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Philosoph! Der andere Versicherungspodcast Archiv

79 Episoden
47 Minuten
Was wäre, wenn Transformation nicht als disruptiver Sturm durch Unternehmen fegt, sondern als Einladung verstanden wird, tiefer zu verstehen, was Menschen im Innersten antreibt? Tabea Allinger, Head of P&C Steering, Transformation & Governance bei der AXA, spricht nicht über Projekte – sie spricht über Haltungen. In einer Welt, in der Versicherungen mit Sicherheit assoziiert werden, stellt sie sich der Herausforderung, Wandel nicht trotz, sondern wegen dieser Erwartung zu gestalten.

Transformation, das wird deutlich, ist für sie keine technische Frage, sondern ein zutiefst menschlicher Prozess. Ob durch das gezielte Fördern von Lernkulturen, die Aufbauarbeit psychologischer Sicherheit oder KI-Einführungen mit Augenmaß – es geht stets darum, Menschen mitzunehmen, nicht Prozesse durchzusetzen. Besonders bestechend ist ihr Verständnis von Führung: Wer heute Verantwortung übernimmt, muss Kommunikation und Orientierung geben können, nicht nur Entscheidungen treffen.

Tabea wurde durch ihre Erfahrungen bei IBM und als Vorstandsassistentin geformt – Stationen, die sie nicht als Durchlaufposten sieht, sondern als prägende Bühnen des Lernens, Scheiterns und Netzwerkens. Was sie transportiert, ist ein Führungsverständnis, das auf Demut, Klarheit und der Bereitschaft zur Extrameile fußt. Wer Transformation auf diese Weise denkt, öffnet Räume – für andere, für sich selbst, und für eine Branche, die mehr ist als ihre Policen. Sie wird so zur leisen Revolution – geführt mit Haltung statt Macht.

Zu Gast:

Tabea Allinger, Head of P&C Steering, Transformation & Governance bei AXA

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45 Minuten
„Wandel gestalten, statt ihn nur zu verwalten“ – dieser Satz von Markus Niederreiner zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch mit Mathias und Michael Carl. Und doch ist es ein Satz, der in vielen Vorstandsetagen deutscher Versicherer eher wie eine Drohung klingt. Denn der wahre Kern der digitalen Transformation ist nicht Technik, sondern Haltung – und daran scheitert sie allzu oft.

Markus spricht aus der Tiefe von Beratung, Unternehmenspraxis und Führungserfahrung. Seine Beobachtung: Zu viele Veränderungen sind Alibi-Programme. Der Lack wird poliert, während der Motor weiter ruckelt. Echte Transformation bedeutet aber, sich am Fundament zu vergreifen – selbst wenn dabei erst einmal Dreck gefressen werden muss. Doch in einer Branche, die jahrzehntelang gut davon lebte, Risiken zu managen statt selbst welche einzugehen, fehlt dafür oft der Mut.

Gerade deshalb ist seine Forderung so unbequem wie notwendig: Führung heißt heute, Unsicherheit auszuhalten. Verantwortung übernehmen, auch wenn die Früchte erst die Nachfolger ernten. Und: Kooperation nicht zu simulieren, sondern strukturell zu verankern. Die Versicherung als abgeschottete Burg ist ein Auslaufmodell. Die neue Rolle ist die eines vernetzten, lernenden Akteurs – nicht nur technologisch, sondern mental.

Der vielleicht prägnanteste Gedanke: Künstliche Intelligenz ist nicht bloß ein Tool – sie ist der Messi im Bezirksligateam. Sie bringt nicht automatisch den Sieg, aber zeigt das Niveau, zu dem man aufschließen muss. Doch bevor sie das kann, braucht es Köpfe, die bereit sind, die Formation zu ändern. Und genau da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Zu Gast:

Markus Niederreiner, Experte für digitale Transformation, Geschäftsführer und Beirat

Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.

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49 Minuten
Was Fritzchen nicht lernt, lernt Franz nimmermehr – dieser altbackene Satz wird in diesem Gespräch zur hellsichtigen Mahnung. David Stachon, COO bei Canada Life, benennt glasklar das Problem: Wir leben in einem hochentwickelten Land, doch unser individueller Wohlstand hinkt hinterher, weil finanzielle Bildung fehlt. Nicht Technik, nicht Talent, sondern der Mangel an frühzeitiger ökonomischer Kompetenz macht uns zu Verlierern eines selbstverschuldeten Spiels.

