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Make my Monday - der Kreativ Podcast von VOK DAMS Archiv

79 Episoden
11 Minuten
Sieben verschiedene Spielsteine, ein einfaches Prinzip und über 40 Jahre Erfolgsgeschichte: Tetris ist eines der bekanntesten Videospiele der Welt. Doch kann uns der Gaming-Klassiker auch dabei helfen, kreativer zu arbeiten und unseren Kopf wieder freizubekommen? In dieser Folge von Make My Monday stellt Christopher Werth das zweite Tool seiner Reihe „Creative Tools against Brainrot“ vor: Tetris. Bei der Vorbereitung auf das VR-Festival Immersive X hat er den Klassiker in einer Virtual-Reality-Version wiederentdeckt und dabei eine überraschende Erfahrung gemacht. Nach einer intensiven Runde Tetris fühlte sich sein Kopf frei an, und er konnte mit einem frischen Blick zu seinen eigentlichen Aufgaben zurückkehren. Doch hinter dem simplen Spiel steckt auch eine außergewöhnliche Geschichte. 1984 entwickelte der sowjetische Programmierer Alexey Pajitnov Tetris auf einem Computer in Moskau. Über verschlungene Wege gelangte das Spiel in den Westen, wurde durch den Nintendo Game Boy zum weltweiten Phänomen und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Games aller Zeiten. Eine Geschichte voller Erfindergeist, internationaler Verhandlungen und ungewöhnlicher Freundschaften, die inzwischen sogar verfilmt wurde. Christopher wirft außerdem einen Blick auf die Wissenschaft. Denn Tetris wurde tatsächlich mehrfach auf mögliche Auswirkungen auf unser Gehirn untersucht. Eine Studie aus dem Jahr 2009 fand beispielsweise Veränderungen in bestimmten Hirnregionen nach regelmäßigem Tetris-Spielen. Dass uns das Spiel automatisch intelligenter macht, ist damit allerdings nicht bewiesen. Viel interessanter ist deshalb eine ganz praktische Frage: Was passiert, wenn wir unsere Arbeit für fünf oder zehn Minuten unterbrechen und uns bewusst mit einer kleinen, spielerischen Herausforderung beschäftigen? Statt durch Social Media zu scrollen, können wir unseren Kopf mit einer einfachen Aufgabe beschäftigen, die Konzentration verlangt, Spaß macht und uns gedanklich Abstand vom Arbeitsalltag gewinnen lässt. Eine Folge über einen genial einfachen Spieleklassiker, die Geschichte einer außergewöhnlichen Idee und die Kunst, sich zwischendurch eine wirklich gute Pause zu gönnen. Der Monday Takeaway: Belohne dein Gehirn mit einer kleinen Herausforderung statt mit endlosem Doomscrolling. Manchmal reichen schon fünf Minuten Tetris, um anschließend wieder mit frischem Blick an die Arbeit zu gehen.
23 Minuten
Mit künstlicher Intelligenz können wir heute in wenigen Minuten produzieren, wofür wir früher Stunden oder Tage gebraucht haben. Präsentationen, Konzepte, Analysen, Texte – theoretisch ist die Menge an Output nahezu unbegrenzt. Doch was passiert, wenn unser Gehirn mit diesem Tempo nicht mehr mithalten kann? In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth mit Jan Filipzik über einen fundamentalen Widerspruch der modernen Arbeitswelt: Während KI unsere Produktivität enorm steigert, bleibt unsere Fähigkeit, Informationen zu verstehen, einzuordnen und sinnvoll zu verarbeiten, begrenzt. Die neue knappe Ressource ist deshalb nicht mehr unbedingt unsere Arbeitszeit, sondern unsere geistige Kapazität. Ein besonders sichtbares Symptom dieser Entwicklung ist Workslop: KI-generierte Arbeitsergebnisse, die auf den ersten Blick professionell aussehen, bei genauerem Hinsehen aber wenig Substanz besitzen und anderen Menschen zusätzliche Arbeit verursachen. Doch Jan geht noch einen Schritt weiter: Selbst hochwertige KI-Ergebnisse können zum Problem werden, wenn ihre schiere Menge uns und unsere Kolleg:innen überfordert. Gemeinsam diskutieren Christopher und Jan, was das für Wissensarbeit, kreative Prozesse und den Umgang mit KI bedeutet. Warum ist es wichtig, eigene Gedanken zu entwickeln, statt sich jede Idee von einer KI liefern zu lassen? Was passiert mit unserem kreativen Gespür, wenn wir Texte nur noch zusammenfassen lassen, anstatt sie selbst zu lesen? Und warum kann es sinnvoll sein, die durch KI gewonnene Zeit nicht sofort wieder mit noch mehr Aufgaben zu füllen? Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, auf KI zu verzichten. Im Gegenteil: Richtig eingesetzt kann uns KI die Freiheit geben, uns wieder intensiver mit den Dingen zu beschäftigen, die wirklich unsere Aufmerksamkeit verdienen. Selbst denken, Ideen entwickeln, Zusammenhänge verstehen und kreative Lösungen finden – während KI uns bei anderen Aufgaben unterstützt. Eine Folge über Produktivität, mentale Belastung, kreative Eigenständigkeit und einen bewussteren Umgang mit künstlicher Intelligenz. Der Monday Takeaway: Mehr Output ist nicht automatisch mehr Wert. Nutze KI, um Freiräume zu schaffen, nicht, um dein Gehirn mit immer mehr Arbeit zu überlasten.
