Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Agilität Unplugged – echte Fälle, echte Menschen Podcast
Agilität Unplugged – echte Fälle, echte Menschen

Agilität Unplugged – echte Fälle, echte Menschen

Wilma Klaasen-van Husen, Fabian Schwarz 16 Episoden Neueste vor 1 Woche
Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Teilen Kommentare Alle Episoden anzeigen
#0 Wer sind Wilma und Fabian? Und warum Agilität Unplugged?
08. Oktober 2025

Episoden

45 Minuten
In dieser Folge landet die Change-Fibel im Mülleimer. Wörtlich. Fabian bringt einen Fall mit, den er selbst begleitet hat – als Storytelling-Lehrer, nicht als Coach. Eine Führungskraft, 15 Jahre Erfahrung, sitzt mit ihren sechs Direct Reports im Workshop. Über ihnen: ein Change-Programm, das die Konzernleitung ausgerollt hat. 85 Seiten. Ringbindung. Trauerkurve inklusive. Neben ihnen: sechs andere Businessbereiche, die brav die Meilensteine abarbeiten. Sie macht etwas anderes. Sie macht sich zuerst nackig vor ihrem Team. Sagt ehrlich, was sie aus früheren Change-Projekten mitgenommen hat – auch das, was man in Unternehmenskommunikation eher nicht sagt: dass ein erfolgreiches Change-Projekt auf dem Lebenslauf 15 bis 25 Prozent Gehalt wert ist. Dass jede Revolution ihre Kinder frisst. Dass sie am Ende gehen wird. Und dann baut sie zusammen mit ihrem Team ein »Phoenix aus der Asche«-Narrativ. Streicht rigoros die Kaskaden-Meetings aus dem Kalender. Sagt der Nachbar-Führungskraft, die sie darauf anspricht: »Kann mich doch keiner zwingen, dazusitzen. Ich soll hier einen Change von A nach Z bringen.« Radikaler Fokus. Vertrauensvorschuss. Meet the people half a step ahead – nicht das ganze Buch abarbeiten, sondern schauen, wo die Leute stehen. Sechs Monate später ist ihre Abteilung eine der wenigen, die alle Fälle im Trockenen hat. Echt grün, nicht Wassermelonen-grün. Und die Organisation schickt jemanden hinein, der analysiert, warum es geklappt hat. Wilma legt aus HR-Sicht offen, wo im Mittelstand die Systemvoraussetzungen fehlen: keine Freiheitsgrade, kein Mandat, Führung als »Sachbearbeitung+«, wie schon in Folge 9. Sie hält ein Plädoyer für Theorien, die man mit Leben füllt statt sie herunter zu beten – und bringt einen Satz mit, der bleibt: »Wir haben kein Führungsdefizit. Wir haben ein Umsetzungsdefizit.« Fabian übersetzt das in die Systemfrage: Wie bauen wir Strukturen, in denen Verantwortung möglich wird – statt Prozessblockaden, die entmachten? Warum trauen wir Menschen zu, im Verein 40 Kinder ins Ferienlager zu bringen, aber im Unternehmen nichts mehr eigenständig zu entscheiden? Was diese Folge zeigt: Gute Führung ist keine Solonummer. Sie entsteht, wenn ein Team Vertrauen bekommt, wenn radikaler Fokus erlaubt ist, wenn Angebote statt Zwang gemacht werden – und wenn HR die eigene Fibel als Handreichung versteht, nicht als Bonus-relevante Compliance-Übung. Am Ende bleibt die Kernfrage: Bauen wir Systeme, die gute Führung ermöglichen – oder verbrennen wir Führungskräfte in der Pufferzone zwischen Team und Top? Hör rein. Und schreib uns in die Kommentare: Wer von euch war ein Jahr dabei? Alle zwölf Folgen? Wir sind gespannt.