Es geht nicht bloß um trockene Rentenmodelle oder den Unterschied zwischen Brutto und Netto. Es geht um Teilhabe, um gesellschaftliche Durchlässigkeit und darum, wer sich in Zukunft orientieren, entscheiden und Verantwortung übernehmen kann. Bildung wird zum exklusiven Gut, wenn sie nicht neu gedacht und breiter verfügbar gemacht wird. Stachon fordert daher eine radikale Neuordnung: Lernen darf kein linearer Lebensabschnitt bleiben, sondern muss sich im Rhythmus des Lebens entfalten – modular, individualisiert, durchlässig.

Technologie ist dabei kein Selbstzweck, sondern Katalysator. KI-gestützte Lernformate, sprachübergreifende Wissensvermittlung, frühzeitige Praxiserfahrungen – das alles gibt es längst. Was fehlt, ist der Wille, sie systematisch zu nutzen. Nicht der Mangel an Ressourcen bremst uns, sondern eine veraltete Ordnung, die Jahrgänge sortiert, Talente standardisiert und Bildungswege versiegelt.

Wer das ernst nimmt, erkennt: Es braucht kein neues Fach, sondern ein neues Verständnis von Bildung. Und den Mut, endlich aus dem Analogen ins Wirkliche zu wechseln.

Zu Gast:

David Stachon, COO bei Canada Life

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53 Minuten
Wer heute von betrieblicher Altersvorsorge spricht, redet nicht mehr über ein trockenes Verwaltungsprodukt, sondern über ein zukunftsfähiges Bindemittel zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. Per Protoschill bringt es auf den Punkt: Die betriebliche Vorsorge ist längst zu einem entscheidenden Teil des Employer Brandings geworden – in einer Zeit, in der Talente ihre Arbeitgeber auswählen und nicht umgekehrt. Was früher ein Sack Kohle war, ist heute ein flexibler Baukasten an Absicherungsmöglichkeiten.

Dabei offenbart sich ein überraschendes Bild: Gerade junge Menschen, oft als unbedarft gegenüber Zukunftsplanung dargestellt, zeigen laut Peer ein hohes Bewusstsein für die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorge. Es ist nicht Gleichgültigkeit, sondern ein klarer Realismus gegenüber einem überforderten Sozialstaat.

Noch spannender ist jedoch die Zukunftsperspektive: Wenn Arbeit und Ruhestand sich weiter auflösen, wenn Menschen länger leben, länger gesund bleiben – wird Altersvorsorge dann nicht zur Ermöglichung eines dritten Lebensabschnitts, der mehr ist als bloßer Rückzug? Bildung, Engagement, soziale Verantwortung: Ruhestand wird zur aktiven Lebensphase. Und die betriebliche Altersvorsorge? Wird zur Starthilfe für diese neue Freiheit. Das ist kein Rückblick auf 100 Jahre Fürsorge, sondern der Beginn eines neuen Versorgungsversprechens – für ein gutes Leben, auch jenseits des Erwerbs.

Zu Gast:

Per Protoschill, Geschäftsführer und Leiter Vertriebsunterstützung bei Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH

Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.

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48 Minuten
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Welt der Industrieversicherung? Dirk Schilling, Head of Guidance and Captive Service bei HDI Global SE, spricht mit Mathias und Marc über technologische Innovationen, neue Geschäftsmodelle und die Herausforderungen der Digitalisierung.

Dirk erklärt, wie Unternehmen heute schon Mikrosensoren nutzen, um minimale Abweichungen in Maschinen weltweit in Echtzeit zu erfassen – ein Gamechanger für die Schadenprävention. Die Versicherungsbranche kann diese Daten für bessere Risikoeinschätzungen nutzen, doch wo stehen wir wirklich?

Auch KI und Automatisierung sind große Treiber des Wandels. Versicherer testen, inwieweit Algorithmen Underwriting-Prozesse beschleunigen und Schadenbearbeitungen effizienter gestalten können. Doch reicht das schon?

Große Unternehmen setzen zunehmend auf eigene Versicherungsgesellschaften, um Risiken individuell abzusichern. Doch sind Captives wirklich ein Zukunftsmodell oder werden sie überschätzt? Dirk gibt spannende Einblicke in die strategischen Überlegungen der Industrie.

