Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene Archiv
315 Episoden
37 Minuten
„Hier ist noch das Land von Milch und Honig“: Ja, richtig gehört. Swen Nikolaus und Christian Hoffmann haben den globalen Blick. Amerika hat eine doppelt so hohe Inflationsquote, 67 Prozent sind es in der Türkei, dazu gibt es eine massive Abwertung der Währung. Die Deutschen verstünden es sehr gut sich selbst schlecht zu machen. Es gebe aber jetzt wieder eine gute Basis, um sich für die Zukunft aufzustellen. Die Zukunft von Swen und Christian begann schon 2023, denn da unterschrieben sie einen Vertrag mit Keller & Williams, brachten damit das amerikanische Maklernetzwerk nach Deutschland. Weltweit sind darin über 200.000 Makler in über 60 Ländern organisiert. Swen und Christian sprechen mit mir über Transparenz und Miteinander als Grundlage für das Netzwerk, über die Internationalität innerhalb Deutschlands, Strukturen, Prozesse und Ineffizienzen. Es geht um das Image der Makler, die Kooperation mit dem IVD, um die Nachweispflicht für die Kompetenz eines Maklers und Lokalität. Ebenfalls erwähnenswert: der schöne Ryan Gosling, Reisen in mehr als 100 Länder, Süßigkeiten, das Dreamteam und die Rose am Revers. Ein Blind Date also für die Immobilienbranche.
33 Minuten
„Die Kunden brauchen Sicherheit und Zuverlässigkeit“ und „Wenn wir bauen, kaufen die Leute auch“: Sophie Jenßen ist Head of Sales bei Bonava. Sehr offen spricht sie über die Verkaufszahlen der Jahre 2023 und 2024 und über die Entlassungen im Unternehmen. Es geht aber auch um die über 50 Projekte, die derzeit in der Pipeline sind, um Festpreisgarantie, garantiertes Fertigstellungsdatum und Vorverkaufsquoten. Ich spreche mit Sophie über das Einsparpotenzial im Ausstattungsbereich und wie die potentiellen Käufer darauf reagieren, über technische Lösungen und Happy Neighborhood. Sophie erzählt über ihr Jahr in Amerika und warum sie das zur Immobilie brachte, verrät, wer ihre größte Kritikerin ist und warum sie Altbau nicht und Woltersdorf sehr gern mag. Dazu noch Blaubeeren und Himbeeren, fertig ist der Podcast.
38 Minuten
„Es gehört zur Wahrheit, dass die Branche nicht immer in einem starken Wettbewerb stand und deshalb die Dynamisierungskräfte nicht besonders groß sind“: Das sagt Rüdiger Grebe, der Oberbeauftragte für Weiterbildung in der Immobilienbranche. Das ist natürlich nicht sein echter Titel, richtig ist: Leiter der EBZ Akademie seit 2012, bei der EBZ seit mehr als 25 Jahren tätig. Wir sprechen über die Notwendigkeit von anderen Antworten, wenn es um das Thema Work-Life-Balance und Teilzeit sowie die damit verbundenen Herausforderungen an Führung geht, über die Chance für Ideen, über Dialogkultur und über Erwartungshaltung im Zusammenhang mit Arbeitsverdichtung. Es geht um die Frage, ob kleine Unternehmen resilient genug für die Anforderungen der jetzigen Zeit sind, gerade wenn man beispielsweise über Effizienzgewinne durch Digitalisierung sprechen möchte. Fusionen gibt es, bei Genossenschaften sind die schon schwerer: Was macht es aber für alle, wenn sie bereichsübergreifend arbeiten sollen? Mit anderen Teams, mit anderen Firmen? Das meint hier keinen Vorschlag, sondern aufgrund der vielen Impulse von außen eine Pflicht. Wir haben also über nicht weniger als Zukunftsbilder für Unternehmen und Transparenz gesprochen, dazu über Pinguine, Netzwerke, alte weiße Männer und die Balance zwischen Dynamik und Stabilität. Viel Zukunft und viel Neues, in einer Branche mit einem langfristigen Produkt.
