Seelenfutter Archiv
312 Episoden
35 Minuten
Zwei Klassiker, die über Liebe dichten. Der große Goethe, der vielleicht ebenso große Rumi: Deutscher Dichterfürst als Ideal der Deutschen Klassik. Rumi, Sufi-Meister, Mystiker, Lehrer im 13. Jahrhundert, Weltruhm bis heute. Klassisch das Goethe’sche „Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt“. Was durchlebt eine Seele, die liebt, an Höhen und Abstürzen… Dazu ein Rumi-Text, der die Liebe in eine völlig andere Dimension katapultiert. Himmlisch, universell, allumfassend. Die Lyrikpodcast-hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard finden: Wir müssen einmal wieder über Liebe reden. Dazu gibts Bibelverse aus den Psalmen und dem Johannesbrief. Seelenhimmelsbrot.
34 Minuten
Es geht ums Ganze. Alles oder Nichts, Leben und Tod. In Therese Chromiks Gedicht „Tod und Traum“ finden sich nicht weniger als die Antworten auf die Frage, was bleibt und ob der Tod eigentlich das letzte Wort hat. Hat er nicht. Die Poesie hat den längeren Atem. Wie tröstlich! Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard lassen dieses Gedicht sprechen mit dem Text „Vermächtnis“ von Ernst Lissauer, einer poetischen Betrachtung, was bleibt von einem Dichter, wenn nur mehr seine Worte bleiben. Und das ist offenbar recht viel und recht substantiell. Zu diesen beiden Gedichten gibt es Bibelworte von Hiob und nach Johannes. Seelenbrot für die Unendlichkeit.
34 Minuten
Hauchzart kommt der Lyrik-Podcast Seelenfutter in seiner 220. Folge daher. Ein sommerliches Gedicht von Emily Dickinson zeichnet wie mit feiner Feder eine Miniatur mit Bienen, Bäumen und einer Rose. Aus der Betrachtung wird eine Verschmelzung, „…an irgendeinem Sommermorgen“. Wie beglückend! Dazu stellen die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard einen Haiku-Text von Kobayashi Issa, einem der ganz großen japanischen Haiku-Dichter. Das Kleine, Zarte vor dem Hintergrund des dunklen Großen, in der kürzesten Gedichtform überhaupt entsteht ein Bild voller Tiefenschärfe, in dem nichts, rein gar nichts fehlt. Großartig! Dazu gibt es Bibelworte aus dem Psalmen und nach Matthäus.
45 Minuten
Was toxische Versuchung zum Bösen und verirrte Männlichkeit miteinander zu tun haben? Thomas Andreas Beck's Gedicht "Holzweg" baut da Brücken. Da wird das Irrwegliche betastet und am Ende das Vaterunser satanisch gespiegelt: "Denn Geld ist das Reich und die Kraft und die Männlichkeit". Provozierend. Anstrengend. Befreiend. Dazu stellen die Lyrikpodcast-hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard den Text "Der Egoist" von Alfons Petzold, ein lyrisches Psychogramm, das anrührt, denn am Ende bleibt da nur Einsamkeit: "...und schafft um sich nur eins: Kalte Stille." Dazu gibts Bibelverse aus den Sprüchen und nach Markus. Seelenschwarzbrot. Ein wenig hart, aber nahrhaft!
33 Minuten
Pfingstlich-stürmisch geht es zu in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter. Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen das Gedicht "Wenn sich Pfingsten einmischt" von Annemarie Schnitt vor, eine Miniatur, die auf kürzestem Raum alles aufblättert, was ein Geist-Wunder zu bieten hat. Dazu erklingt "Pfingstrose" von Ferdinand von Saar, das in botanischen Bildern von demselben Wunder spricht, auf den zweiten Blick. Wunder-bar! Dazu gibt es Bibelworte von Jesaja und Paulus. Seelenerfrischung.
43 Minuten
Mütter-Gedichte stellen die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in ihrer Muttertags-Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter vor. Texte von Verwaisten, Gedichte über Mütter, die schon gegangen sind. Das Gedicht „müttergenesung“ der deutsch-finnischen Lyrikerin Dorothea Grünzweig von Verlust, von unbestimmten Schuldgefühlen und von Heilung und Segen, wenn die Mütter gegangen sind. Sehr berührend. Dazu erklingt „Meine Mutter“ von Else Lasker-Schüler, der großen Expressionistin, die tastend dichtet zwischen Abschiedsschmerz und Gehaltensein. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und den Psalmen. Seelennahrung.
36 Minuten
Nautisch geht es diesmal zu im Lyrik-Podcast Seelenfutter. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren zwei Gedichte, die im Hafen zuhause sind oder kurz nach Verlassen des Hafens. "Am Hafen" von Friederike Haerter nimmt das staunend freudige Blinzeln am frühen Morgen an Bord eines Segelschiffes auf - traumschön. Dazu rauscht Richard Dehmels "Lied beim Segeln" unter vollem Wind und mit burschikoses Kraft daher, ohne zugleich fein poetische Metaebenen zu eröffnen. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.
46 Minuten
Wir müssen über Liebe reden. Und davon, wie wir finden, was wir suchen. Liebesgedichte sind immer Lebensgedichte. Doris Runge dichtet in "von einer die auszog" von der Suche im Wolkigen und von der Furcht und von der Liebe. In poetisch-schillernden Farben, wunderbar. Dazu stellen die Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht "Heimat" von Fontane. Von einem, der auszog, das Glück zu finden und dem sich schlussendlich das wahre Glück nach der Heimkehr auftut: "Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt". Dazu gibt es Worte aus den Psalmen und von Lukas.
