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Kekulés Gesundheits-Kompass von MDR AKTUELL Archiv

451 Episoden
58 Minuten
Über die Rolle der Weltgesundheitsorganisation ist in der Pandemie viel diskutiert worden. Nun hat die WHO den wegen Corona verhängten weltweiten Gesundheitsnotstand aufgehoben. Rund drei Jahre hatte er Bestand. Jan Kröger und Virologe Alexander Kekulé nehmen den Vorgang zum Anlass für die Frage: Was muss passieren, damit die WHO für künftige Pandemien besser aufgestellt ist? Kekulé sagt, die WHO habe bisher nur begrenzte Möglichkeiten und bedürfe einer grundlegenden Reform. Die Liste des Versagens während der Pandemie sei lang. Die Organisation habe ihre Stärken, aber auch viele Schwächen. Kekulé schlägt unter anderem die Gründung einer neuen Behörde vor. Außerdem gibt es Diskussionen um bereits bestehende Reformpläne bei der WHO. Kritiker vermuten eine Art geplante Weltherrschaft der WHO und das Ende der garantierten Menschenrechte. Düstere Prognosen, die einer sachlichen Einordnung bedürfen. Eine Impfnebenwirkung, die es in sich hat? Eine Studie kommt zu folgendem Befund: Corona-Geimpfte haben ein doppelt erhöhtes Risiko für einen Gefäßverschluss am Auge. Kekulé sagt, die Befunde seien nachvollziehbar. Es sei schon lange klar, dass im Rahmen von Corona-Impfungen Thrombosen häufiger vorkämen, ähnlich wie bei Corona-Erkrankungen. Ein Grund gegen eine Impfung sei das aber nicht. Das Risiko für solche Komplikationen seien gering. Wohl aber müssten alle diese Erkenntnisse bei Impfempfehlungen berücksichtigt werden. Links: WHO-Reform: Änderungsvorschläge der Mitgliedsstaaten Studie: Risiko für Gefäßverschlüsse im Auge nach Covid-Impfung erhöht Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde
In dieser Folge sprechen Jan Kröger und Alexander Kekulé über das vielleicht gefährlichste Tier der Welt – die Stechmücke. Sie überträgt Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Zika und Co. Und die Überträgerarten dringen immer weiter nach Europa vor. Werden wir auch hier bald große Probleme mit Malaria-Ausbrüchen haben? Eher nicht, so der Mediziner Kekulé. Dennoch müssten die Ärzte hier besser im Umgang mit solchen Krankheiten ausgebildet werden. Wichtig sind die neuesten Erkenntnisse zur Ausbreitung der Krankheiten für Urlauber. Sie sollten sich vor Urlauben mit Präventiv-Medikamenten versorgen. Außerdem gibt es Fortschritte bei der Impfung gegen Malaria – ein Impfstoff namens R21/Matrix-M ist neu auf dem Markt. Die Wirksamkeit ist durchaus gut, so Kekulé. Außerdem geht es um den aktuellen Stand beim West-Nil-Virus und beim Dengue-Fieber. Modellierung zur Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Europa Phase-1-Studie zur Entwicklung eines monoklonalen Antikörpers gegen Malaria Studiendaten zum Impfstoff R21/Matrix-M Abstract zur Malaria-Impfung mit gentechnisch veränderten Parasiten „NEJM“-Artikel zum West-Nil-Virus Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
52 Minuten
