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Seelenfutter Archiv

312 Episoden
43 Minuten
Wie wird man einmal über mich sprechen, wenn ich nicht mehr bin? In früheren Jahrhunderten gaben die sogenannten Epitaphien (Gedenktafeln, meist in Kirchen) Auskunft darüber, welches Bild Familien über ihre Verstorbenen verbreiteten. „Epitaph“ betitelt Luis Garcia Montero ein bemerkenswertes Gedicht, das Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren. Es geht um Verzeihen und um Freiheit. Dazu erklingt Rose Ausländers „Vergebung“, das eben diese Themen im Kontext der Urgeschichte von der Vertreibung aus dem Paradies bedenkt. Ein Fest, diese beiden Gedichte zueinander zu stellen. Dazu gibt es Bibelworte, von Lukas und aus dem Buch der Sprüche.
41 Minuten
Das Neue Jahr ist noch ganz jung. Ganz frisch. Wie mag es werden? „Es wird werden ein wunderbares Jahr“, schreibt die Lyrikerin Kristin Jahn in ihrem Gedicht „Der Erste im neuen Jahr“. Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen verheißungsvolle Gedichte zusammen, die den Einstieg in das Jahr 2025 wirklich erleichtern. Zu dem zauberzarten Text von Kristin Jahn erklingt „In meinem Herzen bewahre ich“ von Alvaro de Campos alias Fernando Pessoa: Von dem, was ein Mensch mitbringt und von dem, was zu erwarten ist. Da gibt es mindestens Truhen voller Schätze. Dazu legen die Seelenfütterer Worte von Jeremia und Paulus.
1 Stunde 2 Minuten
„Zwischen den Jahren“ werden die Tage zwischen den Festen genannt, eine stille, manchmal nachdenkliche Zeit. Zur Jubiläumsfolge des Lyrik-Podcast haben Susanne Garsoffky und Friedemann einen Jubiläumsgast eingeladen: Anne Gidion! Die drei sinnieren zarten nachweihnachtliche Texte nach. „Christrose“ von Doris Runge malt ein zartes und zugleich tiefes Bild von dem trotzig-robusten Gewächs; dazu erklingt „Ein Augenblick im Meer der Zeiten“ von Elisabeth Dauthendey, ein Übergangsgedicht, auf der Schwelle, gut zum Jahreswechsel zu lesen, und Paul Gerhards „Ich steh an deiner Krippen hier“, so oft gesungen, so oft geliebt, und gerade da lohnt noch einmal ein Hinsehen auf die vertrauten Worte, jedes einzelne wohl gesetzt. Dazu gibt es Bibelworte vom Propheten Jesaja und aus den Psalmen.
41 Minuten
Hohoho! Vorweihnachtlich-weihnachtlichen Glanz durchzieht die 249 Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter. Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard lassen es schon mal leise rieseln, auch wenn es zur Weihnacht 24 im Norden keine Schnee geben wird. Annemarie Schnitts sehr besonderes Gedicht „Wer kennt sie nicht“ entwickelt klar und einfach die Zauberformel für die Heilige Nacht. Was, wie, wozu. Traumschön. Dazu erklingt der Text „Liebe vs. Zeitstrom“ von Punk-Pastor Ulf Werner, das indirekt und dann doch zwingend zur Krippe hinführt. Oder etwa nicht? Rätselhaft und zugleich stärkende Texte für die Tage „am Rand des Jahres“ (Schnitt). Dazu gibt es Bibelworte nach Lukas und Johannes. Seelen-Spekulatius.
45 Minuten
Innen- und Außenansichten von Kirchen. In der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Annäherungen an Kirchenräume vor, und an das, was sie bedeuten können. Andreas Reimanns Sonett "gespräch über kirchen" bewegt sich in Leipzig nach der "Wende": Von Vertrautem und Fremden, von der Scheu und Geprahle bei einem Bier. Dagegen hält "Die Kirche" von Georg Trakl viel Erschütterndes bereit, wenn jemand das Kircheninventar betrachtet und nichts, rein gar nichts Heiles erkennen kann. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und vom Propheten Amos. Kein Abendmahl zum Seelenfutter...
