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Mehr als Töne - Musikpädagogik und Gesellschaft Archiv

83 Episoden
36 Minuten
In dieser Folge ist Christian Kappe aus Münster mein Gast. Er ist Jazztrompeter, Bigbandleiter sowie Hochschuldozent für Ensemblepraxis und -leitung, und mag den Satz ‚Jazz has values‘. Der wiederum stammt von Herbie Hancock. Ausgehend davon haben wir über diese Fragen gesprochen: Auf welchen Werten basiert denn das Musikmachen im Jazz? Welche Lehrer waren Christians Vorbilder, und was genau hat er an ihnen geschätzt? Was ist ihm in der musikalischen Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Studierenden wichtig? Der Song zu Beginn der Folge heißt „Hutong House“ (Christian Kappe und Cru Sauvage).
35 Minuten
Seit einigen Jahren wird (wieder) zunehmend darüber gesprochen, dass Musik eine "soziale Praxis" ist. Doch was genau heißt das eigentlich? In dieser Folge wird diese Frage von Peter Klose, Musik- und Mathelehrer in Dortmund und forschender Musikpädagoge, Julian Vorst, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikpädagogik der Universität Münster, und Daniela Bartels, Musikdidaktikerin in Münster und Host dieses Podcasts, beantwortet. Doch das Gespräch ist nur ein Anfang, und soll vom 11. - 13. Februar 2027 auf der Tagung "Socialize & participate! Musik als soziale Praxis" in Münster mit vielen anderen Menschen fortgesetzt werden... Wer sich zur Tagung anmelden möchte, schreibt eine eMail an participate@uni-muenster.de. Wir freuen uns auf spannende Vorträge und Workshops!
54 Minuten
In dieser Folge ist Isabel Aguirre, Geschäftsführerin der Organisation Musethica Germany, unser Gast. Der Mitschnitt des Gesprächs entstand während einer Seminarsitzung am Institut für Musikpädagogik der Universität Münster. Auf ihrer Internetseite schreibt Musethica, dass sein Gründer und seine Mitglieder eine Bildungsmethode entwickelt haben, die besonders begabten Musiker:innen und ihren Lehrer:innen ermöglicht, ihre interpretativen und musikalischen Fähigkeiten zu entwickeln. Da dies an Orten außerhalb großer Konzertsäle passiert – oft im unmittelbaren Kontakt zu anderen Menschen – hat die Methode von Musethica auch eine soziale Wirkung. Wie diese soziale Wirkung aussehen kann, darum geht es in dieser Folge. Wir thematisieren die folgenden Fragen: Warum gehen junge Künstler:innen mit der Organisation Musethica an verschiedene Orte einer Stadt, um dort klassische Musik mit den Menschen zu teilen? Worauf legen sie bei diesen Konzerten Wert? Wie werden die jungen Musiker:innen davor gecoacht? Welche Ziele verfolgt Musethica – und für wen sind diese Ziele eigentlich „gut“? Reicht es, wenn Musik für sich selbst spricht?
54 Minuten
Marcus Kohnen ist Chemie- und Biolehrer für die Sekundarstufen I und II und seit 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Leistung macht Schule“ an der Universität Münster. Im Rahmen von Schulbegleitforschung arbeitet er mit Schulen zusammen, die im schulischen Alltag das Projektlernen stärker verankern und entwickeln wollen. Im Gespräch haben wir über folgende Fragen gesprochen, die auch für Musik-Projekte an Schulen relevant sind: Worauf können Lehrer:innen achten, wenn sie Schüler:innen beim Projektlernen begleiten? Worin genau besteht ihre Rolle, wenn Jugendliche größtenteils eigenständig in Projekten arbeiten? Warum fühlt sich diese Form des Lernens oft herausfordernd an – sowohl für Schüler:innen als auch für Lehrer:innen? Welche Fähigkeiten können alle Beteiligten dabei entwickeln?
42 Minuten
Musikpädagogik-Studierende der Universität Münster haben sich für diese Folge mit einem Essay der Kulturwissenschaftlerin Barbara Hornberger beschäftigt, die seit 2022 Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Wuppertal ist. In „Was wir uns ein-bilden. Musikpädagogik aus der Perspektive der Cultural Studies“ nimmt sie eine kulturwissenschaftliche Perspektive auf Musikunterricht ein. Was ist „Kultur“ überhaupt? Was für Traditionen liegen unserem Musikverständnis und unserem Musikunterricht zugrunde? Wie können wir Schüler:innen und ihren musikalischen Vorlieben mit Anerkennung begegnen? Und über welche Arten von Musik sollten wir im Musikunterricht überhaupt sprechen? Über diese und viele weitere Fragen spricht Barbara Hornberger im Interview mit Ela Özdemir. Viel Spaß beim Anhören und Mitdenken!
