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Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene Archiv

315 Episoden
37 Minuten
„Die Mieter sind froh, dass man investiert“: Thomas Lange von Velero managt bundesweit mit seinem Team mehr als 25.000 Einheiten, kauft dort, wo „Werte gehoben“ werden können. Also nicht in den Top7, sondern in Wittstock, Kamenz & Co. Einfache Formel der Velero-Strategie: „Gewohnt wird überall.“ In unserem Gespräch geht es also um Mietsprünge, die in den kleinen Städten sehr viel höher als in Berlin und München sind, weil das Ausgangsniveau ein ganz anderes ist. Heißt: mehr Rendite und – das gibt es wirklich – zufriedene Mieter. Wir holen die große ESG-Keule hervor, die in keinem Businessplan so richtig verankert ist, sprechen über den Investor KKR, über den Plattenbau als „wunderbare Wohnform“, barrierearmes Wohnen in Wittstock, verschiedene Leerstandsquoten, über kurze Drähte in die Nachbarschaft und eine kurze Zündschnur, wenn es um den Stimmenfang der Parteien geht. Und: Velero und IMMOCOM, das Unternehmen hinter dem Immobiléros-Podcast, haben ein gemeinsames Projekt. Velero richtet am 4. Juni innerhalb der neuseen classics in Leipzig die erste Deutsche Immobilienmeisterschaft im Radfahren aus. Genau die begleitet IMMOCOM als Medienpartner.
44 Minuten
„In Deutschland herrscht eine Denkblockade“: Sven Köllmann findet klare Worte. Noch eine Kostprobe gefällig? „Wir sind im Arsch“, sagt er. Von seinem Vater hat er gelernt, was einen Unternehmer ausmacht und setzt das mit FIBONA und der LÉGÈRE HOTEL-Gruppe fort. Die Unternehmenshistorie begann in den 60iger-Jahren mit einer Tankstelle und einem Bagger, führte zu einer Sprengung, zu Brüchen in der Historie und auch im Produktportfolio. Deshalb gehören zum Portfolio auch Nahrungsergänzungsmittel und das Hofgut Mappen. Mich interessierte allerdings das Kerngeschäft mehr. Und wie schon am Anfang erwähnt: Sven Köllmann wird deutlich. Es geht um die vorsichtige Expansion der Hotelgruppe und um Standorte mit Egokriterien und die Langeweile damit, um die Überlegenheit eines Mittelständlers gegenüber einem Konzern, um die schönen Töchter anderer Mütter, um Omas, die ihre Ölheizungen aus dem Fenster werfen und halbseidene Denkfabriken. Sven Köllmann diagnostiziert einen schwachen Lobbyismus für die Immobilienbranche, die Autoindustrie zeige dagegen sehr gut, wie das gehen kann. Einmal Husten reiche da.
46 Minuten
„Wir sind Schnellbootfahrer und nicht Kreuzfahrtschiffkapitäne“: Björn Peickert ist ein Startuper – allerdings mit langer Erfahrung in der Immobilienbranche. Er baute die DI DEUTSCHLAND.Immobilien AG auf und verkaufte sie. 2022 gründete er dann die PP Projekte Partner GmbH. Deren Tun ist dem Bereich Healthcare zuzuordnen und verspricht Selbstbestimmtheit bis zum letzten Atemzug, zwischen Ambulanz und Pflegeheim. Der Name des Konzeptes lautet Viertel4. Das neue Unternehmen will, wenn es nach Björn Peickert geht, das zur Basis einer neuen Assetklasse machen. Wir sprechen über die ersten beiden Häuser und die Expansion des Unternehmens, aber auch darüber, warum er sich eher als Schnellboot sieht. Es geht um das Leben in einem „gedämmten Karton“, um die Tokenisierung einer Immobilie und damit eine neue Investoren-Zielgruppe. Und wir versuchen gemeinsam zu ergründen, was die Aussage „Unseren Kindern soll es besser gehen“ mit 60 Jahren verfehlter Wohnungspolitik zu tun hat.
