mit Milch und Zucker Archiv
298 Episoden
54 Minuten
Ella - Voiceover - Andren eine Stimme geben. Was bedeutet es nun wenn man anderen tatsächlich die Stimme gibt? (2:40) Ich trinke gar keinen Kaffee mehr, weil das besser für die Stimme ist. (3:54) Damit die Stimme performen kann, muss der Körper gesund sein. (5:00) Man verzichtet auf vieles, wenn man erfolgreich sein möchte. (6:56) Ich habe in der Oberstufe meinen Mann kennengelernt und der hat mich dann nach Italien mitgneommen. (7:50) Ich hatte das Gefühl ich mache etwas mit Sinn, aber hab dabei auch irgendwie mich selbst verloren. (12:00) Wir sind zu Weihnachten 2019 zurück nach Wien gekommen, in unsere neue Wohnung gezogen und waren zwei Monate später im Lockdown. (12:20) Ursprünglich waren 2 Jahre Italien geplant, dann habe ich aber zu meinem Mann gesagt:“ Wir waren jetzt zwei Jahre für dich da, jetzt sind wir noch ein Jahr für mich da.“ (14:50) Ich wünschte ich hätte mir mehr der italienischen Leichtigkeit behalten. (16:20) Ich musste mich nach den drei Jahren wiederfinden und drei Jahren hinter mir zurücklassen. (17:16) An dem einen Tag hab ich mich noch verzweifelt und verloren gefühlt und das hat dieser eine Anruf komplett verändert. (19:20) Mir wurde immer gesagt „Du hast so eine schöne Stimme, wird Sängerin!“. Als ich aber dann begonnen habe das etwas professioneller anzugehen, habe ich die Freude verloren. (20:20) Es ist kein einfaches „in die Rolle schlüpfen“, sondern es ist immer etwas persönliches, das die Rolle erst ausmacht. (21:15) Hinter dem Mikrofon kann ich ein 15-jähriger Junge oder eine 30-jährige Frau sein. Da sieht mich niemand. (24:10) Ich bin vorm Fernseher gesessen und habe begonnen Stimmen nachzuahmen. (30:17) Man ist sehr auf Feedback von außen angewiesen, wie die Stimme klingt. Das hat mich auch eingeschüchtert. (34:15) Jeder kann reden, aber hinter einem professionellen Sprecher steckt eine andere Technik. (40:17) Man hat oft das Gefühl, dass gemeint wird „Die Männerstimme hat etwas zu sagen.“ Frauenstimmen haben auch etwas zu sagen! (40:40) Es liegt auch an uns Frauen zu sagen, das wir Frauen hören wollen. (41:50) Wenn du dich kennenlernst, kannst du wahr sein, indem wie du nach außen bist. (42:55) Die Stimmer hergeben kann man nur, wenn man die eigene Stimme wertschätzt. (46:40) Man darf sich auch Ruhe gönnen. (48:00) ehrliche Freude in anderen Menschen bringt mich zum Lachen. (49:15) Ich kann auch gar nicht anders, jede Bewegung in meinem Gesicht macht ein Lächeln. (50:17) Für mich persönlich ist es immer am Wichtigsten nicht stehen zu bleiben.
59 Minuten
Sascha - If you love music, start a band. If you love talking, start a podcast. Über das Starten eines Podcasts und dem Produzieren eines Albums. (04:02) Scheiß drauf was die anderen sagen, mach worauf du Bock hast. (05:22) Österreich und Wien hat eine Kaffeehauskultur aber keine Kaffeekultur. (05:48) Ein Espresso in Italien, am besten am Wasser. (08:09) Wir haben uns tagelang den Kopf zermartert welchen Film wir gucken können und was wir dabei essen. (11:06) Ich habe gestern Zurück in die Zukunft 1 auf Englisch geschaut und es war ganz fantastisch. (17:38) Wir hatten sieben oder sechs Probefolgen. (19:14) Ohne Corona wäre ich nie auf die Idee gekommen selber einen Podcast zu machen. (22:02) Man steht als Musiker jetzt echt lange schon vor dem Nichts. (22:27) Keine Konzerte spielen können ist Folter für einen Vollblutmusiker. (23:29) Aus einer Laune heraus, bzw. weils raus musste, haben wir Punksongs geschrieben. Jeden Tag einen. (24:52) Deswegen ist es auch ein wütendes Punkalbum geworden. (31:02) Sich zu äußern ist nicht schwer, gerade dann, wenn man gelernt hat als Mensch selbständig zu denken und eine eigene Meinung zu entwickeln, sondern die Plattform zu finden, um das rauszulassen das es auch ankommt. (33:07) Wir haben keine Lobby. (36:39) Ich bin damit gut gefahren mich überhaupt nicht zu verbiegen. (43:06) Ich mach übrigens noch einen Podcast. (44:19) Da können wir jetzt mal den Hund mit ins Boot holen. (54:04) Manchmal werden mir beim Crowdsurfen die Socken geklaut. (54:19) Das erste Konzert, das wir spielen wird auf jeden Fall ein absoluter Befreiungsschlag und was ganz besonderes sein.