22 Minuten
In dieser Folge sitzen Wilma und Fabian nicht im Studio, sondern gedanklich mit einem kalten Getränk am Pool – und trotzdem wird es hitzig. Denn Fabian hat Wilma bei ihrem Auftaktessen dieses Jahr ins Wort gefallen: „Stellenausschreibungen? Schnee von gestern. Das macht doch alles die KI." Wilma war anderer Meinung. Und weil das eine unbeendete Diskussion war, holen sie sie jetzt nach – öffentlich, direkt, unplugged. Der Fall: Ein Kunde von Wilma sucht eine Leitung Immobilienverwaltung. Die Stelle war schon einmal besetzt, die Person passte – und ist trotzdem in der Frühfluktuation abgesprungen. Der Grund: Die Realität der Stelle war eine andere als das, was in der Ausschreibung stand. Die Fachabteilung wusste ganz genau, wen sie brauchte. Sie konnte es nur nicht transportieren. Fabian bringt seine These mit: KI kann das doch. Prompt rein, Ausschreibung raus, fertig. Wilma zeigt, wo diese Rechnung schiefgeht. Warum Large Language Models Wahrscheinlichkeitsbäume abbilden und deshalb generalistische Texte ausspucken. Warum breite Ausschreibungen mehr Arbeit und schlechtere Bewerber:innen bringen (mit höheren Gehaltsvorstellungen). Und warum ihr Konzept der Candidate Persona aus dem Marketing im Recruiting so viel besser funktioniert als jeder Standard-Prompt. Du erfährst, wie Wilma statt Standardaufgabe „fachliche und disziplinarische Führung" konkret formuliert: „Steuerung von rund 56 parallelen Projekten unterschiedlicher Größenordnung unter Einhaltung des Vergaberechts." Wie sie im Vorgespräch Führungskräfte frei reden lässt, ein Transkript mitlaufen lässt und kritische Fragen einbaut – bis hin zu „Wo ist Frust in der Stelle?". Warum KI danach zum kreativen Begleiter wird, wenn wir sie richtig füttern. Und warum ihr Kunde am Ende die richtige Person gefunden hat, die bis heute in Amt und Würden ist. Fabian macht den Gegenschnitt in Richtung Kahnemann und den KI-Slop, den unser Gehirn zu schnell durchwinkt. Und er wirft am Ende noch einen Curveball: Was, wenn der 56-jährige Firmenchef auf den Tisch haut und sagt: „Am Ende muss ich mit den Leuten reden."? Wilmas Antwort auf diesen Einwand ist der Satz, der das ganze Sommerspecial trägt. Hol dir ein kaltes Getränk, leg die Füße hoch – und hör rein, warum KI im Recruiting nicht die Lösung ist, sondern erst dann Mehrwert bringt, wenn wir wissen, wen wir eigentlich suchen.
44 Minuten
In dieser Folge blickt Wilma auf eine Mitarbeiterin, die zwei Mal überrascht hat: Rita, die schon vor Corona ein Homeoffice-Angebot abgelehnt hatte — weil ihr der Kontakt zum Team wichtig war. Jahre später, mit Kind und langem Anfahrtsweg, sitzt sie plötzlich auf der anderen Seite: Bitte nicht zurück ins Büro. Und die Geschäftsführung? Die trommelt zum Return to Office. Basta. Was klingt wie ein Bauchgefühl-Fall, entpuppt sich als True-Crime-Ermittlung an einem Systemfehler: Führung hat Anwesenheit jahrzehntelang mit Wirkung gleichgesetzt. Anwesenheit = Leistung?! Wer das Licht anmachte, wurde befördert. Wer im Homeoffice performte, blieb unter dem Radar. Und jetzt, wo sich die Studienlage endlich klar zeigt, was wirklich zählt. Kommt jetzt die Rolle rückwärts? Wilma und Fabian nehmen das Beweisstück auseinander: Warum ordnen Chef:innen RTO an, wenn Zahlen dagegen sprechen? Wo liegt der