Zu Gast:

Dr. Dirk Schilling, Head of Guidance and Captive Service bei HDI Global SE

Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.

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45 Minuten
Versicherung ist Vertrauenssache – doch wie schafft man Vertrauen in einer zunehmend digitalen Welt? Philipp Lechner ist Mitglied des Vorstands des Badischen Gemeindeversicherungsverbands (BGV). Er spricht mit Mathias und Marc über die Balance zwischen Innovation und Tradition.

Philipp betont, die rasante technologische Entwicklung dringend zu brauchen. Ohne sie könne er die Stabilität des Betriebs auf Dauer nicht gewährleisten. In seinem Unternehmen sieht er Technologie auch als Antwort auf die demographische Herausforderung. In den kommenden fünf Jahren gehen 30% seiner Belegschaft und auch des Vertriebs in den Ruhestand. Selbst wenn er wollte, eine Versicherung findet gar nicht so viele Menschen, um diese Löcher auch wieder zu besetzen, die da gerissen werden.

Gemeinsam diskutieren Mathias, Marc und Philipp, wie weit Technologie auch Empathie erzeugen kann - oder sie zumindest glaubwürdig genug vorspielen kann. Die Kommunikationsbedürfnisse der Kund:innen sind in einem starken Wandel, darüber sind sich alle einig. Nur was folgt daraus? Wie verändert Künstliche Intelligenz zum Beispiel  Vertrieb und Kundenservice einer Versicherung? Ein zentraler Aspekt, den Philipp hervorhebt, ist: Versicherungen haben ein erklärungsbedürftiges Produkt. Informationen liefern und aktualisieren, das lässt sich sicher mit intelligenter Technologie abbilden. Aber wenn jenseits von Kfz und persönlicher Haftpflicht der Bedarf an Versicherung erst geweckt werden muss, bleibt eine zentrale Rolle für den Menschen in Vertrieb und Betreuung.  

Zu Gast:

Dr. Philipp Lechner, Mitglied des Vorstands beim Badischen Gemeindeversicherungsverband BGV

Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.

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49 Minuten
Rechtliche Probleme kommen oft unerwartet – doch was wäre, wenn man sich vorbereiten könnte, bevor es ernst wird?

Patricia Körner, Vorständin für Produktbetrieb und IT bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG, spricht mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier über eine neue Rolle der Rechtsschutzversicherung: Weg vom reinen Kostenerstatter, hin zum digitalen Wegbegleiter.

Wie verändern KI, digitale Plattformen und Chatbots den Zugang zum Recht? Kann Künstliche Intelligenz juristische Erstberatung übernehmen? Und was bedeutet das für die Zukunft der Versicherer?

Ein Gespräch über smarte Lösungen, verändertes Kundenverhalten und die Frage, ob Rechtsschutz künftig mehr sein kann als eine Police in der Schublade.

Jetzt entdecken, wie Technologie das Recht einfacher macht.

Zu Gast:

Patricia Körner, Vorständin für Produktbetrieb und IT bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG.

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43 Minuten
Mathias Harrassowitz & Marc Morunga sprechen mit Philipp Schönbach, dem Vorstandssprecher der Vereinigten Hagelversicherung, über die drängenden Fragen unserer Zeit: Wie kann sich die Versicherungsbranche auf die zunehmenden Wetterextreme einstellen, und welche Rolle spielt Innovation dabei?

Von der Bedeutung von Präventionsmaßnahmen bis hin zur Nutzung von Technologien wie Drohnen und Satelliten – diese Episode bietet Einblicke in die Zukunft der Ernteversicherung und zeigt, wie sich der Agrarsektor und Versicherer gemeinsam an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.

Themen dieser Folge:

Spätfrost, Starkregen und Dürre: Neue Risiken durch den Klimawandel.

Prävention in der Landwirtschaft: Technologische Ansätze und Fördermöglichkeiten.

Die Zukunft der Versicherungen: Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus.

Wie KI und Datenanalysen die Risikoabschätzung revolutionieren könnten.

Key Takeaways:

Wetterextreme erfordern kreative Ansätze im Risikomanagement.

Versicherer wie die Vereinigte Hagel setzen zunehmend auf innovative Technologien.

