Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene Archiv
315 Episoden
33 Minuten
Wieder mal eine Premiere im Immobileros-Podcast: ein Frauen-Duo. Ana Vollenbroich und Annelen Schmidt-Vollenbroich aus Düsseldorf sind zusammen NIDUS. Die Juristin und die Architektin leben ihre Liebe zu Bestandsimmobilien aus, was ihnen schon einige Preise einbrachte. Vor allem die eher als konservativ-muffig verachteten Wohngebäude der 1950er-Jahre sind in ihrem Fokus. Zur normierten Gesellschaft haben sie eine klare Meinung, verzichten auch freiwillig auf Zertifizierungen, wenn sie dem Gebäude nicht gut tun. Architektur ist für NIDUS eine Kontext-Angelegenheit, bei der es nicht um das einzelne Haus geht. Schließlich laufe jeder durch Straßen, Recht haben sie. Bestandsimmobilien sehen die Vollenbroichs als wertvolle Bausteine einer Stadt und hohe Baukosten zwingen nicht grundsätzlich zu einer 0815-Architektur. Außerdem geht es um Ufos, verschiedene Wohntypologien wie das Reihenhaus und immer wieder um das Bauchgefühl. Klingt weichgespült, ist es aber nicht.
33 Minuten
Jacopo Mingazzini ist der Gründer des erfolgreichen Wohnungsprivatisierers Accentro, vor kurzer Zeit wechselte er als Vorstand zum börsennotierten Entwickler The Grounds. Er ist ein Mann klarer Worte - und der Tat. Als Vorstand der "Liberalen Immobilienrunde" in Berlin engagiert er sich ebenso wie als Mitgründer und Vorstand des “Vereins zur Förderung von Wohneigentum in Berlin". Warum er aus dem Aufteilergeschäft ausgestiegen ist, warum er Projektentwicklung als das Zukunftsmodell sieht, erklärt er im Podcast. Interessant wie immer ist das Spannungsfeld zwischen immobilienwirtschaftsfeindlichem Klima und Zukunftsaussichten für Berlin. Wobei - The Grounds setzt, wie viele andere, auf das neue Oberbayern rund um Berlin, statt auf das rotrotgrüne Chaos in der Stadt. Was The Grounds vorhat, wo die Company hinwill - viele Infos im Gespräch mit Jacopo Mingazzini...
37 Minuten
Er ist ein Junge des Ruhrgebietes: Daniel Hartmann. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner begann er erst vor wenigen Jahren als Makler. Mit dem Fokus auf den Städten Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund & Co. Das elitäre Düsseldorf ist nicht dabei, oder wie er es sagt: In den anderen Städten ist man bodenständiger. Die Büromärkte des Ruhrgebietes haben sich ganz gut durch die Pandemie gekämpft. Spekulativer Neubau fehlt trotz großer Nachfrage, im Bestand mangelt es häufig an der Qualität. Raufasertapete ist dabei das kleinste Problem. Man kann es kaum glauben, aber schnelles Internet fehlt an vielen Stellen. Die Flächennachfrage nach Co-Working ist gesunken. Heißt es nun: Zurück in die Zelle? In großen Dimensionen zeigt sich der Logistikmarkt, Daniel Hartmann sieht ihn in der Champions League, auch wenn die Flächen weniger und Städte zurückhaltender mit Ansiedlungen werden. Ein schneller Lauf also durch das Ruhrgebiet.
48 Minuten
Norbert Hermanns ist Vorstandsvorsitzender der Landmarken AG. Landmarken ist ein mit Preisen überhäuftes Familienunternehmen mit einer Milliardenpipeline. Norbert Hermanns ist ein Freigeist. Eine interessante Konstellation. Auf jeden Fall ist Landmarken eine Größe auf dem deutschen Markt, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Das Unternehmen ist der größte Büroentwickler in NRW, baut mit dem Projekt Moringa-Haus im Hamburger Hafen eines der spektakulärsten Holz- bzw. C2C-Wohnhäuser der Republik, entwickelt Konzeptgebäude im Wohnbereich, baut mit Karim Rashid die Fünfzigerjahre-Ikone Gesundheitshaus in Dortmund um hat mit Stadtmarken eine eigene Betreibergesellschaft und und und... Vielleicht ist eine Ursache für die Vielfalt, dass Landmarken nicht wie viele Entwickler aus der Bau- oder Finanzbranche kommt. Das wiederum schafft bei Landmarken einen anderen Zugang zur Entwicklung als für gewöhnlich. Und so ist der Podcast mit Norbert Herrmanns ein weiter Ritt von Flohmärkten über die Formel 1 der Immobilienwirtschaft und Popstar-Architekten bis hin zur Rettung der B-Lagen und der Singles vor sich selbst. 45 Minuten Inspiration pur mit einem Entwickler, der die Vielfalt des Flohmarktes in die Vielfalt der Projektentwicklung transferiert hat – jede Minute cooler Stoff.
