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Auto Hell Dunkel
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Episoden

55 Minuten
Dr. Leopold von Schlenk-Barnsdorf ist Gesellschafter und Aufsichtsrat der Schlenk SE – einem über 150 Jahre alten Hidden Champion aus Franken, dessen Metalleffektpigmente und ultradünne Metallfolien in fast jedem Autolack, Smartphone und in der Raumfahrt stecken. Er ist in fünfter Generation Teil der Unternehmerfamilie, hat über Geschäftsmodellinnovation in Familienunternehmen promoviert (inklusive 60 Interviews im eigenen Unternehmen – vom Azubi bis zum Aufsichtsrat) und fünf Jahre bei UnternehmerTUM in München das Ökosystem für Familienunternehmen mit aufgebaut.

In dieser Folge spricht er mit Nils Wigger darüber, wie Familienunternehmen den Einstieg ins Start-up- und VC-Ökosystem finden – und warum es dafür nicht den einen Weg gibt. Leopold erklärt, warum man das Risikoprofil der Familie vom Risikoprofil des Unternehmens trennen muss, warum ein Investment selten am Anfang steht und wieso gerade der Mittelstand für Deep-Tech-Start-ups der entscheidende Partner auf dem Weg vom Labor in die industrielle Skalierung ist. Wer verstehen will, wie Tradition und Innovation zusammen Transformation ergeben, sollte reinhören.

Wir reden über:

Familie oder Firma?: Die entscheidende Unterscheidung am Anfang – nähere ich mich dem Thema als Familie/Investor oder als Unternehmen mit strategischem Innovationsanspruch?

Tanker, Speedboot – oder was? Warum der Mittelstand prädestiniert ist, Deep-Tech-Start-ups mit Infrastruktur, Prozess-Know-how und geduldigem Kapital vom Prototyp zur Industrialisierung zu bringen.

Best of both worlds: Was passiert, wenn ein Gründer Mitte 20 auf einen Entwickler mit 30 Jahren Branchenerfahrung trifft – und warum Startup-Kooperationen vor allem ein zwischenmenschliches Thema sind.

Next Gen Europe: Was deutsche Nachfolger von französischen Family Offices lernen können – und warum in der pan-europäischen Vernetzung der Familienunternehmen noch enormes Potenzial liegt.

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45 Minuten
„Momentan sieht man überall nur den Untergang. Wirtschaft schlecht, wir sind alle zu faul, Fußball läuft auch nicht." So fasst Peter Fintl die deutsche Stimmungslage zusammen – und erklärt dann, warum er ihr nicht glaubt. Fintl leitet seit elf Jahren bei Capgemini Engineering den Bereich Technologie und Innovation für Nord- und Zentraleuropa, hat sechs Jahre in China gelebt und kennt den globalen Technologiewettbewerb aus nächster Nähe. In dieser Folge von „How to Change" spricht er mit Nils Wigger über das, was in der Debatte regelmäßig fehlt: eine nüchterne Analyse dessen, wo Deutschland noch mitspielt – und eine These dazu, warum die nächste große Industriewelle ausgerechnet in eine deutsche Stärke läuft.

Diese Stärke heißt Regelungstechnik. Und die nächste Welle heißt Physical AI – Künstliche Intelligenz, die nicht mehr nur Text produziert, sondern in der realen Welt handelt, plant und mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Robotik, neu gedacht. Fintl erklärt, warum das kein Zufall ist und warum Deutschland hier Fahrer sein kann – wenn es will. Ein Gespräch über Transformation, China, Begeisterung und die Frage, was eigentlich fehlt: nicht Technologie, sondern Zukunftslust.

Um diese Themen geht es im Podcast:

Der Wandel in der Automobilindustrie: VW-Umbau, neue Konkurrenten aus China, der Übergang zur Elektromobilität – und warum erfolgreiche Gegenbeispiele oft in der Schlagzeilen-Logik untergehen.

Sechs Jahre China: Was wirklich hinter dem Aufstieg steckt – das Wohlstandsversprechen, der Fleiß, die schlaue Industriepolitik. Und was China genauso lösen muss wie wir: Jugendarbeitslosigkeit, Immobilienkrise, Demografieproblem.

Physical AI: Was kommt, wenn KI die digitale Welt verlässt und in die reale eingreift – plant, navigiert, handelt, mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Robotik als nächste große Industriewelle.

️ Regelungstechnik als unterschätzte Stärke: Warum die Fähigkeit, physische Systeme zu steuern und zu regeln – ob Flugzeuge, Autos oder Roboter – eine genuine deutsche Domäne ist. Und wie man sie jetzt konsequent in die Robotik-Revolution überführt.

Zukunftslust: Die große Idee, die fehlt. Was eine gemeinsame Zukunftsvision leistet – für Länder, für Branchen, für Menschen. Und warum das dickste Brett ist, das es zu bohren gibt.

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1 Stunde 32 Minuten
Vom klassischen „Spaltmaß-Deutschland“ direkt in das von Content überflutete, postfaktische Zeitalter : Jannis Johannmeier sorgt mit seinem provokanten Spiegel-Bestseller Propaganda for the Good für mächtig Gesprächsstoff. Während traditionelle Unternehmen und die Politik immer noch verzweifelt versuchen, die Menschen mit drögen Zahlen, Daten und Fakten zu überzeugen, setzt sein Buch auf ein radikaleres Werkzeug: die gezielte Orchestrierung von Emotionen, um überhaupt noch Gehör zu finden. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum rein rationale Kommunikation in einer überforderten Welt verpufft und wie wir eine neue, verbindende Zukunftserzählung für Wirtschaft und Gesellschaft gestalten müssen.

