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Strange Brains - Der LOS-Podcast Archiv

9 Episoden
45 Minuten
Heute wird’s persönlich, und zwar live! Zum ersten Mal nehmen wir „Strange Brains” vor echtem Publikum auf. Gemeinsam mit Alina Rüb tauchen wir tief ein in ein Thema, das viele von dir kennen, aber kaum jemand beim Namen nennt: Limerenz. Was ist das eigentlich, was hat ADHS damit zu tun, und warum fühlt sich das so ganz anders an als „normales” Verliebtsein?

Wir erzählen dir von unseren eigenen Erfahrungen. Wir reden über Hyperfokus auf Menschen, über Brieffreundschaften und WhatsApp-Warterei und darüber, wie schnell die rosarote Brille runterfällt, wenn der Alltag anklopft (Hallo, Zahnpastatube!). Wir sprechen auch darüber, wie du in all dem deine Grenzen und dich selbst nicht verlierst. Alina nimmt dich mit auf ihre ganz persönliche Reise, die sie bis nach Brasilien geführt hat. Sie erzählt ehrlich, was sie über toxische Dynamiken und Selbstfindung gelernt hat.

Zum Schluss räumen wir mit ein paar Dating-Mythen auf, und Alina verrät dir, was dich in ihrem kommenden Buch erwartet. Schnapp dir also einen Kaffee, mach es dir gemütlich und hör rein!

Das nimmst du mit

• Limerenz oder Hyperfokus: Wo liegt der Unterschied?

• Dopamin und emotionale Abhängigkeit

• Dich selbst in Beziehungen nicht verlieren

• Beziehungen mit ADHS: Was hilft wirklich?

• Deine Grenzen kennen und halten

• Neurodivergenz und Liebe: Es ist kompliziert, aber machbar

Kapitel

00:00 Live-Premiere: Strange Brains vor Publikum

01:54 Was ist Limerenz überhaupt?

04:40 Limerenz und ADHS

08:40 Wenn die Realität anklopft

10:33 Von der Limerenz zur echten Beziehung

12:15 Kommunikation in Beziehungen

19:14 Hyperfokus und Realitätscheck

21:48 Gefühle erkennen, bevor sie dich überrollen

23:12 Wie Beziehungen unseren Fokus beeinflussen

25:00 Limerenz in Langzeitbeziehungen

26:36 Intensive Verbindungen meistern

30:02 Projektbezogene Limerenz (ja, das gibt’s!)

32:11 Grenzen und Selbstidentität

34:54 Toxische Beziehungen und der Weg zu dir selbst

41:57 Soziale Kontakte gestalten

44:43 Die Herausforderung, du selbst zu bleiben

46:03 Dating-Mythen im Check

50:32 Rückblick auf frühere Beziehungen

55:25 Alinas Buch: ein erster Einblick

Hier gibt es Alinas Buch:

Dating mit ADHS - Vorbestellen

Hier findet Ihr Alina bei Instagram:

@alinahatfeingefuehl

Hier gibt es Alinas App:

Amidu-App
47 Minuten
Scham bei ADHS & Autismus: Warum sie so tief sitzen kann und was dir hilft, liebevoller mit dir umzugehen.

Du vergisst eine Deadline, reagierst impulsiv, verlierst in einem Gespräch den Faden oder bekommst positives Feedback. Plötzlich ist da dieses Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht. In dieser Folge von Strange Brains sprechen wir über Scham und Beschämung. Wir klären, warum neurodivergente Menschen oft besonders viele Situationen erleben, die sich beschämend anfühlen.

Gemeinsam mit der systemischen Therapeutin und Dozentin Sarah Jelinek schauen Annika und Benjamin auf vier Fragen:

• Was unterscheidet Scham von Schuld?

• Welche Rolle spielen Masking, Ablehnung und wiederholte negative Rückmeldungen?

• Warum bedeutet Scham nicht, dass du falsch bist?

Du erfährst in dieser Folge:

• Warum Scham sich so existenziell anfühlen kann und weshalb sie oft die Botschaft „Ich bin falsch” vermittelt.

• Was natürliche Scham, Schuld und Beschämung von außen unterscheidet.

• Warum ADHS, Autismus, Impulsivität, soziale Missverständnisse und Masking Schamerfahrungen verstärken können.

• Was Rejection Sensitivity Dysphoria mit langem Grübeln über peinliche Situationen zu tun haben kann.

• Warum Lob für manche Menschen unangenehm ist und wie Ermutigung anders wirkt.

• Wie du Kinder begleiten kannst, damit sie Fehler machen dürfen, ohne sich selbst als Fehler zu erleben.