38 Minuten
Was für schöne zarte Adventsgedichte...! "Wie schön es ist" heißt das Gedicht von Emmy Hennings, das Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zur zweiten Adventsausgabe 2024 vorstellen. Das feine Lichtspiel eines nächtlichen Sterns, der in der Ferne träumt. Heimweh ist da im Spiel. Traumschön! Dazu erklingt Eichendorffs "Marias Sehnsucht", das poetisch den Weg Marias nachschreitet und am Ende in ein "Nach Haus, nach Haus!" mündet. Der romantischen Seele einen inneren Adventsklang gegeben. Dazu erklingen Verse aus den Psalmen und aus dem Johannesevangelium. Seelen-Lebkuchen?
40 Minuten
Ambulante Verwandlungen: Im Vorübergehen werden aus tödlichen Dornengewächsen ein blühendes Rosarium. Noch im Mutterleib ist das Kind zu Großem in der Lage. Wer den Text zum Lied „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ gedichtet hat, ist nicht bekannt. Populär wurde es in der Wandervogelbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky stellen in der Seelenfutter-Folge zum 1. Advent das bekannte Marienlied vor und stellen dazu „Vorfreude auf Weihnachten“ von Joachim Ringelnatz: „Wenn der Christbaum blüht, dann blüht er Flämmchen“. Adventsfriede, der bei Ringelnatz „unfeindlich“ erscheint. Mehr davon! Dazu gibt es Bibelverse nach Lukas und Matthäus.
40 Minuten
Mit dem Vergeben ist es so eine Sache. Wo es gelingt: Großartig. Ein Geschenk! Wo es erwartet oder gar eingeklagt wird: Schwierig. Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard haben dazu Gedichte zusammengestellt. In "Mein Herz, mein Löwe" breitet Ricarda Huch ihren Unwillen aus, zu vergeben und zu vergessen, weil selbst der Engel der Gnade sich mitunter voll Grauen abwendet. Aus ihrer Wut spricht enorme Lebensenergie. Dazu erklingt "Kein Vaterunser" von Carola Moosbach, die sich dem klassischsten aller Gebete verweigert. Und doch bleibt sie im Gebet, nur anders: "Ach käme doch endlich dein Reich, geschähe doch endlich dein Wille". Großartig, herausfordernd, stärkend, alle beide Gedichte. Dazu gibt es Bibelverse aus dem Buch der Offenbarung und aus den Psalmen. Hochenergetisches Seelenfutter.
31 Minuten
 

Volkstrauertag. Gedenken an die Kriegstoten – und die Sehnsucht nach Frieden. Die 244. Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter steht ganz in diesem Zeichen. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen das großartige Gedicht „Der Krieg schlief nicht in Kiew“ (2023) von Therese Chromik vor, das mit fast nüchterner Sprache die tödlichen Kriegswunden in der eigenen Familie beschreibt und schlicht feststellt: Waren wir nicht schon weiter? Dazu stellen die Podcast-Hosts „Nach der Schlacht“ von Jakob Bosshart, der vor genau 100 Jahren verstorben ist: Es geht um die Erschöpfung des Grabenkriegs und die erstaunliche Möglichkeit, auch dann Mensch zu sein. Schwer und hoffungsvoll zugleich. Dazu gibt es Bibelworte nach Johannes und Lukas. Seelenwegzehrung zum Volkstrauertag.
42 Minuten
Nebelig gehts zu im November. Nebelig ist es auch in diesen Tagen. Den Weg suchen, Orientierung finden - das ist alles andere als trivial. Marie Luise Weissmann entwickelt ein Stimmungsbild mit aufsteigendem Nebeln und herabsinkender Wolken, "Weg im Nebel", bedrohlich zweifelslos, ein existentielles Erschüttern. Dazu stellen Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein Gedicht vom schwedischen Lyriker Harry Martinson, das in der nasskaltdüsteren Szene Raum lässt für eine rettende Arche. Licht, ganz weit am Ende eines Novembertunnels. Dazu gibt es Psalmworte. Ein wahrer Lichtblick für aufgerauhte Seelen.
