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Wohlstand für Alle Archiv

537 Episoden
11 Minuten
WfA-Literatur Heinrich Mann liebäugelte im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder Thomas Mann nie mit dem Deutschnationalen und Konservativen. Er setzte sich in dem Roman „Der Untertan“ kritisch mit dem Militär und dem deutschen Obrigkeitsdenken auseinander und in „Professor Unrat“ wendet er sich gegen die bürgerliche Doppelmoral, während er mit seinem ersten großen Roman „Im Schlaraffenland“ nicht nur den börsengetriebenen Kapitalismus, sondern auch den Habitus der Reichen und den Opportunismus der Literaten und Journalisten aufs Korn nimmt. In dem satirischen Roman geht der junge Provinzler Andreas Zumsee nach Berlin, weil er von einer Karriere als Schriftsteller träumt. Schnell stellt er Kontakte zu Zeitungen her, bald wird er ins Haus des Börsenspekulanten Türkheimer eingeladen, wo er auch auf die Gattin Adelheid trifft, mit der er eine lukrative Affäre beginnen wird. Sein Aufstieg vollzieht sich nun rasant. Heinrich Mann zeigt eine Welt der Spekulation, bei der sowohl die Börsianer als auch die Künstler mit dem Nichts jonglieren. Dabei persifliert Mann den Bildungsroman und macht daraus einen Anpassungsroman. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Satire. Literatur: Heinrich Mann: Im Schlaraffenland. Ein Roman unter feinen Leuten, S. Fischer. Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
46 Minuten
Wohlstand für Alle Kaum hat der Bundestag den Weg für mehr Rüstungsausgaben freigemacht, zieht nun auch die Europäische Union nach. Ursula von der Leyen und Kaja Kallas haben einige Ideen auf Lager: In Brüssel möchte man nicht nur Schulden aufnehmen, um kräftig aufzurüsten, sondern man denkt auch daran, die Sparguthaben der Bürger in entsprechende Unternehmen zu investieren. Zwar soll kein Zwang ausgeübt werden, aber man kann davon ausgehen, dass man sich mit Rhetorik bewaffnen wird, um die Sparer dazu zu bringen, das Geld in einem fest verzinsten Fonds anzulegen, der einen Teil des Geldes in die Rüstung ableitet. Das Vorbild dabei könnte das Livret A aus Frankreich werden, das einst kreiert wurde, um die Schulden der napoleonischen Kriege nachträglich zu bezahlen. Aber auch gewisse Parallelen zu den Kriegsanleihen im Ersten Weltkrieg sind nicht zu leugnen. Der militärisch-industrielle Komplex soll jedenfalls eine wichtige Säule für die Volkswirtschaften Europas werden, was auch bedeutet: Für den Erfolg ist unabdingbar, dass mehr Waffen in die Welt exportiert werden. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“! Literatur: Das Handelsblatt über das Livret A: https://www.handelsblatt.com/politik/international/verteidigung-frankreich-will-ruestungsindustrie-mit-sparbuechern-finanzieren/29514748.html. Die FAZ über die französischen Bestrebungen: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/in-ruestung-investieren-frankreich-plant-anlageprodukt-fuer-buerger-110369346.html. Whitepaper der EU: https://defence-industry-space.ec.europa.eu/document/download/30b50d2c-49aa-4250-9ca6-27a0347cf009_en?filename=White%20Paper.pdf. Eric Bonse in der taz: https://taz.de/EU-will-Aufruesten/!6076894/. Veranstaltungen: Am 28. März ist Ole auf der Leipziger Buchmesse: https://www.leipziger-buchmesse.de/pco/de/buchmesse/6780df3a9082ec806d086bce Wir sind am 2. April mit Jean-Philippe Kindler in München: https://www.eventim.de/event/jean-philippe-kindler-kindler-stoesst-an-werk7-theater-19053029/?affiliate=WSY Am 3. Mai sind wir in Zürich: https://www.millers.ch/spielplan/detail/jean-philippe-kindler-2186 Am 5. Mai sind wir in Stuttgart: https://theaterhaus.reservix.de/p/reservix/event/2318654 Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
59 Minuten