1 Stunde 1 Minute
Wieviel Angst macht Krise? Wie gehen wir mit den aktuellen Krisen um und wie sehr werden sie uns nachhaltig verändern? (05:20) Ich habe lange Zeit keinen Kaffee getrunken und war mehr so der Kakao-Typ. (12:33) Es ist für mich eine Grundvoraussetzung für Beziehung, dass ich den anderen versorgt weiß. (13:40) Diese Festlegen auf etwas war nie so meines. (20:44) So unterschiedlich wie unsere einzelnen Wahrnehmungen sind, so unterschiedlich ist auch das Ergebnis, wenn ein ganzes Team mit einer Person zusammenarbeitet. (21:42) In diesem Feld zu arbeiten ist etwas sehr Spannendes und sehr Erfüllendes aber gleichzeitig auch anstrengend. (22:41) Bei der Methode der Existenzanalyse geht es nicht um Bewertung. (22:53) Es geht darum die Person zu begleiten und zu schauen, wo sie Möglichkeiten für sich hätte oder nutzen kann. Aber gleichzeitig auch auf der Basis, dass man schaut, wie erleben sie sich selber. (30:19) Mir war nicht fad im letzten Jahr. (34:35) Ich kann keine Gedanken lesen. Ich weiß nicht was der andere gegenüber denkt und erstens ich werde es nie besser wissen als der/die KlientIn und zweitens ist es auch nicht mein Anspruch. (35:18) Ich bin der, der versucht die Außenbeobachtung zur Verfügung zu stellen. (43:46) In der Therapie hat man weniger Erwartung daran, dass der andere etwas bestimmtes abliefert, darum gehts gar nicht, sondern mehr darum gemeinsam auf die Wesensschau zu gehen. (44:36) Ois und nix. (45:00) Generell erlebe ich mich mehr als Zuhörer. (46:55) Das vorbildliche Um-sich-selbst-kümmern, ist ja eigentlich das was mitgegeben werden soll. Nämlich das jede Klientin und jeder Klient lernt für sich selbst sorgen zu können, so dass er mich irgendwann nicht mehr braucht. (52:43) Für mich ist Humor auch ein wichtiger Aspekt mit allem schmerzvollen umzugehen. (53:40) Ein Miteinander ohne Humor stelle ich mit sehr schwer vor. (58:08) Eine Neugier auf sich selbst ist ein Perpetuum mobile.
1 Stunde 5 Minuten
Warum wir die Menschen in Griechenland nicht vergessen dürfen oder Wie können wir wirklich helfen? (03:47) Ich war ein total verträumtes Kind. (06:58) Ich dachte mir: Uns gehts so gut, und wenn die Menschen einen Deutschkurs wollen oder ein paar Lebensmittel brauchen, das ist doch keine große Sache. (09:22) Ich habe immer die Wertschätzung, trotz dieser Herausforderungen, gemerkt und viele schöne Gespräche und Freundschaften haben sich entwickelt. (10:07) Ich habe angefangen mit dem, dass ich die Menschen gefragt habe was sie brauchen. (12:26) Gehen wirs an, wie wir es im Herzen spüren und im Kopf abgecheckt haben. (16:38) Etwas das wir lernen können ist, dass wir unabhängig von mögen wir den jetzt, oder kommt der aus dem richtigen Eck, für eine größere Sache verbinden. (18:44) Der Hauptpunkt nach Lesbos zu fahren war: das muss man anschauen und Zeitzeuge sein. (19:58) Ich davon ausgegangen, dass die EU jetzt wirklich einmal aufwacht und sagt da sind 20.000 Flüchtlinge obdachlos mit Kindern, schwangeren Frauen, jetzt unternehmen wir was. (20:11) Moria war ein Auffang- bzw. Registrierungscamp für 3.000 Personen und in Spitzenzeiten waren dort bis zu 20.000 Personen. (22:57) Den Menschen ist Tag und Nacht kalt. (25:18) Die Menschen müssen in ungeheizten Sommerzelten aus Plastik leben. Alles was die Menschen besitzen ist ständig nass. (27:13) Eltern sind total verzweifelt. die Menschen sind traumatisiert, die Kinder sind traumatisiert, (27:46) Seit 3 Wochen gibt es 250 Duschen für 7.500 Menschen, davor gab es nur Kübelduschen. (40:04) Der Eintritt in das Lager auf Lesbos ist für alle JournalistInnen verboten. (43:26) Manchmal gehe ich ans Meer und schreie ganz laut oder weine und lass meine Emotionen raus. Ich tröste mich damit, dass ich jetzt da bin und mit dem großen Wir. Die Dinge die wir dort machen, könnten wir niemals alleine machen. (43:49) Die oberste Priorität für uns ist die Evakuierung des Camps. (44:38) Es gibt wahnsinnig viele Liebesmomente bei der Arbeit die mich trösten. (45:19) Mulham, mein Mitbewohner, ruft mich mit Videochat an zeigt mir meine Pflanzen und wie schön grün sie sind. (46:19) Ich bitte schon seit Monaten um ein Gespräch mit dem Bundeskanzler. Ich möchte hören wie er es als Mensch argumentiert und dann möchte ich ihm meine Meinung sagen. (49:00) Ich glaube jeder Mensch hat Begabungen. (52:21) Ich glaube das Wichtige ist, dass wir uns bewusst werden, wie schön es ist in einer Gemeinschaft zu leben. (56:27) Wir haben auch mit den Menschen im Camp gelacht. Eine kleine Sekunde herstellen wo wir alle freie Menschen sind. (1:00:10) Ich bin unheimlich dankbar für alle Spenden, wir können so viel tun damit. Wir haben Medical Volunteer International mit Medikamenten unterstützt, wir haben ein Warehouse gemietet um die Waren der 7 LKWs die wir aus Österreich bekommen haben unterzubringen und schnell verteilen zu können. Wir haben die größte Lebensmittelverteilaktion die jemals im Lager stattgefunden hat durchgeführt und jeder Familie 15 KG Lebensmittel gegeben. Trotzdem bleibt das Hauptthema immer die Evakuierung der Lager. (1:03:04) 10.000 Decken und 2.000 Foodpacks braucht Logistik und Organisation.
