Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
19 Minuten
Gabriele Leucht und Marcus Weible stellen Werke aus verschiedenen Literaturgattungen und ihre musikdramaturgische Umsetzung in der Welt der Oper vor.
Ich hörte Hans Pfitzners musikalische Legende „Palestrina“ dreimal bisher, und merkwürdig rasch und leicht ist mir das spröde und kühne Projekt zum vertrauten Besitz geworden. Dies Werk, etwas Letztes und mit Bewusstsein Letztes aus der schopenhauerisch – wagnerischen, der romantischen Sphäre, mit seinen dürerischen – faustischen Wesenszügen, seiner Mischung aus Musik, Pessimismus und Humor (…)“
(Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen“, 1918)
Hans Pfitzner (* 05.05.1869 – 22.05.1949)
Der in Moskau geborene Hans Pfitzner entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Dirigenten, Lehrer und Komponisten des 20. Jahrhunderts. Musikalisch stand er den Frühromantikern nahe, gelangte aber zu einer sehr individuellen, charaktervollen Tonsprache. Politisch ist Hans Pfitzner nicht unumstritten. Durch alle seine Schriften zieht sich die Sorge um die Verfallserscheinungen in der Musik, die er „Futuristengefahr“ nennt. Hans Pfitzner schrieb Opern, Chor-, Orchester- und Kammermusikwerke. Sein ausgedehntes literarisches Werk umfasst mehrere Bände.
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war 15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern – Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”
Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München, Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avvocatessa der Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber, Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik: Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne meine Berge.
Ich hörte Hans Pfitzners musikalische Legende „Palestrina“ dreimal bisher, und merkwürdig rasch und leicht ist mir das spröde und kühne Projekt zum vertrauten Besitz geworden. Dies Werk, etwas Letztes und mit Bewusstsein Letztes aus der schopenhauerisch – wagnerischen, der romantischen Sphäre, mit seinen dürerischen – faustischen Wesenszügen, seiner Mischung aus Musik, Pessimismus und Humor (…)“
(Thomas Mann, Betrachtungen eines Unpolitischen“, 1918)
Hans Pfitzner (* 05.05.1869 – 22.05.1949)
Der in Moskau geborene Hans Pfitzner entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Dirigenten, Lehrer und Komponisten des 20. Jahrhunderts. Musikalisch stand er den Frühromantikern nahe, gelangte aber zu einer sehr individuellen, charaktervollen Tonsprache. Politisch ist Hans Pfitzner nicht unumstritten. Durch alle seine Schriften zieht sich die Sorge um die Verfallserscheinungen in der Musik, die er „Futuristengefahr“ nennt. Hans Pfitzner schrieb Opern, Chor-, Orchester- und Kammermusikwerke. Sein ausgedehntes literarisches Werk umfasst mehrere Bände.
Marcus Weible, geboren 1968 in München. Nach Abitur und Bundeswehr habe ich Geschichte und Rechtswissenschaften in Erlangen und Würzburg studiert. Ich war 15 Jahre als Rechtsanwalt und juristischer Repetitor bei Kern – Nordbayern tätig. In dieser Zeit bereitete ich bundesweit zahlreiche Studenten und Referendare auf das Erste und Zweite Juristische Staatsexamen vor. Mittlerweile lebe ich in Regensburg und gehe dort dem Anwaltsberuf mit Schwerpunkt im Verwaltungsrecht nach. Neben meinem Hobby Geschichte, sind und waren SF und Fantasy meine große Leidenschaft. Ich bin Mitglied des Münchner Fankreises „Die Phantasten“ und betätige mich auf mehreren Literaturseiten als Autor und Rezensent.”
Gabriele Leucht, geboren: 1981 in München, Ausbildung: von den alten Sprachen bis zur Avvocatessa der Juristerei in Rosenheim, Birmingham, Maryland, Neapel, Straßburg und München. Interessen: Kunst, je abstrakter desto lieber, Literatur, besonders Romane und Dramen, Opern-Musik, fürs Herz italienisch, für den Rest auch alles andere, Politik: Grundgesetz-Fanatikerin, Antirassistin u.v.m., Sport: nicht ohne meine Berge.