Der Austausch zwischen Landwirten und Versicherungen ist essenziell für nachhaltige Lösungen.

Gast:

Philipp Schönbach, Vorstandssprecher der Vereinigten Hagelversicherung.

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38 Minuten
Michaela Exenberger von der Niederösterreichischen Versicherung spricht mit Michael Carl über Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, die Rolle der Rückversicherung und darüber, wie Versicherungen konkrete Verantwortung übernehmen können.

Nachhaltigkeit – Von der Strategie zur Praxis

Michaela erläutert, wie die Niederösterreichische Versicherung das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich angeht. Der Schlüssel? Alle Bereiche – von Produktentwicklung über Kapitalanlagen bis hin zum Schadenmanagement – ziehen von Anfang an mit. Gemeinsam wird nicht nur eine Strategie erarbeitet, sondern sie wird auch jährlich überprüft und in konkrete Maßnahmen übersetzt.

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft

Was bedeutet Nachhaltigkeit für ein Versicherungsunternehmen? Michaela zeigt auf, dass es nicht nur um „grüne“ Themen geht, sondern um vorausschauende Schadensprävention und innovative Produktgestaltung. Ein Beispiel: Die Förderung von Reparaturen statt Neukauf nach einem Schaden oder der Zuschuss zu Hochwasserschutzmaßnahmen. So wird Nachhaltigkeit für Kunden erlebbar und Versicherungen widerstandsfähiger.

Rückversicherung als Hebel für Veränderung

Zentrale Bedeutung kommt der Rolle der Rückversicherung zu. Michaela erläutert, wie Rückversicherer als starker Hebel fungieren können, um Risiken neu zu bewerten und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Gerade in einer Zeit, in der Naturkatastrophen zunehmen, braucht es gemeinsame Lösungen – von Versicherern, Rückversicherern und der Politik.

Nachhaltigkeit als Kulturarbeit

Michaela betont: Nachhaltigkeit ist kein Elfenbeinturm-Thema. Damit sie im Unternehmen ankommt, muss sie gelebt werden. Mit Arbeitsgruppen, klaren Zielen und Schulungen wird der Gedanke in alle Bereiche getragen. Gleichzeitig braucht es Anreize und eine Vorbildfunktion vom Management.

Zukunftsvision: Nachhaltigkeit als Chance

Nachhaltigkeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch eine Chance, erklärt Michaela. Ob als Differenzierungsmerkmal am Markt, durch innovative Kapitalanlageentscheidungen oder als starker Faktor für Employer Branding – die Versicherung der Zukunft wird nachhaltig und wirtschaftlich zugleich sein.

Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit zum festen Bestandteil der Strategie und des Geschäftsmodells werden kann. Michaela gibt tiefe Einblicke, wie die Niederösterreichische Versicherung konkrete Verantwortung übernimmt – von der Schadensprävention bis zur Rückversicherung.

Zu Gast: Michaela Exenberger, Bereichsleitung Rückversicherung und Nachhaltigkeit, Niederösterreichische Versicherung.
45 Minuten
Alina vom Bruck, Mitglied des Vorstands der BarmeniaGothaer, spricht mit Michael über Fusionen, Unternehmenskultur und die Kunst, Resilienz und Innovation zu verbinden. Gemeinsam erkunden sie, wie Unternehmen flexibel bleiben und gleichzeitig Stabilität vermitteln können.

Fusion als Neuanfang

Alina erzählt von ihrer Rolle in der frisch fusionierten BarmeniaGothaer. Eine Fusion ist mehr als nur ein Zusammenschluss – es ist die Chance, Bestehendes zu hinterfragen und neu zu gestalten. Dabei spielt das richtige Mindset eine entscheidende Rolle, um die Balance zwischen Bewahren und Verändern zu finden.

Resilienz durch Veränderung

Für Alina ist klar: Resilienz bedeutet nicht, an alten Mustern festzuhalten, sondern sich flexibel und lernbereit an neue Gegebenheiten anzupassen. Gerade in der Lebensversicherungsbranche zeigt sich, wie wichtig es ist, mit Innovation und Veränderung auf die Herausforderungen der heutigen Zeit zu reagieren.

