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The Passenger – Die Zukunft der Mobilität Archiv

35 Episoden
32 Minuten
Das Deutschland-Ticket hat den Tarifdschungel in Deutschland spürbar gelichtet – und eine Neuordnung der Refinanzierung des ÖPNV erzwungen. Weil einfach nie gerecht ist, bildete sich hinter dem simplen Flatrate-Modelle ein komplexes System, mit dem versucht wird, durch regional ungleiche Verkäufe und Nutzung des Deutschlandtickets entstandene Unwuchten bei den Betreibergesellschaften auszugleichen. Wie dieses für das Gelingen der Mobilitätswende kritische System, funktioniert, woran es derzeit scheitert und was sich besser machen lässt, darüber spricht Christian Cohrs in dieser "The Passenger"-Episode mit Oliver Mietzsch. Als Geschäftsführer der WestfalenTarif GmbH kennt Oliver die Herausforderungen einer fairen Abrechnung der Einnahmen nur aus der täglichen Praxis. Mit dem Sammelband „Wie weiter mit dem Deutschlandticket: Hintergründe, Analysen, Prognosen“ hat er außerdem ein Buch herausgegeben, dass den aktuellen Stand der Diskussion der Probleme und Potenziale der ÖPNV-Flatrate bündelt.
30 Minuten
Als Redaktionsleiterin des Branchen-Newsletters Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility hat Jana Kugoth eine exzellenten Blick auf Einwicklungen im Mobilitätsbereich und die politischen Kräfte dahinter. In dieser "The Passenger"-Episode spricht sie mit Host Christian Cohrs über den überraschenden Wechsel an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums vor wenigen Wochen. Warum musste Patrick Schnieder gehen, was soll Steffen Bilger nun besser machen? Wer ist dieser Mann überhaupt, der sein Amt mit dem Makel antreten durfte, nur die zweite Wahl zu sein? Und welche Qualifikationen bringt er mit, um die großen Probleme des Sektors – von der Deutschen Bahn über bröckelnde Brücken und weiterhin zu hohe CO2-Emissionen bis zu perspektivisch wegbrechenden Kfz-Steuereinnahmen durch die Wende zur E-Mobilität – in den Griff zu kriegen? Und welches Thema hat für ihn überhaupt Priorität?
34 Minuten
Daten sind das neue Gold? Nicht wirklich, sagt Luzie Kirstein. Sie ist Strategy Lead Mobility Data bei EIT Urban Mobility und sieht in Daten zwar eine wertvolle Ressource für Innovation, die sich aber fundamental von fossilen Rohstoffen unterscheidet. Daten stehen immer breiter zur Verfügung und verbrauchen sich trotz stetig intensivierender Nutzung nie. Das macht sie zum wichtigen – dabei oft übersehenen – Hebel, um die Mobilitätswende an vielen kleinen Stellen voranzutreiben. In dieser "The Passenger"-Episode berichtet Luzie Kirstein, welche Projekte EIT Urban Mobility fördert, warum die niedrigen Fördersummen, die die Initiative vergibt, effektiver sein können als mit vielen Millionen gepäppelte Reallabore und welche Rolle das tatsächliche Marktpotenzial einer Lösung bei der Vergabe von Mitteln spielt.
36 Minuten
An Experimenten, Prototypen und Reallaboren herrscht im Mobility-Bereich kein Mangel. Doch viel zu selten gelingt es, innovative Projekte als dauerhafte Produkte zu etablieren. Dafür gibt es natürlich immer viele Gründe. Doch ein Faktor ist mit einfachen Mitteln zu verbessern. Eva Friese ist überzeugt, dass die richtige Kommunikationsstrategie eine zentrale Rolle dabei spielen kann, neuen Ideen erst zu mehr Sichtbarkeit und anschließend zum Erfolg zu verhelfen. Sie ist Mitgründerin der Public-Relations-Agentur und Storypark und Co-Autorin des neuen Buchs "Von Konzernkindern zu Marktmeister". Dafür hat sie zahlreiche Innovationsprojekte aus dem Konzernumfeld analysiert und abgeleitet, was gut funktioniert. In dieser "The Passenger"-Episode erklärt Eva Friese, wieso man möglichst früh mit der Kommunikation neuer Projekte starten sollte, weshalb es keinen CEO braucht, der von seinem Corporate-Startup schwärmt, sondern daran beteiligte Personen, die authentisch von ihrer Arbeit berichten, warum Kommunikation immer auch nach innen zielen muss und weshalb es sich lohnt, offen darüber zu sprechen, auch wenn mal etwas nicht so gut läuft.
