Scham bei ADHS & Autismus: Warum sie so tief sitzen kann und
was dir hilft, liebevoller mit dir umzugehen.
Du vergisst eine Deadline, reagierst impulsiv, verlierst in einem
Gespräch den Faden oder bekommst positives Feedback. Plötzlich
ist da dieses Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht. In dieser Folge
von Strange Brains sprechen wir über Scham und Beschämung. Wir
klären, warum neurodivergente Menschen oft besonders viele
Situationen erleben, die sich beschämend anfühlen.
Gemeinsam mit der systemischen Therapeutin und Dozentin Sarah
Jelinek schauen Annika und Benjamin auf vier Fragen:
• Was unterscheidet Scham von Schuld?
• Welche Rolle spielen Masking, Ablehnung und wiederholte
negative Rückmeldungen?
• Warum bedeutet Scham nicht, dass du falsch bist?
Du erfährst in dieser Folge:
• Warum Scham sich so existenziell anfühlen kann und weshalb sie
oft die Botschaft „Ich bin falsch” vermittelt.
• Was natürliche Scham, Schuld und Beschämung von außen
unterscheidet.
• Warum ADHS, Autismus, Impulsivität, soziale Missverständnisse
und Masking Schamerfahrungen verstärken können.
• Was Rejection Sensitivity Dysphoria mit langem Grübeln über
peinliche Situationen zu tun haben kann.
• Warum Lob für manche Menschen unangenehm ist und wie Ermutigung
anders wirkt.
• Wie du Kinder begleiten kannst, damit sie Fehler machen dürfen,
ohne sich selbst als Fehler zu erleben.
• Weshalb Wiedergutmachung hilfreicher sein kann als Bestrafung.
• Welche ersten Schritte dir helfen können, wenn Scham dich im
Alltag belastet. Sie reichen von Selbstannahme bis zu
therapeutischer oder beratender Unterstützung.
Scham gehört zum Menschsein. Sie kann uns schützen, unsere Würde
bewahren und Zugehörigkeit ermöglichen. Schwierig wird es, wenn
sie uns klein hält und uns daran hindert, kreativ zu sein, Hilfe
zu suchen oder uns so zu zeigen, wie wir sind. Dann darfst du dir
Unterstützung holen und dir selbst mit derselben Freundlichkeit
begegnen, die du einem anderen Menschen schenken würdest.
Frage an dich: Wenn du in eine frühere Schamsituation
zurückreisen könntest: Welches „Hubsi” würdest du dir heute
schenken?
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