Jannis räumt auf mit dem Irrglauben, dass Fakten allein ausreichen, um Menschen zu bewegen. Er erklärt auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse, warum das bewusste Denken im Vergleich zum Unbewussten im alltäglichen Content-Dschungel hoffnungslos unterlegen ist und wieso selbst die nobelste Wahrheit heutzutage genauso inszeniert und verkauft werden muss wie eine gut verpackte Lüge. Ein packendes Plädoyer für mehr Mut zu großen Visionen, mitreißendem Entertainment und einer Kommunikation, die den Menschen im Kern emotional packt, anstatt ihn mit Tabellen zu langweilen.

Wir reden über:

11 Millionen vs. 10 Bits: Warum das unbewusste Denken 200.000-mal mehr Informationen verarbeitet als die Ratio und wie sich das Gehirn durch Emotionen vor digitaler Überforderung schützt .

Leuchtturm vs. Taschenlampe: Warum uns hunderte technische Taschenlampen auf offener See nicht weiterhelfen und wieso ein emotionaler Leuchtturm unzählige Daten und Fakten schlägt .

„Fuck normal, we want magic“: Warum CEOs und politische Entscheider heute zu erstklassigen Geschichtenerzählern werden müssen und weshalb Zahlen in der modernen Kommunikation oft nur eine Arbeitsrechtfertigung sind .

Kommunikationsleitfaden vs. Propaganda: Warum der Buchtitel Propaganda for the Good bewusst provokant gewählt wurde und ein braver „Kommunikationsleitfaden 2030“ im Regal ungelesen verstaubt wäre .

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60 Minuten
Vom High-Tech-Mekka im Silicon Valley direkt in die europäische Realität der Energiekrise: Gilles Backhus baut mit Tensordyne den wohl heißesten Nvidia-Herausforderer. Während die Politik Milliarden in gigantische, stromhungrige Rechenzentren pumpen will, setzt das mit über 200 Millionen Euro finanzierte Startup auf radikale Effizienz. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum wir aktuell ein US-Wirtschaftsmodell importieren, das bei europäischen Strompreisen zum Scheitern verurteilt ist.

Gilles räumt auf mit dem blinden Fleck der deutschen KI-Debatte: der Token-Ökonomie (Tokenomics). Er erklärt, warum digitale Souveränität nicht durch die Größe eines Rechenzentrums entschieden wird, sondern durch die knallharte Metrik „Tokens pro Watt“. Ein Gespräch über den Irrsinn von 25-Cent-Strompreisen, logarithmische Mathematik und die Mission, gute KI für den europäischen Mittelstand bezahlbar zu machen.

Wir reden über:

Das Basketballfeld-Szenario: Wie man den Energiehunger von 18 klassischen Nvidia-Rechenzentren (100 MW) auf gerade mal 3 hocheffiziente Felder (12 MW) zusammenschrumpft.

3 Cent vs. 25 Cent: Warum die US-Infrastruktur blind für Betriebskosten ist und Europa bei den aktuellen Energiepreisen einen wirtschaftlichen Drahtseilakt hinlegt.

Die neue Token-Ökonomie: Warum der Preis pro Token die wichtigste Währung der Zukunft ist und warum KI-Produkte in Europa ohne neue Hardware-Ansätze schlicht zu teuer werden.

Das 200-Millionen-Euro-Phantom: Wie das Team – aufgeteilt in Silicon-Valley-Hardware-Veteranen und Münchner Software-Gurus – klammheimlich die Industrie-Schwergewichte als Investoren gewonnen hat.

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44 Minuten
Vom Strategie-Vordenker bei Bertelsmann und dem Stanford-MBA direkt in das Herz der deutschen Industriegeschichte: Philipp Herrmann gestaltet mit der Bricks Startup Alliance die Zukunft des Ruhrgebiets. Gemeinsam mit Schwergewichten wie E.ON, RWE und Evonik baut er eine „Startup Factory“, die Forschung und Industrie radikal verzahnt. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum das Ruhrgebiet kein Subventionsempfänger, sondern ein Investment-Objekt mit globalem Anspruch ist.

Herrmann reflektiert über die Notwendigkeit von „Signifikanz“ – also technologischen Lösungen, die international einen kommerziellen Impact haben. Er erläutert, warum Deutschland mehr Radikalität in der Umsetzung und weniger politische Kompromisse braucht, um im technologischen Wettbewerb zu bestehen. Ein Gespräch über die Kraft des unternehmerischen Mutes und die Mission, das Ruhrgebiet wieder schlagkräftig zu machen.

Wir reden über:

️ Die Startup Factory: Wie man gezielt Startups findet, die reale Probleme der Industrie lösen.

Rendite statt Fördergelder: Warum BRYCKS auf Investment-Logik setzt, um echten Wandel zu erzwingen.

Transfer aus der Wissenschaft: Die Einbindung der Universitäten.

Mut & Ambition: Warum wir uns trauen müssen, wieder mit breiter Brust als Unternehmer aufzutreten.

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Über diesen Podcast

Die Schlagzeilen sind voll von „Abstieg“ und „Stagnation“. Wir sagen: Bullshit. Transformation ist kein Drohszenario, sondern die wichtigste Gestaltungsaufgabe unserer Zeit. Im Business Punk Podcast „How to Change“ räumt Nils Wigger mit der lähmenden „German Angst“ auf und bringen die Akteure zusammen, die den Wandel nicht nur beobachten, sondern gestalten: Mittelständler, die ihr Geschäftsmodell radikal neu denken, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker. "How to Change" verzichtet dabei auf klassische Biografien und Eitelkeiten und zeigt konkrete Perspektiven auf – realistisch, pragmatisch und konsequent nach vorne gerichtet. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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