40 Minuten
„Wir brauchen ein Sonderprogramm für die Erneuerung des Wohnens“: Benjamin Röber-Rathay appelliert an Politik und den gesunden Menschenverstand. Bei der International Campus Group zeichnet er für die beiden Konzepte THE FIZZ und HAVENS LIVING verantwortlich, die sich an Studenten und mobile Berufstätige wenden. Mittelfristig will das Unternehmen mit THE FIZZ über 10.000 Betten, irgendwann über 20.000 Betten in Deutschland haben. Mit der Botschaft: „Wir investieren weiter“ gehört er zu denen, die positiv in die Zukunft blicken. Ich spreche mit ihm über die Konzepte und den Unterschied zu Mietwohnungen, über die Umwandlung von Kaufhäusern, ein Punktesystem in den Niederlanden, das nachhaltiges Bauen fördert. Benjamin erzählt außerdem über ein Projekt in Hamburg, das an komplizierten Genehmigungsverfahren scheiterte und genau deshalb kein Wohnraum entstand. Es geht um Konversion und die Gemeinsamkeiten zwischen Fernsehproduktionen und der Immobilienbranche. Was die „Traumhochzeit“ damit zu tun hat? Die Auflösung gibt es im Podcast.
41 Minuten
„Wir haben Flächen verbraucht“: Wilm Schwarzpaul ist ausgewiesener Experte im Industriebau mit einem großen Erfahrungsschatz. 2021 gründete er ecoPARKS. Ökologische und wirtschaftlich funktionierende Industrieprojekte sind das Ziel des Unternehmens. „Wir haben in der Vergangenheit viele Ressourcen in Anspruch genommen“, sagt der Architekt. Nun haben er und sein Team sich nachhaltigen Standards verschrieben. Ich spreche mit Wilm Schwarzpaul, der übrigens Schreiner gelernt hat, über einen Holzbau in Jena und über das aktuelle Projekt in der Nähe von Leipzig. Dort wird aus einem ehemaligen Kraftwerksgelände ein ecoPark. Es geht um einen Lost Place in Gelsenkirchen, der ebenfalls für die Zukunft aufbereitet wird. Um Renditen, die nicht nur mit dem Wort Geld gleichzusetzen sind, um die Historie von Grundstücken, um die Akzeptanz von Industrieprojekten, 3D-Modelle und Kreislauffähigkeit.
30 Minuten
„Wir wollen alles in Perfektion geplant und jedes Risiko ausgeschlossen haben“: Mareike Haak macht das als wesentliche Gründe aus, warum es in Deutschland nicht so recht klappt mit den hehren Zielen. Sie ist Standortkoordinatorin Westfalen und Nachhaltigkeitsbeauftragte Nordrhein-Westfalen bei Drees & Sommer. In unserem Gespräch plädiert sie für Fingerspitzengefühl und hält ein Plädoyer gegen den Abriss. Den Satz „Jetzt haben wir das fertig, das Projekt der Nachhaltigkeit“, werde man so wohl nie hören, sagt sie. Wir begeben uns in das Spannungsfeld zwischen richtig und falsch, sprechen über Social Impact, Leuchtturmprojekte, also Neubauten, die es zwingend geben muss, über C2C. Und ich werde in Zukunft ihre Redewendung „Machen dürfen“ ab und an benutzen, denn nur wer macht, kommt vorwärts. Ein Podcast zum Thema Nachhaltigkeit, garniert mit ein bisschen Philosophie, Nordrhein-Westfalen als Blaupause für Transformation und Yoga.
42 Minuten
„Man darf den Neubau nicht vernachlässigen“: Diese klare Botschaft sendet Thomas Cromm. Der Vorstand der REVITALIS REAL ESTATE AG analysiert mit mir die aktuelle Situation. „Die Branche erlebt einen dramatischen Einbruch“, sagt er und erzählt, dass sein Unternehmen momentan nichts ankauft und nicht baut. Ich spreche mit ihm außerdem über das unrealistische Ziel der Bundesregierung von 400.000 Wohnungen. Bei einer Kostenmiete von derzeit 18 Euro ist man weit entfernt von bezahlbarem Wohnen. Thomas Cromm blickt auf ein Projekt in Dresden und die Fehler bei der Quartierentwicklung zurück und auf die hoffentlich nicht kommende Bankenkrise. Es geht um den Wunsch nach Sortenreinheit von Investoren, die der Vergangenheit angehört, um die Microapartment-Marke behome, ein hässliches Entlein in Dresden, ein Werkstattverfahren, das eher ein Landeswettbewerb wurde, Entbürokratisierung als Sau, die durch jedes Dorf getrieben wird, um eine Hommage an DDR-Architektur sowie seine Affinität zu Hotels und eine bahnhofsnahe Entwicklung in Erfurt. Und natürlich muss ich mit ihm über den BVB und die Meisterschaft sprechen.