• Weshalb Wiedergutmachung hilfreicher sein kann als Bestrafung.

• Welche ersten Schritte dir helfen können, wenn Scham dich im Alltag belastet. Sie reichen von Selbstannahme bis zu therapeutischer oder beratender Unterstützung.

Scham gehört zum Menschsein. Sie kann uns schützen, unsere Würde bewahren und Zugehörigkeit ermöglichen. Schwierig wird es, wenn sie uns klein hält und uns daran hindert, kreativ zu sein, Hilfe zu suchen oder uns so zu zeigen, wie wir sind. Dann darfst du dir Unterstützung holen und dir selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen, die du einem anderen Menschen schenken würdest.

Frage an dich: Wenn du in eine frühere Schamsituation zurückreisen könntest: Welches „Hubsi” würdest du dir heute schenken?

Wenn dir die Folge gefällt, freuen wir uns über deine Bewertung, dein Abo und deinen Kommentar. Teile die Folge gern mit Menschen, für die sie gerade wichtig sein könnte.

https://lernen-ohne-schmerz.de/impressum
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge von Strange Brains sprechen Benjamin und Annika mit dem Personal Trainer und Schmerztherapeuten Christoffer Lammers (https://www.let-verden.com/) darüber, wie Sport und Bewegung sich auf ADHS-Symptome auswirken – und wie du es tatsächlich schaffst, dranzubleiben.

Christoffer Lammers ist Personal Trainer und Schmerztherapeut aus Verden und betreibt dort mit Lammers Efficiency Training seine eigene Praxis. Er begleitet seit 2007 eine große Bandbreite an Klient:innen, von Schmerzpatient:innen über Schwangere bis hin zu Menschen mit ADHS.

Worum es in dieser Folge geht:

Warum Krafttraining laut Christoffer für viele Menschen mit ADHS die effektivste Sportart ist, weil es klar strukturiert und zeitlich begrenzt ist

Wie Annika aus eigener Erfahrung berichtet, dass Sport ihr Nervensystem reguliert, die Umsetzung aber an Motivation und äußeren Reizen (Anfahrt, Hygiene, Lärm im Studio) scheitert

Warum ein Personal Trainer oder Vereinssport durch sozialen Druck und feste Termine helfen kann, die Motivationshürde zu überwinden

Die 90-Sekunden-Regel: Eine Übung sollte sich so wählen lassen, dass du sie maximal 45 bis 90 Sekunden lang saubere ausführen kannst, bevor die Muskulatur erschöpft ist

Clustern als Alternative: kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt statt eines langen Blocks, laut Christoffer mit unklarer, aber möglicherweise vergleichbarer Wirkung im Vergleich zu einem Studien-Hinweis der Sporthochschule Köln zu Kettlebell-Swings

Warum Cortisol, Wassereinlagerungen und Entzündungswerte bei ADHS eine Rolle spielen können und wie Sport hier regulierend wirkt

Praktische Low-Budget-Tipps: Schlingentrainer, Klimmzugstange in der Tür, Langhantel, höhenverstellbarer Schreibtisch oder ein Laufband unter dem Schreibtisch

Wie oft du wirklich trainieren musst: Ideal sind laut Christoffer etwa 2 Einheiten pro Woche mit 48 bis 96 Stunden Pause zwischen den Krafttrainings-Einheiten, aber auch einmal pro Woche oder sogar alle zwei Wochen ist besser als gar nichts

Gamification als Motivationshebel, zum Beispiel über Virtual-Reality-Rudergeräte oder kleine selbst ausgedachte Challenges

Die Grenzen von Sport bei ADHS: Er kann Symptome lindern, aber keine medikamentöse oder ärztliche Begleitung ersetzen, wenn diese notwendig ist

Take-Home-Message

Sport hilft bei ADHS nachweislich über mehrere Wege: durch Ausschüttung von Neurotransmittern wie Dopamin und Noradrenalin, durch Erfolgserlebnisse, durch erzwungene Konzentration bei schweren Übungen und durch die allgemeine Regulierung des Nervensystems. Kraft ist für viele Menschen mit ADHS vorteilhafter als Ausdauertraining, aber jede Form von Bewegung ist besser als keine. Wichtiger als Perfektion ist Konstanz – schon ein “Pflichtprogramm” aus wenigen Minuten pro Woche zählt als Erfolg.