Innovation: Mehr als nur neue Produkte

Innovation in der Versicherungsbranche? Absolut! Alina betont, dass Innovation sich nicht nur auf Produkte beschränkt, sondern alle Bereiche betrifft – von Prozessen über digitale Services bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit. Besonders wichtig: Innovation muss immer einen echten Mehrwert bieten, sowohl für das Unternehmen als auch für die Kunden.

Führung, die inspiriert

Moderne Führung bedeutet für Alina weniger Hierarchien und mehr Vertrauen. Fehler werden nicht bestraft, sondern als Lernchance gesehen. Diese Haltung schafft eine Unternehmenskultur, die den Raum für Innovation und Resilienz öffnet.

Zukunftsmusik: Resilienz und Innovation Hand in Hand

Wie kann man Resilienz stärken und gleichzeitig den Mut zu Veränderungen fördern? Alina spricht über Strategien, mit denen Unternehmen und Mitarbeitende fit für die Zukunft gemacht werden können. Denn für sie sind Resilienz und Innovation untrennbar miteinander verbunden.

Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie Herausforderungen in der Unternehmenswelt zu Chancen werden können. Lassen Sie sich inspirieren von den Einsichten einer Führungspersönlichkeit, die den Spagat zwischen Tradition und Innovation perfekt meistert.

Zu Gast: Alina vom Bruck, Mitglied des Vorstands der BarmeniaGothaer, Zuständigkeit Lebensversicherung, sowie Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherung AG.
44 Minuten
... und weil das viel zu lang ist, steht auf seiner Visitenkarte: Head of People & Culture. Meint aber dasselbe. Alex Müller-Benz von "Die Bayerische" zu Gast im Philosophen. Michael und Alex sprechen über die Transformation von Unternehmenskultur, die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen und die Rolle von KI als kreativer Mitspieler. Gemeinsam erkunden sie, wie Unternehmen modern, menschlich und erfolgreich bleiben können.

Vom Versicherer zum Magnet für Talente

Alex nimmt uns mit auf eine Reise, wie Die Bayerische sich von einem klassischen Versicherungsunternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber entwickelt hat, der frischen Wind in die Branche bringt. Statt steifer Hierarchien setzt das Unternehmen auf Dynamik, persönliche Nähe und ein Umfeld, in dem Mitarbeitende ihre Ideen einbringen und wachsen können.

Warum der Mensch entscheidend bleibt

Für Alex ist klar: Es geht nicht nur um Strategien, sondern darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen gerne arbeiten und sich wertgeschätzt fühlen. Die richtige Mischung aus Homeoffice und persönlichem Austausch sieht er als Schlüssel für Teamgeist und Innovation. Der persönliche Kontakt bleibt trotz moderner Arbeitsweisen unverzichtbar.

KI: Kollege, nicht Konkurrent

Ein Highlight der Episode ist die Diskussion über KI. Alex spricht darüber, wie künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag erleichtert, indem sie Routineaufgaben übernimmt und dadurch den Menschen mehr Raum für echte Kreativität und zwischenmenschliche Themen lässt. In einer unternehmensinternen „KI-Community“ wird Mitarbeitenden spielerisch gezeigt, wie sie diese neuen Technologien nutzen können – ohne Berührungsängste.

Führung, die inspiriert

Alex teilt außerdem persönliche Erfahrungen, wie Führung durch Vorleben funktioniert. Als er damals als Führungskraft in Elternzeit ging, setzte er ein Zeichen für Veränderung und zeigte, dass moderne Unternehmenskultur nicht nur Theorie ist, sondern gelebt werden muss.

Zukunftsmusik: Mensch und KI im perfekten Zusammenspiel

Die Zukunft sieht Alex in einer engen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie. KI wird zum smarten Partner, während der Fokus weiterhin auf den menschlichen Stärken bleibt – Empathie, Kreativität und Teamwork. Diese neue Symbiose verlangt aber auch nach neuen Strukturen und einer Kultur, die Mut und Neugier fördert.

Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie ein modernes Unternehmen wie Die Bayerische den Spagat zwischen Tradition und Innovation meistert. Lassen Sie sich inspirieren von neuen Ansätzen und erfahren Sie, wie auch Sie die Arbeitswelt der Zukunft gestalten können.