8 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf ihrer Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.
Alexander Wachter wurde 1994 in Feldkirch geboren. Der Österreich-Import der Prosathek verdiente unter anderem bereits als Steinmetz, Pfleger, Bibliothekar, Kellner, Social-Media Manager und Technischer Redakteur seine Brötchen.
Die Konstante in seinem Leben ist das Schreiben. In seinen Geschichten fließen alle seine Erlebnisse und Interessen zusammen. Von einem Harry-Potter-Wahn in jungen Jahren losgetreten, genießt er es jeher, Charakteren und Welten mit seinen Worten Leben einzuhauchen.
So las und moderierte er bereits auf Bühnen in Bayern und Österreich. Seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden u.a. in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht.
Hinweis:
„Ich stellte mir vor, wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden – die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“
Seine Liebe zu Aurora und der Kummer, der damit seinen Anfang nimmt, ist für Luca unerträglich. Er tröstet sich mit unzähligen neuen Bekanntschaften und lernt dabei Frauen und Männer kennen, die allerdings die Sehnsucht nach Aurora eher noch verstärken. Er genießt die Aufmerksamkeit und Zuneigung all dieser Menschen, denen er begegnet und verletzt sie mit seiner Zurückweisung. Im Laufe dieser Erfahrungen kommt er sich jedoch selbst immer näher. Schließlich weiß er, was Glück für ihn bedeutet.
Alexander Wachter wurde 1994 in Feldkirch geboren. Der Österreich-Import der Prosathek verdiente unter anderem bereits als Steinmetz, Pfleger, Bibliothekar, Kellner, Social-Media Manager und Technischer Redakteur seine Brötchen.
Die Konstante in seinem Leben ist das Schreiben. In seinen Geschichten fließen alle seine Erlebnisse und Interessen zusammen. Von einem Harry-Potter-Wahn in jungen Jahren losgetreten, genießt er es jeher, Charakteren und Welten mit seinen Worten Leben einzuhauchen.
So las und moderierte er bereits auf Bühnen in Bayern und Österreich. Seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden u.a. in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht.
Hinweis:
„Ich stellte mir vor, wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden – die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“
Seine Liebe zu Aurora und der Kummer, der damit seinen Anfang nimmt, ist für Luca unerträglich. Er tröstet sich mit unzähligen neuen Bekanntschaften und lernt dabei Frauen und Männer kennen, die allerdings die Sehnsucht nach Aurora eher noch verstärken. Er genießt die Aufmerksamkeit und Zuneigung all dieser Menschen, denen er begegnet und verletzt sie mit seiner Zurückweisung. Im Laufe dieser Erfahrungen kommt er sich jedoch selbst immer näher. Schließlich weiß er, was Glück für ihn bedeutet.
3 Minuten
Sandra Hoffmann
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Glasiges Leuchten”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine Erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Glasiges Leuchten”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine Erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
5 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf dieser Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
Lydia Wünsch (Prosathek) ist Die Autorin und Journalistin. Sie lebt zwischen den Kulturen. Als 1984 in München geborene Halbitalienerin sucht sie nach Identität – und findet sie in ihren Texten.
Während ihres Studiums der Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründete Lydia mit einigen Mitstudenten die Autorengruppe Prosathek.
Hinweis:
Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.
Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debut eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.
29 Minuten
HitlerwetterTillmann BendikowskiEinleitung
+ Versprechen einer guten Zeit – August 1939:21. Juli 1939
Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in besonderer Weise vor. Können die Menschen in einer Diktatur tatsächlich glücklich an einem Badestrand liegen? Frisch verliebt durch die Straßen schlendern, in ein Café oder ins Kino gehen? Können sie ausgelassen tanzen, lachen und zufrieden sein? Fußball spielen und in den Urlaub fahren, eine Familie gründen und ihre Zukunft planen? Solche Vorstellungen scheinen auf den ersten Blick nicht zu unserem Bild vom »Dritten Reich« zu passen.