46 Minuten
Maria - Wenn dich jemand in eine Schublade stecken will, zwick ihm die Finger ein Zwischen Opernbühne und Militär. In welche Schublade passt du? (03:27) Das ist wie ich es mag, kalt und bitter. (05:03) Ich konnte meine Schummler auf Chinesisch schreiben. (05:20) Wenn ich etwas mach, dann mache ich es 100%ig. (09:06) Es ist mein Leben und wenn ich mich so entscheide habe ich das Gefühl, es geht niemanden anderen etwas an. (09:37) Vielleicht habe ich einen wahnsinnig guten Filter, dass ich die kritischen Stimmen rausfiltere und mir denke es interessiert mich nicht. (10:06) Wenn Du daran glaubst, wenn Du es gerne machst dann bist Du auch authentisch und dann hinterfragen das die Leute nicht so sehr. (15:13) Das Singen an sich ist wunderschön, aber das Singen ist nur 25% des Jobs. (15:44) Das Business des Operngesangs ist wahnsinnig sexistisch. (16:40) Ich will nie wieder lächeln müssen, wenn ich nicht lächeln will. (17:24) Ich mags für andere Leute einstehen, ich mags Leute zu beschützen und Gerechtigkeit und dafür zu kämpfen. (17:40) Kameradschaft, das Miteinander, das ist das wertvollste am Militär. (20:07) Wenn ich in der Kunst frei sein hätte können, hätte ich einigen Leuten meine Meinung gesagt, oder den Mittelfinger gezeigt. (20:19) Ich war frei aber auch Freiwild. (23:51) Ich habe beim Heer gelernt, dass ich auch Fehler machen darf. (28:53) Die ersten vier Monate, als ich ins Militär eingetreten bin, habe ich niemanden etwas gesagt. (29:28) Ich glaube, ich habe für mich meine Berufung gefunden. (35:48) Ich bin nicht mehr bereit so viel Bullshit hinzunehmen wie ich es früher war. (36:28) Ich habe mich überhaupt nicht verändert, sondern ich kann jetzt sein wie ich bin. (37:15) Es hat lange gedauert zu sagen, was ich mache hat einen Wert und wenn du mir diesen Wert nicht gibst, dann tu ich das nicht. (38:42) Wenn man davor Angst hat einen schiefen Ton rauszubringen, weil man zu viel Kraft reinlegt, dann kann auch nie ein brillanter Ton rauskommen. (39:08) Wenn du es nicht probierst, hat du dir die Chance genommen, gewinnen zu können. (39:28) Ich habe in meinem Leben noch nie so viel gelacht, wie beim Bundesheer. (39:51) Man kann in jeder Situation etwas Schönes finden, wenn man es zulässt. (41:13) In der Grundausbildung will ich den Burschen eine leiwande Zeit bereiten, in der sie Sachen erleben können, die sie sonst nicht erleben können. (43:27) Man entscheidet nur die kleinen Dinge. Ich kann nur entscheiden, unterschreibe ich jetzt meine Bewerbung oder nicht. Was dort dann passiert, kann ich nur bedingt beeinflussen.
53 Minuten
Judith - Sag zum Abschied leise ...... Der Blick einer Scheidungsanwältin auf die Ehe (05:12) Die Leute kommen mit einem großen Rucksack an Problemen und Enttäuschungen und die wollen sie mal jemanden erzählen. (05:51) In der Beziehung, im Streit gibts nie einen Schiedsrichter der sagt: so gehört das. (06:25) Die überwiegend meisten die zu mir kommen, werden am Ende geschieden sein. (11:35) Leider zwingt das österreichische Recht scheidungswillige Paare abzurechnen. (12:17) Zu mir kommen die wo es nicht mehr gut funktioniert und die nicht auf die schnelle eine Einigung finden. (13:12) Das der andere den Geschirrspüler vor 10 Jahren nicht eingeräumt hat, hat mir noch nie jemand erzählt. (14:30) Unangenehm sind die Fälle wo Paare ohne zu heiraten zusammenleben, Kinder bekommen und es scheitert und man hat dann plötzlich Null Absicherung. (16:20) Es muss den Menschen bewusst sein, dass die Ehe nicht nur Romantik ist, sondern auch ein Vertrag mit besonderen Abschlussvoraussetzungen. (23:16) Im Sinne der Kinder ist das Verschuldensprinzip sicher nicht sehr förderlich. (24:28) Man muss immer auf Vernunft pochen. (24:34) Eskalieren schafft jeder alleine, eine vernünftige Lösung zu finden schafft jemand der außen steht leichter. (25:06) Je mehr sich der Anwalt in den Konflikt einlässt, umso schlechter ist es für das Ergebnis, das man für den Mandanten erzielen kann. (29:37) Das gemeine an der Liebe ist, wenn sie weggeht dann schlägt sie in das Gegenteil um und das ist dann Hass. (30:24) Mit Kindern kann man sich nicht vollkommen scheiden lassen. (31:24) Auf der Seite der Rechtsanwaltskammer kann man Anwältinnen und Anwälte finden die einen Ehe-Check anbieten. (34:30) Recht und Gerechtigkeit ist nicht dasselbe. (47:22) Was mir bei Scheidungen immer ein großes Anliegen ist, sind die betroffenen Kinder.