30 Minuten
„Es war für uns eine richtige Challenge, Mut und Glück waren auch dabei“: Mit Eva Welzenbach habe ich ein richtiges Best Practice besprochen. Als Geschäftsführerin von ADVENIS Deutschland haben sie und ihr Team knapp 50 Gebäude under Management. Das 2016 erworbene Bürogebäude mit einem langfristigen Mieter namens SIEMENS – wie bereits im Intro gehört – steht nach gescheiterten Mietverhandlungen perspektivisch leer. Innerhalb von sehr kurzer Zeit wandelt sich das Haus aus den 1990er-Jahren in eine Schule mit einem ebenfalls neuen pädagogischen Konzept. Sehr bunt, mit Hund. Eva Welzenbach spricht über die Vorbehalte gegenüber der Verwaltung und was an denen dran war. Sie erläutert den Prozess: von einer Machbarkeitsstudie, über die Mietverhandlungen bis hin zur Eröffnung mit einigen Besonderheiten. 600 Euro pro Quadratmeter wurden ausgegeben, ein Mietvertrag über 20 Jahre abgeschlossen. Sicherheit geht also vor: bonitätsstarker, langfristiger Mieter, dafür aber weniger Miete. Zudem gibt Eva Welzenbach einen Einblick in das Portfolio und mögliche weitere Umnutzungen. Und es geht um einen Hubschrauberlandeplatz, Lichtsignal und die fehlende Pausenklingel.
36 Minuten
„Es gibt wieder Upside-Potenzial“: Das sagt Dr. Kilian Mahler von Periskop Logistics. Die DLE-Umbenennung haben alle mitbekommen, Kilian hat mir unter neuem Namen das erste Interview gegeben. Wir sprechen – wie gerade gehört – über den aktuellen Fonds. Insgesamt kann das Unternehmen auf 2,5 Millionen verwaltete Quadratmeter und mehr als drei Milliarden Transaktionsvolumen blicken. Kilian legte bereits 2012 seinen ersten Logistikfonds auf und war damit ein Pionier. Wenn ein Projekt auf den Markt kam, gab es fünf oder sechs Interessenten. Es geht also auch um die Reputation und die Faszination von Logistik. Wir erörtern Ähnlichkeiten zur Finanzkrise 2008 und die Herausforderungen durch das wirtschaftliche Umfeld, sprechen über Künstliche Intelligenz & Robotik, Windräder & Solaranlagen, Batteriespeicherung und das Recycling von Produkten. Natürlich geht es auch um das Ankaufprofil, Off-Market-Transaktionen und Faktoren. Außerdem spricht Kilian über zwei Projekte: eines wurde nachverdichtet, bei dem anderen erfolgte die Wertschöpfung durch den Ausbau mit einem Mieter. Kurzum: Es geht um die Vielfalt der Logistik. Was das mit Bügeln zu tun hat: Kilian verrät es.
37 Minuten
„Als Mittelständler bin ich bereit dafür Geld auszugeben, auch wenn nicht klar ist, ob es sich refinanziert“: Das sagt Felix von Braun über das derzeit größte Fassadenkunstwerk in Deutschland, die „Grüne Oase“ von Agostino Iacurci. Kunst am Bau ist für den Geschäftsführer der DPF Group nur eine Facette, gemeinsam mit seinem Team unterstützt er beispielsweise auch die Oper Frankfurt. Hinter dem Kunstwerk entsteht in Frankfurt ein weiteres Haus der Tertianum Premium Suites. 121 Wohnungen, große Gemeinschaftsflächen, Bibliothek, Spa, Salons, Terrasse und Garten, zu einem Preis von etwa 5.000 bis 6.000 Euro für 70 Quadratmeter. Felix spricht mit mir über das erste Konversionsprojekt und wie groß der Bedarf im Premium-Segment für Seniorenwohnen ist. Es gibt bereits Häuser in München, Berlin und Konstanz, Expansion ist ein Dauerthema. Allerdings gebe es zu wenig geeignete Vorhaben, DPF geht nun auch als Partner mit in mögliche Projekte. Wir sprechen über den Betreiber als Werttreiber, über eine engere Verzahnung mit der RAS und dem Team von Raffaele Sorrentino. Falls das jetzt jemandem bekannt vor kommt: Ja, mit ihm gibt es auch einen Podcast. Und dann geht es noch um die Kunst-Agenten in jedem Tertianum-Haus, um den Anspruch an gutes Essen, für den hier Koch-Superstar Tim Raue steht. Dominik Obermeier setzt das in allen Häusern um, leitet zudem alle Brasserie Colette-Restaurants. Die gute Qualität und der Mitarbeiter-Rabatt haben bei der DPF Group direkt zu Gewichtszunahmen geführt. Kunst am Bau, Essen und Immobilien: mal wieder eine Wundertüte. Perfekt für den Jahresabschluss: ich wünsche besinnliche Weihnachten, ruhige und vor allem erholsame Tage, einen fulminanten Start in das neue Jahr und verabschiede mich. Den nächsten Podcast gibt es am 14. Januar.