Formal ist das Buch chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 15. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 15. Dezember 2023 mit dem Dezember 1939.
Sprecher:
Uwe Kullnick
Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe “DAS! historisch” Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39«
+ Versprechen einer guten Zeit – August 1939:21. Juli 1939
Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in besonderer Weise vor. Können die Menschen in einer Diktatur tatsächlich glücklich an einem Badestrand liegen? Frisch verliebt durch die Straßen schlendern, in ein Café oder ins Kino gehen? Können sie ausgelassen tanzen, lachen und zufrieden sein? Fußball spielen und in den Urlaub fahren, eine Familie gründen und ihre Zukunft planen? Solche Vorstellungen scheinen auf den ersten Blick nicht zu unserem Bild vom »Dritten Reich« zu passen.
Formal ist das Buch chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 15. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 15. Dezember 2023 mit dem Dezember 1939.
Sprecher:
Uwe Kullnick
Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe “DAS! historisch” Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39«
34 Minuten
Es ist sicher nicht übertrieben, wenn man konstatiert, dass die Forschung zur christlichen und insbesondere katholischen Literatur eingeschlafen ist. Überblickt man die literaturwissenschaftliche Forschungsgeschichte der letzten Jahrzehnte, so fällt auf, dass es kaum großangelegte Versuche gibt, die Spezifik von katholischer Literatur zu benennen.
Diese internationale literatur- und medienwissenschaftliche Tagung stellt die Frage nach der katholischen Literatur und ihren Medien heute neu: Wo finden sich christliche/katholische Spuren in der Gegenwartsliteratur bis zum Aufkommen des Trends des neuen Geheimnisvollen, von Serien wie The Young Pope bis zum Magiediskurs in Game of Thrones? Was passiert, wenn man den Renouveau catholique zwar historisch fasst und untersucht, aber seine Überlegungen auch auf das 21. Jahrhundert projiziert?
Prof. Dr. Claudia Stockinger ist Professorin für Neuere deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin
Diese internationale literatur- und medienwissenschaftliche Tagung stellt die Frage nach der katholischen Literatur und ihren Medien heute neu: Wo finden sich christliche/katholische Spuren in der Gegenwartsliteratur bis zum Aufkommen des Trends des neuen Geheimnisvollen, von Serien wie The Young Pope bis zum Magiediskurs in Game of Thrones? Was passiert, wenn man den Renouveau catholique zwar historisch fasst und untersucht, aber seine Überlegungen auch auf das 21. Jahrhundert projiziert?
Prof. Dr. Claudia Stockinger ist Professorin für Neuere deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin
1 Stunde 38 Minuten
In Welten parallel versammelt die Theater-Edition Schultz & Schirm sieben aktuelle Stücke von Katja Ladynskaya, unter anderem eine Neufassung der Antigone, die im September 2022 uraufgeführt wird. Die Autorin beschäftigt sich in ihren Stücken mit der Sinnsuche der Menschen, dem Selbst- und Fremdbild in Coronazeiten und den Folgen von Rollenzuschreibungen für junge Menschen. Mit viel schwarzem Humor beschreibt sie Ängste und Träume einer sich schnell entwickelnden Gesellschaft in der realen sowie virtuellen Welt. Die russische Autorin, die seit 2011 im deutschsprachigen Europa lebt und arbeitet, schreibt seit 2013 auf Deutsch. Ladynskaya ist Teil der russischen Antikriegsbewegung und gründete im März 2022 eine Russisch-Ukrainische Friedensbewegung. Im Band enthaltene Stücke: Projections of Lulu, Heaven GmbH, @tod.official, //, Blut und Spirit, Momentum Ich, Antigone.