23 Minuten
Was passiert, wenn im Internet irgendwann mehr Maschinen miteinander kommunizieren als Menschen? Wenn KI Inhalte produziert, Bots darauf reagieren und Algorithmen daraus lernen, was sie als Nächstes ausspielen sollen? Willkommen in der Welt der Dead Internet Theory. In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth mit Hannes Schwarm über eine Theorie, die lange als skurriles Internet-Meme galt, inzwischen aber einen erstaunlich realen Kern besitzt. Denn immer größere Teile des Internets bestehen aus automatisiertem Traffic, KI-generierten Inhalten und digitalen Agenten, die zunehmend eigenständig miteinander interagieren. Was ursprünglich als Plattform für den Austausch zwischen Menschen gedacht war, entwickelt sich immer stärker zu einer digitalen Welt, in der Maschinen Inhalte für andere Maschinen produzieren. Von KI-generierten YouTube-Kanälen über virtuelle Influencer bis zu automatisierten Marketingkampagnen entsteht ein Kreislauf, in dem menschliche Kreativität und echte Kommunikation zunehmend in den Hintergrund geraten können. Doch Christopher und Hannes bleiben nicht bei der düsteren Diagnose stehen. Sie diskutieren vor allem die Chancen, die sich daraus für Kreative, Unternehmen und Marken ergeben. Dabei identifizieren sie drei spannende Gegenbewegungen: Unhinged Communication, also bewusst persönliche, unperfekte und unverwechselbare Kommunikation. Das Cozyweb, in dem sich Menschen wieder in kleineren, vertrauensvollen Communities austauschen. Und schließlich die Rückkehr zu echten Live-Erlebnissen, bei denen Begegnungen, Emotionen und gemeinsame Erfahrungen entstehen, die kein Algorithmus ersetzen kann. Gerade für Marken eröffnet sich damit eine große Chance: Während digitale Inhalte immer austauschbarer werden, gewinnen Authentizität, Persönlichkeit und reale Erlebnisse an Bedeutung. Eine Folge über die Zukunft des Internets, die Grenzen künstlicher Kommunikation und eine überraschend positive Perspektive für menschliche Kreativität.
