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Für Laib und Leben Archiv

36 Episoden
55 Minuten
In dieser Folge nimmt Ronny euch mit in genau diese Augenblicke, die von außen unscheinbar wirken – aber innen alles verschieben. Dieser Moment, in dem du zum ersten Mal merkst: Ich kann das. Ich kann etwas schaffen. Ich kann etwas bewirken. Und genau darum geht’s heute: Selbstwirksamkeit – warum sie so entscheidend ist für Mut, Verantwortung und den Wunsch, Dinge wirklich zu gestalten.

Wir sprechen unter anderem darüber:– Was Selbstwirksamkeit eigentlich bedeutet – und warum sie nichts mit „immer erfolgreich sein“ zu tun hat– Die ersten echten Erfolgserlebnisse: wenn man merkt, dass man Teil eines Systems ist und es plötzlich funktioniert– Warum Selbstwirksamkeit vor allem durch Herausforderungen entsteht – nicht durch Theorie– Warum neue Rollen am Anfang oft Unsicherheit auslösen („bloß nicht auffallen“) – und warum das normal ist– Was das mit Führung zu tun hat: Wie wir Rahmen schaffen, in denen Menschen erleben können „Ich kann hier wirklich etwas bewegen“

Macher-Moment

Schau heute bewusst zurück und schreib dir drei Dinge auf, die du in letzter Zeit geschafft hast – auch kleine.Ermögliche jemand anderem einen Moment von Selbstwirksamkeit: Gib eine Aufgabe ab, bei der die Person am Ende sagen kann „Das hab ich selbst geschafft.“Gestalte statt nur zu reagieren: Drück einmal die Stopptaste und frag dich, was du jetzt aktiv beeinflussen kannst.

Wenn euch die Folge gefallen hat oder ihr eigene Gedanken dazu habt – schreibt uns gern!

Mail: podcast.fuerlaibundleben@gmail.comInstagram: @fuer_laib_und_leben_der_podcast

Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Brot ohne Hefe, ohne Hände, ohne Geduld

Lea nimmt uns mit nach London ins Jahr 1860: In der Industriestadt wurde Brot teils nicht mit Maschinen oder Händen geknetet, sondern mit den Füßen – schnell, aber hygienisch fragwürdig. Ein Arzt namens John Dauglish wollte das ändern und dachte radikal: Was wäre, wenn Brot gar nicht gären muss? Seine Lösung war „aerated bread“: Teig wurde unter Druck mit gelöstem CO₂ gelockert – in Minuten, ohne Gärzeit. 1862 gründete er die Aerated Bread Company, wurde belächelt – und traf dann einen Nerv: schneller, günstiger, effizienter. Später eröffnete die Firma Tea Rooms, die als erste Orte galten, an denen Frauen allein essen konnten – und wurde zu einer frühen Filialkette, bevor sie 1955 wieder verschwand. Eine Krümelkiste darüber, wie Technik, Zeitgeist und Brot plötzlich ganze Gesellschaften mitprägen.

Danke fürs Zuhören – und wenn euch die Folge geholfen hat, teilt sie gern mit jemandem, der gerade wieder ein kleines „Ich kann das“ gebrauchen kann.
42 Minuten
Folge: Sprichworte und Redewendungen aus dem Backhandwerk – wie Brot unsere Sprache prägt

In dieser Folge wird’s sprachlich – und ein bisschen historisch. Lea nimmt euch mit in eine Welt, die wir alle täglich benutzen, ohne groß darüber nachzudenken: Redewendungen rund ums Brot, Brötchen, Kekse und Co. Woher kommen diese Sprichworte eigentlich, was bedeuten sie wirklich – und warum steckt darin oft mehr Handwerk, Geschichte und Kultur, als man auf den ersten Blick denkt?

Macher-MomentAchtet diese Woche mal bewusst darauf, welche Sprichworte ihr im Alltag so raushaut – im Betrieb, im Kurs, im Freundeskreis. Und wenn euch eins besonders hängen bleibt: googelt kurz den Ursprung. Viele dieser Sätze sind erstaunlich alt, teilweise seit Jahrhunderten aktuell – und plötzlich schaut man ganz anders auf das, was man da eigentlich gerade sagt.