43 Minuten
In dieser Folge sprechen Gabriel Hackenfort, Anton Hoppe und Emma Pfülb mit mir – nicht als Host dieses Podcasts, sondern in meiner Rolle als Professorin für Musik und ihre Didaktik an der Universität Münster. Es ist die zweite Folge der dreiteiligen Serie „Talk to the prof!“ In der Serie geht es nicht nur darum, dass Studierende Professor:innen interviewen, sondern auch um Musik und das „gute Leben“. In dieser Folge geht es noch einmal um die phrónesis – die praktische Klugheit, die immer dann relevant wird, wenn Menschen mit anderen handeln wollen. Da das Gespräch in der Prüfungszeit stattfand, diskutiert die Gruppe am Anfang das Thema Bewertung künstlerischer Leistungen in Prüfungen und im Musikunterricht. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie Unterrichtende sich in phrónesis üben können und wie die Entwicklung dieser Handlungsfähigkeit mit den äußeren Vorgaben, nach denen sich Lehrer:innen im System Schule richten sollen, in Einklang gebracht werden könnte. Schließlich sprechen die Studierenden Situationen im Musikunterricht an, in denen es schwierig werden kann, „richtig“ zu handeln oder auch politisch Position zu beziehen...
1 Stunde 6 Minuten
In dieser Folge spricht Haakon Bendix, Student am Institut für Musikpädagogik der Universität Münster, mit Prof. Dr. Kai Martin von der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Es ist die erste Folge der kleinen Serie „Talk to the prof!“ In dieser Serie geht es aber nicht nur darum, dass Studierende Professor:innen interviewen, sondern auch um Musik und das „gute Leben“. Wie verwirklichen Menschen mit Musik ein gutes Leben? Und wie kann Musik in Schulen unterrichtet werden, wenn dies ein Ziel ist? Haakon Bendix spricht mit Kai Martin über einen Essay, in dem er über Zusammenhänge von Aristoteles' Handlungstheorie mit musikpädagogischem Handeln nachgedacht hat. Es geht um diese Fragen: Ist die Sichtweise eines antiken griechischen Philosophen immer noch aktuell? Und wie kann ein Text, in dem es eigentlich gar nicht um Musik geht, auf Musik angewendet werden? Warum können wir die Musikalität als eine Tugend betrachten und was bedeutet es, jungen Menschen musikalisches Handeln zu ermöglichen?
48 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Uta Hertel, einer Fachleiterin für Musik aus Havixbeck bei Münster, und Maximilian Zink, einem „frisch examinierten“ Musiklehrer aus Detmold, der auf sein Referendariat zurückblickt. Die beiden teilen ihre Perspektiven auf das Referendariat und die Strukturen, in denen sich sowohl die Ausbilder:innen als auch die Referendar:innen befinden. Sie sprechen offen über die Herausforderungen des Referendariats und ihren Umgang damit. Und sie erzählen auch von den schönen Momenten im Schulalltag, in denen sie denken: „Darum bin ich Musiklehrer:in geworden!“
41 Minuten
Antje Valentin ist seit März 2024 Generalsekretärin des Deutschen Musikrats und schon seit langer Zeit eine Frau, die sich unermüdlich auf politischer Ebene für die Musik und musizierende Menschen einsetzt. Im Gespräch mit ihr haben wir über folgende Fragen gesprochen: Was treibt Antje Valentin als politische Person an? Wie sollte heute in Schulen und Musikschulen Musik unterrichtet und vermittelt werden? Was können wir tun, damit sich wieder mehr junge Menschen für ein musikpädagogisches Studium entscheiden? Wie kann das Interesse musikbegeisterter Jugendlicher für musikpädagogische Berufe geweckt werden? Infos zum bevorstehenden Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ des Deutschen Musikrats im März 2026 in Berlin sind hier zu finden: https://www.musikrat.de/musikpolitik/musikalische-bildung/kongress-oekosystem-musik
42 Minuten
Annette Ziegenmeyer ist Musikpädagogikprofessorin an der Musikhochschule Lübeck und Julia Peters promoviert zurzeit im Fach Musikpädagogik. Beide verbindet ein Interesse an der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, die unter schwierigen Lebensbedingungen aufgewachsen und straffällig geworden sind. Darum arbeiten sie im Rahmen des Projekts „Auftakt“ zusammen, in dem Musik als Mittel für die Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher und Heranwachsender genutzt und erforscht wird. Im Gespräch beantworten sie unter anderem diese Fragen: Welche Fähigkeiten brauchen Pädagog:innen, die mit jungen Straffälligen zusammenarbeiten wollen? Was können Musikpädagog:innen von Menschen, die in der Sozialen Arbeit tätig sind, lernen? Wie verändert sich der Blick von Musikpädagogik-Studierenden, wenn sie in Musikprojekten mit straffällig gewordenen Jugendlichen zusammenarbeiten?