Katja Ladysnskaya, geb. 1994 in St. Petersburg, Regisseurin, Autorin, Performerin und bildende Künstlerin, Inszenierungen in Coburg, München, Regensburg, Nürnberg, Fürth, Linz, Stuttgart, Hanover, Maßbach, Schweinfurt, Baden-Baden und Bremerhaven, Friedensaktivistin; Begründerin einer Russisch-Ukrainischen Friedensbewegung, Vorträge in München und Regensburg, kam 2011 nach Deutschland, Abschluss BWL in München an der LMU, Schauspielausbildung in München, Improvisationskurse für Kinder, freie Regieassistenz in München, 2017 Teilnahme am Projekt Gratwanderung mit Gemälde und Gedicht.
Katja wurde in den letzten Jahren mehrmals für ihr Schaffen ausgezeichnet: mit einem Förderpreis der Freunde der ADK für außergewöhnliche künstlerische Leistungen, mit Prof. Dr. Neumüller-Stipendium, mit den Stipendien von bayern innovativ und GVL, und mit dem Stipendium für junge Dramatiker:innen der Deutschen Literaturfonds.
In der Spielzeit 2020/2021 brachte sie ihre Abschlussinszenierung Harper Regan nach Simon Stephens, die zuvor bereits als einstündiger Film in Regensburg Premiere feierte, in der Kunsthalle Baden-Baden im Rahmen des Festivals Conditions Of A Necessity auf die Bühne. Es folgte eine performative Lesung ihres selbstgeschrieben Stückes Heaven GmbH am Gostner Hoftheater in Nürnberg, eine Inszenierung des Klassenzimmerstücks Momentum Ich frei nach Goethes Faust und Schnitzlers Leutnant Gustl am Stadttheater Fürth und eine performative Lesung Ich lege mich hin und sterbe! in der Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg, EBW Regensburg, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Bund der Antifaschist*innen.
In der Spielzeit 2021/2022 konzipierte Katja Die Eumeniden am Stadttheater Bremerhaven. Es fand zudem die Wiederaufnahme von Ich lege mich hin und sterbe! in Regensburg statt, gefolgt von der szenischen Lesung Weder Herbst, noch Besuche.
In der Spielzeit 2022/2023 inszenierte Katja Antigone am Theater Phönix Linz, Die weiße Rose am Stadttheater Fürth, Meine Sprachwelten in Hannover, Bromance am Theater Schloss Maßbach und Theater der Stadt Schweinfurt und der thermale widerstand am Landestheater Coburg. Die Performance Krieg und Frieden in Regensburger Neupfarrkirche steht noch an. Zudem brachte Katja 2022 ihr Buch Welten Parallel beim Theaterverlag Schultz & Schirm raus, wo sieben ihrer Theaterstücke abgedruckt sind, und veröffentlichte 2023 ihr achtes Theaterstück Die weiße Rose.
Katja Ladysnskaya, geb. 1994 in St. Petersburg, Regisseurin, Autorin, Performerin und bildende Künstlerin, Inszenierungen in Coburg, München, Regensburg, Nürnberg, Fürth, Linz, Stuttgart, Hanover, Maßbach, Schweinfurt, Baden-Baden und Bremerhaven, Friedensaktivistin; Begründerin einer Russisch-Ukrainischen Friedensbewegung, Vorträge in München und Regensburg, kam 2011 nach Deutschland, Abschluss BWL in München an der LMU, Schauspielausbildung in München, Improvisationskurse für Kinder, freie Regieassistenz in München, 2017 Teilnahme am Projekt Gratwanderung mit Gemälde und Gedicht.
Katja wurde in den letzten Jahren mehrmals für ihr Schaffen ausgezeichnet: mit einem Förderpreis der Freunde der ADK für außergewöhnliche künstlerische Leistungen, mit Prof. Dr. Neumüller-Stipendium, mit den Stipendien von bayern innovativ und GVL, und mit dem Stipendium für junge Dramatiker:innen der Deutschen Literaturfonds.