54 Minuten
Deutschlandticket? Too big too fail. Zum Glück. Doch statt an einer Vision für die Weiterentwicklung der bundesweiten ÖPNV-Flat zu arbeiten, wurde zunächst viel Zeit darauf verwendet, sich über die Finanzierung zu streiten. Die ist nun halbwegs gesichert. Zeit für die nächsten Schritte. Wie die aussehen, darüber spricht Christian Cohrs in dieser "The Passenger"-Episode mit Anna-Theresa Korbutt. Die Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (hvv) ist eine der wichtigsten Fürsprecherinnen des Deutschlandtickets und setzt alles daran, die Ticket-Revolution fortzusetzen. Doch wie holt man mehr Menschen ins System? Was macht das Ticket für Zweifler attraktiv? Die Antworten gibt es hier.
43 Minuten
Eine Internationale Bauausstellung, bei der es nicht um Häuser geht, sondern um Mobilität. Das ist der Ansatz der IBA Metropolregion München. Bis 2034 sollen auf der größten Fläche, die eine IBA jemals bespielt hat, innovative Lösungen für städtebauliche und infrastrukturelle Probleme gefunden werden. In dieser "The Passenger"-Episode erklärt IBA-Geschäftsführer Oliver Weigel am Beispiel einiger der ersten ausgewählten Projekte, wie diese Lösungen aussehen können und wie sich die Idee einer gemeinwohlorientierten Stadt- und Raumentwicklung auf den Bereich der Mobilität übertragen lässt.
37 Minuten
Die wichtigen Mobility-Themen des Jahres 2025 – aber als Songs. Für die diese "The Passenger"-Bonus-Epsiode hat Host Christian Cohrs erneut sein KI-Musiker-Alter-Ego Zuno Fabič bemüht. Entstanden sind fünf Lieder über marode Infrastruktur, neue Autobahnen, das Deutschlandticket und sie Digitalisierung sowie eine große Vision für die Bahn, interpretiert von der grandiosen und natürlich ebenfalls vollkommen virtuellen KI-Chanteuse Elodie Melody. Und – psssst! – ein Erlkönig-Variation als versteckten Bonus-Track gibt es auch. Die nächste reguläre "The Passenger"-Episode erscheint im Januar 2026. Haben dir die Songs gefallen? Den Link zum Download findest du unten in den Shownotes.
35 Minuten
Fehlende Fahrer*innen sind ein großes Problem im ÖPNV und damit eine Herausforderung für die Verkehrswende. Wie aber macht man den Job attraktiv? Eine Antwort darauf hat Loklöwen gefunden. Im Gespräch mit "The Passenger"-Host Christian Cohrs erklärt Gründer und Geschäftsführer Dennis Leonidis, was der Hamburger Personalvermittler und -berater anders macht und auf welche soften Faktoren die ÖPNV-Branche verstärkt achten muss, um den Job im Führerstand attraktiver zu machen.
30 Minuten
Schaf unter Wölfen – so beschreibt Host Christian Cohrs seine Rolle bei der mo:re25, der Konferenz von mobile.de. Einmal im Jahr versammelt der Marktplatz die progressiv Gesinnten unter den Kfz-Händler*innen bei einem Event, um dort über die Zukunft des Autohandels zu diskutieren. Wie passt ein Mobilitätswende-Podcaster da rein? Vielleicht gar nicht so schlecht. Denn zum einen setzte er als Moderator des Panels "Mobility Makers" ein paar Impulse, wie sich das von A nach B alternativ zum eigenen Auto denken lässt. Und: Als interessierter Beobachter fand er unter den Mitte November in Berlin diskutierten Themen einige Aspekte spannend, die Insider*innen vielleicht gar nicht so aufgefallen wären. Um diese Themen und Thesen zu besprechen, hat Christian sich in dieser "The Passenger"-Episode Support geholt. Nämlich von seinem Ex-Kollegen und Auto-Journalisten Max Dockhorn. Hier reden sie über Trends, die das Auto uns den Handel damit verändern werden.
28 Minuten
Sebastian Grimm ist Kopf des Innovation Labs der ZF Group und Leiter des move+-Accelerators. Er weiß also, was eine Idee für die Mobilität der Zukunft braucht, um vom schönen Konzept zum funktionierenden Produkt zu werden – und wie wichtig dabei die künftige Welt ist, in der sich diese Produkte bewähren müssen. Im Gespräch mit Host Christian Cohrs gewährt Sebastian Grimm in dieser "The Passenger"-Episode Einblicke in seine Sicht auf mögliche Szenarien. Was, wenn die deutsche Autoindustrie weniger, dafür andere und teurere Autos produziert? Was, wenn der Besitz eines eigenen Fahrzeugs an Attraktivität verliert, weil geteilte und öffentliche Mobilität mehr Freiheit – und Luxus – bieten? Was, wenn Autos wieder kleiner werden …
40 Minuten
Unsexy Thema? Von wegen. Der alle 15 Jahre neu aufgelegte Bundesverkehrswegeplan – Kenner*innen sagen: BVWP – zeichnet vor, wie sich die Mobilität in Deutschland entwickeln wird. In dieser "The Passenger"-Episode geht Host Christian Cohrs dem wirkmächtigsten Instrument der Verkehrsplanung auf den Grund: Was steht drin? Wer schreibt es rein? Was davon wird Wirklichkeit? Und wenn nicht – warum? Die Antworten hat Philine Gaffron von Agora Verkehrswende.
