Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene Archiv
315 Episoden
43 Minuten
„Wir wollen nicht Beton bauen“, sagt Dr. Thomas Götzen von der Interboden Gruppe. Und erst recht keine leeren Wüsten. Dem inflationär benutzten Begriff Quartier stellt er seinen eigenen gegenüber: das urbane Dorf mit einer Sicherheitsklammer. Das hat verschiedene Baukörper, die sich nicht wie ein Ei dem anderen ähneln. maxfrei auf dem Areal einer ehemaligen JVA-Anstalt in Düsseldorf ist ein Beispiel dafür. Thomas Götzen will die Assetklasse Quartier etablieren – und das mit Hilfe von Kooperationen. Darüber spricht er mit mir in diesem Podcast. Und auch über das Leuchtturmprojekt The Cradle, den Baustoff Holz, die Gründung eines Startups, als es den Begriff Proptech noch gar nicht gab und was Digitalisierung mit sozialen Kontakten zu tun hat. Außerdem geht es um ein Apartment-Konzept, das eigene Institut für Lebenswelten, wie sein Vater für Innovation sorgt und wie Interboden in Berlin mit preisbewussten Wohnungsbau Fuß fassen will.
37 Minuten
Er mag sein Einzelbüro und hätte nicht – wie sein Arbeitgeber – den Mut gehabt, bereits 1990 tausende Quadratmeter in Schönefeld und Umgebung zu kaufen: Thomas Graf ist Geschäftsführer der Alpine Finanz, sitzt in Schönefeld und baut ein neues Bürohaus. In diesem Podcast spricht er über die Revitalisierung des Bestandes, Mieter und deren Stundungen in Zeiten der Pandemie und über die fehlende Urbanität der Region. Natürlich muss es auch um den BER gehen, zumal er dort vor vielen Jahren für Projektentwicklung verantwortlich zeichnete. Er kennt sich also aus mit Großkonversionen, Masterplänen und der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn. Thomas Graf ist ein alter Hase im Immobiliengeschäft, kann etwas zu Tegel als einem Großprojekt mit mehr als „so einem Zertifizierungsding“ sagen, er hat eine klare Meinung, wenn es um Solitäre geht, will einen Campus mit Infrastruktur entwickeln. Und er versteht etwas von der Region: Der Podcast endet also mit einem nicht veganen Werbeblock.
43 Minuten
Den Einkaufsvorgang gibt es so nicht mehr, denn „der Versorgungsthematik muss man nicht mehr hinterherlaufen“: Karl und Klaus Schwitzke sehen das Retailsegment kritisch, aber geben es nicht verloren. Mit ihrer Schwitzke Group designen sie Läden und Kaufhäuser – und das nicht nur in Deutschland. Hier sprechen sie über Vorschriften für den Kunden und Dachgärten auf Shoppingmalls. Neu denken, lautet die Formel dieses Duos mit Weitblick. Das gilt für den Lebensmittelhandel, den sie in einem Umbruch sehen, für den Möbelhandel oder das Gartencenter, die in die Innenstadt zurückkehren, aber auch für die Stadtverwaltungen, die heute immer noch Vorschriften gelten lassen, was auf welcher Straße verkauft werden darf. Warum das Einkaufen in Stadtteilen mehr Spaß macht als im Zentrum? Gähnende Langeweile, lautet die Antwort der Brüder. Fortuna Düsseldorf, Chelsea und Leverkusen – außer dem Fußball haben diese Clubs Schwitzke-Fanshops gemeinsam. Bei denen geht es nur im Hintergrund um die Produkte, denn die will jeder haben. Vielmehr kommt es auf eine ausgeklügelte Logistik an, denn dieser Einkauf muss einfach schnell gehen.
26 Minuten
Till Schwerdtfeger ist Vorstand der AOC Immobilien AG mit Firmensitz in Magdeburg. Lange Zeit unter dem Radar, ist die AOC binnen kürzester Zeit zu einem großen inhabergeführten Immobilienentwickler – auf jeden Fall zu einem der größten inhabergeführten Entwickler auf dem ostdeutschen / mitteldeutschen Immobilienmarkt herangewachsen. AOC verfügt aktuell über eine Projektpipeline in Richtung einer Milliarde – und zwar nahezu ausschließlich mit Projekten in Ost- beziehungsweise Mitteldeutschland. Auffällig dabei – AOC bespielt nicht nur die hinlänglich bekannten B-Städte Dresden und Leipzig - auch Standorte wie Magdeburg, Erfurt und Halle sind im Fokus von AOC. Ich spreche mit Till Schwerdtfeger über - die Strategie von AOC, - warum er sich so stark auf den Osten konzentriert, - warum er spekulativ Büro in Dresden und Leipzig entwickelt, - ob man Forward Deals gegen steigende Rohstoffpreise absichern kann, - und wohin die Reise geht. Ein anregender Ausflug in den unterschätzten Immobilienmarkt Ost.