Die STIKO hat ihre COVID-19-Impfempfehlung angepasst. Prof. Alexander Kekulé ordnet ein, was das für Kinder und Alte bedeutet. Zusammen mit Susann Böttcher (die Jan Kröger vertritt) bespricht er dabei vor allem die Frage, wie sinnvoll heute noch eine Erst-Impfung gegen Corona ist. Sein Rat: Lieber impfen, als nicht impfen. Nebenwirkungen gebe es, dazu laufe auch eine wichtige Diskussion. Aber sie seien extrem selten und man sollte nicht aus Angst vor Nebenwirkungen auf eine Impfung verzichten. Besonders im Alter Ende 50 beginne die Zone, wo die Gefahr, auf der Intensivstation zu landen, ansteige. Kekulé unterstützt auch die Empfehlung der Stiko, sich ab 60 boostern zu lassen.   Zu Beginn der Folge geht es um den Abschied von der Corona-Warn-App. Für Kekulé kein Grund zur Wehmut. Sie habe nie richtig funktioniert. Das Problem sei, dass man aus Datenschutzgründen nie eine echte Kontaktnachverfolgung installiert habe. Damit habe man schon zu Beginn die ganze App „beerdigt“. Und es geht um zwei neue Studien. In Polen wurde in zwei Nerzfarmen eine unbekannte Variante des SarsCoV2-Virus identifiziert. Stichwort Panzootie. Prof. Kekulé sieht das mit Sorge. Warum, erkärt er im Podcast. Außerdem: Was lernen wir aus der Pandemie? Die europäische Behörde ECDC hat ein Papier veröffentlicht. Inhalt: wie erfolgte der Umgang mit der Pandemie, wie bereiten wir uns auf neue Pandemien vor und wie lief die Kommunikation? Hier zum Nachlesen. Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
58 Minuten
Es gibt neue Studien zu Long Covid, die Forschung kommt in kleinen Schritten voran. Der Virologe Alexander Kekulé sagt, leider sei weiter unklar, wie gut Corona-Impfungen davor schützen können. Interessant seien Ergebnisse, wonach Frauen ein höheres Risiko hätten, an Long Covid zu erkranken. Warum das so sei, dafür gebe es unterschiedliche Erklärungsansätze. Auch seien ältere Menschen häufiger betroffen. Bitter: Es gibt noch keine fundierte und wirksame Therapie. Dabei geht es auch um Medikamente, die derzeit erprobt werden. Infektionsgeschehen: Das RKI sieht die epidemiologische Lage noch auf hohem Niveau. Die Pandemie an sich sei noch nicht zu Ende, sagt Alexander Kekulé, wohl aber die damit verbundene Pandemie-Notlage. Corona-Infektionen könne man inzwischen mit einer mittelschweren Grippe vergleichen. Deutschland sei nun in der Adaptionsphase der Corona-Bekämpfung angekommen. Das heiße: Wir müssen mit Corona leben und umgehen. Wir müssen die Schäden der Pandemie reparieren. Und: Wir müssen uns auf die nächste Pandemie vorbereiten. Die Schweiz und die USA passen ihre Corona-Impfempfehlungen an. In den USA werden sie beispielsweise radikal vereinfacht. Kekulé würde sich das auch für Deutschland wünschen. Die Empfehlungen der Stiko seien veraltet. Aktualisierte FDA-Empfehlung zur Corona-Impfung Meta-Analyse zu Risikofaktoren für Long Covid Preprint: Long Covid bei Zweitinfektionen weniger wahrscheinlich Preprint: Metformin schützt Übergewichtige gegen Long Covid Phase 2a-Studie zum Medikament AXA1125 Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
57 Minuten
In dieser Folge spricht Jan Kröger mit dem Wissenschaftler und Mediziner Alexander Kekulé über die Cannabis-Pläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Agrarminister Cem Özdemir. In Deutschland sollen der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis und der Eigenanbau von maximal drei Pflanzen künftig straffrei sein. Außerdem wollen die Minister den Anbau und die Abgabe der Droge in sogenannten "Cannabis-Klubs" erlauben. Den Ansatz der Bundesregierung findet Kekulé richtig. In der Praxis werden seiner Meinung nach aber nicht alle Vorhaben funktionieren. Als Beispiel nennt der Wissenschaftler die Auswirkungen auf den Schwarzmarkt. Es sei unwahrscheinlich, dass die Menschen, die die Substanzen der internationalen Drogen-Mafia bevorzugten, jetzt auf den deutschen Alternativ-Markt auswichen. Die deutschen