In der Spielzeit 2020/2021 brachte sie ihre Abschlussinszenierung Harper Regan nach Simon Stephens, die zuvor bereits als einstündiger Film in Regensburg Premiere feierte, in der Kunsthalle Baden-Baden im Rahmen des Festivals Conditions Of A Necessity auf die Bühne. Es folgte eine performative Lesung ihres selbstgeschrieben Stückes Heaven GmbH am Gostner Hoftheater in Nürnberg, eine Inszenierung des Klassenzimmerstücks Momentum Ich frei nach Goethes Faust und Schnitzlers Leutnant Gustl am Stadttheater Fürth und eine performative Lesung Ich lege mich hin und sterbe! in der Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg, EBW Regensburg, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Bund der Antifaschist*innen.
In der Spielzeit 2021/2022 konzipierte Katja Die Eumeniden am Stadttheater Bremerhaven. Es fand zudem die Wiederaufnahme von Ich lege mich hin und sterbe! in Regensburg statt, gefolgt von der szenischen Lesung Weder Herbst, noch Besuche.
In der Spielzeit 2022/2023 inszenierte Katja Antigone am Theater Phönix Linz, Die weiße Rose am Stadttheater Fürth, Meine Sprachwelten in Hannover, Bromance am Theater Schloss Maßbach und Theater der Stadt Schweinfurt und der thermale widerstand am Landestheater Coburg. Die Performance Krieg und Frieden in Regensburger Neupfarrkirche steht noch an. Zudem brachte Katja 2022 ihr Buch Welten Parallel beim Theaterverlag Schultz & Schirm raus, wo sieben ihrer Theaterstücke abgedruckt sind, und veröffentlichte 2023 ihr achtes Theaterstück Die weiße Rose.
1 Stunde 18 Minuten
Starnberg, 13. Dezember 1951: In der Villa Adlon wird Mieterin Sonja Bletschacher tot aufgefunden. Bestialisch ermordet mit zahlreichen Messerstichen. Die Polizei nimmt umgehend die Ermittlungen auf. Ins Visier geraten nicht nur die Vermieterin, Ottilie Adlon, und deren Tochter Elisabeth, sondern auch die Liebschaften der Ermordeten. Trotz zahlreicher Spuren und Hinweise gestaltet sich der Fall für die Ermittler immer rätselhafter. Sie finden sich in einem Geflecht unterschiedlichster Aussagen und Hypothesen wieder, die keinen Rückschluss auf den Täter zulassen. Anhand der Originalakten rollt Autorin Ulrike Claudia Hofmann den mysteriösen Kriminalfall erneut auf. Eingebettet in eine fiktive Aufklärung des Falls geben diese Akten spannende Einblicke in die damalige Ermittlungsarbeit. Der Mord von 1951 ist bis heute ungeklärt.
Moderation Steven Lundström
Ulrike Claudia Hofmann, geboren in Coburg, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bamberg. Ihre Promotion in Bayerischer Landesgeschichte schrieb sie über Fememorde in Bayern in den 1920er-Jahren. Sie ist Zeithistorikerin und arbeitet als Archivarin in München. Zusammen mit einem Pressesprecher vom LKA Bayern hält sie Lesungen unter dem Titel “Zeitreise Mord”.
Moderation Steven Lundström
Ulrike Claudia Hofmann, geboren in Coburg, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bamberg. Ihre Promotion in Bayerischer Landesgeschichte schrieb sie über Fememorde in Bayern in den 1920er-Jahren. Sie ist Zeithistorikerin und arbeitet als Archivarin in München. Zusammen mit einem Pressesprecher vom LKA Bayern hält sie Lesungen unter dem Titel “Zeitreise Mord”.