50 Minuten
Lena - London Calling: Mach es bevor du bereust, es nicht getan zu haben. Auswandern mit Brexit und Corona (05:23) Ich hab meine Bialetti nach London mitgebracht. (07:00) Es gibt Pubs-to-go. (09:00) Es klingt so als wäre die Apokalypse in London, aber es ist fühlt sich nicht so an, es ist einfach fad weil die Leute daheim sitzen. (09:55) Wir werden an der Uni zweimal die Woche getestet. (16:29) Ich lerne standard english accent und american accent im Studium. (16:45) Ich bin einer der wenigen nicht-Britinnen und spiele den englischen König. (18:25) Es erwartet niemand von uns, dass wir uns unseren Akzent im Alltag abtrainieren. (19:06) Man muss Shakespeare nicht machen wie er vor 200 Jahren gespielt worden ist. (19:51) Mein Mutter hat gesagt: "Du hast eine andere Persönlichkeit auf Englisch." (23:50) Ich hab an der Uni schon Theater gespielt, ich tanze viel und ich habe es immer als Hobby nebenbei gemacht. (26:03) Ich habe sehr viel mit Literatur im Studium zu tun gehabt, dann einen sehr großen Twitter Account betreut daher glaube ich, dass man von mir schreiben lernen kann. (26:33) Man kann von mir lernen daran zu glauben, dass nie das worst-case Scenario eintritt. (26:55) Ich finde Mut ist etwas wo ich sage, das kann voll schiefgehen oder es ist gefährlich und ich mache es trotzdem. Aber so treffe ich keine Entscheidungen, ich vergesse einfach was für Konsequenzen sie haben können. (29:25) Frauen die Theaterspielen mögen, machen irgendwann die Erfahrung, dass wenn sie auf einer Theaterbühne stehen, alle anderen den Mund halten müssen. (32:29) Ich finde, man packt grundsätzlich zu viel. (36:12) Im Moment das beste Fach das ich hab ist: Clown. (40:42) Ich finde, dass sich Männer mehr antrainieren sollten wie Frauen reden. (45:41) Ich hinterfrage viel mehr warum eine Person etwas macht. (47:55) Ich versuche meine Zukunft im Theater mit einem großen Realismus anzugehen.
40 Minuten
Nadja - In sich selbst zu investieren, ist immer eine gute Anlage. Von neuen Wegen, sich trauen und wagen. (2:46) Der beste Kaffee ist für mich mein täglicher Wohlfühlmoment. (4:15) Ich lese eigentlich hauptsächlich online Zeitung. (6:08) Den Podcast kurz vorm Lockdown zu starten war eine Herausforderung, aber wir haben das gemeistert. (7:10) Ich habe manchmal das Gefühl mein Leben ist ein einziger Neuanfang. (8:05) Ich hab auf der Uni Wien „Übersetzen und Dolmetschen“ studiert und bin während des Studiums draufgekommen, ich will nicht übersetzen oder dolmetschen. (10:11) Im Endeffekt ist alles so gekommen, wie es sein hätte sollen. (10:36) Ich muss lernen geduldiger zu werden. Wir sind nicht in einem Film der vorgespult wird, sondern im Leben und da passiert alles, wie es passieren soll. (12:57) Als Journalistin braucht man eine dicke Haut und ein hartes Sitzfleisch. (14:39) Ich bin ein großer Fan von Magazinen und Online Artikeln, weil man sich da nicht beschränken muss. (16:10) Im Vorhinein schließe ich nichts aus, denn ich kann da noch nicht wissen ob ich es mag oder nicht. (19:20) Deutschland ist was die Medienlandschaft betrifft, um einiges innovativer als Österreich. (23:14) Ein Radiobeitrag ist ein akustisches Hörbild. (23:50) Ich liebe am Journalismus, dass man so wahnsinnig viel lernen kann. (24:39) Ich frage mich oft, wie feministisch oder aktivistisch darf ich als Journalistin sein? (25:08) Man muss so objektiv wie möglich und subjektiv wie nötig sein. (26:49) Journalistin sein, ist mit vielen Unsicherheiten verbunden. (27:04) Du brauchst Selbstbewusstsein und das kommt mit Erfahrung. (28:33) Man merkt in Frauennetzwerken einen extremen Spirit. (30:37) Ich bin jemand der sich gerne, sehr tief in Themen reinarbeitet. (31:55) Oft ist es ein Gefühl in mir, dass mir sagt „Mach das jetzt!“ (32:41) Natürlich löst die Tätigkeit als freie Journalistin zu beginnen Angst aus, aber das ist auch irgendwie das Schöne daran. (33:05) Ich hoffe, dass wenn man Passion hat, Biss hat und sich reinhaut, dass sich dann etwas ergibt. (35:00) Stand Up könnte ich mir auch einmal vorstellen, aber ich glaube momentan finde ich mich nur selbst lustig. (35:32) Im allerbesten Fall, bin ich in fünf Jahren glücklich und hab zwei Katzen. (37:48) Vielen Männern wird nicht nahegelegt, sich mit Feminismus zu beschäftigen.