34 Minuten
„Das Hochhaus an sich ist kein Selbstzweck“: Oliver Fuchs von HB Reavis arbeitet mit seinem Team am Central Tower an der Jannowitzbrücke. Grund genug für einen gemeinsamen Podcast also. Oliver Fuchs spricht mit mir über das Workshopverfahren, die Wünsche der Nachbarn, das Hochhausleitbild Berlins. Er beleuchtet das Image von früheren monokausalen Bauten, verrät, welches neue Hochhaus er unbedingt sehen will, definiert die Wechselwirkungen zwischen Funktion, Nachbarschaft und Nutzung. Wenn es um Hochhäuser geht, muss es um ihren ikonischen Charakter und damit um die Bedeutung der Architektur gehen, in diesem Fall auch um den Entwurf von Dorte Mandrup. „Kein Haus sollte lediglich ein Denkmal für die Gestaltungskraft des Architekten sein, denn das würde nicht reichen“, sagt Oliver Fuchs und zielt damit wieder auf die urbane Funktion ab, auf den Willen zu gestalten. Auch wenn Oliver Fuchs in Deutschland eine Angst vor Veränderungen wahrnimmt und lieber die Lust entfachen will, einer Stadt beim Wachsen zuzusehen. Eigentlich war der Central Tower als Hauptthema des Podcastes gedacht. Doch nach einer Führung durch das DSTRCT haben wir spontan über dieses HB Reavis-Projekt noch ein wenig gesprochen. Immerhin ist es das deutschlandweit erste mit einem „Good Mobility“-Vollzertifikat in Platin.
38 Minuten
„Wir haben sehr großvolumige Projekte in der Pipeline“: Solch frohen Ausblick haben nicht alle Player in der Immobilienbranche derzeit zu verkünden. Klaus Busch von CoRE Solutions schon. Denn: „Krisenzeit ist Leasingzeit.“ In diesem Podcast geht es also um Immobilienleasing, eine Nische, die nicht viele Player besetzen. Klaus Busch beantwortet meine Fragen – am Ende wird es für mich zu einem Input-Marathon. An dieser Stelle dafür schon mal meinen Dank! CoRE Solutions hat 520 Millionen Assets under Managment, 70 verwaltete Gesellschaften und sitzt in Krailing. Klaus Busch sagt: „Viele Gesetzmäßigkeiten der Immobilienbranche interessieren uns nicht.“ Da wird auch eine Logistikfläche mit dem Thema Gefahrengut zu einem lohnenden Investment, weil ein bonitätsstarker Mieter dahintersteht. Bonität ist das Schlüsselwort beim Immobilienleasing, ob Neubau oder Bestand spielt dabei keine Rolle. Es gibt lange Laufzeiten, die Vor- und Nachteil zugleich sind, und keine Indexmietverträge. Klaus Busch klopft mit mir verschiedene Assetklassen hinsichtlich seines Geschäftsmodells ab, erzählt über das erste Wohnprojekt, bei dem das ISAR Klinikum Räume für seine Angestellten baute, und über die Historie von Immobilienleasing.
33 Minuten
„Wenn wir Mieten nicht anheben wollen, dann muss man in den Anforderungen an die Sanierung einen Schritt zurückgehen“: So einfach könnte es gehen, davon ist René Fabian überzeugt. Der Geschäftsführer der Niersberger Group spricht mit mir über DAS größte serielle Sanierungskonzept in Deutschland, das derzeit in Erlangen passiert. Das läuft so gut, dass sich begeisterte Mieter bei dem Unternehmen bewerben. Es geht zudem um Ehrlichkeit miteinander, wenn Finanzen und Ziele zueinander passen sollen, um sinkende Planungskosten im seriellen Bereich, um Wohnraumerhaltung durch Strangsanierung. René Fabian sagt auch: „Wir müssen lernen die Effizienzvorteile zu nutzen und auch für uns als Unternehmen nicht nur monetär ideal zu nutzen.“ Es geht um 3D und um BIM und auch darum, wie man Mitarbeiter an die neue Ära des Arbeitens heranführen kann und muss. Serielle Sanierung bei IMMOBILÈROS: Nicht nur Theorie, sondern Praxis mit all ihren Herausforderungen. Praxis ist eben doch besser als schnöde Theorie.