1 Stunde 16 Minuten
Byzanz, 29. Juli 626 – vor den Toren der prächtigsten Stadt Europas und Asiens hat der Khagan der Awaren 80.000 Krieger zusammengezogen und verlangt ihre bedingungslose Übergabe. Für die Menschen in der Metropole steht fest, dass das Ende aller Zeiten gekommen ist und die Mächte der Finsternis das apokalyptische Heer von Gog vor ihre Stadt geführt haben.
Wie oft Menschen zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert n. Chr. solch tödliche Furcht vor herandrängenden Heeren fremder Völker empfunden haben, zeigt Mischa Meier in seiner magistralen Darstellung der Völkerwanderungszeit. Sie beinhaltet die Geschichte des späten Imperium Romanum sowie die Geschichten der nachrömischen Herrschaftsbild ungen im Westen, jene des frühen Byzantinischen Reiches, aber auch die des frühen islamischen Kalifats bis zum Ende der Umayyadenzeit (750). Reich an Informationen, stets verständlich und spannend zu lesen, führt sie den Leser von der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste bis zu den zentralasiatischen Knotenpunkten der Seidenstraße, nach Nordindien und zum Hindukusch, von Skandinavien und Britannien im Norden bis nach Arabien im Süden. Sie macht vertraut mit den dramatischen Ereignissen dieser Zeit und den damit einhergehenden tiefgreifenden Wandlungsprozessen. Ein wahres Opus magnum, das erstmals eine vollständige Geschichte der Epoche bietet.
Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er ist ein international renommierter Fachmann für die Übergangszeit der Spätantike zum Frühmittelalter. 2021 erhielt er den WISSEN!-Sachbuchpreis der wbg für sein Buch “Geschichte der Völkerwanderung”.
Wie oft Menschen zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert n. Chr. solch tödliche Furcht vor herandrängenden Heeren fremder Völker empfunden haben, zeigt Mischa Meier in seiner magistralen Darstellung der Völkerwanderungszeit. Sie beinhaltet die Geschichte des späten Imperium Romanum sowie die Geschichten der nachrömischen Herrschaftsbild ungen im Westen, jene des frühen Byzantinischen Reiches, aber auch die des frühen islamischen Kalifats bis zum Ende der Umayyadenzeit (750). Reich an Informationen, stets verständlich und spannend zu lesen, führt sie den Leser von der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste bis zu den zentralasiatischen Knotenpunkten der Seidenstraße, nach Nordindien und zum Hindukusch, von Skandinavien und Britannien im Norden bis nach Arabien im Süden. Sie macht vertraut mit den dramatischen Ereignissen dieser Zeit und den damit einhergehenden tiefgreifenden Wandlungsprozessen. Ein wahres Opus magnum, das erstmals eine vollständige Geschichte der Epoche bietet.
Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er ist ein international renommierter Fachmann für die Übergangszeit der Spätantike zum Frühmittelalter. 2021 erhielt er den WISSEN!-Sachbuchpreis der wbg für sein Buch “Geschichte der Völkerwanderung”.