Links

https://doi.org/10.1111/cch.12255

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ejsc.70160
39 Minuten
# Trust the Process – In der Schule

Strange Brains – Der Podcast von Lernen ohne Schmerz

## Worum geht's?

In der zweiten „Trust the Process"-Folge spricht Benjamin mit Annika über ein Thema, das sie vorher nicht kennt: Schule. Annika ist nicht nur selbst zur Schule gegangen, sondern auch hauptberuflich Lehrerin – und spät diagnostiziert neurodivergent. Diese Doppelperspektive macht die Folge spannend: Wie fühlte sich ihre eigene neurodivergente Schulzeit an, und wie hat sich ihr Blick als Lehrkraft seither verändert?

## Das erwartet dich in dieser Folge

- Annikas früheste Erinnerungen an ihre Grundschulzeit und wie eine wohlmeinende Lehrerin ihre ADHS-Symptome unbewusst in Zeugnissen kaschierte

- Herausfordernde Schulsituationen: von unüberwindbaren Bastelprojekten bis zum ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

- Der Wendepunkt in Annikas eigener Lehrer:innen-Karriere: von starrem Grenzen-Setzen zu neurodivergenz-sensibler Pädagogik

- Konkrete Schritte für mehr neurodivergenz-sensiblen Unterricht

## Zentrales Konzept: Das Fenster der Toleranz

Ein Begriff, der immer wieder auftaucht, ist das Fenster der Toleranz – es erklärt, warum neurodivergente Menschen oft schneller in Übererregung oder in ein energieloses Loch geraten. Mehr dazu und ein kostenloses Workbook findest du hier:

Fenster der Toleranz – https://lernen-ohne-schmerz.de/fenster-der-toleranz/

## Für dich zum Mitnehmen

Annikas wichtigster Rat an ihr jüngeres Ich: „Überlege erst, bevor du handelst." Ein einfacher Satz, der zeigt, wie viel Selbstreflexion es braucht, um impulsives Verhalten zu regulieren.

## Feedback & Themenwünsche

Du hast Kritik, Anregungen oder Themenwünsche? Schreib uns an benjamin@lernen-ohne-schmerz.de oder hinterlasse einen Kommentar

Wir lesen und beantworten so gut wie jede Nachricht.

Mehr Artikel und Ressourcen rund um Neurodivergenz findest du auf unserem Blog (https://lernen-ohne-schmerz.de/blog).
1 Stunde 1 Minute
„Zieh dir die Schuhe an” oder „Beantworte mal diese Mail” – für manche Menschen fühlen sich solche Kleinigkeiten an wie eine echte Bedrohung. In dieser Folge sprechen Benjamin, Annika und Kathrin mit Rebecca Bustamante, Heilpraktikerin für Psychotherapie und systemische Familientherapeutin, über PDA (Pathological Demand Avoidance).

Wir klären, warum Anforderungsvermeidung nicht mit Faulheit zu verwechseln ist, wie sich PDA bei Kindern und Erwachsenen zeigt, was Masking und autistischer Burnout damit zu tun haben – und warum das Konzept in der Wissenschaft durchaus kritisch diskutiert wird. Außerdem: Warum die Erklärung „Erziehungsmangel” den Betroffenen und ihren Familien oft nicht gerecht wird.

Mehr Hintergrundwissen und Quellen findest du in unserem Blogartikel: https://lernen-ohne-schmerz.de/was-ist-pda

Mehr über uns: https://lernen-ohne-schmerz.de/impressum
44 Minuten
Was passiert, wenn man nach 20 Jahren zu seinem Abi-Treffen geht – und plötzlich mit ADHS-Brille auf die eigene Schulzeit zurückblickt? In dieser Folge sprechen Kathrin und Annika über alte Rollen, die man scheinbar nie ganz ablegt, über heilsame Gespräche mit ehemaligen Mitschüler:innen und darüber, warum die Frage “Was macht ihr jetzt so?” tiefe Gespräche manchmal abrupt beenden kann.

Ein Rückblick voller Aha-Momente über Freundschaft, Vergebung und die Kraft ehrlicher Kommunikation – gerade für neurodivergente Menschen.

Reinhören lohnt sich, wenn du dich auch schon mal wie der “kleine Fisch” gefühlt hast, der nicht wusste, wo er hingehört.
47 Minuten
Dating ist für viele schon eine Herausforderung – mit ADHS bekommt es oft noch eine ganz eigene Dynamik. Intensive Emotionen, impulsive Entscheidungen und eine andere Art zu kommunizieren können den gesamten Dating-Prozess beeinflussen.

In dieser Folge von Strange Brains sprechen wir mit Alina über ihre persönlichen Erfahrungen und Tipps rund um das Thema Dating mit ADHS. Außerdem teilt Annika ihre Date-Abenteuer und erzählt, wie sie von Date zu Date gehüpft ist, ohne aktiv nach der großen Liebe zu suchen. Kathrin bringt eine weitere Perspektive ein: die Schwierigkeit, sich auf fremde Menschen einzulassen, und wie kompliziert Dates dadurch werden können.