46 Minuten
Düstere Tage. Kriegsgedröhn macht die Herzen schwer, die Sehnsucht nach Frieden ist groß. Zwei Gedichte vom Krieg geben dieser Gestimmtheit Worte. Beide Texte lassen die Hoffnung am Ende nicht los. Rose Ausländers "Wiederkäuer" nimmt ausgesprochen körperlich auf, wie sich kauen lässt auf dem Wort Frieden, ohne wirklich satt zu werden. Zu schwer liegen die Kriege wie Steine im Magen, wie Grabsteine. Dazu stellen die Gastgeber des Lyrikpodcast Seelenfutter das Gedicht "Der Dichter und der Krieg" (1916) von Alfred Ehrenstein, einem zu Unrecht wenig bekannten Großen der Zeit des Expressionismus. Auch wenn der Dichter einsam, müde und matt ist angesichts der Kriegsbegeisterung, die "Reinheit der Welt" vergisst er nicht. Berührend. Dazu gibt es Psalmworte, als "energizer".
39 Minuten
"Beziehungsstatus: Es ist interessant!" Nicht jede Beziehung muss von komplizierter Art sein. Von tiefer Neugier spricht das Gedicht "Famous Grouse" von Heinrich Detering: Da begegnen sich Moorhuhn und Mensch auf Augenhöhe. Verstehen, ohne sich zu verstehen. Rilkes "Begegnung Version 1" benennt die magischen Momente, in denen zwei Wesen einander nahe sind, im "schweigen, das wir lang erwarteten". Wunderbar. Dazu gibt es Psalmworte. Seelenfeinkost.
1 Stunde 1 Minute
Vier Jahre Lyrik-Podcast Seelenfutter. Die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard haben dazu die wunderbare Birgit Mattausch eingeladen. Gemeinsam sprechen sie über das, was das Mensch-Sein ausmacht. "Ich will alles wissen über alle Menschen" - derart unbescheiden beginnt der Text des ungarischen Lyrikers Matyas Dunajcsik und verdichtet sich in leiser Intensität. Erich Mühsams Gedicht fragt "Was ist der Mensch", lakonisch, distanziert, lebensklug. Mit May Ayims "vertrauen" endet das Seelenfutter, ein stiller Krafttext, der von gelassenem Mut spricht angesichts großer Gefahr. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus, Johannes und dem Samuel-Buch. Viel zum Kauen bei diesem Seelenfutter, und viel Nahrhaftes.
38 Minuten
Eher implizit kommt das Osterwunder im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter daher: Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard haben Gedichte ausgewählt, die das Fest des Lebens feiern und die tiefe Verwandlung, die sich zu Ostern feiern lässt. Theodor Storm beschwört in "April" frühlingshafte Geister, die "aus der Erde steigen". Storm fühlt wie Blume, Blatt und Baum. "Der Schmetterling" von Harry Martinson ermöglicht einen atemberaubenden Perspektivwechsel in die Innensicht eines gerade entpuppten Schmetterlings, sein Weg durch Angst und Gefahr zu Vertrauen und Sicherheit. Osterkraft, zu der Bibelworte von Jesaja und aus den Psalmen klingen.
42 Minuten
"Widerstandserklärung" lautet der Titel des Gedichts von Carola Moosbach, mit dem die Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die letzte Passionsausgabe dieses Jahres eröffnen. Im Sinne einer Proklamation eröffnet Carola Moosbach "Ich will dem schönen Schein nicht trauen", analysiert, demaskiert, um dann schließlich doch ins Vertrauen zu investieren - trotz allem. Dazu erklingt "Der Unterschied zwischen Kraft und Mut" des jüdischen Dichters Berthold Auerbach, einer Art Aphorismus-Sammlung, die die Kraft ehrt, den Mut aber feiert. Nicht zuletzt den Mut zum Leben. Dazu gibt es Bibelworte aus dem 4. Buch Mose und von Paulus. Seelenfeinkost, mal wieder.
33 Minuten
Die Frühlingsboten versprechen - doch ob Schwalbe, Fink und Krokuss dieses Versprechen am Ende halten können? Das "März"-Gedicht des Dichterfürsten Goethe lässt manche Zweifel zu, die Verheißung gilt eher dem Sommer. Fred Endrikats "Es werde" zeichnet das Frühlingsgeschehen dagegen ein in das ganz große Bild des Schöpfungshandeln Gottes. Dem "Ringelnatz des Ruhegebiets" gelingt eine feinsinnige und berührende Tiefe. Dazu stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Bibelworte aus der Genesis und von Jeremia. Frühlingskost für müde Winterseelen.
38 Minuten
Meisterhaft beschreibt die Husumer Dichterin Therese Chromik in "Das sich wandelnde Ich" eine Miniatur, die Begegnung einer Frau mit einer "von Demenz gezeichneten Freundin". Tragisch und schwer - und zugleich zärtlich und leicht. Großartig! Dazu stellen die Lyrik-Podcasterin Susanne Garsoffky und ihr Co-Host Friedemann Magaard "Ich bin vergessen; könnt auch ich vergessen" von Friedrich Rückert. Zwei Gedichte, die intensiv miteinander sprechen auch über Jahrhunderte hinweg. Dazu gibt es Bibelworte von Jesaja und aus dem Hebräerbrief. Das ist Trostspeise für angeraute Seelen.