1 Stunde
Christian - "There's two things in the world you never want to let people see how you make 'em: laws and sausages." Ein Blick hinter die Kulissen des europäischen und österreichischen Parlaments (3:16) Donauwalzer tanz ich immer an Silvester. (4:45) Das Europäische Parlament ist ein Monster das dich auffrisst. (6:02) Kaffee trink ich maximal einen am Vormittag und einen am Nachmittag, weil sonst wird mir schwindlig und schlecht. (10:38) Ich halte nicht viel vom Brüssel-Bashing, die Stadt ist komplett underrated. (12:49) Wir waren letztens zufällig am höchsten Punkt Belgiens. In Vorarlberg passiert dir das nicht, dass du zufällig am höchsten Punkt bist. (13:06) Ein Zeichen dafür, dass ich älter werde ist nicht nur, dass die Kater länger dauern, sondern auch, dass ich mit Natur mehr anfangen kann. (15:00) Ich hatte auch als Whatsapp Profilbild dasWappen der österreichischen Niederlande. (15:27) Ich hab noch nie so viel Käsknöpfle gegessen, wie in meinem ersten Studienjahr in London. (18:04) Das Heimweh hält sich in Grenzen, ich bin dann auch froh, wenn ich wieder länger in Brüssel bin. (19:13) Der Gedanke daran irgendwohin zu gehen und dann nach ein paar Monaten wieder alles zusammenzupacken, hat mich gestresst. (19:55) Man muss mit dem Mindset woanders hingehen, dass man dort ein bisschen bleiben will, sonst gefällt es einem dort nicht. (20:40) Viele sagen der größte Vorteil an Brüssel ist, dass man schnell wieder wegkommt. (23:14) Ich hab mich tatsächlich gefragt, wie ich neue Leute kennenlerne. (24:04) Jetzt fühl ich mich wie bei „Frühstück bei mir“, wenn ich da ein bisschen persönlicher rede. (24:52) Ich habe hier sehr viele schwule Freunde, was ich früher nicht hatte. (27:35) Meine Freunde in Wien, waren eigentlich Freunde aus Vorarlberg die in Wien leben. (28:54) Sowohl im österreichischen als auch im europäischen Parlament versteht man sich über Parteigrenzen hinweg. (32:01) Ich bin von meiner Einstellung her eine sehr proeuropäische Person und kann mir auch vorstellen und fände es wünschenswert, dass wir mal in den Vereinigten Staaten von Europa leben werden. (33:03) Man ist sehr schnell verleitet, sich in die Detailfragen der Regulierungen hineinzutigern. (33:56) Man muss schon auch das Gesetz zum Bürger bringen, man kann nicht den Bürger zum Gesetz bringen. (36:47) Wenn man irgendwo nicht mehr drinnen ist, sondern von draußen drauf schaut, sieht man viele Dinge anders. (41:14) Ich unterhalte mich wahnsinnig gerne mit Leuten die Karl Marx gelesen haben und darüber diskutieren wollen. (45:55) Ich hab überhaupt kein Pokerface. (47:41) Ich habe große Freude, nicht nur an der Stadt Brüssel, sondern auch an dem Land Belgien. (51:06) Es gibt einen Blog der heißt Belgoslavia wo zusammengefasst wird, dass Belgien eigentlich am Balkan ist. (56:25) Ich merke schon, je älter ich werde, nicht nur dass ich mehr Freude am Sport und an der Natur habe, sondern dass mir Familie wichtiger wird. (57:07) Ich kann mir schon vorstellen, dass es in den nächsten Jahren langweiliger als spannender wird. (58:51) Ich glaub es braucht mehr Leute die sich für ein gemeinsames Europa einsetzen dort wo sie sind. (59:06) Es muss Leute geben, die sich nicht denken ich muss nach Brüssel gehen um dort im riesigen Monster zu arbeiten, sondern die versuchen das Monster zu bändigen. Nicht im Sinne zu töten und in den Nationalstaat zurückzugehen, sondern daran zu arbeiten, dass das Monster nicht so ein Monster ist sondern ein super Projekt für uns alle.
42 Minuten
Selbstachtsamkeit und Aktivismus – ein Balanceakt Takover: Dana trifft Maria (08:23) Ich habs geschafft zu akzeptieren, dass ich mein Leben nicht im Griff haben muss. (10:43) Das ist meine Plattform und ich kann reden worüber ich will. (12:59) Es ist immer komplexer als es im ersten Moment scheint. (14:11) Ich kann den Ratschlag mitgeben, dass man vielleicht auch geduldig sein muss, wenn man etwas neues entdeckt hat und es andere Leute erst checken müssen. (14:32) Eine Gewohnheit ist eine Gewohnheit und das ändert sich nicht von heute auf morgen. (17:57) Die besten Mangos bisher, hab ich aus dem Müll gegessen. (20:54) Es ist eine Hürde die man hat, zu sagen: Ich muss das jetzt perfekt können und zwar sofort. (25:05) Ich will, dass sich die Leute verstanden fühlen. (25:24) Authentizität ist etwas was extrem wichtig ist. (29:38) Ich bin dabei zu versuchen mich besser abzugrenzen. (32:24) Es geht darum, was man mit seinen Privilegien tut. Es geht nicht darum, sich darin zu suhlen und zu denken: Geil mir gehts ur gut. (32:41) Empathie und Solidarität sind wichtige Begriffe in dem Zusammenhang. (35:29) Manche Leute wollen einfach diskutieren, weil sie ihre eigene Meinung darlegen wollen, nicht weil sie meine Antwort hören wollen. (36:36) Du kannst nicht alles perfekt aber du kannst es versuchen. (39:57) Der Ratschlag der generell wichtig ist, ist immer kritisch sein. (40:02) Nur weil mir etwas gefällt, heißt es nicht, dass es richtig ist.