12 Minuten
Immer mehr Werbung, steigende Preise, austauschbare Inhalte: Viele digitale Angebote scheinen mit der Zeit eher schlechter als besser zu werden. Dieses Phänomen hat einen Namen: Enshittification. Aber was passiert, wenn ein Unternehmen bewusst den entgegengesetzten Weg einschlägt? In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth über eine überraschend positive Entdeckung: die Apple-TV-Serie Pluribus. Nach Monaten ohne große Begeisterung für neue Serien hat ihn ausgerechnet diese ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction, Mystery, Dystopie und Satire wieder richtig gepackt. Die Serie stammt von Vince Gilligan, dem kreativen Kopf hinter Breaking Bad und Better Call Saul, und erzählt eine ebenso absurde wie originelle Geschichte über eine Welt, in der fast alle Menschen plötzlich glücklich und perfekt miteinander verbunden sind. Nur eine schlecht gelaunte Schriftstellerin widersetzt sich diesem kollektiven Glück. Doch warum ist gerade diese Serie so interessant? Und was hat das mit Kreativität, Markenführung und Unternehmensstrategie zu tun? Christopher schaut hinter die Kulissen von Apple TV und beschäftigt sich mit einer Strategie, die sich bewusst vom Wettbewerb abhebt: Weniger Inhalte, dafür ein konsequenter Fokus auf hochwertige, originelle Produktionen. Während andere Streaminganbieter ihre Kataloge immer weiter ausbauen, setzt Apple TV auf ein überschaubareres Angebot mit einem klaren Qualitätsanspruch. Daraus entsteht die eigentliche Kreativlektion dieser Folge: die Tentpole-Strategie. Statt überall mitzumachen, konzentrieren sich erfolgreiche Marken auf wenige herausragende Angebote, die Aufmerksamkeit erzeugen und das gesamte Portfolio tragen. Eine Folge über außergewöhnliches Storytelling, mutige Positionierung und die Chance, gerade dann erfolgreich zu sein, wenn man bewusst nicht das tut, was alle anderen machen.
14 Minuten
Was können Kreative von einem Monsterjäger und einem polnischen Gaming-Studio lernen? Eine ganze Menge. In dieser Folge von Make My Monday taucht Christopher Werth in die Welt von The Witcher ein – genauer gesagt in die kreative Arbeit hinter The Witcher 3 und das Studio CD PROJEKT RED. Denn hinter dem Erfolg des Spiels steckt weit mehr als Technologie: Hunderte Menschen aus unterschiedlichsten Disziplinen arbeiten gemeinsam daran, eine komplexe Welt, glaubwürdige Charaktere und Geschichten zu erschaffen, die Spieler:innen emotional erreichen. Besonders spannend ist dabei der kreative Prozess. Bei CD PROJEKT RED braucht es zunächst Raum: zum Experimentieren, Spielen, Weiterdenken und auch zum Spinnen. Viele Ideen entstehen, die besten werden ausgewählt und anschließend im Team immer wieder überarbeitet und verbessert. Kreativität wird so als gemeinsamer Prozess verstanden. Dazu kommt ein Anspruch, der das Team verbindet: relevante, außergewöhnliche Spiele und Geschichten zu entwickeln. Christopher leitet daraus zwei zentrale Prinzipien für kreative Teams ab: eine gemeinsame Mission, die größer ist als das Tagesgeschäft, und genügend Zeit und Freiheit, damit wirklich gute Ideen entstehen können. Und dann gibt es noch eine Lektion vom Questdesign: Wer Erlebnisse entwickelt, sollte die Welt konsequent aus der Perspektive der Menschen betrachten, die sich später durch sie bewegen. Eine Denkweise, die nicht nur für Games funktioniert, sondern genauso für Events, Kommunikation und kreative Konzepte.
13 Minuten
25 Minuten. Eine Aufgabe. Keine Ablenkung. Mehr braucht es manchmal nicht, um wieder wirklich ins Arbeiten zu kommen. Mit dieser Folge startet Make My Monday die neue Reihe „Creative Tools against Brain Rot“. Christopher Werth stellt darin einfache, erprobte Kreativ- und Produktivitätstechniken vor, die dabei helfen, das eigene Gehirn zu fordern, konzentrierter zu arbeiten und sich im KI-Zeitalter nicht jede Denkleistung abnehmen zu lassen. Den Anfang macht ein Klassiker: die Pomodoro-Technik. Ihre Geschichte beginnt Ende der 1980er-Jahre mit dem italienischen Studenten Francesco Cirillo und einer tomatenförmigen Küchenuhr. Aus einem simplen Experiment mit kurzen, konzentrierten Arbeitsphasen entwickelte sich eine Methode, die bis heute weltweit eingesetzt wird: Für eine festgelegte Zeit gibt es nur eine Aufgabe – keine Mails, kein Social Media, kein Multitasking. Danach folgt eine kurze Pause. Christopher erzählt, wie er das Prinzip selbst mit einer Sanduhr nutzt, warum das Umdrehen inzwischen zu einem echten Fokus-Ritual geworden ist und weshalb geschützte Arbeitszeit gerade im kreativen Alltag so wertvoll ist. Denn wer permanent Nachrichten beantwortet, Meetings verfolgt und zwischen Aufgaben springt, ist vielleicht den ganzen Tag beschäftigt, ohne wirklich voranzukommen. Außerdem geht es um Cal Newports Time-Blocking-Ansatz: Statt nur eine To-do-Liste zu schreiben, bekommt jede Aufgabe einen konkreten Platz im Tag. So wird aus einzelnen Fokus-Sprints ein bewusster Umgang mit der eigenen Zeit. Der Monday Takeaway: Die besten Methoden müssen nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, sie tatsächlich anzuwenden. Oder anders gesagt: Werde wieder Chef oder Chefin deiner eigenen Zeit.