29 Minuten
Oliver Koch ist seit einem Jahr bei der FORTIS und seit 27 Jahren in der Immobilienbranche. Das Unternehmen entwickelt vor allem Bestand in Berlin und Potsdam. Im Podcast spricht er natürlich über den Mietendeckel. Und darüber wie Rot-Rot-Grün den Markt verändert und wie Ideologie die sachlich-fachliche Ebene ignoriert. Es geht um Mieter als bevorzuge Käufer und was die beispielsweise in Weißensee bezahlen müssen. Außerdem zitiert er Karl Valentin. Ein Podcast in dieser Zeit kommt nicht ohne einen Blick auf die Pandemie und deren Folgen aus. Was wohl bei allen zu strategischen Überlegungen führt. Für Fortis heißt das: Auf in neue Regionen und Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern.
32 Minuten
Michael Schwaiger führt seine Schwaiger Group seit 25 Jahren in München – ein klassisches deutsches Familienunternehmen mit all seinen Qualitäten. Schlagzeilen hat er mit dem Centro Tesoro gemacht - die bundesweit erste Büro-Bestandsimmobilie, die im Zuge der Revitalisierung mit LEED Platin zertifiziert wurde. Das Gespräch mit Michael ist an manchen Stellen deshalb fast ein Deep Dive in Sachen Sanierung. Wer weiß zum Beispiel schon, dass es Technologien gibt, die auf 10 Quadratzentimeter genau Undichtigkeiten in riesigen Flachdächern per Push-Mail melden? Auf jeden Fall ein lohnenswerter Exkurs in die Welt der Zukunft von Projektentwicklungen: Wie kommt man auf weniger als 400 Euro Sanierungskosten pro Quadratmeter? Wie bekommt man Nebenkosten von 1,35 in einer Büroimmobilie hin? Und was es mit vernetzen Wasserhähnen auf sich hat... Ein zupackender Entwickler mit einer klasse Entwicklermanufaktur aus dem gelobten Bayern - spitze!
40 Minuten
Sie ist die Stimme eines jungen Segments, den Serviced Apartments. In den letzten Monaten erlebte Anett Gregorius von Apartmentservice Achterbahnfahrten und Schiffsschaukelschwanken. Ihr Optimismus ist geblieben. Im Podcast spricht sie über die Sandwichposition der Häuser, den Wolkenbruch über dem überhitzten Frankfurt am Main, über Spinnweben und unverschämte Kunden, Kapitaldecken von jungen Unternehmen, über das Menscheln als USP, fehlende Unterstützung und Schaufenstergeld. Ein Satz von Anett Gregorius bleibt im Kopf: "Die Zukunft kann nicht wie die Vergangenheit sein."
37 Minuten
Thomas Aigner ist seit über dreißig Jahren im Geschäft und fast schon eine Legende und - wie er selbst so schön sagt - der Massstab unter den Münchener Maklern im Bereich Wohnen. Das gilt für die Anzahl seiner Mitarbeiter, den Umsatz und genauso auch für die ungewöhnliche Transparenz. Wer möchte, kann Anzahl und Art der Notartermine im Monat, Anfragen, Besichtigungen etc. auf seiner Website unter "Fakten und Illusionen" (sehr schön!) nachlesen - Link in den Shownotes. Wenige also kennen den Münchener Markt wie er – und der hat es in sich. Man ist ja einiges gewohnt in deutschen Metropolen – aber Münchner Preise toppen aktuell alles. Und je mehr man Thomas Aigner zuhört, desto mehr bekommt man das Gefühl – München werden wir tendenziell irgendwann in allen prosperierenden Ballungsräumen haben - bzw.: durchmischte Städte und Quartiere werden romantische Träume bleiben. Der Markt - also nichts anderes als alle nachfragenden und anbietenden Menschen - wird sich um Regulierungen aller Art nicht scheren. Wie die Preise nun tatsächlich sind – was die einzige Lösung für die Münchener Probleme wäre, und – interessant auch - warum Thomas Aigner überhaupt Makler geworden ist – das alles nun im Podcast mit Thomas Aigner
33 Minuten
Seine Karriere begann bei Jürgen Schneider, einer der bis heute umstrittensten Immobilienunternehmer: Mathias Düsterdick von der GERCHGROUP entwickelt heute mit einem kleinen Team Quartiere in ganz Deutschland. Das spektakulärste davon ist sicherlich das Präsidium in Frankfurt am Main, mitten in der Innenstadt, etwa 800 Millionen Invest und beäugt von Politik und Öffentlichkeit. Im Podcast spricht Mathias Düsterdick über das Zerriebensein zwischen eben jenen, den Wandel von Assetklassen, Dellen innerhalb der Immobilienwirtschaft nach der Pandemie. Wie jeder Projektentwickler hat auch er eine explizite Meinung zur Wohnungspolitik in Berlin und zur Frage, wie sich der Büroimmobilien-Markt entwickeln wird.