Produkte werden sich laut Kekulé von den bisherigen deutlich unterscheiden. "Es ist kein schwarzer Tag für den Schwarzmarkt", stellt Kekulé zusammenfassend fest. Außerdem erklärt er, welche Probleme auf die Polizei bei Kontrollen zukommen und warum die Abstandsregeln zu Schulen und Kitas nicht funktionieren werden. Weiterhin sieht Kekulé die Gefahr, dass Kinder jetzt öfter zum Kiffen verleitet werden. Ein weiteres Thema in dieser Folge ist der Alkohol-Konsum. Dabei räumt der Wissenschaftler und Mediziner Kekulé mit zahlreichen Mythen auf. Er erklärt, warum Studien, nach denen ein regelmäßiger Alkohol-Genuss in geringen Maßen gesund sei, nicht stimmen. Alkohol habe keine gesundheitsfördernden Effekte, stellt Kekulé fest. Er ordnet auch eine aktuelle Studie ein, die zu dem Ergebnis kommt, dass Alkohol das Risiko für Demenz senken kann. Wichtige Links: Kanadische Meta-Analyse: Keine gesundheitlichen Vorteile durch moderaten Alkoholgenuss Südkoreanische Studie zum Demenzrisiko bei Alkoholkonsum Schottische Studie über die Auswirkungen von Mindestpreisen auf alkoholbedingte Erkrankungen und Todesfälle Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
55 Minuten
Ein Fallbericht von Ende 2019 wirft die Frage auf, ob es bereits damals den ersten Corona-Patienten in Deutschland gegeben hat. Das wäre vor den ersten Berichten aus Wuhan in China gewesen. Radiologen an der Berliner Charité haben in ihren Unterlagen Hinweise darauf gefunden, dass ein Patient von ihnen damals Covid hatte. Bisher gab es den ersten dokumentierten deutschen Corona-Fall erst Ende Januar 2020 bei einem Automobilzulieferer in Bayern. Der Virologe Alexander Kekulé sagt, abwegig wäre es nicht, dass Corona schon vorher nach Deutschland kam. Bewiesen sei in dem Fall aber nichts. Die letzten Maßnahmen aus dem Infektionsschutzgesetz laufen aus. Auch der Corona-Expertenrat beendet seine Arbeit. Host Jan Kröger und Kekulé ziehen eine kleine Bilanz. Der Virologe hatte sich schon früh in der Pandemie einen solchen Rat gewünscht. Er sei 2021 viel zu spät gekommen, um in der Bekämpfung der Pandemie noch eine große Wirkung zu entfalten. Kekulé hätte sich außerdem gewünscht, dass der Rat transparenter tagt. Es sei wenig nach außen gedrungen. Kekulé wäre dafür, dass Sitzungen eines solchen Rates live übertragen werden und jeder zuschauen kann. Neben den Corona-Maßnahmen endet auch die bundesweite Impfverordnung. Die Krankenkassen streiten deswegen derzeit mit Ärzten und Apotheken, wie Corona-Impfungen künftig vergütet werden. Kekulé sagt, die Impfungen seien zu teuer gewesen, die Ärzte hätten gut daran verdient. Es wäre nun an der Zeit, die Vergütung deutlich zu senken. Außerdem geht es um die Frage, für wen sich eine Impfung derzeit überhaupt noch lohnt. Und: Neuigkeiten bei der Entwicklung von Nasensprays, um gegen Covid-19 zu impfen. Es geht um eine Entwicklung aus Deutschland, die Studie dazu findet Kekulé sehr gelungen. Wissenschaftler haben mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff verwendet und Hamster immunisiert. Kekulé dazu: Der Impfstoff werde keine Auswirkungen mehr haben im Kampf gegen Corona haben, interessant sei die Entwicklung für die Zukunft aber dennoch. Zu dem Thema gibt es auch eine interessante Studie aus Finnland. Weiterführende Links: Fallbericht: Erster Covid-19-Fall schon 2019 in Deutschland? Schwedische Studie zur Kreuzimmunität bei Kindern Charité-Nasenspray bei Hamster-Experimenten erfolgreich Finnisches Nasenspray (TriSb92) auch gegen aktuelle Subvarianten wirksam Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