Wohlstand für Alle Eigentlich hat in einer Demokratie jeder Bürger eine Stimme und jede Stimme ist gleich viel wert. Was tun jedoch, wenn reiche Bürger mehr Einfluss nehmen, ja, wenn sie Kampagnen schalten, um den Wählerwillen zu beeinflussen oder sogar auf Korruption setzen? Zudem ist festzustellen, dass vermögende Menschen häufiger politische Ämter anstreben als arme. Der Machiavelli-Forscher John McCormick spricht von einer Plutokratie, gegen die sowohl die Mitte-Rechts- wie auch die Mitte-Links-Parteien nichts tun, im Gegenteil: Oft vertreten diese häufig nur die Interessen der finanziellen Elite. John McCormick setzt dagegen auf Losverfahren, außerdem möchte er das antike Amt der Volkstribunen wieder einführen, von dem Reiche ausgeschlossen werden sollen. Mehr noch: McCormick hält sogar die Todesstrafe gegen korrupte bzw. kriminelle Reiche für ein probates Mittel, um die liberale Demokratie zu retten. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt diese unorthodoxen Vorschläge. Literatur: John McCormick: Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei. Studien zur politischen Theorie, Suhrkamp. Ole war bei "Hart aber fair": https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/hart-aber-fair-milliarden-fuer-die-bundeswehr-ist-aufruesten-alternativlos-100.html Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
16 Minuten
Wohlstand für Alle In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar diskutieren wir ausführlich interessante Publikumsfragen: Nachdem wir uns über Verschmutzung durch Lärm mokieren, widmen wir uns einem weiten Feld: Die Industriepolitik wird immer wichtiger, protektionistische Politik dreht die Globalisierung zurück und der militärisch-industrielle Komplex wächst – nun auch mit linksliberaler Schützenhilfe. Ist dies jetzt das Ende des Neoliberalismus? So fragt zu Recht eine Hörerin, jedoch sollte man das neoliberale Projekt nicht zu sehr als ein anti-staatliches denken. Anschließend geht es um Geopolitik, Aufrüstung, Wehrpflicht und Ausbeutung in kleinen und großen Unternehmen, um sozialistisches Wirtschaften. Zudem widmen wir uns zwei wichtigen Fragen zur Börse und Fragen zu Kultur und Literatur. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Speakeasy-Bar! Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
56 Minuten
Wohlstand für Alle Offiziell ist Friedrich Merz noch gar nicht Kanzler und bis zur Wahl war er ein glühender Anhänger der Schuldenbremse – doch schon am Montag nach dem Wahlsonntag war klar, was schon für Konrad Adenauer, den ersten Kanzler der BRD, galt: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern!“ Noch mit den Mehrheitsverhältnissen des alten, eigentlich abgewählten Bundestags will Friedrich Merz ein gigantisches Sondervermögen für Infrastruktur und eine Sonderverschuldungsregel für die Aufrüstung durchsetzen. SPD und CDU/CSU haben bereits erfolgreich sondiert, jetzt aber blockieren die Grünen diesen kühnen Plan noch – zumindest vorerst. Nicht, weil sie gegen die Aufrüstung sind, vielmehr stören sie sich an anderen Vorhaben wie der Pendlerpauschale und der Mütterrente. Eine Einigung ist dennoch wahrscheinlich. MMT bzw. Kriegs-Keynesianismus werden nun jedenfalls von der Union in die Tat umgesetzt und Friedrich Merz stellt sich in eine Reihe mit Mario Draghi, indem er dessen Mantra „Whatever it takes“ wiederholt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die neuesten Entwicklungen. Alle Informationen zu Oles neuem Buch findet ihr unter: https://www.rowohlt.de/buch/ole-nymoen-warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-9783499017551 Literatur/Quellen: Adam Tooze: “Chartbook 357”, online verfügbar unter: https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-357-legitimate-maneuver. Ders.: “Ist das die wirtschaftspolitische Zeitenwende?”, online verfügbar unter: https://www.surplusmagazin.de/tooze-schuldenbremse-sondervermogen-cdu-spd/. Blackrock: “Bulletin zur Bundestagswahl 2025”, online verfügbar unter: https://www.blackrock.com/de/professionelle-anleger/einblicke/blackrock-investment-institute/publications/bundestagswahl-2025?switchLocale=y&switchLocale=y&siteEntryPassthrough=true&siteEntryPassthrough=trueVe. Financial Times: “Global bond sell-off deepens as Germany jolts markets”, online verfügbar unter: https://www.ft.com/content/06fa0c14-2deb-4aee-9189-1323beb1846e. Lukas Scholle: “Schwarz-Rot will 20.714 Euro Steuergeschenke für jeden Superreichen”, online verfügbar unter: https://www.surplusmagazin.de/schwarz-rot-sondierungen-steuern-merz/. Ders.: “Schulden: 4 Punkte, auf die es jetzt ankommt”, online verfügbar unter: https://www.surplusmagazin.de/schulden-sondervermogen-cdu-spd-reform/. Veranstaltungen: Ole ist am 19. März in Berlin im Brecht-Haus: https://lfbrecht.de/event/friedrich-engels-arbeit-an-der-theorie/ Wolfgang ist am 20. März in Reutlingen: https://www.keb-rt.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/25-1-02Z01/kursname/Kino%20anders%20gedacht%20131.%20MuT-Zeitgespr%E4ch%20mit%20Wolfgang%20M%20Schmitt/?fbclid=IwY2xjawI9mtpleHRuA2FlbQIxMAABHY19p7CKDWBGN6X4fD9PPp1pURiw-UcD9HBxcE2h69V3KHqsfcsoljSJig_aem_zpmD0xh2mygI0yj3mmbGPA Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
7 Minuten
Wohlstand für Alle Deutschland rüstet auf, die CSU will die Wehrpflicht zurück. Gut, dass heute Oles neues Buch erscheint. Es heißt "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde". Darin erklärt Ole, was der Sinn des Krieges ist, mit welchem Unsinn er immer wieder gerechtfertigt wird – und wieso man sich dafür nicht hergeben sollte. Mehr Informationen und eine Leseprobe findet ihr unter: https://www.rowohlt.de/buch/ole-nymoen-warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-9783499017551
59 Minuten
Wohlstand für Alle „Egal, welche Partei, Hauptsache, Sie gehen wählen!“, lautete jahrzehntelang die Wahlempfehlung, auf die sich alle einigen konnten. Bei der vergangenen Bundestagswahl war die Wahlbeteiligung erstaunlich hoch: 82,5 der Berechtigten schritten zur Urne. Inzwischen wird der Aufruf zum Wählengehen eingeschränkt, indem man dazu animiert, eine „demokratische Partei“ zu wählen. Was aber, wenn es generell verkehrt ist, seine Stimme abzugeben? Diesen kontraintuitiven Ansatz verfolgte die Marxistische Gruppe, die sich aufgrund von Beobachtungen durch den Verfassungsschutz in den 1990er-Jahren auflöste. Dennoch sind einige Mitglieder bis heute publizistisch tätig, wenn auch anonym und als Kollektiv durch die Vierteljahreszeitschrift „Gegenstandpunkt“. Darin wird die Demokratie als perfekte Form bürgerlicher Herrschaft bezeichnet – was nicht als Lob gemeint ist. Keineswegs gehe, wie in der Regel betont wird, die Staatsgewalt vom Volke aus. Wählen, so die Schlussfolgerung, sei letztlich verkehrt, weil die Wähler in ihre Unterordnung einwilligen und in allen relevanten Fragen des gesellschaftlichen Lebens gerade nicht souverän sind. Mehr zu dieser marxistischen Demokratiekritik in der neuen „Wohlstand für Alle“-Folge von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt! WERBUNG: Hier geht es zum Podcast "Geschichte wird gemacht": https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/podcast-geschichte-wird-gemacht-53839.htm #boeckler150-Seite: https://www.boeckler.de/de/hans-boeckler-wird-150.htm Kurz-Film: https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/mitbestimmung-geschichte-der-erfolge-und-niederlagen-55345-hans-boeckler-66532.htm Comic: https://www.boeckler.de/data/Comic.pdf Literatur: Peter Decker (Hrsg.): Demokratie. Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft, GegenStandpunkt Verlag. Robert Michels: Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens, Alfred Kröner Verlag. Veranstaltungen: Wolfgang ist am 20. März in Reutlingen: https://www.keb-rt.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/25-1-02Z01/kursname/Kino%20anders%20gedacht%20131.%20MuT-Zeitgespr%E4ch%20mit%20Wolfgang%20M%20Schmitt/ Wolfgang ist am 25. März in Duisburg: https://filmforum.de/filme/rashomon-41834/ Ole ist am 14. April in Berlin: https://renaissance-theater.de/produktion/jakob-augstein-im-gespraech-5/