Wenn euch die Folge gefallen hat oder ihr noch mehr Sprichworte aus eurem Handwerks-Alltag habt – schreibt uns gern!

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Warum haben Menschen überhaupt Getreide angebaut?

Ronny wirft mit Lea einen kurzen Blick in eine richtig spannende Frage: Was war der Auslöser für Getreideanbau und Sesshaftigkeit? Es gibt dazu verschiedene Thesen – Brot, Bier oder sogar geröstete Körner („Popcorn“) als Motor. Und das Spannende: Wahrscheinlich war’s nicht entweder/oder, sondern ein Mix aus Bedarf, Klima, Ritualen, Gemeinschaft und ganz praktischer Ernährungssicherung.

Danke fürs Zuhören – und bis dahin gilt: Lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmen.
1 Stunde 1 Minute
In dieser Folge wird’s ehrlich – und ein bisschen provokant. Ronny nimmt euch mit in eine Erfahrung, die viele kennen, aber kaum jemand ausspricht: Du arbeitest jahrelang auf ein großes Ziel hin, erreichst es – und trotzdem kommt danach nicht das „Ankommen“, sondern erstmal Leere. Genau von dort aus schauen wir gemeinsam auf die Frage: Sind Ziele wirklich das, was uns dauerhaft trägt? Oder brauchen wir als Menschen, Teams und Betriebe etwas anderes?

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Warum Ziele oft ein stilles Versprechen in sich tragen („Wenn ich das geschafft habe, dann…“) – und warum das manchmal kippt– Wie Ziele unser Denken verengen können (geschafft/nicht geschafft) und was das mit Motivation macht– Warum gute Führung nicht nur „neue Ziele“ ausgibt, sondern an Routinen, Kultur und einem gesunden Alltagssystem arbeitet– Woran man merkt, dass man gerade mehr rettet als gestaltet – und warum das auf Dauer müde macht– Was Menschen langfristig wirklich trägt: Sinn, passende Aufgaben und ein System, in dem man gern arbeitet

Macher-Moment

Schau nicht als Erstes aufs nächste Ziel, sondern auf dein System: Wo kostet dich dein Alltag unnötig Energie – und welche eine kleine Stellschraube würde ihn leichter machen?

Prüf Sinn statt Motivation: Wobei vergisst du Zeit – und arbeiten die Menschen bei dir für ein Ziel oder für etwas, hinter dem sie wirklich stehen?

Hör auf zu retten, fang an zu bauen: Wo hältst du etwas nur mit mehr Stunden und Druck am Laufen – und was müsstest du einmal konsequent verändern, damit es danach leichter wird?

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste (von Lea) – Warum Bäckereien und Brauereien früher so oft „zusammengehört“ haben

Lea erzählt, warum Bäckereien und Brauereien historisch häufig eng beieinander waren: Beim Brauen fällt Hefe an, die abgeschöpft werden konnte – und für Brotteige Gold wert war. Dazu kommt die Grundverwandtschaft: ähnliche Rohstoffe, ähnliche Prozesse, ähnliche Logik. Zwei Handwerke, die sich gegenseitig geholfen haben – lange bevor man das „Synergie“ genannt hat.

Danke fürs Zuhören – und wenn euch die Folge geholfen hat, teilt sie gern mit jemandem, der gerade dem nächsten Ziel hinterherrennt.
46 Minuten
In dieser Folge führt Lea durch ein Thema, das uns alle betrifft: Warum das Handwerk oft noch mit alten Bildern verbunden wird – „hart“, „früh“, „wenig Geld“ – obwohl die Realität so viel mehr ist. Wir sprechen darüber, woher dieses Image kommt, was es mit Nachwuchs und Selbstbewusstsein macht und was wir konkret tun können, um das zu drehen.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Woher das Imageproblem kommt: Klischees, fehlende Sichtbarkeit und zu wenig eigene Geschichten nach außen

– Warum Handwerk Zukunft ist: Sinn, Regionalität, Qualität – und echte Gestaltungsmöglichkeiten