13 Minuten
Deadlines haben keinen besonders guten Ruf. Dabei sind sie oft der Grund, warum kreative Ideen überhaupt Realität werden. In dieser Folge des Creative Alphabets spricht Christopher Werth über den Buchstaben D wie Deadline. Anhand eines überraschenden Beispiels zeigt er, warum Kreativität und Disziplin keine Gegensätze sind: Die Kultserie South Park produziert komplette Episoden in nur sechs Tagen und gehört damit zu den schnellsten und gleichzeitig erfolgreichsten Kreativmaschinen der Unterhaltungsbranche. Was können Kreative, Projektteams und Unternehmen daraus lernen? Warum entstehen gute Ideen oft erst durch klare zeitliche Grenzen? Und wie setzt man Deadlines so, dass sie Kreativität fördern statt blockieren? Außerdem stellt Christopher die praktische 3D-Deadline-Regel vor: ein einfaches Modell, das hilft, kreative Projekte besser zu planen und erfolgreich umzusetzen. Monday Takeaway Gute Kreativität braucht nicht nur Freiheit, sondern auch Grenzen. Erfolgreiche Projekte entstehen dann, wenn genügend Zeit für Exploration vorhanden ist, Entscheidungen bewusst getroffen werden und am Ende ausreichend Raum für die Umsetzung bleibt. Die 3D-Regel hilft dabei, genau diese Balance herzustellen.
15 Minuten
Wann hast du dich zuletzt in einem Thema verloren und dabei völlig die Zeit vergessen? In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth über das Phänomen der Rabbit Holes. Inspiriert von Lewis Carrolls Alice im Wunderland geht es um die Frage, warum uns manche Themen so stark faszinieren, dass wir immer tiefer eintauchen wollen. Vom Gitarrensound von Jimi Hendrix über Luxusuhren bis hin zu KI: Rabbit Holes entstehen überall dort, wo Neugier auf Wissen trifft. Dabei werfen wir einen Blick auf die Psychologie hinter diesem Phänomen. Warum macht Lernen plötzlich Spaß, wenn niemand uns dazu zwingt? Was steckt hinter unserem Drang, immer mehr verstehen zu wollen? Und wie können wir diese Mechanik nutzen, um Events, Kampagnen und Markenerlebnisse spannender zu gestalten?
9 Minuten
Fleetwood Mac feierte seine größten Erfolge vor fast 50 Jahren und trotzdem entdeckt die Gen Z die Band gerade für sich. Warum funktioniert diese Musik über Generationen hinweg? In dieser Folge von Make My Monday taucht Christopher Werth gemeinsam mit Kassandra von Bajgar in die Welt von Fleetwood Mac ein. Sie sprechen darüber, was den unverwechselbaren Sound der Band ausmacht, warum Songs wie Dreams, Landslide oder Gold Dust Woman heute wieder Resonanz erzeugen und welche Rolle Social Media und aktuelle Künstler:innen bei der Wiederentdeckung spielen. Dabei geht es auch um die besondere Dynamik innerhalb der Band: unterschiedliche Songwriting-Stile, persönliche Beziehungen und Konflikte und mit Stevie Nicks und Christine McVie zwei Frauen, die als eigenständige Songwriterinnen und Musikerinnen eine zentrale Rolle im Sound und Erfolg von Fleetwood Mac spielten. Doch natürlich geht es bei Make My Monday um mehr als Musikgeschichte. Christopher und Kassandra fragen, welchen Einfluss Musik auf unsere eigene Kreativität hat. Was passiert, wenn wir Musik entdecken, die für uns neu ist, obwohl sie Jahrzehnte alt ist? Wann können vertraute Songs beim kreativen Arbeiten helfen und wann tut es vielleicht sogar gut, ganz ohne Musik zu arbeiten? Eine Folge über zeitlose Musik, Nostalgie, Inspiration und die Freude daran, immer wieder Neues im Alten zu entdecken.