21 Minuten
WfA-Literatur Ursula K. Le Guin war eine der wichtigsten Science-Fiction-Autorinnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit dem Kapitalismus wollte sie sich nicht abfinden, deshalb entwarf sie andere Welten, in denen Menschen nicht dermaßen beherrscht werden. In „Freie Geister“ oder auch „Planet der Habenichtse“ („The Dispossessed“) ist der herausragende Physiker Shevek auf der Suche nach einer Lebensweise, in der er seine theoretischen Ambitionen verfolgen kann und zugleich Menschen kooperativ miteinander umgehen. Während auf Urras ein recht autoritärer, aber immensen Reichtum produzierender Kapitalismus vorherrscht, haben sich auf dem unwirtlichen Mond Anarres die Anarchisten daran gemacht, eine alternative Gesellschaft zu entwickeln. Freiheit von Herrschaft ist das Ideal. Das Individuum ist hier schon aufgrund natürlichen Ressourcenmangels dazu gezwungen, sich immer wieder dem Kollektiv unterzuordnen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den außergewöhnlichen Science-Fiction-Roman. Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
38 Minuten
Wohlstand für Alle Der bekannte Shortseller Nate Anderson von Hindenburg Research zieht sich aus dem Geschäft zurück. Weitere Shortseller haben in den vergangenen Jahren ihren Abschied erklärt. Manche sprechen bereits von einer Krise der Leerverkäufer, die sich nun mit Donald Trump und Elon Musk im Weißen Haus verstärken könnte. Beide hassen die sogenannten Wachhunde der Börse, denn sowohl Trumps als auch Musks Unternehmen waren in der Vergangenheit immer mal wieder durch Börsenwetten gegen sie unter Druck geraten. Leerverkäufer wetten auf sinkende Kurse und kommen zu solchen Entscheidungen, indem sie sich genau mit Bilanzen und dem Marktumfeld beschäftigen. In Zeiten eines anhaltenden Bullenmarkts ist jedoch das Business für die Shortseller wenig lukrativ und sehr risikoreich. Diese Krise der Branche kann durchaus auch alarmierend für diejenigen sein, die nicht an der Börse investiert sind. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Trump, Musk und die Shortseller: https://www.institutionalinvestor.com/article/2edq4uvlj6n0xbevx9hxc/corner-office/can-short-selling-survive-trump-2-0 Eine Studie der Bundesbank zu Shortsellern während der Pandemie: https://www.bundesbank.de/de/publikationen/forschung/research-brief/2021-41-leerverkaeufe-874288 Über Hindenburg Research: https://www.ft.com/content/6ed22d3a-f70b-431c-9de6-40ed163307e2 Über die Arbeit der Shortseller: https://www.ft.com/content/8b3261c9-f42f-4896-a2cb-89b83f4d2b6d Heike Buchter, „Die Zeit“, über Hindenburg Research: https://www.zeit.de/2020/16/boersenmarkt-corona-krise-spekulation-absturz/komplettansicht Termine: Wolfgang ist am 20. März in Reutlingen: https://www.keb-rt.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/25-1-02Z01/kursname/Kino%20anders%20gedacht%20131.%20MuT-Zeitgespr%E4ch%20mit%20Wolfgang%20M%20Schmitt/ Wolfgang ist am 25. März in Duisburg: https://filmforum.de/filme/rashomon-41834/ Ole ist am 14. April in Berlin: https://renaissance-theater.de/produktion/jakob-augstein-im-gespraech-5/ Buch-Tipp: Oles neues Buch könnt ihr hier vorbestellen: https://www.rowohlt.de/buch/ole-nymoen-warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-9783499017551 Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
47 Minuten