46 Minuten
Über ein Jahr war es ziemlich still um ihn – jetzt ist er wieder da - Christoph Gröner legt wieder los – diesmal mit der CG Elementum – und schon ist er nach eigenem Bekunden mit fünf Milliarden Euro Projektvolumen am Start. Im Podcastgespräch erlebt man einen anderen Christoph Gröner als noch vor einem Jahr. Ja sicher – und auch gut vernehmbar –, er redet immer noch Klartext, aber alles eine Spur unaufgeregter und gelassener, als noch vor Jahresfrist. Und trotzdem bleibt er natürlich auch der Alte – beim Springen zwischen Visionen, Analyse und der Abteilung Attacke. Auf jeden Fall lohnt es sich, wieder genau hinzuhören auf das, was er sagt – von den großen Linien bis zu den kleinen Details, die alle aus der Szene zwischen den Zeilen deuten können - zum Beispiel rund um das Erfurter Fertigteilwerk - und was es mit Norbert Ketterer zu tun hat. Ein interessantes Gespräch über die neue CG Elementum, Trends und Tendenzen am Markt, interessant auch, wie stark Christoph Gröner das Thema ESG gewichtet, wie weit er bei seiner Vision von einer digitalisierten Immobilienbranche ist – und natürlich auch, wer für den Untergang Deutschlands verantwortlich ist. Alle, die über die Immobileros-Website kommen – man kann den Podcast auch über Apple Podcast oder Spotify hören – bitte gebt uns ein Like bei Apple Podcast und empfehlt uns weiter.
34 Minuten
Gunther Hastrich, gebürtiger Hesse, ist Architekt. Mit internationaler Erfahrung und einem Helden namens Renzo Piano, für den er in Genua arbeiten durfte. In diesem Podcast spricht der Gründer von Archigon über seine Wahlheimat Berlin, seine Liebe für Glas, warum er als Projektentwickler einen Preis für die Bouchégärten bekam und wieso eine von ihm mit initiierte Studie dem Arbeitszimmer in der Pandemie ein wenig die Wichtigkeit nimmt. Gunther Hastrich hat einen eigenen Fanclub, oder besser: Seine Projekte haben den. Verdichtung gehört für ihn zu einer Großstadt, hier sieht er noch jede Menge Potenzial. Welchen Appell er an die Politik richtet, was er in Kalifornien gelernt hat, was die wirtschaftliche Dynamik mit dem Immobilienmarkt macht, ist alles in den kommenden Minuten zu hören.
40 Minuten
„Die Lage ist verheerend“, sagt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und selbst Betreiber mehrerer Hotels. 90 Prozent Umsatzeinbruch gegenüber einem normalen Jahr stehen zu Buche. Die Hotellerie wird durch die Pandemie schwer gebeutelt, vieles steht auf dem Prüfstand. War es in den letzten Jahren mehr als angesagt, immer neue Konzepte auf den Markt zu bringen, wird nun deren Qualität verstärkt betrachtet. „Wir brauchen neue Ideen und nicht nur neue Hotelzimmer“, sagt Otto Lindner. Im Podcast spricht er über den Verlust von gut ausgebildeten Mitarbeitern, den Druck auf tradierte Unternehmen und über das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern in Zeiten der Krise. Otto Lindner hat Sehnsucht nach Gästen, freut sich über ein Modellprojekt auf Sylt und damit die Öffnung eines Hauses und erklärt, warum Mallorca als Blaupause für sicheres Reisen gesehen werden sollte.
