebliche, beschreibt ihren Charakter treffend, und der Mensch kann nicht anders, als zu ihr aufzuschauen. Alexander Kluy spürt der Kulturgeschichte dieses außerordentlichen Lebewesens nach. Er erzählt, wie die Beschreibungen der Antike die Vorstellungen eines mythischen Wesens formten, wie die ersten Exemplare ihren mühsamen Weg in europäische Menagerien fanden und wie die Giraffe bis heute in Gemälden, in der Literatur, im Film und in der Street Art Zeugnis ihrer Einzigartigkeit ablegt. 

Giraffe, Arabisch »Zarafa«, »Zurafa« oder »Sarafa«, zu Deutsch: die Liebliche Die Giraffe ist das höchste landlebende Tier der Welt. Sie kann bis zu 35 km/h laufen und im Stehen schlafen; sie muss nur alle paar Tage Wasser trinken, aber jeden Tag fast 45 kg Trockenfutter fressen. Seit einigen Jahren ist das freundliche Tier mit den langen Beinen und dem schicken Fell vom Aussterben bedroht.

Alexander Kluys,  geboren 1966, lebt als Autor, Journalist und Herausgeber in München. Er schreibt regelmäßig u. a. für Standard, Buchkultur und Psychologie Heute. Als Autor veröffentlichte er zuletzt u. a. »E.T.A. Hoffmann. 100 Seiten« (Reclam). In der Edition Atelier hat er u. a. »Nacht und Hoffnungslichter« von Joseph Roth sowie Dorothea Zeemanns Roman »Das Rapportbuch« herausgegeben. Als Autor veröffentlichte er eine Kulturgeschichte des Eiffelturms, eine Biografie von Joachim Ringelnatz sowie mehrere literarische Anthologien.
12 Minuten
Literatur Radio Hörbahn stellt das Buch in besonderer Weise vor. Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen. Formal ist es chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden jeweils am Anfang eines Monats die Ereignisse des entsprechenden Monats vor 100 Jahren vorstellen.

Wir haben dafür wunderbare Sprecher gefunden, denen es ein Anliegen war, die Ereignisse dieses, für Deutschland und die Welt so wichtigen, Jahres, nach dem Buch von Christian Bommarius in Auszügen zu vertonen. 

Es lesen:

Matthias  Pöhlmann: Januar-April 1923

Steven Lundström: Mai-August 1923

NN September-Dezember 1923

Uwe Kullnick: Einleitungen der Monate Januar-Dezember 1923

DAS TURBULENTESTE UND SPANNENDSTE JAHR DER WEIMARER REPUBLIK

1923 ist das Jahr der Hyperinflation, in der Angestellte die Geldscheine eines Wochenlohns mit der Schubkarre transportierten. 1923 ist das Jahr der Besetzung des Ruhrgebiets und einer heftigen Streikwelle. 1923 ist das Jahr von blutig niedergeschlagenen kommunistischen und nationalsozialistischen Aufstandsversuchen. Und es ist das Jahr radikaler Gegensätze zwischen bitterer Armut einerseits und einer orchideenhaft blühenden Unterhaltungskultur.

1923 ist in seiner Ambivalenz das Ende der Nachkriegszeit und der Auftakt zu den Goldenen Zwanzigerjahren der Weimarer Republik.

Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen.
5 Minuten
Sandra Hoffmann

DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben

im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn

DRAUSSEN – “Kindersommer”, gesprochen von der Autorin

In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.

Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!

Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.

Buchveröffentlichungen:

schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002

Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004

Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008

Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012

Paula, Hanser Berlin, 2017

Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019