12 Minuten
GTA VI ist nicht nur eines der größten Entertainment-Projekte unserer Zeit. Im neuen Gameplay steckt auch eine überraschend klare Kreativlektion: Zusammenarbeit schlägt Einzelkämpfertum. In dieser Folge von Make My Monday schaut Christopher Werth auf das neue Material zu GTA VI und vor allem auf die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren Jason und Lucia. Sie sind nicht einfach zwei Charaktere, sondern ein echtes Team: unterschiedlich, gleichberechtigt und mit jeweils eigenen Stärken. Genau daraus entsteht die Dynamik des Spiels. Diese Idee führt direkt zu einer größeren Frage: Warum versuchen wir eigentlich so oft, alles allein zu lösen? Gute Zusammenarbeit bedeutet nicht, dass alle dasselbe können. Im Gegenteil. Sie wird besonders stark, wenn unterschiedliche Fähigkeiten, Perspektiven und Rollen zusammenkommen. Auch hinter Rockstar Games selbst steckt eine solche Geschichte. Die Zusammenarbeit der Brüder Sam und Dan Houser hat die Marke über Jahre geprägt und zeigt, wie sehr große kreative Projekte von Vertrauen, Reibung, klaren Rollen und einer gemeinsamen Vision leben. Die Folge ist damit weniger Gaming-Review als vielmehr ein Plädoyer für Creative Partnerships: für Menschen, mit denen man Ideen entwickelt, Probleme löst, Spannungen aushält und gemeinsam Dinge möglich macht, die allein kaum entstehen würden.
20 Minuten
Warum fühlen sich viele digitale Plattformen irgendwann schlechter an als früher? In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth mit Hannes Schwarm über das Phänomen der Enshittification. Der Begriff wurde vom Autor Cory Doctorow geprägt und beschreibt, wie digitale Plattformen Nutzer zunächst mit einem hohen Mehrwert gewinnen, um diesen später Schritt für Schritt zurückzufahren. Gemeinsam schauen die beiden auf Beispiele wie TikTok, LinkedIn, Amazon, Netflix und KI-Tools. Warum sinken organische Reichweiten? Weshalb nehmen Werbung, Kosten und Einschränkungen zu? Und was passiert, wenn Unternehmen ihre Nutzer zunehmend in Abhängigkeiten bringen? Außerdem geht es um die Macht von Begriffen. Denn manchmal verändert ein einziges Wort unseren Blick auf die Welt und macht Entwicklungen sichtbar, die wir vorher nur unbewusst wahrgenommen haben. Weekly Challenge: Beobachte diese Woche, wo dir Enshittification begegnet. Welche Produkte, Services oder Plattformen liefern heute weniger Wert als früher? Und vor allem: Welche Alternativen gibt es? Nutze die Beobachtung außerdem als Übung für kreatives Denken und versuche, eigene Begriffe für Entwicklungen zu finden, die du in deinem Alltag wahrnimmst.
19 Minuten
Warum begeistert die Odyssee noch immer Millionen Menschen und was macht Christopher Nolans Verfilmung zu einem kulturellen Ereignis? In dieser Folge von Make My Monday spricht Christopher Werth mit dem Altphilologen Dennis Pausch über eines der ältesten und einflussreichsten Werke der Literaturgeschichte. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie die Odyssee entstanden ist, warum sie bis heute relevant bleibt und weshalb moderne Adaptionen wie die von Christopher Nolan so viel Resonanz erzeugen. Außerdem geht es um die Kraft des Geschichtenerzählens, die Rolle von mündlicher Überlieferung und darum, was Kreative heute von einem Stoff lernen können, der seit Jahrtausenden weitererzählt wird. Monday Takeaway Ideen sollten nicht im Kopf bleiben. Erzähle sie weiter. Durch Feedback, Gespräche und unterschiedliche Perspektiven gewinnen Ideen an Schärfe und Wirkung. Genau so konnten große Geschichten wie die Odyssee über Jahrhunderte wachsen und überdauern. Weekly Challenge Erzähle diese Woche eine Idee, ein Konzept oder einen Gedanken jemandem, der nichts mit deinem Fachgebiet zu tun hat. Achte darauf, wie sich deine Idee durch das Erzählen verändert und weiterentwickelt.