32 Minuten
Timm Sassen gründete 2012 die Greyfield Group. Mit dem Unternehmen will er den Menschen in den Fokus stellen, Klimaneutralität erreichen, graue Energie minimieren. Während landauf landab die Nachhaltigkeitskeule mit allerlei Theoriepapieren, Strategien und Willensbekundungen zu einem Stöckchen wird, sagt der studierte Architekt, dass er die Welt verändern will. Einzelkämpferimmobilien sieht er, nämlich jene, die sich in die Umgebung einpassen. Um seiner Strategie treu zu bleiben, veräußerte er einen Teil des Portfolios. Zwar solle man niemals nie sagen, aber Neubau kommt für Timm Sassen derzeit nicht in Frage. Er will nicht den Investoren gefallen, lieber die Bauwerke generationenübergreifend betrachten. Dafür lehrt er seinen Studenten, dass die Bearbeitung von Bestand eine ganz andere Disziplin ist, nicht jede grüne Fläche eine Versiegelung braucht. Der Immobilienbranche wirft er Etikettenschwindel vor, wenn es um die Klimaneutralität geht. Natürlich sieht auch er die großen Konflikte, die mit den hehren, nachhaltigen Ansinnen einhergehen. Dagegen helfen aus seiner Sicht Messbarkeit, Ehrlichkeit und Transparenz. Ein wenig theoretischer Podcast über das Thema der Zukunft. Timm Sassen ist überzeugt davon, dass das beste klimaneutrale Gebäude schon da ist, weil es nicht erstellt werden muss.
33 Minuten
„Tilman will immer Lösungen“, sagt eine Mitarbeiterin und lächelt. Tilman Gartmeier hat mit Cube Real Estate einen Projektentwickler mit zwei Milliarden Realisierungsvolumen aufgebaut. Denn der Schwabe findet meist eine Lösung. Die Expansion von Cube leitete er im vergangenen Jahr mit der Gründung von Niederlassungen in Hamburg und Frankfurt ein. Tilman Gartmeier ist kein Mann des Stillstandes und des Wartens. Da beispielsweise Kompetenz zum Energiecontracting bei jedem Projekt gebraucht wird, gründete er genau dazu ein Tochterunternehmen. Im Podcast spricht er außerdem über Eigenkapitalersatz über Crowdfunding, darüber, was Kirchturmpolitik und zwei Stunden Fahrzeit miteinander zu tun haben, wie er ideale Werte für sein Unternehmen übersetzt, darüber, was experimentelles Wohnen ist und wo er auf jeden Fall eine Niederlassung haben möchte.
38 Minuten
Er hat eine neue und eine alte Heimat und irgendwie noch etwas zwischendrin. Erik Sassenscheidt ist ein erfahrener Projektentwickler und stammt aus einer bauaffinen Familie. In Iserlohn begann es, in Düsseldorf sitzt das Unternehmen nun. Und in Sachsen gibt es Projekte. Erik Sassenscheidt verantwortet das MIKA Quartier in Dresden, für die Zukunft will er in den sächsischen Metropolen weiter nach Aufgaben schauen. Der Fokus ist aber klar: Vor allem das Ruhrgebiet hat es ihm angetan. Ein neues Projekt wird in Essen ein Bürocampus sein, mit dem Namen BEUST. Im Podcast erzählt er außerdem, wie eine Unternehmensübergabe von einem Vater auf seine Söhne geht, wie Joint Venture mit seinem Bruder funktionieren und wie man Bestand sinnvoll ausdünnt.
38 Minuten
Sebastian Czaja ist der junge Parteichef und Spitzenkandidat der FDP für das Berliner Abgeordnetenhaus. Er leitet eine eigene liberale Immobilienrunde und ist einer der wenigen Lichtblicke für marktwirtschaftliche und freiheitliche Politik in Berlin. Wir versuchen aufzuklären, wie der aktuelle Frontverlauf in Berlin ist – und was die Berliner Abenteuer für die Bundespolitik und ganz Deutschland bedeuten. Der Großraum Berlin hat rund vier Millionen Einwohner – und ist der größte Immobilienmarkt der Republik. Dennoch, inmitten der brandenburgischen Pampa, weit abgeschieden im Osten – kommt die Stadt den meisten Deutschen mitsamt der Bundesregierung wie ein entrücktes Raumschiff vor. Berlin scheint weit weg, aber die eigenwillige Mischung in der Hauptstadt – alte rote Eliten, eine starke Linke aus dem ehemaligen Ostberlin sowie urbane rotgrüne Milieus auf der einen Seite und nicht wahrnehmbare Konservative sowie eine dem restlichen Deutschland offenbar weit entrückte Bundesregierung auf der anderen Seite – produziert ein gefährliches Klima, das Stück für Stück auf den Rest des Landes übergreift. Enteignungsinitiativen, Mietendeckel und Steuermitteleinsatz für Rekommunalisierung von Wohnungen statt Neubau werden hier angedacht, umgesetzt und in die politischen Diskurse des ganzen Landes eingespeist. Wie gefährlich - und von langer Hand vorgedacht - bestimmte Strategien sind, wird z.B. im Dokument "Das Rote Berlin" sichtbar - unten in den Shownotes verlinkt. Zugegeben: ein ziemlich gelber Podcast - aber viele attraktive Alternativen gibt es im politischen Spektrum der Republik gerade nicht mehr...