Tomislav Karajica, Home United: Sylvie Meis + Jerome Boateng + Esport + Co-Konzept = Office Building
60 Minuten
Tomislav Karajica ist geschäftsführender Gesellschafter der Home United GmbH. Aufmerksam geworden bin ich auf ihn durch die Meldung, dass ein Projektentwickler gemeinsam den Hamburger Fernsehturm mit der Online Marketing Rockstars- und Marketing-Legende Philipp Westermeier reanimiert Wenn in eine Projektentwicklungsfirma der legendäre Rolf Elgeti einsteigt, wenn er dann noch wie Red-Bull-Gründer Mateschitz an einem Baskettballclub (Hamburg Towers), einem österreichischen (Austria Klagenfurt) und eine Berliner Fußballklub (Victoria Berlin) mindestens beteiligt ist – und wenn das Projekt nicht Sankt Pauli Carree sondern Hamburger Ding heißt - spätestens dann muss man mit so jemanden einen Podcast machen. Tomislav Karajica ist eigentlich ein klassischer Projektentwickler – aber er hat mit dem Co-Konzept und der "Ding"-Produktreihe Bertreibermodelle von Officeimmobilien radikal ausgerollt. Dass Immobilien Räume für Leben, Arbeiten und Wohnen sind - diese Formel war immer klar. Aber die konsequente Umsetzung dieser Einsicht gelingt erst Entwicklern wie Tomislav Karajica. Sein Co-Konzept macht Communities zu Nutzern und holt das normale Leben in eine Immobilie - macht sie faktisch lebendig 24/7. Das Einbinden von Partnern, Lebenswelten und Marketing macht Projekte wie das "Hamburger Ding" zu sogar neuen Ansätzen der Revitalisierung von Innenstädten. Wie man Immobilien konsequent aus der Betreiberperspektive entwickelt – warum sich dafür Institutionelle Investoren und Großentwickler gleichermaßen interessieren, Wie das "Ding"-Konzept aussieht, sich rechnet und ausgerollt wird, warum E-Sports eine riesige Rolle spielt – und warum demnächst ein dritter großer Hauptstadtclub am Fußballhimmel erscheint - das alles und noch viel mehr im Podcast.
31 Minuten
Dieter Becken ist einer der Großen in der deutschen Projektentwickler – und eine klassische deutsche Unternehmerfigur. Als Maurer gestartet, und nebenbei in der Abendschule Abitur gemacht, Architektur und Ingenieurwissenschaften hat er über 43 Jahre einen der größten deutschen Projektentwickler aufgebaut. Der Vorteil einer solchen Erfahrung: Dieter Becken hat schon diverse Zyklen wie Moden kommen und gehen sehen. Er hat deshalb ein Gefühl dafür, was ein Hype sein könnte – und wie lange ein Zyklus - auch ein Krisenzyklus und auch dieser beginnende – dauern wird. Gleichzeitig expandiert die Becken-Gruppe kontinuierlich in neue Geschäftsfelder – seien es innovative Finanzierungskonstrukte oder der Gang in neue Marktsegmente. Es lohnt sich, bei Dieter Becken gut zuzuhören – in diesem Sinne viel Spaß und Erkenntnis.