Wohlstand für Alle Die Grünen als einstige Friedenspartei sind heute sicherheitspolitische Falken. Die SPD führte die Agenda 2010 ein. Warum werden linke Parteien mit der Zeit konservativ? Der Soziologe Robert Michels beantwortete diese Frage bereits vor über 100 Jahren in seiner Studie „Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens“. Darin zeigt er, warum Parteien ab einer gewissen Größe oligarchische Strukturen aufweisen und sich eine Führungskaste entwickelt, die vor allem daran interessiert ist, die eigene Macht abzusichern. Zudem sei ein großes Problem linker Parteien, dass diese danach streben, „Verantwortung zu übernehmen“ und mitzuregieren. Die Interessen der Arbeiter werden dann nicht mehr vertreten, sondern dem Regierungszweck untergeordnet. Liest man heute die Analyse von Robert Michels, sind Parallelen zur Gegenwart unübersehbar. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“! Werbung: Zum Tag der progressiven Wirtschaftspolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung geht es hier entlang: fes.de/lnk/tpw25 Literatur: Robert Michels: Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens, Alfred Kröner Verlag. Hinweise/Veranstaltungen: Ole war in der neuen Nachrichtensendung von Sibylle Berg und Martin Sonneborn zu Gast: https://youtu.be/YnI7pqVZ9d0?si=WZ0cAFHP7M2K7olS Wolfgang ist am 25.2. in Berlin bei der Böckler-Stiftung: https://www.boeckler.de/de/aktuelle-veranstaltungen-2718-gleichstellungsforum-2025-zeit-fuer-weiterbildung-62127.htm Und am 12.3. ist Wolfgang in Berlin im Brecht-Haus: https://lfbrecht.de/events/2025-03-12/
19 Minuten
Wohlstand für Alle In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über eine aktuelle Entwicklung: Donald Trump ist dabei, den Freihandel abzuwickeln, indem er sogar wirtschaftlichen und politischen Partnerländern mit Zöllen droht. Für die Weltwirtschaft sind das schlechte Aussichten. Die EU könnte sich nun dezidiert für den Freihandel aussprechen, jedoch geschieht eher das Gegenteil.Die Publikumsfragen betreffen dieses mal die Stärken und Mängel der Linkspartei, die Enshittification von Online-Plattformen, die Literaturtrends der Gegenwart. Außerdem: Was, wenn man die Chance hat, als Rentierkapitalist zu leben? Welche Aufstiegsoptionen sollte man seinen Kindern ermöglichen? Ist das Kapital wirklich ein scheues Reh? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar. Disclaimer: Diese Folge wurde vor den jüngsten geopolitischen Entwicklungen aufgezeichnet. Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
58 Minuten
Wohlstand für Alle Friedrich Merz nimmt nach 20 Jahren erneut einen Anlauf, um Kanzler zu werden. Seine einstige Rivalin, Angela Merkel, ist im Ruhestand und kommentiert nur noch von der Seitenlinie. Jetzt soll das Erbe Merkels abgewickelt werden. Das zeigt sich besonders an der Neuausrichtung in Sachen Migration. Der Rechtsruck vollzieht sich aber auch im wirtschaftspolitischen Programm: Die CDU/CSU plant die nächste neoliberale Wende. Die Reichen sollen entlastet, die Unternehmenssteuer soll gesenkt werden, der Soli soll fallen, eine Vermögenssteuer lehnt die Union ab und die Arbeitszeiten will man flexibilisieren. Darüber hinaus will die Union an der Schuldenbremse festhalten, weshalb sich die Frage stellt: Wie will die Partei die Steuerentlastung in Höhe von 100 Milliarden Euro finanzieren? Kommt am Ende doch eine Mehrwertsteuererhöhung? In der neuen Folge von "Wohlstand für Alle" analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das Wahlprogramm der CDU. WERBUNG: Wir empfehlen euch das neue linke Wirtschaftsmagazin SURPLUS! Auf surplusmagazin.de/wfa könnt ihr 7 Tage lang kostenlos reinlesen. Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about
57 Minuten