54 Minuten
Nicole Werner ist Mitarbeiterin am Brahms-Institut der Musikhochschule Lübeck und dort für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement zuständig. Im Rahmen ihres berufsbegleitenden Studiums des Kultur- und Medienmanagements setzt sie sich seit einiger Zeit mit dem Konzept der „Sozialen Nachhaltigkeit“ auseinander, das für das gesellschaftliche Zusammenleben im Kulturbereich relevant ist. In dieser Folge erklärt sie, was „Soziale Nachhaltigkeit“ bedeutet und wie dieses Konzept mit kultureller Teilhabe zusammenhängt. Sie gibt außerdem Antworten auf diese Fragen: Wie können Kulturinstitutionen für eine Mehrheit der Gesellschaft relevant werden? Worüber können Kulturinstitutionen nachdenken und was können sie tun, wenn sie zum Beispiel neue Publikumsgruppen in Konzerte locken wollen? Welche konkreten Gründe könnte es geben, aus denen sehr viele Menschen nicht in „klassische Konzerte“ gehen?
1 Stunde 6 Minuten
Diese Folge ist in einer Seminarsitzung entstanden, in der „Musik Vermitteln“ - Studierende der Musikhochschule Lübeck auf Sänger des Lübecker Shantychors „Möwenschiet“ trafen. Wir haben ein Gespräch über das Musizieren und den Musikunterricht an Schulen geführt – vor allem über die Frage, was eigentlich heute zentrale Aufgaben des Musikunterrichts und Formen der Vermittlung sein sollten und könnten. Außerdem haben wir über folgende Fragen gesprochen: Wie schafft es ein Shantychor mit einer lange bestehenden Mannschaft, dass neue Sänger:innen der jungen Generation dazukommen und sich einbringen? Wie werden neue Laiensänger in die bestehende Chorgemeinschaft integriert? Wie können aus Sicht der Shantychor-Sänger Kinder und Jugendliche in Schulen für das gemeinsame Singen und die Beschäftigung mit Musik begeistert werden? Wie beschreiben Quereinsteiger:innen, die an Schulen Musik unterrichten, ihre aktuelle Situation und Motivation für den Lehrer:innenberuf? Und die Frage, wem das Singen mit „Möwenschiet“ gut getan hat, wird natürlich auch beantwortet...
32 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Anne Krauleidies, einer Berufsschullehrerin aus Lübeck. In ihrem Unterricht legt sie großen Wert auf eine Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen, die sie unterrichtet. Wir sprechen darüber, wodurch sich eine partizipative Haltung für sie auszeichnet, und inwiefern sich diese immer wieder verändern und weiterentwickeln kann. Außerdem erzählt Anne, worauf sie beim Feedback geben und nehmen achtet und wofür der Begriff „Lehrer-Koma“ steht...
34 Minuten
Diese Folge ist eine Produktion von Bo Boj Klupp, einem Studenten der Musikhochschule Lübeck, für den das Master of Education – Zeugnis bald in greifbare Nähe rückt. Er hat zwei Schüler:innen und einen Musik-Kollegen am Gymnasium in Plön interviewt und ging dabei der Frage auf den Grund, welche Einflüsse die Arbeit an einem Schul-Musical auf die künstlerischen und sozialen Kompetenzen der Beteiligten hat. Paulina Lichtner, Adrian Bodendorff und Jonathan Willer stehen ihm zu dieser großen und anderen kleinen Fragen Rede und Antwort. Die Schüler:innen beantworten auch die Frage, wie wichtig ihnen eigentlich die Aufführung als Ergebnis ist, und wie wichtig der Probenprozess ...
53 Minuten
In this episode, Axel Petri-Preis and I discuss the concepts of music mediation, socially engaged arts practice and artistic citizenship. Axel is a professor at the University of Music and Performing Arts Vienna, the Deputy Head of the Department of Music Education Research and Practice and the Head of the Curricular Commission for a new Master’s programme called “Contemporary Arts Practice“. He has been a practicing music mediator since 2007 and still enjoys developing community projects and innovative concert formats. In the field of research, and as Editor-in-Chief, he initiated the International Journal of Music Mediation and co-edited the "Handbuch Musikvermittlung" (Handbook of Music Mediation). In our conversation we focus on these questions: What knowledge and skills do music students of today need if they want to become socially engaged artists? In what ways can music mediation projects support the societal transformations that are needed today? What can ethical foundations for music mediation projects look like? For more information go to: https://ijmm.world/ijmm https://www.youtube.com/@axelpetri-preis9186/videos