Total Sozial! Archiv
325 Episoden
26 Minuten
Wie viele Menschen in Deutschland keine Krankenversicherung haben, darüber gibt es nicht wirklich belastbare Zahlen. Zwar spricht das statistische Bundesamt von etwa 80.000 Fällen. Doch die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen. Es kursiert eine Zahl von knapp einer Millionen Menschen und alleine in München sollen es etwa 30.000 sein, die, wenn sie krank sind, nicht einfach mal so zum Arzt gehen können. Dieser Menschen nehmen sich die Malteser an, in ihrer Praxis in der Streitfeldstraße in Berg am Laim. Dort arbeiten ehrenamtliche Mediziner, allgemein und Zahnärzte, und übernehmen die Erstuntersuchung und -versorgung der Patienten.
36 Minuten
Mehr als 400 Menschen mit Behinderung werden im Monsignore-Bleyer-Haus im Münchner Stadtteil Pasing beschäftigt. Je nach Art und Schwere ihrer Behinderung sieht die Betreuung dabei ganz individuell aus. Ein Teil der Beschäftigten arbeitet in den Werkstätten der Einrichtung. Hier gibt es zum Beispiel eine Schreinerei, eine Wäscherei und eine Gärtnerei. In den elf Arbeitsgruppen sind rund 170 Menschen beschäftigt. Wer aufgrund seiner Behinderung nicht in den Werkstätten arbeiten kann, wird in der Förderstätte beschäftigt. Hier gehen die Behinderten verschiedenen Tätigkeiten nach, die zum Beipiel ihre Konzentration und ihre Feinmotorik trainieren. Förderstättenleiter Stefan Baumgartner ist es dabei wichtig, dass sie alle als "Beschäftigte" bezeichnet werden: "Wir sagen Beschäftigte, weil auch Menschen mit einer schweren Mehrfachbehinderung den Anspruch darauf haben, einer Beschäftigung nachzugehen und etwas leisten zu dürfen." Arbeiten als Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Das versucht das Monisgnore-Bleyer Haus auch Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Zudem gibt es auf dem Gelände ein großes Wohnheim, wo ein Teil der Beschäftigten wohnt. Wie es sich dort lebt, wie die Arbeit in den Werkstätten und der Förderstätte aussieht und wie die einzelnen Bereiche zusammenarbeiten, darum geht es in der neuesten Ausgabe von "Total Sozial".
27 Minuten
Was die einen zu viel haben, fehlt den anderen. Während der Durschnichts-Haushalt in Deutschland jährlich ca. 85 Kilogramm Lebensmittel entsorgt, gibt es Menschen, die sich im Supermarkt das Nötigste nicht leisten - oder aufgrund von Krankheit die Wohnung nicht mehr verlassen können.Um diese menschen kümmert sich der malteser Hilfsdienst mit seiner Tafel im oberbayerischen Trostberg.Unter dem Motto „Lebensmittel für Menschen mit kleinem Geldbeutel“ werden dort gesunde Lebensmittel für Bedürftige zur Verfügung gestellt.
28 Minuten
Wer Opfer von Menschenhandel wird, erlebt Unvorstellbares: Zwangsheirat, Zwangsprostitution, Arbeitsausbeutung, Gewalt. In über 90 Prozent der Fälle sind Frauen betroffen. Sie stammen vorwiegend aus Osteuropa, vor allem aus Ländern, denen es wirtschaftlich schlecht geht. Von da aus werden sie dann mit falschen Versprechen zum Beispiel auch nach Deutschland angelockt. Hilfe finden sie in München bei der Beratungsstelle JADWIGA.
26 Minuten
Gerade Geringverdiener oder Rentner bleiben auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt in unserer Landeshauptstadt oft auf der Strecke. Deshalb gibt es in München einen Sozialverband, der sich um ebendiese Wohnungslosen kümmert. Der katholische Männerfürsorgeverein unterhält das Clearinghaus in der Plinganserstraße und bietet den Betroffenen vorübergehend eine Wohnmöglichkeit.
26 Minuten
In der neuen Ausgabe von Total-Sozial geht es um Gutmenschen. „Gutmensch“ – vor genau 4 Jahren, im Januar 2016 wurde dieses Wort zum Unwort des Jahres erklärt. Begründet hat das die Jury damals damit, dass „Unmensch“ ein Schimpfwort sei, mit dem gerade hilfsbereite und tolerante Menschen als dumm und naiv dargestellt werden. Da könnte es etwas überraschen, dass gerade die Caritas Deutschland ihre Jahreskampagne 2020 unter das Motto „Sei gut, Mensch!“ stellt. Gut sein zu wollen, dürfe Menschen nämlich nicht „madig“ gemacht werden, sagt Caritas-Präsident Peter Neher. Deshalb dürfe auch der Begriff nicht weiter nur ein Schimpfwort bleiben: „Es ist tatsächlich unser Anliegen, ihm das Diffamierende wegzunehmen und mindestens eine Nachdenklichkeit zu erzeugen." Wo es bereits Projekte gibt, bei denen Menschen zusammenkommen, weil sie Gutes leisten wollen und was das mit Wolle zu tun hat, das erfahren Sie in der neuen Ausgabe von Total-Sozial. Außerdem erzählt Unwort-des-Jahres-Jurymitglied und Linguistik Professorin Nina Janich, wie es damals zur Wahl des „Unwortes Gutmensch“ gekommen ist.