– Was sich ändern muss: moderne Ausbildung zeigen, Vorbilder sichtbar machen, mehr Stolz auf Leistung und Haltung

– Der Schlüssel: Wir müssen unser Handwerk selbst erzählen – ehrlich, modern und nahbar

Macher-Moment

Such dir diese Woche ganz bewusst ein handwerkliches Produkt oder eine handwerkliche Dienstleistung aus deiner Region – und geh ins Gespräch. Frag nach: Warum liebst du deinen Beruf? Was ist das Schwerste – und was das Schönste? Du wirst überrascht sein, wie viel Können, Stolz und Leidenschaft da drinsteckt.

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste (von Ronny) – Brottaxe, Brotpreis und Bierprüfer

Ronny nimmt euch mit in eine Zeit, in der Brot so wichtig war, dass es reguliert wurde: Die Brottaxe regelte, dass Brot bezahlbar bleibt – nicht über den Preis, sondern über das Gewicht, das je nach Getreidekosten angepasst wurde. Kontrolliert wurde das Ganze durch offizielle Prüfer, und rund um diese Kontrollen gibt es einige herrlich bildhafte Anekdoten, die zeigen, welchen Stellenwert Brot damals hatte.

Danke fürs Zuhören – und vielleicht ist genau das der Anfang: ein bisschen weniger Handwerk kleinreden und ein bisschen mehr zeigen, was wir jeden Tag möglich machen.
57 Minuten
Kennst du diesen Gedanken: „Das sag ich jetzt lieber nicht“? In dieser Folge nimmt Ronny euch genau da mit rein. Warum fällt uns Offenheit so schwer – gerade im Handwerk, in Kursen, im Team? Und was passiert, wenn wir weniger Angst davor haben, Dinge zu teilen?

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Warum wir Wissen manchmal zurückhalten: Angst vor Kopie, Austauschbarkeit, Kontrollverlust

– Kurzfristiger Vorsprung vs. langfristiger Gewinn: Lernen, Perspektiven, Netzwerk, gemeinsames Wachstum

– Warum du nicht „kopierbar“ bist: nicht die Idee ist das Entscheidende, sondern Haltung, Erfahrung und Handschrift

– Offenheit als Führungsaufgabe: Sicherheit geben, Wissen weitergeben, Abhängigkeiten vermeiden, Talente wachsen lassen

– Vergleich & Perfektion: warum Social Media Druck macht – und warum mehr Menschlichkeit und „Unfertiges“ so wichtig sind

– Was Offenheit auslöst: Mut, Vertrauen, Entwicklung und echtes Miteinander

Macher-Moment

Schau ehrlich hin: Wo hältst du Dinge zurück – und warum? Welche Angst steckt dahinter?

Mach dir bewusst, was dich ausmacht: deine Art zu denken, zu führen, zu entscheiden. Das kann niemand kopieren.

Geh einen kleinen Schritt: Teile eine Idee, einen Gedanken oder eine Erfahrung – und beobachte, was dadurch in Bewegung kommt.

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Woher kommt eigentlich der Hamburger?

Lea geht mit euch zurück nach Hamburg: Im 19. Jahrhundert war dort das „Hamburg Steak“ bekannt – fein gehacktes Rindfleisch, praktisch und schnell im Hafenumfeld. Über Auswanderer und Hafenrestaurants tauchte es später auch in den USA auf. Der große Gamechanger war dann die Idee „Fleisch + Brot“ – ohne Besteck, perfekt für unterwegs. Wer ihn „erfunden“ hat, lässt sich nicht auf einen Namen festnageln: Verschiedene Orte erzählen ihre Version. Sicher ist nur: Der Hamburger entstand Schritt für Schritt – und wurde irgendwann vom Arbeiteressen zum Kultobjekt mit unendlich vielen Varianten.