4 Minuten
Sandra Hoffmann
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “AGRUMEN”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine Erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “AGRUMEN”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine Erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
10 Minuten
„Es gab sie noch immer, diese Welt in ihrer erfreulichen Mittelmäßigkeit.“
„Ob nun vergessen, übersehen oder absichtlich herausgeschrieben – es ist ein Wunder, dass überhaupt weibliche Stimmen erhalten geblieben sind.“
Femina – so hießen im Mittelalter Randnotizen, die in Büchern auf Texte hinwiesen, die von Frauen verfasst worden sind. Dabei sind weibliche Stimmen im Lauf der Jahrhunderte bewusst unterdrückt oder gar entfernt worden, wird die bis heute andauernde Sicht auf die damalige Zeit ihnen nicht wirklich gerecht. Die britische Kulturhistorikern sowie Literatur- und Sprachwissenschaftlerin Janina Ramirez wirft in ihrem großartigen Buch „Femina“ einen anderen Blick auf das Mittelalter und konzentriert sich auf Frauenfiguren, die sehr wohl Einfluss hatten – ob politisch, kulturell oder religiös. Ihr Werk ist dabei eine Reise durch die Jahrhunderte und durch weite Teile Europas und zeichnet eine mittelalterliche Welt, die kosmopolitisch, mobil und offen war. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
„Ob nun vergessen, übersehen oder absichtlich herausgeschrieben – es ist ein Wunder, dass überhaupt weibliche Stimmen erhalten geblieben sind.“
Femina – so hießen im Mittelalter Randnotizen, die in Büchern auf Texte hinwiesen, die von Frauen verfasst worden sind. Dabei sind weibliche Stimmen im Lauf der Jahrhunderte bewusst unterdrückt oder gar entfernt worden, wird die bis heute andauernde Sicht auf die damalige Zeit ihnen nicht wirklich gerecht. Die britische Kulturhistorikern sowie Literatur- und Sprachwissenschaftlerin Janina Ramirez wirft in ihrem großartigen Buch „Femina“ einen anderen Blick auf das Mittelalter und konzentriert sich auf Frauenfiguren, die sehr wohl Einfluss hatten – ob politisch, kulturell oder religiös. Ihr Werk ist dabei eine Reise durch die Jahrhunderte und durch weite Teile Europas und zeichnet eine mittelalterliche Welt, die kosmopolitisch, mobil und offen war. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
13 Minuten
Machtkämpfe, Magnetismus und Affären: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe
Berlin 1816: Karl August von Hardenberg, als preußischer Staatskanzler einer der angesehensten Männer seiner Zeit, trifft im Dämmerlicht einer Arztpraxis eine junge Frau, an der merkwürdige magnetische Heilverfahren ausprobiert werden, und verliebt sich in sie. In seinem neuen Buch erzählt Günter de Bruyn die Geschichte dieser ungewöhnlichen Liebe und entführt dabei wie in seinen vorangegangenen Büchern in das Spannungsfeld einer ganzen Epoche. Es geht um Machtkämpfe und Affären, um Romantik und Restauration. Vor allem aber geht es um die letzten, bewegten Lebensjahre eines Staatsmannes, der für seine junge Geliebte eine Scheinehe mit einem anderen arrangiert und als Reformpolitiker zunehmend an Macht verliert. Ein Meisterwerk historischer Erzählkunst. …
Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.
Berlin 1816: Karl August von Hardenberg, als preußischer Staatskanzler einer der angesehensten Männer seiner Zeit, trifft im Dämmerlicht einer Arztpraxis eine junge Frau, an der merkwürdige magnetische Heilverfahren ausprobiert werden, und verliebt sich in sie. In seinem neuen Buch erzählt Günter de Bruyn die Geschichte dieser ungewöhnlichen Liebe und entführt dabei wie in seinen vorangegangenen Büchern in das Spannungsfeld einer ganzen Epoche. Es geht um Machtkämpfe und Affären, um Romantik und Restauration. Vor allem aber geht es um die letzten, bewegten Lebensjahre eines Staatsmannes, der für seine junge Geliebte eine Scheinehe mit einem anderen arrangiert und als Reformpolitiker zunehmend an Macht verliert. Ein Meisterwerk historischer Erzählkunst. …
Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.
1 Stunde 26 Minuten
Ich, die Gorgone Medusa, erzähle meine Geschichte. Götterfantasy aus der griechischen Sagenwelt. SERAPH 2023 in der Kategorie »Bestes Debüt«!
»Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper.«
Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt …
Lucia Herbst, Jahrgang 1982, schreibt Fantasy mit Bezug auf Märchen und antike Sagen. 2020 begann sie die Arbeit an ihrem Debütroman. In ihrem anderen Leben ist sie Gutachterin und lebt mit Mann, Kind und Kater über den Dächern von München. Das Schreiben gelingt ihr am besten, wenn es regnet, das Kind schläft und der Kater satt ist.
»Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper.«
Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt …
Lucia Herbst, Jahrgang 1982, schreibt Fantasy mit Bezug auf Märchen und antike Sagen. 2020 begann sie die Arbeit an ihrem Debütroman. In ihrem anderen Leben ist sie Gutachterin und lebt mit Mann, Kind und Kater über den Dächern von München. Das Schreiben gelingt ihr am besten, wenn es regnet, das Kind schläft und der Kater satt ist.
1 Stunde 14 Minuten
Agent Dan Vanuzzi wird vom französischen Auslandsnachrichtendienst angeheuert, um zwei in der BRD untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee aufzuspüren. Vanuzzi verbündet sich mit seinem alten Gefährten Rosenberg, der in der BRD selbst als Agent für den Mossad auf der Jagd nach einem ehemaligen KZ-Kommandanten ist. Beide Agenten versuchen sich gegenseitig zu helfen und begeben sich dabei in die Abgründe der deutschen und der französischen Geschichte: Kolonialismus und Holocaust.
Martin von Arndt wurde 1968 in Ludwigsburg geboren, studierte Religionswissenschaft, Germanistik und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Er lebt heute als freier Schriftsteller, Musiker und Dozent in der Erwachsenenbildung in der Nähe von Stuttgart und in Essen. Martin von Arndt ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg, und Mitglied in PEN und Syndikat.
Martin von Arndt wurde 1968 in Ludwigsburg geboren, studierte Religionswissenschaft, Germanistik und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Er lebt heute als freier Schriftsteller, Musiker und Dozent in der Erwachsenenbildung in der Nähe von Stuttgart und in Essen. Martin von Arndt ist stellvertretender Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg, und Mitglied in PEN und Syndikat.
17 Minuten
Seit 2015 veröffentlicht die Prosathek auf ihrer Seite Texte – zum Grübeln, Weinen oder Lachen. Die literarischen Schmankerl sind kurz, weil das Leben es auch ist, und sie sind lang, weil das Zeitempfinden eine dehnbare Angelegenheit ist. Sie sind lang genug, um zu unterhalten und sie sind kurz genug, um innerhalb einer durchschnittlich langen Fahrt* mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gelesen zu werden.
Verena Ullmann, geboren 1989 in Straubing, ist Lyrikerin und Romanautorin. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte in Regensburg, Clermont-Ferrand und München.
Nach Stationen als Online-Redakteurin in Paris und Werbetexterin in München war sie zuletzt als Projektmanagerin im Verlagswesen tätig. Sie ist Gründungsmitglied der Autorengruppe Prosathek und gibt Schreib-Workshops.
Für ihr Lyrikprojekt Wedafest erhielt Verena Ullmann 2017 den Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München. Im Jahr darauf wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Stadt Straubing und der Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung ausgezeichnet.
2019 erschienen ihr Lyrikband Wedafest im Allitera Verlag sowie ihr Debütroman Die Papageieninsel: oder Von der Kunst, sich selbst zu finden bei Diederichs.
Verena Ullmann lebt mit ihrer Familie in Memmingen.
Verena Ullmann, geboren 1989 in Straubing, ist Lyrikerin und Romanautorin. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte in Regensburg, Clermont-Ferrand und München.
Nach Stationen als Online-Redakteurin in Paris und Werbetexterin in München war sie zuletzt als Projektmanagerin im Verlagswesen tätig. Sie ist Gründungsmitglied der Autorengruppe Prosathek und gibt Schreib-Workshops.
Für ihr Lyrikprojekt Wedafest erhielt Verena Ullmann 2017 den Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München. Im Jahr darauf wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Stadt Straubing und der Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung ausgezeichnet.
2019 erschienen ihr Lyrikband Wedafest im Allitera Verlag sowie ihr Debütroman Die Papageieninsel: oder Von der Kunst, sich selbst zu finden bei Diederichs.
Verena Ullmann lebt mit ihrer Familie in Memmingen.