56 Minuten
Es ist ein großes Vorhaben der Bundesregierung – die Krankenhausreform. Die deutsche Krankenhauslandschaft gleicht einer Baustelle. Es gibt Geldprobleme, immer wieder schließen Kliniken, gerade im ländlichen Raum dünnt das Angebot aus. Es klingt zunächst abstrakt, wenn es bei der Reform um Fallpauschalen und Versorgungslevel geht, das alles hat aber große Auswirkungen für uns alle. Deswegen erklären Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé die Reformpläne und die strittigen Punkte sachlich und verständlich. Der Mediziner Kekulé sieht durchaus Reformbedarf. Das deutsche Gesundheitssystem sei viel zu teuer. Es gebe zu viele Krankenhäuser und Krankenhausbetten in Deutschland. Um diese zu füllen, würden zu viele Menschen stationär statt ambulant behandelt. Und es gebe von bestimmten Therapien und Operationen im Vergleich zu anderen Ländern zu viel. Der Nutzen sei im Einzelfall oft gering. Kekulé sagt deswegen: Das Ziel müsse es sein, den medizinischen Bereich effektiver und schlanker zu organisieren. Einige Krankenhäuser müssten schließen, um die Versorgung in den anderen zu verbessern. Vorschläge hat Kekulé ebenfalls. Er sagt, wie er sich trotz Klinikschließungen eine gute medizinische Versorgung auf dem Land vorstellt. Er erklärt, was es mit den sogenannten Versorgungsleveln in Kliniken auf sich hat. Und warum er Fallpauschalen früher gut fand, inzwischen aber kritischer ist. Wichtige Links: OECD-Gesundheitsstatistik für 2022 Commonwealth Fund: Gesundheitssysteme im globalen Vergleich Cochrane-Analyse zur Evidenz für bestimmte Therapieformen Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde 1 Minute
Nächste Runde in der Diskussion um den Ursprung der Pandemie. Dieses Mal geht es um einen natürlichen Ursprung und Marderhunde als Zwischenherde des Virus. Die Daten kommen aus China vom berüchtigten Markt in Wuhan. Sie sind eigentlich alt und haben eine wechselhafte Geschichte. Prof. Alexander Kekulé wundert sich, dass Wissenschaftler ernsthaft zu dem Schluss kommen, dass die Daten sicher belegen, dass Marderhunde eine entscheidende Rolle bei der Pandemie spielten. Möglich sei das, aber belegt sei nichts. Er fragt sich auch, warum China die Daten gerade jetzt herausgibt, pünktlich nach den jüngsten Diskussionen um die Labor-These. „Das stinkt zum Himmel“, so Kekulé. Er wirft China vor, nach unlauteren Motiven zu handeln. Außerdem: Schweden als Musterknabe bei der Pandemiepolitik? Laut einer Statistik zur Übersterblichkeit während der Pandemie schneidet Schweden europaweit am besten ab. Trotz des viel diskutierten schwedischen Sonderwegs mit vergleichsweise wenigen Beschränkungen. Wie ist das zu bewerten? Kekulé sagt, Schweden habe gerade zum Beginn der Pandemie Fehler gemacht, dann aber eine gute Linie gefunden bei der Bekämpfung der Pandemie. Insbesondere beim Schutz der Risikogruppen habe das Land im weiteren Verlauf vorbildhaft gehandelt. Infektionsgeschehen: Das RKI spricht von einer zweiten Grippewelle. Prof. Kekulé sieht darin auch Vorteile. Er glaubt: Da Grippe und Erkältungsviren derzeit dominieren, hat es Covid gerade schwer. Kekulé geht auch auf die Gefahr durch neue Varianten des Coronavirus ein. Und das Thema am Ende des Podcasts: Hybridimmunität. Was ist das und wie erreicht man sie? Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