Zu Gast: Alex Müller-Benz, Head of People and Culture, Die Bayerische
45 Minuten
In unserer neuesten Folge sprechen Michael Carl und Bernd Blasczyk, VP Sapiens, mit Arndt Bickhoff, Vorstandsmitglied der VHV Holding SE und verantwortlich für IT und Digitalisierung, über die komplexe und kontinuierliche Transformation der Versicherungsbranche. Sie thematisieren, wie Digitalisierung und Unternehmenskultur zusammenspielen und wie sich die Versicherungsbranche zukunftssicher aufstellt. 

Digitalisierung als fortlaufender Prozess

Bickhoff versteht Digitalisierung weniger als abgeschlossenes Projekt, sondern als ein Prozess, der Unternehmen und Mitarbeitende stets weiterentwickelt. Digitale Technologien, insbesondere in der Versicherungsbranche, bedürfen kontinuierlicher Anpassung und Modernisierung. Von der Ablösung veralteter Systeme bis hin zur Einführung moderner KI-Technologien – die Digitalisierung bleibt ein ständiger Begleiter.


Agilität und Flexibilität als Erfolgsfaktoren

Um in einem sich schnell wandelnden Umfeld erfolgreich zu bleiben, setzt VHV auf agile Methoden und flexible Strategien. Bickhoff erläutert, dass große Vorhaben in kleinere „Stable Islands“ aufgeteilt werden, um in Etappen produktiv zu arbeiten und die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen. Dieses Vorgehen hilft dabei, das Risiko langer Implementierungszeiten zu minimieren und auf Veränderungen im Markt schneller reagieren zu können.

Mensch im Mittelpunkt: Change-Management und Unternehmenskultur

Die Digitalisierung bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich, die für die Belegschaft oft herausfordernd sind. Daher ist es entscheidend, dass Veränderungsprozesse auch menschlich begleitet werden. Bickhoff betont, dass eine Unternehmenskultur, die von Teamarbeit, Feedback und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, dabei hilft, die Mitarbeitenden aktiv in den Prozess einzubinden und ihnen den Wandel zu erleichtern. Er sieht ein hohes Maß an Engagement als wesentlichen Erfolgsfaktor und fördert eine Kultur, in der Feedback – auch hierarchieübergreifend – willkommen ist.

Künstliche Intelligenz als digitaler Kollege?

Ein weiterer spannender Punkt der Diskussion ist die Rolle von KI in der Versicherungswelt. Bickhoff sieht in KI große Potenziale, insbesondere zur Unterstützung von Mitarbeitenden bei wiederkehrenden Aufgaben. Er bezeichnet KI jedoch nicht als Ersatz für menschliche Arbeitskraft, sondern als Werkzeug, das Prozesse effizienter macht und dabei hilft, wertvolle Arbeitskraft auf komplexe Aufgaben zu konzentrieren. Diese Kombination von menschlicher und künstlicher Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, ohne Arbeitsplätze zu gefährden.

Zukunftsvision: Digitalisierung, aber mit Weitblick

Bickhoff bleibt optimistisch und sieht die VHV gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Die Kombination aus flexibler strategischer Planung, technologischem Fortschritt und einer wertschätzenden Unternehmenskultur gibt ihm Vertrauen, dass das Unternehmen zukünftige Herausforderungen erfolgreich meistern wird. Die Veränderungen werden dabei nicht nur als technischer, sondern auch als kultureller Wandel verstanden – ein Ansatz, der die Mitarbeitenden stärkt und dem Unternehmen eine solide Basis für den Erfolg im digitalen Zeitalter bietet.

Fazit: Diese Episode liefert wertvolle Einsichten in die Balance zwischen Digitalisierung und menschlicher Führung. Erfahren Sie, wie die VHV das Beste aus beiden Welten verbindet und wie auch Sie von diesen Strategien profitieren können. Hören Sie rein und lassen Sie sich inspirieren!

Zu Gast: Arndt Bickhoff, Vorstand IT der VHV Holding SE
49 Minuten
In der neuesten Folge unseres Podcast „Der Philosoph“ spricht Michael Carl mit Thomas Sepp, Chief Claims Officer und Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), über die Herausforderungen und Strategien der Versicherungsbranche bei großen Schadensfällen. Dabei geht es um Schadensregulierung in einem Maße, das über die klassischen Versicherungsfälle hinausgeht und viele spannende Einblicke in die Rolle der Versicherungen bei extremen Risiken bietet.