36 Minuten
„Wenn wir die Fläche anmieten, dann vermieten wir an den Kaufmann unter“: Simon Geven ist Expansionsmanager für REWE-Handelsstandorte in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Er erklärt mir die unterschiedlichen Erwerbsmodelle und den Unterschied zwischen Supermarkt und Discounter. Es geht um die Historie von REWE und damit auch um Tourismus, Penny und Baumärkte. Spannend: Das Unternehmen, das eigentlich eine Genossenschaft ist, hat seit Jahrzehnten das allen bekannte Logo. Und Simon berichtet über das Portfoliomanagement, die Modernisierung der Verkaufsflächen in Modulbauweise und benennt Beispiele, wie im ländlichen Raum die Diskussionen mit Kommunen zum Ausbau der Infrastruktur Erfolg haben. Zudem entwirft er ein neues Emoji und muss ins Phrasenschein einzahlen. Warum, das gibt es hier.
41 Minuten
„In der Sekunde, wenn der Pflegebedürftige auf der Straße steht, spätestens dann kommt es im Bewusstsein der Gesellschaft an“: Alexander Fröse ist Experte für Gesundheitsimmobilien. Als Founder und Managing Partner von Periskop Living konnte er nun die Auflage eines zweiten Fonds für Betreutes Wohnen und Stationäre Pflege verkünden. 350 Millionen Euro sollen eingeworben werden, 5,5 bis sechs Prozent Cash on Cash pro Jahr lautet die Ansage. Alexander hofft auf den Appetit der Investoren, kann auf die erfolgreiche Platzierung des ersten Fonds verweisen. In unserem zweiten gemeinsamen Podcast geht es aber noch um viel mehr: um Ankaufsfaktoren, Slippery Living & Mehrgenerationenwohnen, Alexander fordert mehr Proof of Concept. Wir sprechen über WLAN für Senioren, Ladesäulen als einen Vorteil für Arbeitskräfte, proaktives Asset Management, über zwei Beispiele aus der Praxis. Das Ergebnis der100-prozentigen Einzelzimmer-Quotenregelung führt zur Trennung eines Ehepaars oder in einem anderen Projekt zu bewusst akzeptiertem Leerstand – trotz langer Wartelisten. Alexander erzählt über seine intrinsische Motivation für seinen Job, weil seine Mutter in der Pflege arbeitete und er mit den Herausforderungen dieser Branche aufwuchs. Er zitiert den französischen Staatschef: „Wir müssen deregulieren und überinvestieren.“ Und Alexander stellt eine steile These auf: Der demografische Wandel könnte die Gesellschaft noch stärker umwälzen als Künstliche Intelligenz.
40 Minuten
„Es fehlte die Kontinuität, die der Immobilienmarkt eigentlich braucht“: Susanne Tattersall ist eine Property Managerin mit Herzblut. Mit Tattersall Lorenz ist sie eine der bestimmenden Player im deutschen Markt, mit talyo, ihrem – wie sie es nennt – Startup auch im Wohnbereich unterwegs. Die Bandbreite dieses Podcastes ist riesig: Ich spreche mit Susanne über die neue Bedeutung des Property Managements nach der Zeit, in der es eigentlich immer nur um Transaktionen und die Pflege neuer Datenräume ging, über Nachhaltigkeit, die eben nicht mehr nur im Fassadebemalen für einen Vervielfältiger besteht. Es geht um neue Anforderungen an Honorare, Reportings, die Herausforderungen, die damit in ihrem Team aufkommen. Wirklich mit Not umzugehen, sei etwas ganz anderes, das müsse auch thematisiert werden. Meint: Konjunkturelle Entwicklungen zu thematisieren sei wichtig. Susanne erklärt, was es mit dem Pre-Property-Management beispielsweise im PANDA in München auf sich hat, wie das neue Berufsbild eines Communication Managers aussieht und warum der Beruf des Property Managers geschützt werden muss. Es geht um Office-Mieten und die Erwartung der stetigen Steigerung, über die Weisheit auf Löffeln und warum Susanne keine Quotenfrau ist. Was das alles mit Bier und Pferden zu tun hat: Wie immer ist der IMMOBILÈROS-Podcast auch eine kleine Wundertüte.