53 Minuten
Es ist die mit Abstand tödlichste Seuche der jüngeren Menschheitsgeschichte: HIV. Darüber sprechen in dieser Folge Host Jan Kröger und der Arzt und Wissenschaftler Alexander Kekulé. Vor wenigen Wochen wurde ein HIV-Patient aus Nordrhein-Westfalen als dritter Mensch überhaupt geheilt. Der Virologe Kekulé erklärt, wie das gelungen ist und warum diese Methode nicht bei allen funktioniert. Seiner Ansicht nach wird es noch eine ganze Weile dauern, bis auch anderen HIV-Patienten geholfen werden kann. Warum ist es so schwer, Aids zu heilen? Kekulé und Kröger schauen zurück auf den langen Weg, den die Medizin in den vergangen Jahrzehnten zurückgelegt hat: vom Suchen nach dem Ursprung der Seuche bis zum Entwickeln von Therapien. Dabei stellen sie fest, dass Medizin und Forschung auch weiterhin einen langen Weg vor sich haben, sowohl bei Therapien als auch bei Impfungen. Kekulé warnt dabei, auch wenn es mittlerweile Medikamente gebe und die Lebenserwartung von HIV-Patienten gestiegen sei, die Krankheit dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Außerdem geht es um dem jüngsten Rückschlag, den der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hinnehmen musste. Sein Impfstoffkandidat schützt nicht ausreichend vor einer HIV-Infektion. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde 3 Minuten
Schulschließungen, Maskenpflicht, Ausgangssperren - während der Corona-Pandemie gab es teils drastische Maßnahmen für weite Teile der Bevölkerung. In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der Virologe Prof. Alexander Kekulé über die politische Aufarbeitung der Corona-Politik. Was hat man aus den letzten drei Jahren Pandemie gelernt? Wo wurden Fehler gemacht und was ist zu tun, damit diese sich im Falle eines Falles nicht wiederholen? Kekulé sagt, eine Aufarbeitung sei dringend notwendig. Es müssten konkrete Daten auf den Tisch, die genau zeigten, was sinnvoll gewesen sei und was nicht. Als Beispiele nannte der Virologe Schulschließungen, Masken in Grundschulen und Maßnahmen in Pflegeheimen. Politiker müssten sich einer offenen Debatte stellen. Das sei wichtig für das Vertrauen der Bevölkerung in einer nächsten Pandemie. Wichtige Daten für eine Aufarbeitung können Studien liefern wie der Barmer-Pflegereport. Danach war jeder zweite deutsche Covid-Tote ein Pflegeheimbewohner. Was hat diese verheerende Bilanz verursacht? Für Prof. Kekulé ist das nur eine von vielen Fragen, die tiefer untersucht werden müssen. Auffällig sei, dass die Zahl der infizierten Pflegeheim-Bewohner besonders in den Bundesländern hoch gewesen sei, in denen auch Corona-Maßnahmen kritisch bewertet worden seien. Wie gehen andere Länder mit der Aufarbeitung um? Kröger und Kekulé schauen dazu nach Großbritannien und Italien. Und der Virologe beantwortet außerdem die Frage einer Hörerin zur so genannten Covid-Zunge. Wann tritt sie auf und wann verschwindet sie wieder? Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
56 Minuten