53 Minuten
Florian Schmidt ist Baustadtrat von Berlin Friedrichshain Kreuzberg - und gilt der Immobilienbranche faktisch als der Leibhaftige, als ein Art wandelnde Provokation. Ob der publikumswirksame Konflikt mit Christoph Gröner um das Postscheckamt, mit SIGNA um das neue Karstadtgebäude am Herrmannplatz oder die Querelen um die Finanzierung einer Genossenschaft bei Ausüben des Vorkaufsrechtes – Florian Schmidt – der sich selbst als Stadtaktivist bezeichnet, läßt keinen Konflikt aus, wenn es ihm ums Prinzip geht. Andererseits – er stellt sich Fragen, er stellt sich – zuletzt bei unserem Berliner Immobilienkongress dem Widerstand der Branche und sucht den Dialog – und will, zumindest sagt er das auch im folgenden Gespräch - deeskalieren. Dieses Gespräch habe ich übrigens vor der Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstrasse und den Vorwürfen rund um dieses Objekt gegen Florian Schmidt geführt, das vielleicht noch zu Einordnung. Dieses Gespräch also ist ein Versuch einer Annäherung – wie tickt Florian Schmidt, warum handelt er so wie er handelt, was treibt ihn. Es ist keine Grundsatzdiskussion – obwohl ich versucht habe, verschiedene Positionen zu hinterfragen. Aber ich denke: die Branche muss sich in die Positionen der 'Gegenseite' hineinversetzen, um mit ihnen umgehen zu können. Und - seien wir realistisch - dieser Podcast ist ein Leerstück für das, was der Immobilienwirtschaft blühen kann, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse im Land weiter in Richtung Rot-Rot-Grün verschieben bzw. wenn Grüne Immobilienpolitik machen können. Man sollte gut zuhören und überlegen, was da unter Umständen auf die Branche zukommt – und welche Strategien man als Immobilienwirtschaft entwickeln sollte, um auf solche Positionen reagieren zu können. Dass hier noch Luft nach oben ist, kann man wiederum im Podcast mit GdW-Chef Gedaschko deutlich erfahren. Also – diesmal nicht viel Spaß beim Zuhören, sondern eher – gut zuhören
37 Minuten
Immobileros ist auch immer auf der Suche nach Newcomern und neuen Playern in der Branche. Fündig geworden sind wir unter anderem in München – mit der CV Real Estate AG. Innerhalb relativ kurzer Zeit haben es der Gründer Christian Vogrincic und sein Vorstandspartner Anatol Obolensky geschafft eine Milliarde GDV – aufzubauen – und unlängst das Großprojekt One Hundred East in München erfolgreich verkauft. Die beiden waren folgerichtig auch zu Gast auf unserem Münchner Immobilienkongress – der – schon mal bitte notieren – in diesem Jahr am 27. Oktober stattfindet – Programm ist unter www.Münchner-Immobilienkongress.de oder unter immocom.com zu finden Ich habe Anatol Obolensky getroffen und mit ihm darüber gesprochen, ob junge Entwickler anders ticken als ältere, ob es sowas wie junge Wilde in der Szene gibt was Projekteentwicklung mit Seilbahnen zu tun haben und warum die klassische finanzierende Bank ein Auslaufmodell für Projektentwickler sein wird.
49 Minuten
Arne Hilbert ist Geschäftsführer der Art Invest Real Estate Management und verantwortet u.a. das Thema Smart Building. Wenige Player in Deutschland sind in diesem Bereich soweit fortgeschritten wie Art Invest. Ich habe das hauseigenen Labor in Köln besucht und herausgekommen ist fast schon ein Deep Dive in die Welt der Digitalen Büroimmobilie. Ich spreche im Immobileros Podcast von IMMOCOM mit Arne Hilbert darüber, - was ein Digitales Gebäude von einer Ansammlung digitaler Lösungen unterscheidet, - warum es Sinn macht, Leuchten über ein LAN-Kabel anzusteuern, - warum der Ordner mit den Verträgen und juristischen Einschätzungen wahrscheinlich dicker als das IT-Handbuch ist, - über Killer-Apps und unverhoffte Steuerschäden, - über den Tesla-effekt durch Datensammeln, - warum eine Projekteentwicklung erst nach dem Verkauf das eigentliche Potenzial entfaltet und vieles mehr. Ein spannendes Stück Zukunft der Immobilienwirtschaft – viel Spaß mit Arne Hilbert.
48 Minuten
Prof. Harald Simons ist Mitglied der Geschäftsführung der empirica AG und einer der originellsten Köpfe in der Immobilienbranche – bekannt für starke Thesen und vor allem für Klartext. Das wiederum bringt ihm gelegentlich Gegenwind ein – aber, in Zeiten wie diesen sind klare Ansagen bitter nötig – insbesondere dort, wo Ideologie und Realität so hart aufeinander prallen wie in der Immobilienwirtschaft. In unserem jährlichen Sommergespräch rede ich mit ihm darüber: - ob Wohnen tatsächlich die große soziale Frage der Zeit ist, oder das doch nur Fake News sind, - warum es immer Verdrängung in Quartieren geben wird, - warum Millieuschutzsatzungen sinnlos sind, - und ob bauen bauen bauen wirklich hilft. Eine coole Dreiviertelstunde mit Harald Simons. Viel Spaß.