berühmte Kipppunkt der Fraunhofer-Studie — und was passiert bei zwei Homeoffice-Tagen pro Woche mit Kündigungsquoten, High-Performern und Frauen? Was macht Coffee Badging mit einer Kultur, in der Präsenz zur Bühne wird? Und wie viel Silo darf Homeoffice erzeugen, bevor Innovation verhungert? Fabian durchdringt den Fall mit agilem Spürsinn: Nähe braucht Agilität, aber nicht zwingend räumliche Nähe. Motivierte Menschen, klare Ziele, Co-Creation des Arbeitsmodus im Team — statt One-fits-all-Verordnung von oben. Wilma legt das Job Demands-Resources-Modell über den Fall: Autonomie und Flexibilität sind Ressourcen, Pendeln und Kontrolle sind Anforderungen. Kippt das Verhältnis, kippen die Menschen. Der wahre Skandal ist nicht das Büro. Der wahre Skandal ist ein Führungsverständnis, das Kontrolle für Steuerung hält und Sichtbarkeit für Leistung. Wer Leistung wirklich messen will, muss zuerst definieren, was Wirkung überhaupt heißt. Ein Fall, der weit über das Büro hinausreicht — und dich nach dieser Folge anders auf jede Return-to-Office-Ansage schauen lässt. Hör rein: Rita ist eine von vielen, und ihr Fall ist der Anfang einer viel größeren Frage.
55 Minuten
In dieser Folge nimmt Fabian dich mit in ein wöchentliches Leadership-Meeting. Mittwoch, 16 Uhr, 34 Grad, die Luft zum Schneiden – und ein Bereich mit 120 Menschen soll entscheiden, ob eine neue Software eingeführt wird. Was Fabian als Senior Coach beobachtet, klingt zuerst harmlos: Mal steht die externe Anbietersuche auf der Agenda, mal taucht plötzlich eine Inhouse-Lösung auf – die Excel-Tabelle von „Findus". Zwei Wochen später ist die Longlist wieder da, dann die Shortlist, dann fragt jemand: „Wollten wir das nicht eigentlich intern machen?" Niemand nimmt den Schritt zurück. Niemand fragt: Für welchen Weg haben wir uns entschieden? Erst hinter den Kulissen wird klar, was wirklich läuft. Zwei hohe Management-Personen mit gegenläufigen Agenden: die eine kostenorientiert und für die schlanke Excel-Lösung, die andere mit einem alten Wunsch nach einer großen Projektmanagement-Software – und dem Gefühl von Kontrolle, das daran hängt. Ein Entscheidungsvakuum, in dem beide Lösungen parallel weiterlaufen und massenhaft Ressourcen binden. Wilma und Fabian dröseln auf, warum das kein Einzelfall ist. Sie sprechen über das Mülleimer-Modell (Garbage Can), das zeigt: Sobald du eine Entscheidungsgelegenheit schaffst, wird auch entschieden – egal, ob das Problem dazu passt. Sie fragen mit Daniel Kahneman, warum unser Gehirn im Energiesparmodus die schnelle, einfache Lösung liebt. Und sie schauen sich mit den Decision Hats von Karen Schmidt und Frank Habermann an, welche Rollen es für eine gute Entscheidung eigentlich braucht – und was passiert, wenn die Entscheider gar nicht im Raum sitzen. Dazu kommt ein Gedanke, der hängen bleibt: Klarheit kostet manchmal Minuten. Unklarheit kostet Monate. Und ein herrlich einfaches Bild aus dem Alltag – ist deine Entscheidung eher Nägellackieren, ein Haarschnitt oder ein Tattoo? Ehrliche Fälle, echte Menschen, echte Reflexion – und die unbequeme These: Vielleicht gibt es die beste Entscheidung gar nicht. Aber es gibt gute Entscheidungsprozesse. Hör rein und frag dich am Ende selbst: Wer sitzt eigentlich in deinen Meetings – und wer entscheidet da wirklich?