31 Minuten
„Wenn der Staat sich einschaltet, dann läuft das schief“: Dr. Alexander Rosa-Alscher ist einer der einflussreichsten Player auf dem Münchner Immobilienmarkt. Ich habe selten ein so explizites Gespräch erlebt: Es geht um die Sozialgerechte Bodennutzung Sobon, um sozialistisch-kommunistische Strukturen, die Stadt als Preistreiber im Wohnbereich, Investments der freien Wirtschaft und das Kapital als „scheues Reh“ oder den Galgen für Normalverdiener. „Der Politiker ist unser Dienstleister“, sagt Dr. Alexander Rosa-Alscher von der gleichnamigen ROSA-ALSCHER Group. „Wir sind aber nicht die Leibeigenen der Politik.“ Er ist nicht allein Projektentwickler und Architekt mit Leidenschaft, sondern ein Weltbürger mit Insights zu Amerika und Europa, zur Wirtschaft. Er macht sich Gedanken, warum in Deutschland der „Neid befördert wird“, wie man es schafft, junge Leute zum Bleiben zu bewegen und über die Schande der Außendarstellung von Deutschland. Natürlich spreche ich mit Dr. Alexander Rosa-Alscher über das ZAM in München-Freiham und das erste IT-Rathaus in Deutschland. Ein Feuerwerk an Gedankenanstößen!
34 Minuten
„Die Preisspitzen gehen weg und das halte ich auch für gesund“: Britta Barth ist Head of Residential bei der traditionsreichen B&L Gruppe und eine erfahrene Spezialistin im Bereich Wohnen. Derzeit hat das Unternehmen ein Projektvolumen von etwa 2,3 Milliarden Euro. Leuchtturmprojekt ist das HAFENPARK QUARTIER in Frankfurt am Main. Ich spreche mit Britta über die Käufer der Eigentumswohnungen und deren Verbindung zur Metropole sowie über eine große Änderung im Verkauf. Das bedeutet im Falle von B&L: raus aus den Portalen, weg von Social Media und hin zum altmodischen „Kuscheln“ mit den Kunden. Macht einen engeren Kontakt, also: Zurück in die Zukunft. Zur Zukunft zählen auch Wohntürme, die im Frankfurter Projekt von Stararchitekt Hadi Teherani entworfen worden. Da geht es um Kontraste, Kieselsteine, Kreativität und deren Grenzen durch B-Pläne.
35 Minuten
„Wir arbeiten gern am Bestand“: Moritz Kraneis führt die Deutsche Zinshaus, die um die 6.000 Einheiten hält. Mit zwei Tochterunternehmen entwickelt er außerdem Lagen, wie den Welfenhof in Braunschweig, und kauft Wohn- und Geschäftshäuser. Die derzeitigen Opportunitäten will er nutzen, sieht dafür einen Korridor von zwölf bis 18 Monaten. Zu Preisen, die es seit Jahren nicht mehr gab. Die Entscheidungen trifft er mit seinem Zwillingsbruder Philipp, der kurzfristig auf die Baustelle in Braunschweig musste und deshalb den Podcast verpasste. Mit Moritz spreche ich über Preisnachlässe von über 20 Prozent, warum es wichtig ist, sich auf die guten alten Tugenden eines Immobilienkaufmannes zu besinnen, über die geänderte Riskiomatrix und das Geradeso bei den Möglichkeiten einer Sanierung. Die Zwillinge Kraneis haben neben Immobilien noch andere Leidenschaften: Es geht also in diesem Podcast auch um Malerei und im speziellen um Pop Art, um Basketball und Rallyesport. Wer Moritz kennenlernen will: Bei unserem Kongress in Duisburg Ende März ist dazu Gelegenheit.
39 Minuten
„Der Handel war lange starr“: Tasja Schneider wünscht sich deshalb eine Allianz der Willigen. Die Senior Projektleiterin und Verantwortliche für die Weiterentwicklung der operativen Branchenthemen im Bereich Retail bei Drees & Sommer, plädiert dafür, dass die einzelnen Händler nicht gegen, sondern miteinander agieren. Im Sinne der Nachhaltigkeit und im Verbund mit Verwaltungen und der Stadtgesellschaft. Es geht in unserem Gespräch um Refurbishments, die Einkaufskultur in anderen Ländern, die Kreislauffähigkeit beim Ladenbau und um Nahversorger. Tasja Schneider konstatiert, dass eine grüne Gebäudehülle nichts nützt, wenn das Produkt nicht annähernd ebensolche Kriterien erfüllt. „Das nimmt der Kunde nicht mehr ab“, sagt die studierte Innenarchitektin. Und ich staune über die von ihr diagnostizierte Behäbigkeit vieler Unternehmen, sich konsequent der Verknüpfung von On- und Offline zu widmen. Stetiger Wandel als Markenzeichen: Tasja Schneider analysiert die Herausforderungen im Retailbereich.