Danke fürs Zuhören – und wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns über eure Bewertung, euer Abo oder das Teilen mit Menschen, denen dieser Podcast gefallen könnte.
55 Minuten
In dieser Folge führt Lea durch eine Frage, die ihr oft gestellt wird: Braucht es Instagram & Co. wirklich – oder frisst das nur Zeit? Es geht um Sichtbarkeit, Nachwuchs, Kundennähe und Authentizität, aber auch um Zweifel, Einwände und den ganz praktischen Start.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Typische Einwände („zu alt“, „keine Zeit“, „was soll ich posten?“) vs. echte Herausforderungen (Sichtbarkeit, Nachwuchs, Fachkräfte) – und warum Social Media hier hilft.

– Wofür Social Media taugt: täglicher „Tag der offenen Tür“, Vertrauen aufbauen, Herstellungsprozesse zeigen, auch Pannen zulassen – Authentizität schlägt Perfektion.

– Nachwuchs gewinnen: Einblick ins Team, Werte und Produkte – warum junge Menschen erst online prüfen, ob sie zu euch passen.

– Low-Budget-Marketing mit Wirkung: organisch Reichweite aufbauen, Beiträge bei Bedarf gezielt bewerben.

– Content-Ideen für den Start: Team vorstellen, einzelne Herstellungsschritte, kurze Umfragen, Vorher-/Nachher, Einblicke in Backstube/Verkauf.

Diesmal gibt’s im Macher-Moment eine Starthilfe von Lea – so legt ihr los:

Plattform wählen & klein anfangen

Authentisch statt perfekt – echte Situationen zeigen, keine Kunstwelt inszenieren.

Workflow etablieren – Handy griffbereit, kurze Clips, einfach schneiden.

Verantwortung verteilen – z. B. eine motivierte Person/Azubi einbinden.

Rhythmus festlegen – z. B. 2 Stories/Woche + 1 Reel/Beitrag; Kundschaft darauf hinweisen.

Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Das verhexte Brot: Antoniusfeuer & Mutterkorn

Im Mittelalter hielt man brennende Schmerzen, Krämpfe und Halluzinationen oft für Hexerei – heute wissen wir: dahinter steckte unter anderem der Pilz Mutterkorn (Claviceps purpurea), der beim Verzehr schwere Vergiftungen („Antoniusfeuer“) auslöste. Die Angst prägte ganze Regionen, erst viel später wurde die Ursache erkannt; moderne Sorten und Mühlentechnik machen das Risiko heute praktisch null.

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48 Minuten
In dieser Folge führt Ronny durch ein Thema aus dem Herzen des Handwerks: Zeit. Was beim Reifenlassen entsteht – Aroma, Bekömmlichkeit, Tiefe – gilt auch für unsere Arbeit und Entscheidungen. Ohne Atempausen verlieren wir Leichtigkeit und Kreativität; mit Raum und Ruhe entstehen Klarheit, Qualität und Mut.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Woran du erkennst, dass Tempo Qualität frisst – und wann Verlangsamen Ergebnisse verbessert– Pausen als Werkzeug: Ideen „liegen lassen“ statt Dauer-Input und Aktionismus– Grenzen setzen: kleine Zeit-Inseln, fokussierte Slots, bewusste Unterbrechungen– Leichtigkeit ohne schlechtes Gewissen: produktiv ≠ verkrampft– Beispiele aus Kurs, Projekten und Alltag: wo Zeit den Unterschied gemacht hat

Macher-Moment

Nimm dir jeden Tag zehn Minuten nur für dich und tu in dieser Zeit bewusst nichts. In der Stille bekommen Gedanken Raum und Ideen können zu Ende gedacht werden.

Wenn vieles gleichzeitig auf dich einprasselt, drück die Stopptaste. Frag dich, ob du nur noch reagierst – und was du jetzt aktiv und bewusst tun willst.

Hab kein schlechtes Gewissen, wenn du einmal nichts tust. Nutze diese Zeit und genieße sie.

Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste (von Lea) – Schimmelbrot & Spinnweben als „Medizin“

Historisch wurde in Teilen Europas – u. a. in Polen – geschimmeltes Brot mit Spinnweben auf Wunden gelegt. Aus heutiger Sicht nachvollziehbar: Schimmelpilze der Gattung Penicillium können Stoffe bilden, die Bakterien hemmen; Spinnweben saugen Feuchtigkeit und wirken wie eine improvisierte Kompresse. Klingt skurril, hat aber einen plausiblen Kern.

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Danke fürs Zuhören – und wenn ihr mögt, teilt die Folge mit Menschen, die gerade ein bisschen „Teigruhe“ gut gebrauchen können.
50 Minuten
Lea nimmt euch mit in ihre wohl schwerste Prüfungssituation – die praktische Gesellenprüfung zur Konditorin – und erzählt offen, wie sich Prüfungsangst anfühlt und was damals geholfen hätte. Von Bauchkribbeln, Blackout-Gefahr und dem ewigen „Muffensausen“ vor Auftritten – bis hin zu Strategien, die heute wirklich tragen. Es geht darum, Prüfungsangst zu verstehen, sie einzuordnen und mit konkreten Routinen vor, während und nach der Prüfung handhabbar zu machen.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Was Prüfungsangst ist: Körperreaktionen, Gedankenmuster, erlernte Trigger und Leistungsdruck

– Wer besonders gefährdet ist – und warum das veränderbar ist

– Der Macher-Moment: Vorbereitung in kleinen Einheiten, Simulation, Routinen, Visualisierung

– Perspektive als Prüferin

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Der Bäcker, der die Titanic überlebte

Ronny erzählt die unglaubliche Geschichte von Charles Joughin, dem Chefbäcker der Titanic: Brot für die Rettungsboote, Deckstühle als Schwimmhilfe, zwei Stunden im Eismeer – und am Ende gerettet.

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1 Stunde 4 Minuten
Diesmal führt Ronny durch ein Thema, das ihn seit Jahren begleitet: Veränderung. Vom Meisterkurs über Rollenwechsel bis hin zum Kombimeister-Modell – was zuerst anstrengend wirkt, wird mit Klarheit und Ausdauer zur echten Chance. Es geht darum, Routinen zu prüfen, Ballast loszulassen und Menschen auf dem Weg mitzunehmen.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Woran du erkennst, dass Veränderung fällig ist – und wie du Widerstand einordnest

– Tradition bewahren, ohne stehenzubleiben: was bleiben darf, was gehen muss

– Führung in Bewegung: Klarheit geben, loslassen, Beteiligung ermöglichen

– Kleine Experimente statt Perfektion: lernen, korrigieren, weitermachen

– Macher-Moment: drei Mini-Schritte für die nächste Woche

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Popcorn

Lea schaut auf die lange Geschichte eines kleinen Knalls: Popcorn ist tausende Jahre alt – und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts mit der Maschine von Charles Cretors zum Massensnack. Der Trick dahinter: Im Korn wird Wasser zu Dampf, der Druck sprengt die Schale, die Stärke „flippt“ nach außen. Poppen können vor allem spezielle Maissorten; im Kino ist Popcorn beliebt, weil es sich gut teilen lässt und leise gegessen werden kann.
1 Stunde 3 Minuten
Weihnachtsspecial – Teil 2: Jahresrückblick, Lussekatter und Macher-Moment

Der zweite Teil unseres Weihnachtsspecials: Nach dem Duell in Teil 1 geht es heute um die leisen, persönlichen Momente, ein ehrlicher Jahresrückblick, Leas Krümelkiste zu Lussekatter und ein Macher-Moment fürs Jahresende.

Wir sprechen unter anderem darüber:– Größter Weihnachts-Fail, das Gebäck, bei dem wir uns immer überessen – plus persönliche Einblicke in unsere eigenen Weihnachten– Jahresrückblick 2025: unsere größten Herausforderungen, Erfolge und was uns 2026 erwartet

Macher-MomentZum Jahresende ein kurzer Appell:

Ronny: Mein Appell ist simpel: Verantwortung übernehmen und einmal ehrlich fragen, was ich morgen anders machen kann. Weniger wegschieben, mehr gestalten. Dazu ganz klar der Wunsch im Miteinander: aufeinander zugehen, zuhören. Dazu Dankbarkeit – bewusst wahrnehmen, was gut ist: Menschen, Möglichkeiten, kleine Erfolge. Die Stimmung, die wir in unserem Umfeld erzeugen, prägen wir selbst.

Lea: Und ich lege nach: Mut vor Perfektion. Nicht alles zu Ende denken – anfangen. Herausforderungen annehmen, raus aus der Komfortzone, dranbleiben. Rückschläge gehören dazu, aber sie bestimmen nicht die Richtung. Nimm dir „zwischen den Jahren“ einen ruhigen Moment: Worauf bist du 2025 stolz, was nimmst du mit in 2026?

Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – LussekatterLea erzählt die Geschichte des schwedischen Safrangebäcks rund um den Lucia-Tag: goldgelb durch Safran, in der typischen S-Form geformt, mit Rosinen als „Augen“. Ein Gebäck, das Licht in die dunkelste Zeit bringt – Tradition, Duft und Gemeinschaft in einem.

Wenn euch die Folge gefallen hat oder ihr euren eigenen Jahresrückblick teilen wollt – schreibt uns gern!

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Frohe Weihnachten euch allen – wir hoffen, ihr könnt die Feiertage mit euren Lieben genießen. Bis nächste Woche!
1 Stunde 6 Minuten
Heute gibt’s ein kleines Geschenk: Unsere Weihnachtsspecial-Folge kommt in zwei Teilen – Teil 1 heute, Teil 2 schon nächsten Freitag.

Lea und Ronny sprechen darüber, wie sich Weihnachten im Handwerk wirklich anfühlt: zwischen Plätzchenduft, Produktionsdruck und Momenten, die man trotz allem genießen will. Vom Ladenalltag über Teamrituale bis zu privaten Festtagen – ehrlich, nah dran und mit einem Augenzwinkern. Und natürlich: das große Weihnachtsduell.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Weihnachtsstimmung vs. Weihnachtsstress – Geschenke, Plätzchen, erste Gefühle

– Weihnachten im Handwerk: Produktion, Verkauf, Dankbarkeit und dünne Nerven im Laden

– Leas Blick als Chefin: Personal- und Produktplanung, Verantwortung, kleine Rituale fürs Team

– Weihnachten privat: Kindheit in Bäckerfamilien, Azubi-Jahre, heute mit eigener Familie – was bleibt, was sich verändert

– Das große Weihnachtsduell: Fun Facts, Handwerkswissen und Schätzfragen.

Ein ganz großes Dankeschön gilt Luke Hehn, der uns dieses Weihnachtsduell ausgearbeitet und möglich gemacht hat. Ganz lieben Dank, Luke – mega, es hat uns richtig viel Spaß gemacht.

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Der Ursprung des Stollens

Ronny blickt auf die Geschichte des Stollens: Wie wurde aus einem schlichten Fastengebäck eine der bekanntesten Weihnachtsspezialitäten? Erst ohne Butter, später reichhaltig – mit der typischen „Christkind“-Form unter Puderzucker. In Dresden galten früh strenge Zunftregeln; heute schützt ein EU-Siegel den „Dresdner Christstollen“. Kurz: Tradition, Handwerk – und eine ordentliche Portion Butter.

Danke fürs Zuhören – und weil’s ein Special ist: Nächsten Freitag kommt Teil 2. Bis dahin eine gute Adventswoche und eine schöne Weihnachtszeit mit euren Lieben
43 Minuten
In dieser Folge führt Lea durch ein Thema, das sie persönlich bewegt: Frauen im Handwerk. Es geht um starke Leistung und echten Anspruch – und darum, dass viele trotzdem noch Sprüche einstecken, unterschätzt werden und sich immer wieder Respekt erarbeiten müssen. Wir sprechen über den Unterschied zwischen Anerkennung und Anreden, über Grenzen, Haltung und darüber, was Betriebe wie auch jede:r Einzelne konkret verändern kann.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Alltag zwischen Können und Kommentaren: Grenzen setzen, Haltung zeigen, sich Gehör verschaffen

– Was Betriebe tun können: klare Standards, Ansprechpersonen, Vorbilder – und Konsequenz

– Sichtbarkeit und Netzwerke: warum Rollenbilder sich ändern, wenn Frauen führen

– Praktische Strategien: konstruktiv kontern, „Nein“ sagen, Mentoring nutzen, Bezahlung ansprechen

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – „Dann sollen sie doch Kuchen essen“

Ronny blickt auf die berühmte, wohl nie belegte Zuschreibung an Marie Antoinette. Warum hält sich diese Erzählung bis heute? Was verrät sie über die Symbolkraft von Brot – und über die Kluft zwischen Macht und Alltag? Eine kurze Geschichte darüber, wie ein Satz zur Chiffre für soziale Spannungen werden kann.