41 Minuten
1:36 Ich bin nicht ganz so befreit von Aberglauben (Fanni) 1:49 Zu Beginn von 2020 hat sich jeder so gefühlt, als würde 2020 etwas magical, ganz großes passieren. (Fanni) 2:25 Dem Jänner und dem Februar tut man da ja auch ein bisschen Unrecht. (Fanni) 3:15 Im März haben wir die Erwartungen an 2020 mal umschaufeln müssen. (Fanni) 3:28 Dieses Jahr zeigt uns viel über Erwartungsmanagement. Nämlich „better not“. (Fanni) 4:23 Für mich persönlich, war 2020 nicht so schlimm. (Christiane) 5:03 Vieles kam nicht so, wie es geplant war, aber auch das hat seine guten Seiten (Brenda) 5:45 Ich war etwas zu optimistisch für diese Welt. (Fanni) 8:23 Es ist eine schöne Erkenntnis, dass die Leute, die am Ende des Jahres noch da sind, die sind, auf die es ankommt. (Brenda) 9:25 Niemand möchte momentan in den Schuhen einer Regierung stecken. Das viel Untätigkeit passiert ist, ist eine andere Geschichte. (Fanni) 10:32 Mich nervt dieser Individualismus und das immer nur vor der eigenen Türe kehren so wahnsinnig. (Fanni) 12:24 Sollte sich in einem Jahr herausstellen, dass es nichts gebracht hat die Maske zu tragen, dann habe ich doch auch nichts an meiner Lebensqualität verloren. (Fanni) 17:12 Ich hab Lust aufs Reisen, aber ich weiß nicht, ob ich es vermisse. (Fanni) 18:11 Es ist, als würde man mit einem Sprint starten und plötzlich sagt jemand „Ätschibätsch ist ein Marathon“. (Fanni) 19:27 Wir sind jetzt nicht nur müde von Corona. Wir werden jedes Jahr müde, egal was passiert ist. (Brenda) 19:50 Wenn man Corona ausklammert aus diesem Jahr, wars ein super Jahr für mich und ich fühl mich aber immer schlecht, wenn ich das sag. (Christiane) 20:37 Ich komm mir vor wie Kim Kardashian, die ihren Diamant Ohrring verloren hat. (Christiane) 21:02 Ich hatte auch ein super Jahr. Es war nur sau anstrengend. (Fanni) 21:55 Gerade in Zeiten einer Pandemie, kann man stolz darauf sein, Dinge geschafft zu haben. (Brenda) 22:37 Ich fands schön, wie sich Freundschaften dieses Jahr entwickelt haben. (Brenda) 23:17 Am Ende bin ich immer dankbar, dass ich auf die Butterseite gefallen bin. (Fanni) 25:02 Wisst ihr wofür wir dankbar sein sollten? Für die Wissenschaft. (Fanni) 27:18 Ich bin dankbar für meinen Schrittzähler. (Fanni) 28:18 Irgendwann werden uns unsere Enkelkinder fragen ob wir auch bei diesem Corona dabei waren. (Christiane) 28:23 Und wir werden ihnen antworten, es war nicht alles schlecht unter dem Corona. (Fanni) 28:31 Wenn es nicht so wäre, würden wir jetzt auch alle mit der Schnapsflasche im Eck sitzen. (Brenda) 29:20 Ich habe mir die Youtube App runtergeladen, damit ich Videos über Pflanzen schauen kann. (Fanni) 30:33 Ich glaube nicht, dass es diesen einen Tag geben wird, an dem es heißt „Jetzt ist es vorbei, let’s celebrate a party!“ (Fanni) 31:06 Es reicht doch schon, wenn man in eine Bar gehen kann und aus irgendwelchen Gläsern trinken! (Brenda) 32:02 Was aus diesem Jahr herausziehen kann ist wirklich „Was ist das lebensnotwendige?“ (Fanni) 33:25 Ich hoffe es bleibt Namaste! (Fanni) 34:49 Ich glaube es gibt keinen Menschen, der nicht einmal die Verordnungen gebrochen hat. (Christiane) 34:55 Ich nenne das responsibly illegal. (Fanni) 36:01 Das Gesetz sollte nicht die einzige Leitlinie für das eigene Verhalten sein. (Fanni) 37:45 Man muss sich bewusst sein, was man tut und es muss okay sein zu sagen, nein, so will ich mich nicht mit jemandem treffen. (Brenda)
57 Minuten
Brian und Katharina - mit Zimt und Zucker Weihnachtsspecial mit unseren Geschwistern (05:07) Da habe ich eine sehr starke Meinung dazu. (Katharina) (06:40) Klingt ein bisschen wie ein Hustensaft (Brian) (07:16) Ich bin ja der Meinung, dass Chocolate Slice auch in den Sommer gehören. (Brian) (07:39) Die Leute die sich im Oktober aufregen, dass es Weihnachtskekse gibt, da denk ich mir, na gut sie haben halt diese Probleme. (Katharina) (09:12) Kekse für sich schmecken so gut, die muss man nirgends mehr reintunken. (Brian) (11:04) Ich esse dann immer so viel von den Vorspeisen, dass ich dann bei der Hauptspeise weniger essen kann, und das ist immer sehr schade. (Katharina) (11:28) Ich brauche eine Nachspeise, wenn es ein gutes Essen sein soll. (Brian) (13:56) Am 25igsten hat dann meistens die Reiserei angefangen. (Katharina) (15:18) Es hört sich nach sehr viel Essen an. Sehr sympathisch. (Brian) (17:33) Es hat auch niemand darum gebeten. Ich weiß nicht warum sich diese Tradition eingeschlichen hat. (Katharina) (18:32) Das müsste der weirdeste Zufall der Welt sein, dass zwei Familien aufeinander treffen die beide zu Weihnachten Mayonnaise Salat essen. (Katharina) (20:41) Es