37 Minuten
In dieser Folge beginnt alles mit einem scheinbar harmlosen Satz in der Kantine: „Frau Klaassen-van Husen, was machen Sie eigentlich noch?“ Wilma hat in einem traditionsreichen Maschinenbauunternehmen ein HR-Team aufgebaut, das plötzlich läuft: Die Mitarbeitenden übernehmen Verantwortung, bringen eigene Ideen ein und halten den Laden operativ stabil. Während sie innerlich stolz ist, wirkt es nach außen so, als wäre sie überflüssig geworden – eine Führungskraft ohne sichtbare Führung. Gemeinsam mit Fabian rollt sie diesen Moment als True-Crime-Fall für Führungskultur auf. Was passiert, wenn Empowerment-Führung auf ein klassisches Command-&-Control-Bild trifft? Wie fühlt es sich an, als „Sachbearbeiter:in plus“ in der Sandwichposition zwischen Team und Geschäftsführung zu stehen? Und was bedeutet es eigentlich, Vorgesetzte zu führen – nicht nur Mitarbeitende? Die beiden sprechen über dienende Führung (Servant Leadership), psychologische Sicherheit und die unsichtbare Beziehungsarbeit, die gute Führung heute leisten muss. Fabian verbindet den Fall mit Modellen wie Lencionis „Five Dysfunctions of a Team“, Erin Meyers „The Culture Map“, Amy Edmondsons Konzept psychologischer Sicherheit und Simon Sineks „Performance vs. Trust“ aus der Arbeit mit Navy-SEAL-Teams. Dabei wird klar: Führung ist im 21. Jahrhundert weit mehr als operatives Abarbeiten. Sie ist die Arbeit an Beziehungsnetzwerken, an Vertrauen, an der Frage, ob Ideen aus Teams tatsächlich umgesetzt werden – Stichwort Idea Implementation Rate. Genau diese Arbeit bleibt oft unsichtbar, solange sie gut funktioniert. Wenn du wissen willst, wie du als Führungskraft zwischen Empowerment und Hierarchie navigieren kannst – und wie du deine unsichtbare Führungsleistung nach oben sichtbar machst –, dann hör rein in „Die beste Führung ist unsichtbar. Führung zwischen Empowerment und Hierarchie.“ Am Ende gibt es außerdem einen Ausblick auf die nächste Folge: Entscheidungsfindung in Organisationen – und warum Unternehmen am Ende die Summe ihrer Entscheidungen sind.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Euer Podcast rund um Agilität, Organisationsentwicklung und echte Praxisgeschichten. In Agilität Unplugged ziehen Wilma Klassen-van Husen und Fabian Schwarz den Stecker aus dem Grundrauschen moderner Organisationen. Statt Buzzwords, Framework-Schlachten oder Lehrbuchwissen gibt’s bei ihnen echte Geschichten aus der Praxis von Teamcoaches, Organisationsentwickler:innen und Führungskräften – ehrlich, ungefiltert, unplugged. Jede Folge widmet sich einem realen Fall, den Wilma und Fabian aus ihrer Arbeit mit Teams und Führungskräften kennen. Gemeinsam rätseln sie, wie man den Knoten lösen könnte – fast wie in einem True-Crime-Podcast, nur eben über Organisationsdynamiken. Dabei teilen sie konkrete Tools, Methoden und Denkansätze aus Agilität, HR, Coaching, Organisationsentwicklung und Management 3.0 – immer mit einem Augenzwinkern, einer Prise Selbstreflexion und echtem Bezug zur Realität. Alle besprochenen Methoden und Materialien findet ihr in den Shownotes. Eine neue Folge erscheint einmal im Monat. Hier erreichst du uns: [https://kvh-consulting.com/podcast/](https://kvh-consulting.com/podcast/) Oder hier: [Wilma auf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/kvh-consulting/) [Fabian auf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/fabian-schwarz-256ab3169/) Unser Podcast auf einem Blick [https://agilitaet-unplugged.podigee.io/](https://agilitaet-unplugged.podigee.io/)
Podcast melden

„Agilität Unplugged – echte Fälle, echte Menschen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz