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50 Episoden
5 Minuten
Wie genau verzweigt sich der dorsale Klitorisnerv – und welche Konsequenzen hat das für die rekonstruktive Chirurgie nach weiblicher Genitalverstümmelung oder bei geschlechtsangleichenden Operationen? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Fachmagazin Folia Morphologica vor, in der erstmals eine detaillierte anatomische Kartierung der Nervenarchitektur der menschlichen Klitoris vorgelegt wird. Ein Team um Erstautor Dr. Michael Wolf-Vollenbröker vom Institut für Anatomie I der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersuchte neun Klitorispräparate von Körperspendern mithilfe einer modifizierten Silafärbung, die das Gewebe transparent macht und Nervenfaszikel sichtbar färbt. Dabei zeigen sich zwei anatomische Verzweigungshotspots: Im Bereich des Ligamentum suspensorium klitoridis zweigen im Durchschnitt 1,8 Nervenfaszikel ab, weiter distal im anterolateralen Bereich teilt sich der Nerv in durchschnittlich 3,7 größere Faszikel pro Seite auf – mit erheblicher interindividueller Variabilität. Die Innervation ist zudem nicht symmetrisch: Links und rechts können sich deutlich unterscheiden. Wir diskutieren, welche klinischen Implikationen sich aus diesen Befunden für die NMCS-Prozedur und andere rekonstruktive Eingriffe ergeben, warum das Ligamentum suspensorium als chirurgische Orientierungsstruktur und No-Touch-Area dienen kann, und welche Fragen zu funktionellen Korrelaten der anatomischen Varianten offen bleiben. Quelle: Wolf-Vollenbröker M, Piermaier L, Filler TJ, mon O'Dey D. Ramification of the dorsal clitoral nerve along its course on the human clitoris. Folia Morphologica. 2026. DOI: 10.5603/fm.107254 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
7 Minuten
Warum sprechen manche Patientinnen und Patienten mit diabetischer Retinopathie nicht ausreichend auf Anti-VEGF-Therapien an – und gibt es alternative Angriffspunkte für neue Behandlungsstrategien? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus Nature Communications vor, in der ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Jens Kroll von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg einen bislang unbekannten Signalweg der pathologischen Gefäßneubildung im Auge identifiziert hat. Im Mittelpunkt steht das reaktive Lipidaldehyd 2-Hexadecenal (2-HD), ein Stoffwechselprodukt von Sphingosin-1-Phosphat (S1P). Normalerweise wird 2-HD durch das Enzym ALDH3B1 entgiftet – fehlt dieses Enzym, akkumuliert 2-HD und hemmt gezielt den S1P-Rezeptor 5 (S1PR5), was zu einer Fehlregulation der Gefäßbildung führt. Zudem stört 2-HD den Eisenhaushalt der Zellen und treibt sie in die Ferroptose. Diese Befunde wurden im Zebrafischmodell erhoben und in humanem Augengewebe mit diabetischer Retinopathie bestätigt. Wir diskutieren, welche therapeutischen Perspektiven sich aus dieser neu identifizierten 2-HD/S1PR5-Signalachse ergeben, warum bereits zugelassene S1PR5-Modulatoren aus der MS-Therapie hier besonders vielversprechend sind und welche Fragen klinische Studien noch klären müssen. Quelle: Qian X, Ge R, Chu Y et al. Nat Commun. 2026;17:3488. doi: 10.1038/s41467-026-71792-3 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
29 Minuten
Was erwartet werdende Eltern wirklich im Kreißsaal – und warum klaffen Erwartung und Realität so oft weit auseinander? Nina Hoffmann spricht mit Dr. med. Richard Krüger, Assistenzarzt mit Erfahrung in der Geburtshilfe an der Berliner Charité und Autor des Buches „In der Geburtsklinik: Alles, was man wissen muss", über die Lücken in der Geburtsvorbereitung und das, worüber viel zu selten offen gesprochen wird. Warum erleben so viele Frauen die Geburt als überwältigend – obwohl sie einen Vorbereitungskurs besucht haben? Was bedeutet es, Empathie und medizinische Professionalität im Kreißsaal zu vereinen? Und welche Rolle spielen Kommunikation, Aufklärung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für eine sichere und würdevolle Geburtshilfe? Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das ehrlich benennt, was viele nur ahnen – und das zeigt, wie mehr Wissen, bessere Vorbereitung und ein offener Dialog das Geburtserlebnis nachhaltig verändern können. Für alle, die verstehen möchten, warum sachliche Aufklärung der größte Schutz vor Traumatisierung ist. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
18 Minuten
Was passiert, wenn eine Krankheit das Leben junger Menschen von einem Moment auf den nächsten aus der Bahn wirft – und wie lässt sich diese Erfahrung in Worte fassen? Lea Hermann erkrankte selbst mit Anfang zwanzig an einer Enzephalitis, einer schweren Gehirnentzündung. Was sie dabei durchlebte – die Angst, die Isolation, die absurden Momente im Rehakontext – hat sie in ihrem Debütroman „Hirnweh" verarbeitet, 2022 erschienen im Murisken Verlag. Unsere Medizinjournalistin Julina Pletziger spricht im neuen Expertentalk von mgo medizin mit der Autorin und Redakteurin Lea Hermann über das Schreiben als Bewältigungsstrategie, über Patientenperspektiven, die im Medizinbetrieb oft ungehört bleiben – und über das, was ein einziger erklärender Satz beim Arztgespräch ausmachen kann. Im Gespräch erzählt Lea Hermann, wie ein privater Blog aus der Rehazeit zum Fundament ihres Romans wurde, warum Humor und Kritik im Klinikalltag keine Gegensätze sind, und was sie sich von Ärztinnen und Ärzten damals wirklich gewünscht hätte. Und sie gibt einen ersten Einblick in ihr nächstes Buchprojekt – eine Geschichte über Freundschaft, Trauer und verborgene Geheimnisse. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen zu verpassen! Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
7 Minuten
Kann körperliche Aktivität über die Lebensspanne die neuronalen Auswirkungen von Kindheitstraumata abmildern – und damit neue Perspektiven für die Behandlung von Depressionen, Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen eröffnen? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Journal Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging vor, in der untersucht wird, wie körperliche Aktivität die funktionelle Konnektivität im Gehirn von Erwachsenen mit belastenden Kindheitserfahrungen beeinflusst. Ein Team um Lemye Zehirlioglu von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg untersuchte 75 Erwachsene mit Kindheitstraumata mithilfe von Ruhe-fMRT. Dabei zeigt sich ein auffälliges Crossover-Muster: Bei niedriger körperlicher Aktivität ist höhere Traumabelastung mit reduzierter funktioneller Konnektivität assoziiert, bei hoher Aktivität hingegen mit erhöhter Konnektivität – insbesondere in Kleinhirn, visuellen Assoziations- und motorischen Netzwerken. Die Johnson‑Neyman‑Technik identifiziert kritische Schwellenwerte unterhalb von etwa 150 und oberhalb von etwa 330 bis 390 Minuten pro Woche. Wir diskutieren, welche neuroplastischen Mechanismen hinter diesen Befunden stehen, welche Implikationen sich für einen multimodalen Therapieansatz ergeben und welche Fragen zukünftige longitudinale Studien klären müssen. Quelle: Zehirlioglu L et al. Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging. 2026. doi: 10.1016/j.bpsc.2026.01.006 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
4 Minuten
Kann ein globales genetisches Interaktionsnetzwerk dabei helfen, die funktionelle Architektur einer menschlichen Zelle zu entschlüsseln – und damit besser zu verstehen, warum bestimmte Tumorzellen auf gezielte Therapien empfindlich reagieren, während andere resistent bleiben? In dieser Folge von „KurzGefasst“ stellen wir eine aktuelle Studie aus Cell vor, in der mithilfe von CRISPR‑Cas‑neun‑Screens rund vier Millionen Genpaare in einer menschlichen Zelllinie getestet werden, um ein umfassendes genetisches Netz aufzuspannen. Im Fokus steht die haploide HAP‑eins‑Zelllinie, in der die Autorinnen und Autoren knapp neunzigtausend belastbare genetische Interaktionen kartieren und daraus ein hierarchisches Netzwerk aufbauen. Dieses Netzwerk ordnet etwa dreitausendachthundert Gene zu Protein­komplexen, Signalwegen, biologischen Prozessen und Zellkompartimenten – und zeigt, dass die grundlegenden Prinzipien genetischer Netzwerke von Hefezellen bis zum Menschen erstaunlich gut konserviert sind. Wir diskutieren, wie sich aus den Interaktionsmustern funktionelle Module ableiten lassen, warum besonders stark vernetzte Gene häufig selektiv essenziell in Krebszelllinien sind und welche Konsequenzen das für das Design synthetisch letaler Therapiestrategien hat. Erfahren Sie, wie genetische Interaktionen helfen, schlecht charakterisierte Gene zu annotieren, warum Doppelgene mit hoher Sequenzähnlichkeit oft überraschend verletzlich sind und wie sich das Netzwerk mit Daten der Cancer Dependency Map kombinieren lässt, um neue onkologische Zielstrukturen zu identifizieren. Wir beleuchten zudem die methodischen Stärken und Grenzen groß angelegter CRISPR‑Kombinationsscreens und diskutieren, wie gut sich Befunde aus einer Referenzzelllinie auf die Vielfalt realer Tumoren übertragen lassen. Quelle: Billmann M, Costanzo M et al. Cell. 2026;189:1–24. doi:10.1016/j.cell.2026.03.044 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
28 Minuten
Was braucht es, um Augenheilkunde dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird? Und welche Rolle spielt dabei internationale Zusammenarbeit? Rosemarie Frühauf spricht mit Dr. Heiko Philippin vom Universitätsklinikum Freiburg, Ophthalmologe mit langjährigem Engagement in der Entwicklungsarbeit in Afrika, über Versorgungslücken im globalen Süden und die Frage, wie man Patientinnen und Patienten erreicht, die unter schwierigeren Bedingungen an denselben Erkrankungen leiden wie wir. Was bedeutet es, medizinisches Wissen an ein Gesundheitssystem weiterzugeben, das mit einem Bruchteil der verfügbaren Ressourcen auskommen muss? Welche Rolle spielen Ausbildung, Bewusstsein und kreative Versorgungsmodelle, wenn auf eine Million Menschen nur vier Augenärzte kommen? Erfahren Sie, wie Wissenstransfer und kreative Herangehensweisen dazu beitragen, das Sehvermögen in Ländern mit eingeschränkter medizinischer Versorgung zu bewahren. Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das zeigt, wie nachhaltige Entwicklungsarbeit in der Augenheilkunde funktioniert – und warum jede einzelne Ärztin und jeder einzelne Arzt vor Ort eine Wellenwirkung hat. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken! mgo‑medizin – Medizinische Fortbildungen & Fachinhalte: https://mgo-medizin.de/
6 Minuten
Kann die Art und Weise, wie ein Wirkstoff einen Rezeptor aktiviert, darüber entscheiden, welche intrazellulären Signalwege angeschaltet werden – und erklärt das möglicherweise, warum pharmakologisch ähnliche Substanzen klinisch so unterschiedliche Effekte zeigen? In dieser Folge von „KurzGefasst“ widmen wir uns einer aktuellen Studie aus Nature, die erstmals in lebenden Zellen hochaufgelöst sichtbar macht, dass G‑Protein‑gekoppelte Rezeptoren keine einfachen An‑/Aus‑Schalter sind, sondern eine Vielzahl dynamischer Aktivierungszustände durchlaufen. Im Mittelpunkt steht eine Arbeit der Universität Leipzig und des Max‑Delbrück‑Zentrums, in der die Forschenden neuartige minimalinvasive Fluoreszenz‑Biosensoren am muskarinischen M2‑Rezeptor einsetzen. Mit dieser Methode gelingt es ihnen, die Konformationsänderungen einzelner extrazellulärer Aminosäuren in Echtzeit zu messen und die Entstehung unterschiedlicher Rezeptor‑G‑Protein‑Komplexe millisekundengenau zu verfolgen. Wir sprechen darüber, warum der M2‑Rezeptor je nach Wirkstoff völlig unterschiedliche Aktivierungstrajektorien einschlägt, wie diese Trajektorien die Auswahl spezifischer G‑Proteine steuern – und warum klassische pharmakologische Modelle diese Vielfalt bisher nicht erklären konnten. Sie erfahren, weshalb Vollagonisten, Superagonisten und Partialagonisten nicht nur unterschiedlich stark wirken, sondern fundamental verschiedene Konformations‑„Fingerabdrücke“ erzeugen. Wir beleuchten, wie sich hochwirksame und weniger wirksame Rezeptor‑G‑Protein‑Komplexe zeitlich unterscheiden, warum manche Wirkstoffe bestimmte Zwischenzustände überspringen und welche Bedeutung diese Dynamik für die Entwicklung selektiver und nebenwirkungsärmerer Therapeutika hat. Außerdem diskutieren wir methodische Stärken, mögliche Limitationen und offene Fragen zur Übertragbarkeit auf andere Rezeptorfamilien. Quelle: Thomas R, Jacoby P et al. Nature. 2026;650:1053–1060. doi:10.1038/s41586‑025‑09963‑3 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
30 Minuten
Kann Nähe zu Tieren Wege öffnen, die zuvor verschlossen blieben? Wenn Kinder und Jugendliche im Autismus‑Spektrum in einer Welt leben, die oft zu laut, zu schnell, zu viel ist – wo finden sie einen Ort, an dem sie einfach sein dürfen? Unsere Medizinjournalistin Julina Pletziger spricht im neuen Expertentalk von mgo medizin mit der Therapeutin Dr. Gomolla, Gründerin des Therapiehof Hegau und des Instituts für Pferdegestützte Therapie (IPTh), die am Bodensee einen solchen geschützten Raum schafft. Zwischen Pferden, Stall und sanften Routinen erleben junge Menschen dort Momente der Ruhe, des Vertrauens und der Selbstwirksamkeit. Im Gespräch erklärt Dr. Gomolla, warum gerade das Schaukeln auf dem Pferderücken so beruhigend wirkt, wie Tiere helfen können, Zwänge zu lösen, und was in Kindern passiert, wenn sie beginnen, sich zu öffnen. Und sie berichtet von den kleinen, aber oft entscheidenden Veränderungen, die Familien zu Hause beobachten. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen zu verpassen!
5 Minuten
Kann übermäßige Pupillenkonstriktion bei Naharbeit die Myopie-Progression vorantreiben – und welche Konsequenzen hat das für Refraktion und Beratung? In dieser Folge von „KurzGefasst" besprechen wir eine aktuelle experimentelle Studie aus Cell Reports, die erstmals systematisch untersucht, wie Kurzsichtige auf akkommodative Reize reagieren und warum ihre visuomotorischen Funktionen deutlich von Normalsichtigen abweichen. Im Mittelpunkt steht eine Arbeit der State University of New York, die mittels präziser Eye-Tracking-Methoden bei vierunddreißig Probanden die akkommodative Augenvergenz und Pupillenkonstriktion unter verschiedenen Kontrastbedingungen misst. Wir diskutieren, warum Myope eine exzessive akkommodative Pupillenkonstriktion zeigen, wie sich dadurch die retinale Beleuchtung reduziert – und warum dieser Mechanismus möglicherweise einen bisher unterschätzten Teufelskreis in der Myopie-Progression darstellt. Erfahren Sie, welche Rolle ON- und OFF-Sehbahnen bei akkommodativen Reaktionen spielen, warum präzise cycloplegische Refraktionen wichtiger sind als gedacht, und was zeitliche Potenzierung sowie Lidschlag-Modulation über die Pathophysiologie der Kurzsichtigkeit verraten. Wir beleuchten auch die methodischen Limitationen der Laborstudie und offene Fragen zur Kausalität. Quelle: Maharjan U, Rahimi-Nasrabadi H et al. Cell Reports. 2026;45:116938. doi:10.1016/j.celrep.2026.116938 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
13 Minuten
Wie viel Medizin steckt im vermeintlich kosmetischen Problem? Im Expertentalk spricht Sabine Mack mit Tip Dr. (Univers. Istanbul) Seher Eren, später mit Dr. med. Karin Beyer und Dr. med. Andreas Finner, über ein Thema, das viele bewegt – und doch oft unterschätzt wird: Haarerkrankungen und Haarausfall. Welche Rolle spielt moderne Diagnostik in der täglichen Praxis? Welche Überraschungsfaktoren verbergen sich hinter dem Symptom Haarausfall? Und wie gelingt der Spagat zwischen klassischer Anamnese, neuen Untersuchungsmethoden und realistischen Erwartungen der Patientinnen und Patienten? Erfahren Sie, warum Haarausfall weit mehr ist als ein ästhetisches Anliegen, wie die Trichoskopie als Basistool die Haarsprechstunde verändert – und weshalb eine strukturierte, evidenzbasierte Herangehensweise sowohl für erfahrene Dermatologinnen und Dermatologen als auch für den Nachwuchs entscheidend ist. Die Expertinnen und Experten zeigen, worauf es jetzt wirklich ankommt, welche Diagnoseschritte unverzichtbar sind und weshalb Aufklärung, Empathie und Teamwork in der Haarmedizin eine immer größere Rolle spielen. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken! mgo‑medizin – Medizinische Fortbildungen & Fachinhalte: https://mgo-medizin.de/ Haarerkrankungen.de – Informationen rund um Haarmedizin & Haarausfall: https://haarerkrankungen.de Fortbildungswoche – Dermatologische Fortbildungen für Ärztinnen & Ärzte: https://fortbildungswoche.de
5 Minuten
Warum erleben Menschen unter psychedelischen Substanzen visuelle Halluzinationen – und welche neurophysiologischen Mechanismen stecken dahinter? In dieser Folge von „KurzGefasst" besprechen wir eine aktuelle Studie aus Communications Biology, die erstmals zeigt, wie psychedelische 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten rhythmische Oszillationen im visuellen Kortex modulieren. Im Mittelpunkt steht ein innovativer Ansatz mittels optischem Voltage-Imaging, bei dem die elektrische Aktivität von Pyramidenzellen über große Kortexareale hinweg in Echtzeit gemessen wird. Wir diskutieren, wie die Gabe von 5-HT2A-Agonisten spontane und visuell evozierte 5-Hertz-Oszillationen verstärkt, die zeitliche Kopplung zwischen visuellem und retrosplenialem Kortex erhöht – und was dies über verstärkte Top-down-Kontrolle der Wahrnehmung aussagt. Erfahren Sie, welche Bedeutung diese Ergebnisse für das Verständnis von Halluzinationen bei psychiatrischen Erkrankungen und Substanzkonsum haben, welche methodischen Einschränkungen bei Mausstudien zu beachten sind – und was das für die Erforschung veränderter Bewusstseinszustände bedeuten könnte. Quelle: White CM et al. Communications Biology. 2025. doi:10.1038/s42003-025-09492-9 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
5 Minuten
Wie häufig tritt Delir nach kardiovaskulären Eingriffen wirklich auf – und lässt es sich gezielt verhindern? In dieser Folge von „KurzGefasst" besprechen wir eine aktuelle Übersichtsarbeit aus dem European Heart Journal, die erstmals systematisch analysiert, welche präventiven Maßnahmen in der Herzmedizin wirksam gegen postoperatives Delir eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht eine internationale State-of-the-Art-Übersichtsarbeit unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn, die rund 1.604 Studien aus über drei Jahrzehnten auswertet. Wir diskutieren, warum Delir zu den häufigsten und schwerwiegendsten Komplikationen nach kardiovaskulären Eingriffen gehört, weshalb validierte Screening-Instrumente wie die Confusion Assessment Method noch immer zu selten eingesetzt werden – und wie multimodale, nicht-medikamentöse Interventionen wie frühe Mobilisation, Reorientierungshilfen und Schlafhygiene die Delir-Häufigkeit um bis zu 40 Prozent senken können. Erfahren Sie, welche strukturellen Herausforderungen die Implementierung präventiver Konzepte in der Klinik mit sich bringt, welche methodischen Einschränkungen bei der Studienlage zu beachten sind – und was diese Erkenntnisse für die Zukunft der perioperativen Versorgung in der Herzmedizin bedeuten könnten. Quelle: Cekaj E, Vogel DHV et al. European Heart Journal. 2026. doi:10.1093/eurheartj/ehag088 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
27 Minuten
Ist es möglich, nach einer Krebsdiagnose wieder in die Segel zu greifen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne? Wenn die Akuttherapie endet, die Welt sich weitergedreht hat und das Gefühl bleibt, irgendwie nicht mehr ganz dazuzugehören: Wie findet man zurück zu sich selbst? Unsere Medizinjournalistin Julina Pletziger spricht im neuen Expertentalk von mgo medizin mit Nele Lienhard, Hebamme, und Philipp Seifert, Facharzt für Innere Medizin – beide selbst von schweren Erkrankungen betroffen und gemeinsam Gründer von reSAILience e.V. Der Verein bietet jungen Krebserkrankten Segelreisen als Resilienztraining an. Im Gespräch erklären sie, warum gerade die Zeit nach der Therapie so herausfordernd ist, wie Weite, Wind und Gemeinschaft an Bord Heilungsprozesse anstoßen können – und was es bedeutet, wenn jemand zum ersten Mal selbst das Steuer in die Hand nimmt. Seien Sie gespannt und folgen Sie uns, um keine neuen Folgen mehr zu verpassen!
7 Minuten
Wie viel Lärm braucht es, damit das Gefäßsystem reagiert – und wie schnell? In dieser Folge von „KurzGefasst" besprechen wir eine aktuelle Studie aus Cardiovascular Research, die erstmals in einem kontrollierten experimentellen Setting zeigt, welche akuten vaskulären und molekularen Effekte bereits eine einzige Nacht mit mäßigem Straßenverkehrslärm auslösen kann. Im Mittelpunkt steht eine randomisierte, doppelblinde Crossover-Studie der Universitätsmedizin Mainz mit 74 gesunden Erwachsenen. Wir diskutieren, wie nächtliche Lärmexposition bei durchschnittlich 41 bis 44 Dezibel die Herzfrequenz beeinflusst, proteomische Signaturen immun- und entzündungsassoziierter Signalwege verändert und die endotheliale Funktion beeinträchtigt – messbar durch Blutanalysen und Ultraschallmessungen der Gefäßelastizität. Erfahren Sie, welche Bedeutung diese Befunde für das Verständnis lärmbedingter kardiovaskulärer Erkrankungsmechanismen haben, welche methodischen Einschränkungen zu berücksichtigen sind – und was das für Lärmschutzstrategien und die kardiovaskuläre Prävention im urbanen Raum bedeuten könnte. Quelle: Hahad O et al. Cardiovascular Research. 2026. doi:10.1093/cvr/cvag028 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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