stört mich überhaupt nicht, wenn nur Röstkartoffel auf dem Teller liegen. (Katharina) (22:08) Ich dachte, das wäre ein Witz gewesen. (Brian) (22:30) Ich finde vor allem die Beilagen das was den Truthahn grandios macht (Brian) (23:19) Wir sind eine sehr traditionelle Familie. Nein überhaupt nicht. (Brian) (26:22) Meine Familie ist ein großer Freund von Frühstücksbuffets. (Brian) (32:15) Ich war mein ganzes Leben, besonders was Weihnachten angeht, sehr traditionsbewusst. (Katharina) (32:28) Ich hoffe, dass ich alle in der Weihnachtszeit sehe, aber am 24igsten hängt mein Herz nicht mehr. (Katharina) (32:50) Es geht mehr darum die Leute in der Weihnachtszeit zu sehen und dass man bewusst Zeit miteinander verbringt. (Katharina) (35:24) Alles wird besser mit Schlagobers. (Brian) (44:20) Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr eines aus dem Gespräch mitnehmen wollt: in England kann man wirklich gut essen. (Brian) (45:40) Ich bin überhaupt nicht so die Naschkatze. (Katharina) (45:56) Es gab einen Punsch der war Schokolade Zwetschke und das war der beste Punsch den ich je getrunken habe. (Katharina) (46:07) Ich würde jedes Mal eine Käseplatte bestellen. Für mich alleine. (Katharina) (46:12) Das ist meine Nachspeise: Käse und Alkohol. (Katharina) (47:11) Damit habt ihr meine Familie in der Weiredness überholt. (Brian) (49:44) Es gibt den Brauch, dass man als Christbaumschmuck auch ein kleines Schmuckgurkerl aufhängt. (Katharina) (50:41) Es ist ein Fake Gurkerl. (Katharina) (52:50) Such die Münze im Kuchen. (Brian)
24 Minuten
Grinch oder Christkind? - Weihnachtsspecial Nini (08:56) Wenn Halloween 23:59 vorbei ist, bin ich die, die die Weihnachtmütze sofort aufsetzt. (10:56) Da gibt es Huhn in Walnusssauce mit Granatapfelkernen. Sibylle (12:18) Weißt Du was der Grinch ist? Ja. Den haben wir nie schauen dürfen. (13:00) Das perfekte Weihnachten ist im Kreise meiner Lieben. (16:14) Für mich muss immer ein Adventkalender da sein. Ein kitschiger altmodischer. Markus (18:22) Meine Mama schwört darauf, dass Weihnachten ohne Christbaum nicht geht. (20:53) Das perfekte Weihnachten muss nicht spektakulär sein. Mit der Familie, gutes Essen, etwas spielen, mir ist es am wichtigsten keinen Stress zu haben.
57 Minuten
Amra - Schreiben ist eine Waffe der Wahrheit. Vom Schreiben, Recherchieren und eine Meinung haben. (04:43) Ich hole mir immer Rat bei meiner Mutter. (07:05) Cola Rot heißt in Bosnien Bambus. (12:38) Ich habe auch jeden Nachmittag Gilmore Girls geschaut und kann jetzt sagen so schaut Journalismus nicht aus. (12:49) Ich wollte schreiben, in die Medien gehen, weil ich gesehen habe wie wir behandelt worden sind, meine Mama behandelt worden ist, wie unfair Menschen behandelt werden, weil sie Migrationshintergrund haben. (14:54) Ich habe dann die HAK gemacht und mir gedacht falls es mit dem Schreiben nichts wird kannst wenigstens einen Bürojob machen. (20:45) Meine Mutter hat auch ihre Heimat verloren. Sie hat nicht darum gebeten, dass da Krieg ist und sie woanders hin muss. (22:28) Du traust Dich nicht gegen die diskriminierenden und rassistischen Bemerkungen etwas zu sagen weil Du Dir denkst: Ich muss dankbar sein, dass hier sein darf. (22:42) Ich wollte Journalistin werden, weil ich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die sich nicht trauen etwas zu sagen, denen zu helfen und eine Stimme zu geben. (23:39) Kultur ist etwas, dass Menschen brauchen, es ist etwas wo man abschalten kann, so ein Seelenbalsam. (28:41) Das Schöne an Social Media ist, dass man anderen Menschen helfen kann und zeigen, schau Du bist nicht allein. (29:35) Eine gute Geschichte ist immer eine gute Geschichte. (39:12) Schreiben kann man lernen, was man braucht ist ein Riecher für Geschichten. (39:33) Das Schwierigste zu Schreiben sind die ganz kurzen Texte mit 4 bis 5 Zeilen. (39:48) Man muss auch Social-Media fit sein, und Online-fit sein plus Print, man muss ein viel größeres Skill Set haben. (41:09) Man kann darauf vertrauen, wenn eine Geschichte von mir in der Heute erscheint, egal wie kurz sie ist, es ist sorgfältig recherchiert und ich habe mir Mühe gegeben. (43:20) Man muss nicht reißerisch sein um etwas rüber zu bringen. (46:02) Bitte erzählt mir eure Geschichten, meldet euch gerne, wenn ihr eure Geschichte erzählen wollt, wenn ihr euch unfair behandelt gefühlt habt oder etwas erlebt habt wo ihr glaubt es hilft anderen. (53:24) Es ist nicht so viel Glitz and Glam wie man es sich vorstellt. (56:05) Egal wer was sagt, ob es Politiker sind, oder der rassistische Nachbar, lasst euch den Mund nicht nehmen.