Danke fürs Zuhören – und wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns über eure Bewertung, euer Abo oder das Teilen mit Menschen, denen diese Themen guttun könnten.
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge wird’s persönlich – und praxisnah.

Ronny erzählt, wie Werte zu seinem inneren Kompass wurden: Warum Spaß, Authentizität und Verantwortung Entscheidungen prägen – gerade dann, wenn es unbequem wird. Es geht um Führung mit Haltung, berechenbares Handeln und die Frage, wie Werte im Team sichtbar werden.

Wir sprechen unter anderem darüber:– Warum Werte Orientierung geben, wenn alles schneller und unsicherer wird– Wertekonflikte im Alltag: wenn persönliche Werte nicht zu Betriebsrealität passen– Team-Dynamik: Vielfalt als Energie – und als Stressfaktor ohne Klarheit– Unternehmenswerte lebbar machen: kurze Rituale (z. B. 2-Minuten-Qualitäts-Check, „Fail-Monday“), Konsequenz statt Phrasen– Führung heißt Vorleben: Verantwortung übernehmen, berechenbar sein, Vertrauen aufbauen

Macher-Moment – Werte ganz praktisch:

– Finde deine fünf Kernwerte (spontan markieren, was wirklich „du“ ist)– Blick zurück: Welche Werte haben deine letzten großen Entscheidungen getragen?– Formuliere Handlungssätze („Wenn mir Qualität wichtig ist, dann …“) – so wird Haltung Alltag.

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Die Legende der Laugenbrezel

Eine alte Sage erzählt von einem Fürsten, der vom Bäcker ein Gebäck verlangte, „durch das die Sonne dreimal scheinen“ könne. Aus dem geformten Teig mit drei Öffnungen wurde durch einen Laugen-Versehen im Ofen die Laugenbrezel.

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51 Minuten
Lea nimmt euch mit auf einen Streifzug durch Brotkulturen weltweit.

Warum hat Brot in unterschiedlichen Regionen so verschiedene Formen, Aromen und Funktionen?

Welche Techniken, Rohstoffe und Traditionen stecken dahinter – und was können wir fürs eigene Handwerk mitnehmen?

Kurz vorab gibt’s einen kleinen Smalltalk zum Bread Summer Camp – dann geht’s rein in die Welt der Brote.

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Fladenbrote: Pita (Naher Osten), Naan/Roti/Chapati (Indien/Pakistan), Injera (Äthiopien/Eritrea), Focaccia (Liguren/Italien), Tortilla (Mexiko) – Eigenschaften, Zubereitung (Pfanne, Stein, Tandoor), Einsatz als „Esswerkzeug“ und Streetfood-Basis.

– Brote mit starker Kruste (oft Sauerteig/Hefe): Deutschland/Skandinavien (Roggen, lange Führung), Frankreich (Pain de campagne), USA (San-Francisco-Sourdough), Italien (Pane di Altamura) – warum dicke Kruste = Aroma & Frischhaltung.

– Gedämpfte oder frittierte Brote: China (Baozi/Mantou), Indien (Bhature), Tibet/Nepal (Tingmo), Nordamerika (Frybread – historische Einordnung), Ungarn (Lángos).

– Süße/aromatisierte Brote: Deutschland/Österreich (Stollen, Buchteln, Rosinenzopf), Frankreich (Brioche), Italien (Panettone), Lateinamerika (Pan de Muerto), Naher Osten (Ma’amoul) – Feste, Rituale, Aromen wie Orange, Anis, Zimt.