31 Minuten
„Wir sind im Anflug“: Valerie Pretscher ist Head of Operations bei Storebox. Das österreichische Unternehmen sieht sich als Europas am schnellsten wachsendes Logistik- und Lieferkettenunternehmen, das sich auf die Optimierung der Last-Mile-Logistik in urbanen Gebieten konzentriert. Die Expansion geht in Städte ab 40.000 Einwohner, die Anmietung erfolgt ohne Besichtigung. „Das nenne ich Modernisierung“, sagt Valerie Pretscher. Und so denken sie und ihr Team über neue Möglichkeiten der Logistik in den Innenstädten nach, über die Belebung von Erdgeschossflächen mit Mischkonzepten, über Ladezonen als zwingenden Bestandteil der Zustellungen und damit Teil der Stadtentwicklung. Wie das 24/7-Konzept funktioniert, wie die Zusammenarbeit mit IKEA aussieht, welche regionalen Partner für Storebox in Frage kommen, warum es weiterhin den Postboten geben muss und warum Valerie sich sehr gut mit Wein auskennt, das alles jetzt hier.
36 Minuten
Es ist die neue Elefantenrunde der Immobilienbranche: Blacklake. Dr. Hans Volkert Volckens, früher KPMG und CA Immo, hat Schwergewichte in den Bereichen Projektentwicklung, M&A, Transaktionen, Wissenschaft, Institutionelles Investment sowie Unternehmenstransformation zu Blacklakern und damit zu einer einzigartigen Beratungsunit gemacht und erzählt, wie es dazu kam. Dann legt er die Finger in die Wunden, was nachdenklich macht: „Akademiker setzen keine Ziegelsteine“, sagt er und beschwört die Renaissance der Handwerkerberufe herauf. Denn ohne die kann man Neubau, Revitalisierung und ESG nicht umsetzen. Wir sprechen außerdem über die Hinwendung zu Lagequalitäten, die Abnahme des Büroflächenbedarfes, weil es einen demographischen Wandel gibt. Hans Volkert Volckens fordert mehr Gehirnschmalz in die Transformation zu stecken und das Ende der Kurzfristigkeit im Denken. Für ihn bedeutet das: Schulterschluss der Generationen. Kurzum: Es geht um die „multiplen Herausforderungen“ und um mal etwas andere Thesen.
30 Minuten
„Ich gehe davon aus, dass Handelsimmobilien ihre Talfahrt beendet haben“: Dominik Barton ist Stammgast im Immobileros-Podcast. Im ersten Teil unseres Gespräches analysiert der Chef des vollintegrierten Immobilien-Investmenthauses Barton Group die aktuelle Situation: Büroimmobilien in B- und C-Lagen werden unter Druck geraten, den Logistikhype hält er immer noch für übertrieben, und Wohnen wird nach den Unsicherheiten wieder stärker in den Fokus von institutionellen Investoren geraten. Getrieben von der Nichterreichung der Ziele der Bundesregierung und damit der steigenden Bedeutung des Bestandes. Was direkt zum Thema ESG und Digitalisierung führt. Außerdem thematisiere ich mit Dominik Barton den Fonds Barton Social Infra Immo und die Dealpipeline für Sozialimmobilien, Voraussetzungen für Renditen und Anreize, längere Fundraisingzeiten sowie das Pricing in einem nebulösen Markt.
39 Minuten
Friede, Freude, gesunder Menschenverstand: Das wünscht sich Jan Kretzschmar. Der Projektentwickler und Inhaber von KW-Development hat – dafür schätzen ihn viele – immer eine sehr klare Meinung. Ich spreche mit ihm natürlich über sein Projekt in Potsdam-Babelsberg und die Kritik an dem Libeskind-Entwurf. Es geht um das Miteinander in der Luxusgesellschaft, um NIMBYS, ein hässliches Hallenbad, die notwendige dritte Brücke in Potsdam und den fehlenden Arsch in der Politik-Hose für dieses Projekt. Jan Kretzschmar freut sich über die Verantwortung, die ihm in Beelitz für die Entwicklung eines riesigen Quartieres übertragen wurde und über geile Industriearchitektur. Überraschend sanft äußert er sich über die Menschen in den Verwaltungen und wünscht sich mehr Mut. Und: Er macht Deutschland zum Weltmeister im Problemsuchen. Ein ungewohnter Themenmix und ein Podcast, in dem mal so richtig gesächselt wird.
Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene

Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene

Spannendes aus der Immobilienwirtschaft