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Julia - Not all heroes wear capes. Wie wir mit systemrelevanten Berufen umgehen. (07:45) Die montessorische Zugangsweise ist eine die sehr stark am Kind orientiert ist, das heißt, dass wir sehr individuell auf die Bedürfnisse und Entwicklungsschritte eingehen. (10:44) Es muss früh beginnen, dass Kinder Menschen kennenlernen die eine friedliche und respektvolle Haltung vermitteln. (11:41) Pädagogik ist nicht etwas das man mit dem Kind alleine macht, sondern es fängt bei den Eltern an. (14:30) Ich bin Pädagogin mit einem offenen, verständnisvollen Blick auf ein Individuum. (17:56) Es ist nicht die Aufgabe der Kinder für uns da zu sein. (20:20) Ich schaue was kann ich am Rahmen so ändern und vorbereiten, dass der Tag energetisch heute geht, dass wir es gut schaffen und dass ich bestmöglich für die Kinder da sein kann. (20:38) Man muss sich als Pädagogin vom Perfektionismus trennen. (21:03) Gerade jetzt, in der Pandemie, sind wir für die Kinder da, sind liebevoll für sie da, begleiten sie, da ist es wurscht ob ein Ding schief im Regal steht. (21:54) Wir reduzieren privat unsere Kontakte total um eine Sicherheit für die Kinder zu bieten. (22:14) Wir machen persönliche Abstriche um die Kinder in der Situation unterstützen zu können. (23:24) Wir schützen die Kinder vor diesen Sorgen und der Aufregung indem wir ein Filter für sie sind. (27:16) Ich erlebe eine sehr kooperationsbereite Elternschaft. Gerade in der Situation, wenn sie auch Homeoffice haben, die verkühlte Kinder im Zweifelsfall eher zuhause lassen. (27:35) Das ist eine Kooperation für die ich sehr dankbar bin und ich den Eltern auch raten würde, damit auch die Pädagoginnen gesund bleiben und für die Kinder da sein können. (30:28) Wir müssen in unseren Räumlichkeiten Umstände bewältigen oder auch Dinge von zuhause aus machen, für die wir nicht ausgebildet sind. (30:40) Wir haben schon im ersten Lockdown versucht an den Kindern dran zu bleiben. (30:54) Wir haben eine Instagram Seite kreiert und alle PädagogInnen haben Arbeiten für die Kinder und für die Eltern hergezeigt. (31:07) Wir haben über Zoom Singkreise gemacht um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben. (33:07) Ich sehe diese Krise auch als Wachstum, weil man untereinander zusammenwächst und dieses Vertrauen, zwischen den Eltern und den PädagogInnen, den Kindern und den PädagogInnen und den Kindern und den Eltern, spürt. (35:09) Alle Menschen die mit jungen Menschen arbeiten machen unglaublich viel in ihrer Freizeit, wofür sie nicht bezahlt werden und wofür das Geld auch nicht da ist. (39:05) Je authentischer man lebt mit Kindern umso besser ist die Beziehung. (40:33) Innerer Widerstand gegen Situationen die man nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel der Ausbruch einer Pandemie, ist zwecklos. (40:49) Es ist wichtig sich in Akzeptanz zu üben und Wege zu finden um sich selber zu kümmern. (42:21) Was es braucht ist Gelassenheit. (43:07) Man kann sich immer selber hinterfragen: "Was sind meine Erwartungen?" und wo fahr ich mich da selber gegen die Wand indem ich etwas von meinem Kind erwarte zudem es jetzt nicht bereit ist. (49:46) Meiner Ansicht nach ist die Montessori Pädagogik für alle Kinder und sollte es das auch in ganz Österreich als Regelsystem geben. (50:10) Es geht darum in Frieden mit der Natur und anderen Menschen zu leben. (52:16) Wir versuchen den Kindern das Werkzeug an die Hand zugeben damit sie sich selbst versorgen können. (52:56) Kinder brauchen Rückmeldung. Kinder brauchen Erwachsenen die ihnen Rückmeldung geben und zwar respektvoll die sie nicht in ihrer Integrität verletzt. (01:05:12) Seid gut zueinander und gut zu euch selbst.