27 Minuten
Zwei Mal in der Woche kommen Kinder, die bei den Sozialpädagogischen Lernhilfen angemeldet sind, zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KJF. Eine davon ist Christine Geiger. Seit 17 Jahren macht sie den Job. „Es ist der schönste Job, den es gibt. Ich bekomme so viel zurück von den Kindern.“ Sie hilft ihnen bei den Hausaufgaben, rechnet Matheaufgaben nach und ist bei allen Fragen und Problemen ansprechbar. Doch nicht um das reine Lernen geht es. „Ich versuche auch immer das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe zu stärken“, sagt Geiger. Denn die Kinder arbeiten immer in kleinen Gruppen zusammen, machen Ausflüge und backen auch mal eine Pizza zusammen. Koordinatorin Jutta Wolf: „Wir haben viele Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder, die Schwierigkeiten in der Familie haben. Wir wollen ein niederschwelliges Angebot sein, das den Kindern ganzheitlich hilft.“ (Wiederholung der Sendung vom 17.5.2019)
29 Minuten
Gespräche in der Nacht sind dabei eine besondere Herausforderung. Moderator Lukas Schöne hat den Leiter der Telefonseelsorge, Alexander Fischhold, bei einer Nachtschicht begleitet und schildert seine Eindrücke. Da so eine Nachtschicht natürlich sehr anstrengend ist und die Anrufer jederzeit Vorrang haben, ist Alexander Fischhold auch noch ausgeruht im Studio, um allgemein über die Telefonseelsorge zu sprechen. Er berichtet, welche Anrufe ihm besonders nahegehen und wie er damit umgeht. Ebenso geht es darum, welche Themen die Anrufer insbesondere an und nach den Weihnachtstagen ansprechen. Neben Fischhold als Leiter arbeiten vor allem Ehrenamtliche in der Einrichtung. Etwa 30.000 Anrufe bearbeiten sie pro Jahr. Worum es dabei immer geht: zuhören, ein authentischer Gesprächspartner sein und alle Anliegen ernst nehmen. So ist die Telefonseelsorge zu erreichen, rund um die Uhr und kostenlos: 0800/111 0 222
30 Minuten
In der neuen Ausgabe von „Total Sozial“ dreht sich dieses mal alles um sogenannte „Careleaver“. Das sind Jugendliche, die sich an der Schwelle zwischen Jugendheim oder Pflegefamilie und einem selbstständigen Leben befinden. Im Gegensatz zu Jugendlichen, die aus normalen Familien stammen, können sie aber nicht einfach so lange im Hotel Mama bleiben, bis es gerade in den Lebensentwurf passt, selbstständig zu werden. „Careleaver“ haben dafür nur begrenzt Zeit. Hinzukommt, dass ihre Vorgeschichten für die „Careleaver“ schon grundsätzlich schwierigere Vorrausetzungen dafür bieten, selbstständig zu leben. Vivian Korth arbeitet bei den „SBW-Flexiblen Hilfen“, einer Einrichtung der katholischen Jugendfürsorge, die versucht „Careleaver“ „fit fürs Leben zu machen“. Eine davon ist Steffi. Sie war 16 als sie Vivian Korths „Clientin“ – wie sie es sagt – wurde und hat mit ihrer Hilfe den Start in ein eigenständiges Leben geschafft. Inzwischen ist sie 24 Jahre alt und studiert Lehramt. Wie sie das gemeinsam geschafft haben, darum geht es in der neuen Ausgabe von „Total Sozial“. Außerdem waren wir zu Besuch in einer „Careleaver“-WG in München, in der Mädchen zwischen 17 und 21 Jahren gemeinsam leben und teilbetreut werden.
28 Minuten
Weihnachten steht vor der Tür. Zeit für Besinnlichkeit, Zeit für die Familie. Aber es ist auch eine Zeit, in der vermehrt Konflikte auftreten können. Das wissen Isabelle Überall und Anjeli Goldrian von der Ehe,-Familien- und Lebensberatung (EFL) im Erzbistum München und Freising nur zu gut. Augezeichnet am 2.12.2018.