Ein Thema, das bewusst mal abseits von ADHS im betrieblichen Kontext liegt, aber trotzdem hochaktuell und relevant ist – denn Neurodivergenz endet nicht am Werkstor, sondern prägt auch, wie wir Beziehungen erleben und gestalten.

Strange Brains ist der Podcast von Lernen ohne Schmerz rund um Neurodivergenz, ADHS, Autismus und mehr.

#ADHS #Dating #StrangeBrains #Neurodivergenz
28 Minuten
Kennst du das Gefühl, bei der Wahl zwischen Vanille- und Schokoladeneis in eine wahre Gedankenspirale zu geraten? In dieser Episode von Strange Brains sprechen wir zusammen mit Kathrin darüber, warum Entscheidungen für neurodivergente Menschen – besonders mit ADHS – oft zur echten Herausforderung werden.

Kathrin ist Systemische Coach und Lehrcoach in unseren Ausbildungen. Ihr Fokus liegt auf Neurodivergenzcoaching vor allem im Bereich ADHS und Autismus.

Wir schauen uns an, warum zu viele Optionen überwältigend wirken können (das sogenannte “Paradox der Wahl”) und welche Rolle Rejection Sensitivity Disphoria dabei spielt, wenn du Angst hast, die “falsche” Entscheidung zu treffen. Außerdem teilen wir praktische Strategien, die dir im Alltag helfen können: Optionen bewusst begrenzen, dich vorab auf Entscheidungssituationen vorbereiten und lernen, Unperfektes zu akzeptieren.

Als Zuschauer:in oder Hörer:in bekommst du konkrete Denkanstöße, wie du Entscheidungsdruck reduzieren und deine Bedürfnisse klarer kommunizieren kannst – egal ob es um Restaurantwahl oder größere Lebensentscheidungen geht.

Strange Brains wird präsentiert von Lernen ohne Schmerz – reinschauen lohnt sich, wenn du mehr zu Neurodivergenz, ADHS und Autismus erfahren möchtest.

mehr Infos unter https://lernen-ohne-schmerz.de
28 Minuten
In Folge 1 von Strange Brains stellen Benjamin und Annika das Format vor, sprechen offen über Annikas späte ADHS‑Diagnose und erklären das Energie‑/„Löffel“‑Modell — alles im Live‑Experiment „Trust the Process“, bei dem die Folge improvisiert ist und Annika nicht weiß, was passiert.

Worum es geht

Einführung in den Podcast Strange Brains: Gespräche über Neurodivergenz, Alltag und Strategien im Umgang damit.

Annika erzählt von ihrer späten ADHS‑Diagnose, wie sie früher über ihre Grenzen gegangen ist und welche Erleichterung die Diagnose gebracht hat.

Erklärung des Löffel‑Modells (Löffel = verfügbare Energie pro Tag), Beispiele für Energieschlucker (Übergänge, Wartezeiten) und einfache Strategien zum Löffel‑Haushalt (Pausen, Vorbereiten, Einkauf outsourcen).

Highlights

Live‑Experiment „Trust the Process“: Die Folge wird improvisiert — kein festes Ziel, kein vorher festgelegtes Ende — um zu zeigen, wie Unsicherheit neurodivergente Menschen beeinflussen kann.

Konkrete Alltagstipps: Mikro‑Tasking, sichtbare To‑do‑Stapel, kleine Routinen und Sichtbarmachen von Aufgaben (Post‑its, kurze Notizbücher) zur Reduktion kognitiver Belastung.

Persönliche Einblicke: Unterschiedliche Energiewahrnehmung zwischen Annika und Benjamin, Pragmatiken wie Objekt‑Permanenz (sichtbare Erinnerungen) und wie Resilienz oder Schlaf den Energiehaushalt beeinflussen.

Für wen die Folge ist

Für Menschen mit ADHS oder anderen Neurodivergenzen, die Bestätigung, Erklärungen und praktische Alltagshilfen suchen.

Für Angehörige, Kolleg:innen und Fachleute, die verstehen möchten, wie Energiemanagement im Alltag funktioniert und welche kleinen Anpassungen helfen können.

Hör rein in Folge 1 von Strange Brains — und sag uns in den Kommentaren, ob du mehr „Trust the Process“‑Folgen möchtest, in denen Annika (und manchmal Benjamin) nicht wissen, wohin die Folge führt.