– Brotkultur in Deutschland: über 3.200 registrierte Brotspezialitäten und die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe – was das für unser Selbstverständnis bedeutet.

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Mühlenfrieden (von Ronny)

Wir springen ins Mittelalter: „Mühlenfrieden“ bezeichnete den besonderen Rechtsschutz für Mühlen – das Rückgrat der Versorgung.

Mehl- oder Getreidediebstahl konnte drastisch bestraft werden (bis hin zum Rädern), um die Ernährungssicherheit der Bevölkerung zu schützen.

Mancherorts hatten Mühlen sogar einen Schutzstatus ähnlich kirchlichem Asyl: Wer sich dorthin flüchtete, stand unter besonderem Geleit.

Eine Erinnerung daran, wie eng Brot, Gesellschaft und Recht miteinander verwoben waren.

Macher-Moment – Focaccia mit Kürbis & Feta (Auflage + Ofen)

Auflage

Teig mit Öl bestreichen

Fetawürfel

Kürbiswürfel

Zwiebeln

Knoblauch

Schwarzkümmel

Sesam

Meersalz

Pfeffer

So geht’s

Backofen auf 250 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Blech, Backstahl oder Pizzastein gleich mit vorheizen.

Den vorbereiteten, rohen Focaccia-Teig auf geöltem Blech/Backpapier sanft ausziehen, mit etwas Olivenöl bestreichen und mit den Fingerspitzen flach eindrücken (Dellen setzen).

Kürbiswürfel kurz vorgaren (3–5 Minuten in der Pfanne oder kurz blanchieren), Zwiebeln und Knoblauch in wenig Öl glasig anschwitzen.

Belegen: Zwiebeln/Knoblauch, Kürbiswürfel und Fetawürfel gleichmäßig verteilen. Mit Schwarzkümmel, Sesam, Meersalz und Pfeffer bestreuen.

Backen: Auf das heiße Blech/den Stein geben und ca. 20 Minuten bei 250 °C backen, bis der Rand kräftig goldbraun ist, der Boden knusprig und die Oberfläche leicht gebräunt.

Herausnehmen, kurz ruhen lassen, optional mit ein paar Tropfen Olivenöl finishen. Lauwarm servieren.

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59 Minuten
In dieser Folge wird’s persönlich – und tiefgründig.

Ronny nimmt euch mit zurück in seine Kindheit, zu prägenden Momenten, aus denen sich innere Sätze entwickelt haben wie:

„Ich bin nicht gut genug.“

„Ich darf nicht auffallen.“

„Ich muss es allen recht machen.“

Gemeinsam mit Lea spricht er über Glaubenssätze, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen – oft ohne, dass wir es merken.

Was macht diese inneren Programme so stark?

Wie können wir lernen, sie zu erkennen – und nicht mehr von ihnen gesteuert zu werden?

Und wie beeinflussen sie auch unsere Arbeit als Führungskraft, Kolleg:in oder einfach als Mensch?

Wir sprechen unter anderem darüber:

– Was Glaubenssätze eigentlich sind – und wie sie entstehen

– Wie wir sie im Alltag erkennen und hinterfragen können

– Warum sie nicht einfach verschwinden, aber uns trotzdem nicht festhalten müssen

– Und wie unser Umgang mit ihnen auch unser Bild von anderen Menschen prägt

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Außerdem in dieser Folge: Die Krümelkiste – Das Sandwich, das die NASA fast ruinierte

Lea erzählt von einem der kuriosesten Brot-Momente der Raumfahrtgeschichte:

1965 schmuggelte ein Astronaut heimlich ein Roastbeef-Sandwich ins Weltall.

Was wie ein witziger Snack-Moment begann, wurde schnell zur Gefahr:

Denn die Brotkrümel schwebten unkontrolliert durch die Kapsel – und hätten empfindliche Geräte beschädigen können.

Die NASA reagierte entsetzt – und Krümelverbot war angesagt.

Ein Fall, der zeigt: Selbst ein Brötchen kann im All für Aufsehen sorgen.

Und dass unser Handwerk überall Spuren hinterlässt – sogar in der Schwerelosigkeit.

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