40 Minuten
Wir müssen über Liebe reden. Zwei sehr besondere Liebesgedichte stellen Lyrikpodcast-Hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard vor. Das Gedicht der englischen Lyrikerin Elisabeth Barrett-Browning singt von der heilenden Kraft, geliebt zu werden. Wenn ein liebevoller und barmherziger Blick hinter die eigene Maske fällt, kann ich mich selbst mit meinen Defiziten besser annehmen: „Lehre mich die Kraft zur Dankbarkeit, die deiner Güte gleicht.“ Rainer Maria Rilke, der Barrett-Brownings „Sonette aus dem Portugiesischen“ und eben auch dieses Liebensgedicht congenial übersetzt hat, dichtet selbst in „Lösch mit die Augen aus“ vom stürmischen, verzehrenden und mitunter auch zerstörerischen Wesen einer Liebe, die alles, wirklich alles zu geben bereit ist. Kein Opfer zu groß. Liebe, die keine Grenzen kennt. Dazu gibt es Worte aus den Psalmen und dem Propheten Nahum. Seelennektar.
47 Minuten
Morgenstimmungen können so leicht und verheißungsvoll daherkommen. In der neuen Lyrik-Podcast-Folge präsentieren Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte ganz anderer Art. In Detlev von Liliencrons „für und für“ schüttelt sich der neue Tag, er brüllt und beißt: Das klingt nach harter Realität. Am Ende kommt dann doch Zeit und Ewigkeit in den Blick, eben „für und für“. Dagegen stürzt sich Jakob von Hoddis‘ „Morgens“ unmittelbar in Ruß, Staub und Schweiß einer industriellen Wirklichkeit, in der erst mühsam Beziehung und Begegnung ins Bild drängen, und ein zarter Blick auf Baum und Vogel. Entfremdung wird überwunden, aber wie…! Dazu gibt es Psalmworte.
39 Minuten
"Gott, wo bist du?" Ein Ruf, ein Schrei, eine Verzweiflung. Die beiden Gedichte, die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der neuesten Folge des Seelenfutter vorstellen, kreisen um diese zentrale Frage menschlicher Existenz danach, ob da ein höheres Wesen sei. Else Lasker-Schüler kennt den Schmerz, weiß von den Launen des Lebens und sehnt sich in "An Gott" doch ganz in die Nähe des großen DU. Gustav Schüler dagegen beschreibt den weiten Weg der inneren und äußeren Suche in "Wo bist du, Gott?", um am Ende still und atemlos nur noch diese eine Frage zu hauchen. Dazu gibt es Prophetenworte, von Jeremia und Amos. Seelen-Notrationen.
43 Minuten
Herbststimmungen. So schön, so tief, so melancholisch. Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen die bezaubernde Miniatur "Herbstlied" des gebürtigen Dithmarschers Friedrich Hebbel vor: Wenige Zeilen, die das ganze Geheimnis des Geheimnisses von verschwenderischem Wachsen und Reifen entfalten. Dazu erklingt "Ode an den Herbst" vom englischen Dichter John Keats, Romantiker wie Hebbel, mit einem opulenten Gemälde, ausladend und bilderreich, ein Fest der Sinne. Mit tiefem Verstehen, das den Herbst nicht nur beschreibt, sondern sinnhaft deutet. Beeindruckend! Auch wenn zum Ende etwas Abschiedliches mitschwingt. Dazu gibt es Bibelworte aus dem 1. und dem 3. Buch Mose. Ein Seelenfestmahl.
46 Minuten
Wie brüchig, wie unvollständig der Frieden daherkommt, als "Flickenfrieden", ein "armseliger Friede", beschreibt Gerald Manley Hopkins, ein außergewöhnlicher Dichter des 19. Jahrhunderts, höchst eindrücklich. Nicht ohne dem Frieden eine Perspektive zu eröffnen, wunderbar. Dazu stellen Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein kurzes Gedicht von Emily Dickinson, us-amerikanische Zeitgenössin von Hopkins, ebenso großartig. Der Frieden ist wirklich kostbar! Dazu gibt es Bibeworte aus dem Johannesevangelium und von Paulus.
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