31 Minuten
Was wäre, wenn eine Fahrbahn jeder Straße für Fahrräder reserviert wäre? Dieses radikale Gedankenspiel stand am Beginn der E-Bike-City, eines Leuchtturmprojekts des Departements Bau, Umwelt und Geomatik der ETH Zürich. Sieben Professuren erforschten, wie die urbane Mobilität aussehen würde, wenn nicht das Auto, sondern Fahrrad und Mikromobilität die vorrangige Form der Fortbewegung wären. In dieser "The Passenger"-Episode spricht Host Christian Cohrs mit Catherine Elliot. Sie war Projektkoordinatorin der E-Bike-City und gibt einen Überblick, wie sich die Nutzung der einzelnen Verkehrsmittel verschieben würden und was es wirklich braucht, um Menschen zum Modal Shift zu animieren. Die Zahlen der Zürcher zeigen: Die E-Bike-City macht Verkehr nachhaltiger, die Stadt gesünder – und sie würde ein Vielfaches der Kosten für den Rad-gerechten Umbau an anderer Stelle einsparen. Dass der Fahrrad-First-Ansatz Potenzial hat, zeigt wiederum Catherine Elliots Karriere. Nach dem Auslaufen des E-Bike-City-Projekts ist sie nun als Projektleiterin Velo und Fussverkehr beim schweizerischen Planungsbüro B+S Ingenieure und Planer tätig, um dort das Thema nicht-autozentrierte Verkehrsplanung voranzutreiben.
35 Minuten
Ingenieur, Professor für Fahrzeugtechnik, Leiter des Lehrstuhls an der TUM, zuvor in der VW-Konzernforschung – doch der Blick, den Markus Lienkamp auf das Auto hat, ist ambivalenter, als man bei dieser Vita denken könnte. Er sagt: So unverzichtbar das Auto auf dem Land sei, so problematisch sei es in den Städten. Eine Idee, wie sich das ändern lässt, hat die TUM gerade auf der IAA vorgestellt. Mit dem autonomen Shuttle Edgar wollen Lienkamp und seine Leute den Beweis antreten, dass Europa in Sachen selbstfahrende Fahrzeuge durchaus noch aufschließen kann zu den Systemen US-amerikanischer, israelischer und chinesischer Anbieter. In dieser "The Passenger"-Episode geht es aber auch um Faktoren abseits des Autos, die über eine gelingende Mobilitätswende in den Städten entscheiden. Zum Beispiel im das Streitthema Parkraum – auch hier hat Markus Lienkamp eine ziemlich innovative Idee.
31 Minuten
Ob Finanzierung des ÖPNV, die neuste Pkw-Zulassungsstatistik oder Hamburgs gesammelte Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr – in Daten zu Mobilität stecken jede Menge Geschichten. Paul Meerkamp stöbert sie auf und macht daraus Stories unter anderem für "Die Zeit", "Tagesspiegel Background" und den "NDR". In dieser "The Passenger"- Episode verrät der Kieler Datenjournalist wie er arbeitet: Wo findet er seine Themen? Wie kommt er an die Zahlen? Und was braucht es in Sachen Digitalkompetenz in der Bürokratie, um die Verkehrswende schneller voranbringen?
37 Minuten
Stellplätze kosten Geld – vor allem, wenn sie keiner braucht. Darum wollen Immobilienentwickler und -verwalter die Zahl der Pkw-Parkplätze möglichst niedrig halten. Aber auch immer mehr Kommunen haben erkannt, dass eine bessere Mobilität eine Neuverteilung des Raums erfordert. Dabei hilft das Beratungsunternehmen Veomo. Die Münchner analysieren den tatsächlichen Bedarf und das Potenzial, wie sich mit Carsharing, Fahrradstellplätzen und weiteren Alternativen die für das Auto benötigte Fläche reduzieren lässt. Wie sie das tun und warum die bald 100 Jahre alte Stellplatzverordnung ein mächtiger Gegner ist, das erklärt Veomo-Geschäftsführer Emil Pabst in dieser "The Passenger"-Episode.