28 Minuten
Etwa jeder sechste Münchner ist direkt von Armut betroffen oder bedroht. Insgesamt rund 270.000 Menschen sind das in einer der wohlhabensten Städte Deutschlands. Deshalb hat die Caritas kürzlich zur ersten katholischen Armutskonferenz eingeladen. Barbara Igl ist Vorstand bei "In Via" dem katholischen Verband für Mädchen und Frauensozialarbeit und hat an der Konferenz teilgenommen. In "Total Sozial" erzählt sie, was auf der Konferenz besprochen wurde und auf was für Ziele man sich geeinigt hat. Außerdem stellt sie die Arbeit ihres Verbandes vor und hat auch Ideen dabei, wie jeder einzelne armen Menschen helfen kann.
27 Minuten
Wenn diesen Sonntag der Klingelbeutel in den Kirchen des Erzbistums umgeht, dann seien Sie großzügig - denn das am ersten Advent gesammelte Geld geht an die katholische Jugendfürsorge. Die unterstützt heuer mit Ihrer Spende das Wohnheim des kinderorthopädischen Behandlungszentrums in Aschau. Das Würzburger Haus. Hier leben und lernen 20 Kinder mit Behinderung. Die Behinderungen sind dabei ganz unterschiedlicher Natur und jedes Kind braucht deshalb auch ganz individuelle Betreuung und Therapie. Zum Beispiel Manu. Manu ist 18 Jahre alt, hat starke Spastiken und sitzt deshalb im Rollstuhl. Zum Sprechen benutzt sie einen Sprachcomputer – einen sogenannten Talker. Wie der funktioniert und wie sie mit ihrer Logopädin übt, den Talker zu bedienen – das hat sie mir gezeigt. Außerdem habe ich den 13-Jährigen Lukas getroffen, der AMC hat. Eine angeborene Krankheit, bei der die Gelenke versteifen. Lukas trägt deshalb Orthesen, das sind Schienen, die die Beine stützen und benutzt einen E-Rollstuhl. Trotzdem spielt er begeistert Fußball und Tischtennis. Dass das alles möglich ist - Darum kümmert sich ein ganzes Team aus Pädagogen und Therapeuten, die Lukas, Manu und die anderen Kinder rund um die Uhr das ganze Jahr über betreuen. Also eigentlich ist es fast wie in einem Internat. Das Ziel des Behandlungszentrums ist dabei den Kindern einen ganz normalen Alltag zu ermöglichen. Wie der aussieht und wo das am ersten Advent gesammelte Geld noch gebraucht werden kann – das alles hören sie in der neuen Ausgabe Ausgabe von Total Sozial.
31 Minuten
Viele Frauen schämen sich und vertrauen sich deshalb niemandem an. Doch was, wenn die Gewaltausbrüche so weit gehen, dass das Leben der Frauen und oftmals auch das ihrer Kinder in Gefahr ist? Jährlich suchen deshalb tausende Frauen in Deutschland Schutz in Frauenhäusern. Anlässlich des "Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen", der jedes Jahr am 25. November stattfindet, spricht Katharina Karl mit Maria Collel, der Leiterin des Münchner Frauenhauses. Sie erzählt, wie wichtig diese Einrichtung ist- und warum das Thema häusliche Gewalt für viele immer noch ein Tabu darstellt.
33 Minuten
Internationale Austauschprogramme boomen. Die Folge: Jedes Jahr suchen zehntausende junge Menschen in München nach einer bezahlbaren Unterkunft. Dass sie diese oftmals nur für einen befristeten Zeitraum von 6 Monaten oder maximal einem Jahr benötigen, macht die Suche nicht leichter. Aus diesem Grund vermietet das katholische Jugendsozialwerk München e.V. zahlreiche Zimmer in seinen Wohnheimen in München an ebensolche Jugendliche. Eines davon ist das Jugendwohn- und Gästehaus München-Süd in Forstenried. Doch wie kommt ein Sprachstudent aus Buenos Aires oder ein Azubi-Koch aus Teheran an eines dieser begehrten Zimmer und wie leben die verschiedenen Nationalitäten hier zusammen? In unserer neusten Folge bei „Total Sozial“ spricht unsere Redakteurin Katharina Karl mit dem Leiter des Wohnheims und einer jungen Bewohnerin über die Wichtigkeit solcher Einrichtungen.
29 Minuten
Bettina Grosselfinger ist seit zwei Jahren dabei und sagt: "Diese Aufgabe ist für mich ein großes Geschenk". Gemeinsam mit der Leiterin des Hospizdienstes in Gräfelfing, Ina Weichel, ist sie im Studio und spricht über Ihre Erfahrungen. Ihr Blick auf den Tod und ihr eigenes Leben habe sich durch die Tätigkeit grundlegend geändert: "Ich habe gelernt, wie kostbar unsere Zeit ist und wie viel Schönes wir damit machen können."