In dieser Folge sprechen Host Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé über Allergien. Fakt ist, dass die Zahl der Allergiker in Deutschland größer geworden ist. Woran liegt das? Kekulé erörtert mehrere Theorien. So machen Umweltmediziner den Klimawandel verantwortlich. Er sorge dafür, dass Pollen früher in der Luft und aggressiver seien. Sie setzten mehr von einem Eiweiß frei, welches Allergien verursache. Wie plausibel ist diese Theorie? Ein weiterer Grund für die Zunahme könnte die veränderte Hygiene der Menschen sein. Auch darauf kommt Kekulé zu sprechen. Weiterhin gibt der Mediziner Allergikern generelle Tipps, was sie gegen ihr Leiden tun können. Und er spricht über neue Therapien, in die Betroffene große Hoffnung setzen. "Es gibt hunderte von Wirkstoffen und Medikamenten, die in der Pipeline sind", meint Kekulé. Wenn ein Drittel der Menschen in Europa ein Problem mit Allergien habe, dann sei das ein riesiger Markt für die Pharmaunternehmen. Ein Hoffnungsträger sei lange Zeit der Wirkstoff BM32 gewesen. Der Mediziner Kekulé führt aus, warum eine Zulassung so lange auf sich warten lässt. Kröger und Kekulé sprechen in dieser Folge außerdem über ein gesundheitspolitisches Thema. So sollen Kinder und Jugendliche weniger ungesunde Lebensmittel essen und trinken. Deshalb hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir ein Werbeverbot für Chips, Schokolade und andere Dickmacher auf den Weg gebracht, wenn die Zielgruppe Kinder sind. Ist das der richtige Weg? Dazu hat Kekulé eine klare Meinung. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Woche enden weitere Test- und Maskenpflichten. Gleichzeitig steigt in Karnevalsregionen der Krankenstand. Der Virologe Prof. Alexander Kekulé schätzt die aktuelle Corona-Lage ein und zieht Vergleiche zum Münchner Oktoberfest. Ein Blick in die Statistik zeigt zudem, es gibt derzeit so wenige Covid-Tote wie noch nie. Doch Kekulé hält es trotzdem für sinnvoll in bestimmten Bereichen an Masken und Tests festzuhalten. Der Schutz von Alten- und Pflegeheimen sollte nicht aufgegeben werden. Außerdem: Ein US-Ministerium sieht in einer Laborpanne den wahrscheinlichsten Ursprung des Virus. Kekulé erklärt, warum diese Debatte für ihn nicht zielführend ist. Es brauche keine Schuldzuweisungen. Vielmehr müsse es darum gehen, wie die Labore sicherer werden könnten, damit die nächste Pandemie vermieden werden könne. Jan Kröger und Alexander Kekulé gehen auch wieder auf die Fragen von Hörerinnen und Hörern ein. Zum Beispiel: Braucht es strengere Regeln für Preprint-Studien? Diese Art wissenschaftlicher Veröffentlichungen hatte während der Corona-Pandemie stark zugenommen beziehungsweise bekam mehr mediale Aufmerksamkeit. Genau darin sieht der Virologe ein Problem. Er spricht sich für Regelungen bei Preprints aus. Und: Können Covid-Erkrankungen oder -Impfungen den Histamin-Stoffwechsel stören und Allergiesymptome auslösen? Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
60 Minuten
Vor exakt drei Jahren breitete sich das damals sogenannte „neuartige Coronavirus“ in Europa aus. In dieser Folge blicken wir zurück – und auch voraus. Denn nach der Corona-Pandemie bleibt die Frage: Woher kann eine künftige Pandemie kommen? Und wie oft passiert so etwas überhaupt? Dazu geht auch ein Blick ins Tierreich. Im Fokus stehen mal nicht die Fledermäuse, sondern Hirsche und Ratten. Mit deren Krankheitslast während der Corona-Pandemie haben sich Studien befasst. Auf die Frage, woher die nächste Pandemie kommt, sagt Virologe Prof. Alexander Kekulé: Kleine Nagetiere seien die heißesten Kandidaten, beispielsweise Mäuse. Außerdem gehen Jan Kröger und Kekulé auf zahlreiche Fragen von Hörerinnen und Hörern ein. Zum Beispiel: Was ist im Nachhinein vom „schwedischen Sonderweg“ zu Beginn der Pandemie zu halten? Kekulé vergleicht dazu das schwedische Vorgehen mit den deutschen Corona-Maßnahmen. Sein Resümee fällt gemischt aus. Und: Wie müsste eine zukünftige Pandemie aussehen, damit eine Impfpflicht ratsam oder geradezu zwingend wäre? Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde 1 Minute
In dieser Folge beschäftigen sich Host Jan Kröger und der Virologe Alexander Kekulé mit dem Protein LRRC15. Mehreren Studien zufolge kann das Protein das Coronavirus weitestgehend unschädlich machen. Prof. Kekulé erklärt, was diese Studien aussagen und wie LRRC15 funktioniert. Was macht das Protein so besonders? Kekulé ist von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um das Protein zwar begeistert. Gleichzeitig muss er aber die Hoffnung auf schnelle Durchbrüche dämpfen. "Zeitnah wird das eher nicht sein", erklärt der Virologe. Er rechne mit Medikamenten in zehn bis 15 Jahren. Außerdem sprechen Kröger und Kekulé noch einmal über das Thema Masken. In Folge #340 war die Meta-Studie der Cochrane Library Thema. Sie kam zu dem Ergebnis: Es gebe keinen Beweis, dass das Tragen von Masken im Kampf gegen die Pandemie größere Wirkung entfaltet habe. Prof. Kekulé hatte das Ergebnis angezweifelt und seine Meinung auch begründet. In dieser Folge trägt der Virologe andere Studien zusammen, die den Sinn von Masken belegen. Ein weiteres Thema ist das aktuelle Infektionsgeschehen. Laut Kekulé ist die Inzidenz zwar gestiegen, eine Bedrohung gebe es aber nicht. Der Virologe kommt auch noch einmal auf die Variante XBB.1.5 zu sprechen. Sie ist inzwischen in Deutschland die am zweithäufigsten nachgewiesene Variante. Laut Kekulé gibt es Hinweise, dass sie dominant werden könnte. Löst das eine neue Corona-Welle aus? Auch darauf gibt der Virologe Antwort. Für Fragen zu "Kekulés Corona-Kompass" schreiben Sie gern an mdraktuell-podcast@mdr.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.
1 Stunde 2 Minuten
Tuberkulose scheint für viele in Deutschland weit weg. Aber auch hierzulande gibt es regelmäßig Ausbrüche, ganz aktuell zum Beispiel in Chemnitz. Weltweit ist Tuberkulose eine der tödlichsten Infektionskrankheiten überhaupt – noch vor Aids und Malaria. Im Podcast erklären Host Jan Kröger und der Mediziner Alexander Kekulé die Krankheit, die Behandlung und die schwierige Suche nach neuen Medikamenten und Impfungen. Zunächst aber geht der Blick in die Türkei und nach Syrien. Nach dem Erdbeben mit vielen tausend Toten gibt es entsetzliche Bilder, die Lage ist katastrophal. Zumindest läuft inzwischen die internationale Hilfe an. Prof. Kekulé hat selbst Erfahrungen in solchen Krisengebieten gesammelt und erklärt, wie die Hilfe in mehreren Phasen abläuft. Zur Tuberkulose: Es handelt sich um eine hochinfektiöse Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Häufig ist die Lunge betroffen. Zu unterscheiden sind eine offene und eine latente Tuberkulose. Zur Behandlung werden meist mehrere Antibiotika herangezogen. Das Problem: Sie stammen aus den 1940er Jahren. Seitdem gibt es im Wesentlichen keine neuen Medikamente. Denn: Die Krankheit tritt vor allem in ärmeren Ländern auf, es lohnt sich schlicht nicht, die Medikamente zu entwickeln, sagt Kekulé. Es gibt auch einen Impfstoff, die BCG-Impfung. Das Problem ist, dass sie nur partiell vor der Krankheit schützt, dafür aber viele Nebenwirkungen hat, vor allem bei kleinen Kindern. Es gibt Bestrebungen, neue Impfstoffe zu entwickeln, aber das ist schwierig und teuer. Für Fragen zu "Kekulés Gesundheits-Kompass" schreiben Sie gern an gesundheitskompass@mdraktuell.de. Oder Sie rufen kostenlos an unter 0800 300 2200.