Wohlstand für Alle Wer weniger als 85.000 Euro brutto im Jahr verdient, soll von der Steuerpolitik der Linken profitieren. Die Partei, die mit Heidi Reichinnek, Ines Schwerdtner und Jan van Aken neue Gesichter an der Spitze präsentiert, nachdem sich Sahra Wagenknecht selbständig gemacht hat, stellt ihr Wahlprogramm unter das Motto „Du verdienst mehr“. Dies gilt jedoch nicht für die oberen zehn Prozent und schon gar nicht für Multi-Millionäre oder gar Milliardäre. Die Linke spricht sich für einen höheren Steuersatz für Spitzenverdiener aus, außerdem soll die Vermögenssteuer wieder eingesetzt und die Erbschaftssteuer deutlich angehoben werden. Neben Umverteilung ist das Klima ein wichtiges Thema der Partei: Der Staat soll nicht bloß mehr investieren, sondern auch direkt in die Autonomie der Unternehmen eingreifen, um die Produktion umzustellen. Und nicht zuletzt die Modern Monetary Theory ist ein wichtiges Fundament für die linke Politik, die sogar die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank infrage stellt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das Wahlprogramm der Linkspartei. WERBUNG: Zum Podcast "Armutszeugnis" geht es hier entlang: https://armutszeugnis.podigee.io/
59 Minuten
Wohlstand für Alle Das Bündnis Sahra Wagenknecht ist angetreten, um einen echten Politikwechsel herbeizuführen. Die Namensgeberin hatte sich von der Partei die Linke abgespalten, um einen anderen Weg einzuschlagen. Einst wurde Wagenknecht populär durch ihre Kritik am Hartz-IV-Regime und der Agenda 2010, davon ist jetzt, wie ein Blick in das Wahlprogramm des BSW verrät, nur noch wenig geblieben. Zwar tritt man durchaus für sozialdemokratische Anliegen ein, etwa möchte man den Mindestlohn bei 15 Euro sehen, oft jedoch sind die Forderungen wesentlich zaghafter als die von SPD, Grünen oder Linken. Einen eigenen Weg schlägt man nur im Hinblick auf Geopolitik und Frieden ein, während man sonst vor allem konservative bis rechte Ansichten zur Migration in die eigene Programmatik integriert. Das vielleicht größte Problem an der neuen Partei aber ist vor allem die starke Orientierung am Ordoliberalismus, dessen Ideale man nun ins 21. Jahrhundert überführen will. Dass die sogenannte soziale Marktwirtschaft kein linkes Projekt war, wird geflissentlich ignoriert. So gleicht man mitunter mehr der FDP, als es einer linken Partei lieb sein kann, und verkennt die Klassengegensätze insofern, als man auf ein nationales Wir setzt, das eigentlich aber eine Fiktion ist. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das Wahlprogramm des BSW. WERBUNG: Mit dem Code “NDFÜRALLE” könnt ihr einen Monat lang das nd in der App kostenlos lesen. Einlösbar ist der Code bis zum 28.02.2025 unter dasnd.de/digitallesen! Veranstaltungen: Zu unserem Auftritt mit Jean-Philippe Kindler geht es hier entlang: https://www.eventim.de/event/jean-philippe-kindler-kindler-stoesst-an-werk7-theater-19053029/
20 Minuten
WfA-Literatur Der noch junge Karl Marx zeigt sich in seinen „Ökonomisch-Philosophischen Manuskripten“ aus dem Jahr 1844 begeistert von einem relativ unbekannten Stück William Shakespeares: „Timon von Athen“ („Timon of Athens“), etwa um 1605 entstanden, gehört nicht zum Kanon wie viele andere Dramen des Engländers, was durchaus literarische Gründe hat. Ökonomisch ist die Tragödie, die im antiken Griechenland spielt, jedoch hochinteressant, da hier das Wesen des Geldes ergründet wird – was nicht zuletzt Marx faszinierte. Es ist ein Lehrstück beinahe wie bei Bertolt Brecht: Timon ist ein reicher Mann, der nahezu jeden Abend rauschende Feste gibt und viele vermeintliche Freunde um sich schart, die er mit Geschenken überhäuft. Auch die Dichter, Maler und Philosophen erscheinen, wenn er ruft. Als Timon jedoch zahlungsunfähig wird und seine Freunde um finanzielle Hilfe bittet, verlassen sie ihn allesamt. Einsam zieht sich der Menschenfreund in den Wald zurück und wird dort zu einem unerbittlichen Misanthropen, der der Menschheit nur noch den Untergang wünscht. Was erzählt uns Shakespeare über die Macht und Ohnmacht des Geldes? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur! Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Apple Podcasts, Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/wohlstand-f%C3%BCr-alle/id1476402723 Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about