16 Minuten
Chaos gilt oft als das Gegenteil von Struktur. Doch was, wenn Chaos die Voraussetzung für Kreativität ist? In dieser Folge von Make my Monday widmet sich Christopher Werth dem Buchstaben C im Creative Alphabet und zeigt, warum echtes Chaos nichts mit Unordnung zu tun hat. Stattdessen geht es um den kreativen Urzustand: den leeren Raum, das weiße Blatt und die Ruhe, die Ideen erst möglich machen. Ausgehend von Schöpfungsmythen, Theaterarbeit und den Gedanken von Peter Brook und John Cleese entsteht eine neue Perspektive auf Kreativität. Warum brauchen wir Raum, Zeit und Vertrauen, bevor ein kreativer Durchbruch gelingen kann? Und wie schaffen wir die Bedingungen, in denen gute Ideen überhaupt entstehen? Außerdem gibt es das gewohnte Monday Takeaway, eine Creative Challenge für die kommende Woche und einen Creative Hero, der perfekt zum Thema passt: John Cleese. Creative Challenge: Finden deinen perfekt Leerraum und lasse dort deinem kreativen Chaos freien Lauf!
11 Minuten
Manche Meisterwerke entstehen aus Leidenschaft. Andere aus Frust, Zufall oder schlicht aus dem Wunsch, sich Arbeit zu sparen. In dieser Folge von Make My Monday erzählt Christopher Werth die Entstehungsgeschichte von Blue Monday, dem legendären Song von New Order, der seit den frühen 1980er-Jahren Tanzflächen füllt und Musikgeschichte geschrieben hat. Nach dem Ende von Joy Division musste sich die Band neu erfinden. Inspiriert von der New Yorker Clubszene begann sie, Post-Punk mit elektronischer Tanzmusik zu verbinden. Der eigentliche Auslöser für Blue Monday war jedoch erstaunlich pragmatisch: New Order hatte keine Lust, bei Konzerten Zugaben zu spielen. Statt selbst noch einmal auf die Bühne zu gehen, sollte ein weitgehend automatisierter Song per Knopfdruck laufen. Was nach Faulheit klingt, führte allerdings zu einem Jahr voller Experimente. Die Band musste technische Lösungen entwickeln, Loops bauen und elektronische Instrumente auf eine Weise kombinieren, die damals noch völlig neu war. Aus dem Versuch, weniger zu arbeiten, entstand so eines der einflussreichsten Stücke der Pop- und Clubgeschichte. Die Folge zeigt, warum Faulheit nicht immer das Gegenteil von Kreativität ist. Oft steckt darin eine kluge Frage: Muss das wirklich so kompliziert sein? Könnte man es nicht einfacher, besser oder ganz anders lösen?
18 Minuten
Unser Körper braucht Bewegung, aber was ist mit unserem Gehirn? In dieser Folge von Make My Monday stellt Christopher Werth das Creative Gym vor: fünf einfache Übungen, mit denen du deine geistige Leistungsfähigkeit trainieren und deine Kreativität langfristig stärken kannst. Gerade im Zeitalter von KI übernehmen digitale Tools immer mehr Denkaufgaben. Umso wichtiger wird es, das eigene Gehirn bewusst zu fordern, statt es nur entlasten zu lassen. Vom täglichen Lesen und Schreiben über den Thinking Walk bis hin zu bewusstem Digital Detox und dem Erlernen neuer, anspruchsvoller Fähigkeiten – jede Übung stärkt Konzentration, Ausdauer und kreatives Denken. Die Folge verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Routinen und zeigt, wie kleine tägliche Gewohnheiten große Wirkung entfalten können. Denn Kreativität ist kein Zufall, sondern lässt sich trainieren, genau wie ein Muskel.
Make my Monday - der Kreativ Podcast von VOK DAMS

Make my Monday - der Kreativ Podcast von VOK DAMS

Der Podcast von VOK DAMS rund um Kreativität und Events