Versicherungen bei Großschäden und komplexen Risiken

Thomas Sepp erklärt, dass Versicherungen bei Schadensfällen wie Konzertabsagen oder Naturkatastrophen eine entscheidende Rolle spielen. Hier geht es um Summen, die oft zu groß sind, als dass sie allein von einem Versicherer getragen werden könnten. Deshalb setzen Versicherungen in solchen Fällen auf syndizierte Modelle, bei denen mehrere Versicherer beteiligt sind. Das verringert nicht nur das Risiko für die einzelnen Unternehmen, sondern sichert auch die Schadensregulierung ab.

Der entscheidende Faktor Mensch und die Technologie

Im Gespräch thematisiert Sepp, dass Großschäden häufig eine andere Dynamik als alltägliche Schadensfälle haben. Während die Dunkelverarbeitung bei einfachen Versicherungsfällen längst Realität ist, erfordert die Bewältigung komplexer Fälle ein tiefes Verständnis der individuellen Risiken und Verträge – hier spielt der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle. Auch moderne Technologien wie Satellitendaten und KI gewinnen an Bedeutung, um Risiken besser zu bewerten und so die Schadensregulierung zu optimieren.

Risiken durch Klimawandel und politische Krisen

Thomas Sepp stellt fest, dass extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen immer häufiger und intensiver auftreten. Ein weiteres Beispiel für unerwartete Risiken ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine, der etwa zur Blockade von Flugzeugen und Schiffen führte. Solche geopolitischen Veränderungen erfordern nicht nur technologische Lösungen, sondern auch intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Versicherungsunternehmen und politischen Akteuren.

Zusammenarbeit und Lernprozesse als Schlüsselfaktoren

Großschäden erfordern die enge Zusammenarbeit vieler Versicherer und externer Fachleute, da die Schadensfälle nicht allein durch einen Versicherer abgedeckt werden können. Versicherungen führen deshalb regelmäßig sogenannte Market Meetings durch, in denen sie gemeinsame Lösungen erarbeiten und neue Erkenntnisse für zukünftige Policen sammeln. Dieser kontinuierliche Lernprozess hilft ihnen, auch in komplexen und dynamischen Umfeldern wie dem Klima- und Cybersicherheitsbereich handlungsfähig zu bleiben.

Fazit: Herausforderungen und neue Chancen

Wir erhalten in dieser Folge spannende Einblicke in die Funktionsweise der Versicherungsbranche bei Großschäden. Durch den kontinuierlichen Umgang mit immer komplexeren Risiken und die gezielte Nutzung technologischer Innovationen bleibt die Versicherungsbranche dabei ein stabilisierender Faktor in einer Welt voller Unsicherheiten. Hören Sie rein und entdecken Sie, wie Versicherungen die Risiken der modernen Welt meistern – und welche Rolle Sie dabei spielen können!

Zu Gast: Dr. Thomas Sepp, Chief Claims Officer und Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS)
50 Minuten
mit Sami Charaf Eddine von claimflow

**Komplexität der Schadensabwicklung – Ein System mit vielen Schwächen **

Es beginnt mit einer prägnanten Analyse: Die Bearbeitung von Versicherungsschäden ist komplex, langwierig und stark fragmentiert. Viele Personen und Systeme sind involviert – vom Versicherungsnehmer über Makler bis hin zu diversen Dienstleistern. Dadurch entstehen nicht nur Ineffizienzen, sondern auch Frustration bei den Kunden. Ein Problem, das oft durch veraltete IT-Systeme verstärkt wird, die über Jahre hinweg nur mit „Pflastern“ geflickt wurden.

**Digitalisierung und Automatisierung als Lösung **

Doch was ist die Lösung? Charaf Eddine macht deutlich, dass Digitalisierung und Automatisierung viele dieser Herausforderungen lösen könnten – wenn sie konsequent und intelligent umgesetzt würden. Dabei betont er, dass es nicht allein um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht, sondern vor allem um saubere Datenstrukturen und standardisierte Prozesse. KI könne zwar dabei helfen, unstrukturierte Daten wie PDF-Dokumente in maschinenlesbare Formate umzuwandeln, aber viele grundlegende Probleme liegen in der fehlenden Modernisierung der Kernsysteme.