48 Minuten
„Ich freue mich auf die gestalterische Renaissance, die noch mehr feiert, was Kreativität eigentlich kann, und das ist garantiert nicht die Schublade“: Fabian Freytag ist einer der angesagtesten Interior-Designer Deutschlands und hat sein Buch-Debüt „Gently Radical“ vorgelegt. Es ist eine Reise durch sein Leben, die Orte, die ihn beeinflusst haben. Das „Abfackeln der Ego-Show“ wie er es selbst nennt, ist etwas für Schöngeister, Alkohol-Fans, Städte-Liebhaber und natürlich Fabian Freytag-Fans. Wir sprechen über das Tauchen nach der richtigen Begrifflichkeit, den erhobenen Zeigefinger, Schubladen-Denken bei Architekten und Innenarchitekten und sein „eingeschränkt gutes Verhältnis“ zu Autoritäten. Zudem spricht über die Vorteile Künstlicher Intelligenz und wie das seine Arbeit verändert – fernab der Angst, dass sie eine Bedrohung darstellt. „KI ist genauso anstrengend wie einige Menschen“, sagt Fabian Freytag, der unter anderem eine Musterwohnung im Hafenparkquartier der B&L Gruppe einrichtete. Design und Künstliche Intelligenz müssen sich in unserem Podcast den Vergleich mit Fertig- und frisch zubereiteter Pizza gefallen lassen, der Urknall kommt vor. Ich hinterfrage bei Fabian, wie das Recycling bei Möbeln gehen kann, er setzt statt auf die „Nachhaltigkeits-Kiste“ lieber auf Geschichten und Augenstreichler und ist dabei voll im Nachhaltigkeitstrend. Und wir sprechen über Hafermilch mit Nichts, Kopfkino, den Mittelfinger der 2000er und über – nein, nicht Fußball – sondern über Alkohol. Über Martini-Table und Negroni.
35 Minuten
„Unsere Nische hat ein ganz klares Ausrufezeichen hinter seine Relevanz gesetzt hat“: Das sagt Anett Gregorius über Serviced Apartments. Ich spreche mit Anett, die seit 25 Jahren mit ihrem Unternehmen Apartmentservice das Segment begleitet, über den Quantensprung in der Bekanntheit, kommende Projektopportunitäten und warum die Charta der Apartmentkonzepte eine Abgrenzung zum Wohnen brauchte. Es geht um Serviced Apartments als Heilsbringer für leere Officeprojekte: Bei Konversionen gehört das Segment einfach aufgrund seiner Flexibilität zu den Top-Favoriten. Das und die Übernahme von kleineren Unternehmen bilden gerade die Basis für Expansion. Es geht um neue Brands, zunehmende Konkurrenz, Wachstumsschmerzen, geänderte Nutzergruppen, Künstliche Intelligenz und die Bedeutung des Faktors Mensch. Anett gibt außerdem einen ersten Einblick in die aktuellen Zahlen. In aller Kürze: ADR-Anstieg bei zurückgehender Auslastung und einen Euphorie-Dämpfer. Und sie verspricht, dass es bis zum Ende des Jahres im Segment noch einige Announcements geben wird, womit ich beim Thema wäre: Auch 2024 freue ich mich sehr über die Medienpartnerschaft mit der SO!APART, der Jahrestagung des Serviced Apartments-Segmentes, das Anett seit zwölf Jahren mit viel Liebe für das Detail und das familiäre Gefühl initiiert. In diesem Jahr am 20. und 21. November in Leipzig. Eines kann ich sagen: Es ist eine meiner Lieblingsveranstaltungen, eben weil sie so familiär ist und der offene Austausch mich jedes Jahr wieder begeistert. Große Begeisterung gibt es bei mir auch wegen der Keynote: Als Fußballfan freue ich mich riesig Weltschiedsrichter Dr. Felix Brych zu hören. Also: Es lohnt sich auf jeden Fall.
38 Minuten
„Das Eigenkapital hat eine gesellschaftliche Verantwortung“ und „Immobilien kann man nicht pflanzen wie Bäume“: Gabriel Khodzitski spannt einen weiten Bogen über die Immobilienbranche hinaus. Der Gründer und CEO der PREA Group philosophiert mit mir darüber, ob die Immobilienbranche sich nicht viel mehr auf die Bedürfnisse der Nutzer einstellen und weniger aus sich heraus Innovator sein sollte. Er spricht über seinen Glauben, dass der Anstieg von Mieten durch Transparenz auf dem Immobilienmarkt verlangsamt werden könnte und hält damit ein intensives Plädoyer für eben jene Transparenz. Im zweiten Teil geht es um Bluestar, ein Label für Rechenzentren, das PREA entwickelt hat. Wir sprechen über den Bot als guten Freund und was passiert, wenn man statt Google ChatGPT befragt. Gabriel rechnet vor, welche Kapazität an Rechenzentren wir brauchen werden. Es geht also um eine Transformation des heutigen Lebens, zu dem Longvity, Spritzen to go im Laden auf der Hauptstraße, eine Umbewertung von Passantenfrequenzen und disruptive Technologien immer mehr unseren Alltag beeinflussen werden. Dazu noch Legacy, Trillionen von Daten, autonomes Fahren, Zeitgeist und Logistikimmobilien: fertig ist der Podcast. Das letzte Wort hat Gabriel: „Ich sehe Rechenzentren als Schlüssel-Assetklasse für den nächsten Immobilienzyklus.“