46 Minuten
Und wieder gibt es bei Immobiléros einen kleinen "Deep Dive". Diesmal für das zwar kleine, aber ständig wachsende und attraktive Segment Pflege und Seniorenwohnen. Dr. Malte Maurer ist Managing Director Nursing, also Pflege, bei der Deutschen Wohnen SE - die wiederum- und das ist wenig bekannt - einer der größten Eigentümer von Pflegeeinrichtungen in Deutschland ist. Dr. Michael Held hat mit der Terragon AG einen der führenden Entwickler von Betreutem Wohnen in Deutschland aufgebaut. In einem gemeinsamen, firmenübergreifenden Gespräch (Premiere bei Immobiléros!) unterhalten wir uns darüber, wie die jeweiligen Geschäftsmodelle funktionieren, über Preise und Renditen, über Kniffe und Schwierigkeiten – bis hin zu den Aussichten dieses Marktsegments.
35 Minuten
Steffen Göpel war bis zum Verkauf an Activum Gründer und Vorstand der GRK-Holding, die dann mit der Formart zur INSTONE verschmolzen wurde. Nun ist er wieder Chef der GRK - und hat schon wieder eine beachtliche Pipeline aufgebaut. Wie das geht, wie man faktisch aus dem Nichts der Ex-DDR zu einer Branchengröße wird, das versucht der Podcast nachzuzeichnen - mit Steffen Göpel, ein Freund klarer Worte, der sich dennoch schwer in die Karten schauen lässt. Ein kurzer Ritt durch das Geschäftsfeld der Denkmal-Immobilien, der Immobilienentwicklung bis hin zur Welt der Charitys und der Medien.
53 Minuten
Susanne Klaußner ist Geschäftsführerin der Deutsche Investment Retail GmbH und eine der angesehensten Expertinnen, wenn es um Retail geht. Für ihren Fonds erwirbt sie vor allem Supermärkte in der Peripherie. Susanne Klaußner glaubt, dass Lieferdienste in diesem Bereich keine Rolle spielen. Zum einen, weil sie bisher nicht rentabel sind, zum anderen, weil es ein enges Netz an Supermärkten gibt und diese als soziale Ankerpunkte eine hohe Wichtigkeit besitzen. Die Bedrohung Onlinehandel gibt es im Bereich Lebensmittel also noch nicht. Einen Exzess der Langeweile sieht sie dagegen in den Einkaufsstraßen quer durch Deutschland. Der Einheitsbrei der Filialisten habe aus dem galoppierenden Pferd Einzelhandel einen alten Gaul gemacht. Powershopping als ein gestriges Ding. Wie mit Mut und Pfiffigkeit die Gunst des Kunden zurückerobert werden kann, darüber spricht Susanne Klaußner in diesem Podcast. Und auch über den fahrenden Spar-Laden, den Edeka als Sternerestaurant und warum Parkplätze nicht mehr zwingend als Indikator taugen.
50 Minuten
Prof. Dr. Thomas Beyerle ist als Head of Research sozusagen das amtierende Orakel der deutschen Immobilienbranche: Omnipräsent auf allen Kanälen, extrem schnell in Gedanken und Rede, inspirierend und kenntnisreich bis ins letzte Detail. Kurz – es lohnt sich immer, ihm zuzuhören. In einem Rundumschlag besprechen wir die aktuellen Entwicklungen und Aussichten am Immobilienmarkt – unter anderem: - was bedeutet das Auseinanderdriften von Wert und Preis der Assets – haben wir eine Vermögensillusion? - über den essenziellen Wert von Grund und Boden - über die Sorgenkinder Office und Einzelhandel und was zu tun ist - und über echte und vermeintliche Hypethemen von Clubhouse und Social Media bis zu ESG Unbedingt reinhören!!