**Dunkelverarbeitung – Grenzen der Automatisierung **

Besonders spannend ist die Diskussion über die sogenannte „Dunkelverarbeitung“ – also die automatisierte Abwicklung von Schadenfällen ohne menschliches Eingreifen. Während dies bei einfachen Schäden, etwa im Kfz-Bereich, bereits funktioniert, zeigt sich bei komplexeren Fällen schnell, dass menschliches Zutun weiterhin notwendig bleibt. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass menschliche Arbeit dort ansetzt, wo sie wirklichen Mehrwert bringt: bei der Kundenbetreuung, nicht bei der Datenpflege.

**Kundenerwartungen in Extremsituationen **

Ein weiteres Highlight der Episode ist die Betrachtung des Kundenverhaltens. Gerade in Extremsituationen, wie bei einem Wasserschaden, möchten Kunden vor allem eines: schnelle, unkomplizierte Hilfe. Hier sieht Charaf Eddine eine große Chance für Versicherer, sich durch bessere Prozesse und eine nahtlose Kommunikation mit den Kunden abzuheben und ihre Position am Markt zu stärken.

Fazit: Potenzial für die Versicherungsbranche

Für die Beschäftigten der Versicherungsbranche bietet diese Podcast-Episode wertvolle Einblicke in die Optimierungspotenziale der Schadensabwicklung. Sie zeigt auf, dass es nicht nur um technische Lösungen geht, sondern um eine ganzheitliche Betrachtung, die Kunden, Mitarbeiter und Prozesse gleichermaßen einbezieht.

Hören Sie rein und erfahren Sie, wie claimflow die Zukunft der Schadensabwicklung gestaltet – und welche Rolle die Versicherungsbranche dabei spielen kann.
44 Minuten
mit Miriam Giefer, Lead Sustainability Manager & Senior Expert Sustainability bei HDI Group

Giefer beginnt mit einer treffenden Beobachtung: Das Thema Nachhaltigkeit wird oft mit Stirnrunzeln oder gar leichtem Stöhnen empfangen. Warum? Viele haben das Gefühl, dass es „zu viel“ ist oder nicht in den Unternehmensalltag passt. Doch genau hier sieht Giefer ihre Aufgabe: die Skepsis der Kolleginnen und Kollegen in ein neues Verständnis zu wandeln. Ihr Ziel ist es, dass nach jedem Gespräch das Stirnrunzeln verschwindet und Offenheit für das Thema entsteht.

Umgang mit hohen ethischen Erwartungen

Ein zentrales Thema ist der Umgang mit den hohen ethischen Erwartungen, die mit Nachhaltigkeit verbunden sind. Niemand würde heutzutage offen sagen, dass Nachhaltigkeit irrelevant ist, doch die Umsetzung ist oft schwerfällig. Vor allem in der Versicherungsbranche, die auf den ersten Blick wenig greifbare Berührungspunkte mit dem Thema hat. Giefer erklärt jedoch, wie eng Versicherungen mit sozialer Nachhaltigkeit verbunden sind. Soziale Absicherung durch Produkte wie Berufsunfähigkeits- oder Altersvorsorgeversicherungen tragen einen großen Teil zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit bei.

Ein weiteres, oft unterschätztes Feld ist die Kapitalanlage. Versicherungen verwalten enorme Summen, und die Art und Weise, wie diese Gelder investiert werden, kann massive Auswirkungen auf die Transformation hin zu einer CO₂-armen Wirtschaft haben.

Nachhaltigkeit als Querschnittsthema

Spannend wird es, als Giefer die interne Kommunikation anspricht. Oft stoßen nachhaltige Initiativen auf Widerstand, doch durch gezielte Schulungen und den Abbau von Vorurteilen, gelingt es ihr, Mitarbeitende zu motivieren. Sie betont, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit als Querschnittsthema zu etablieren und aufzuzeigen, dass viele bereits nachhaltiger handeln, als sie denken.

Das Gespräch bietet einen motivierenden Blick auf die Rolle der Versicherungen in der nachhaltigen Transformation. Giefer zeigt, dass es möglich ist, Skepsis abzubauen, und erklärt, wie Nachhaltigkeit auch im Arbeitsalltag ohne erhobenen Zeigefinger integriert werden kann.

Hören Sie in unsere neueste Folge rein und erfahren Sie, wie Miriam Giefer die Versicherungswelt ein kleines Stück nachhaltiger macht.
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