Ein Kopf voll Gold (Der Podcast) - Neurodivergente Kinder begleiten Archiv
79 Episoden
21 Minuten
Heute widmen wir uns mal einem vermeintlich sehr nischigem Thema, das allerdings im Sommer viele neurodivergente Menschen umtreibt: Die Hitze und die Helligkeit. Aufgrund der Hypersensibilität neurodivergenter Menschen werden die intensiven Lichtverhältnisse und hohen Temperaturen nochmal stärker wahrgenommen und verbrauchen im Umgang deutlich Ressourcen. Es ist also wichtig, das mitzudenken und für ausreichend Entlastung zu sorgen. Leichte Stoffe, Sonnenbrillen, sehr kalte Getränke, ausreichend Rückzug, auch wenn das Wetter schön ist. Gleichzeitig auch an die Hyposensibilität (es war richtig) denken, also die Unterempfindlichkeit. Die kann, wenn sie das Thema Hitze und Trinken betrifft, sogar zum Risiko werden. Also viel ans Trinken erinnern, Anreize schaffen und mit Hilfsmitteln arbeiten (Timer etc.).
1 Stunde 4 Minuten
Meine heutige Gästin Katharina Tiedemann ist selbst neurodivergent, hat neurodivergente Kinder und war außerdem lange Jahre Schulbegleitung neurodivergenter Kinder. In dieser Folge sprechen wir über ihre eigene Reise zu den Diagnosen, ihre Kindheit, ihre Elternschaft und natürlich über ihre Erfahrungen als Schulbegleitung. Mittlerweile ist sie in die Selbstständigkeit gewechselt. Ihrem Herzensthema Neurodivergenz ist sie aber treu geblieben.
37 Minuten
Immer wieder kommt es vor, dass trotz Beobachtungen und Vermutungen seitens der Eltern oder auch der Schule keine Diagnose gestellt wird. In dieser Folge gehen wir mal zur Elternperspektive. Wie können wir weitermachen, wenn die eventuell erhoffte Antwort nicht erfolgt. Nachdem wir unsere Emotionen sortiert haben, ist nämlich trotzdem einiges möglich. Von Therapien über Nachteilsausgleich hin Pflegegradanträgen gibt es so einiges, was auch ganz ohne eine Diagnose umsetzbar ist.
51 Minuten
„Ich hab irgendwann beschlossen, nicht mehr nur in diesem Alles-ist-immer-nur-schwer-Mindset zu verharren. Ich wollte auch das Schöne nicht übersehen.“ Meine heutige Gästin Isabel Demirel ist Mutter eines neurodivergenten Kindes und auch selbst neurodivergent. Es war ein langer und schmerzhafter Weg zur Diagnose und bis heute stellt sie dieses Familienleben, das doch ganz anders läuft als es gängigen Erwartungen entspricht, vor so manche Herausforderung. Gleichzeitig hat sich den festen Entschluss gefasst, Leichtigkeit nicht zu vergessen. Ob überhaupt und wie genau das gelingen kann, darüber sprechen wir in dieser Folge.
43 Minuten
Ein so bekanntes wie kräftezehrendes Thema für alle Beteiligten. In dieser Folge gebe ich darum mal jede Menge Tipps rund um Hausaufgabenstress. Vielleicht ist ja der rettende für euch dabei...
1 Stunde
In dieser Folge spreche ich mit Jonas Rühl, der seit Jugendjahren mit dem Tourettesyndrom diagnostiziert ist, über diese Form der Neurodivergenz. Er berichtet, warum er nicht so sehr der „Community-Typ“ ist, welchen gesellschaftlichen Umgang er sich wünschen würde und wie sich seine Tics, jetzt, da er Vater ist, eigentlich verändert haben.
25 Minuten
Das ist tatsächlich eine Frage, die mich ganz besonders häufig erreicht. Und eine pauschale Antwort darauf gibt es leider nicht, aber Tendenzen und ein paar wertvolle Informationen durchaus. Was uns klar sein muss: Die Wartezeiten sind lang. Teils wirklich, wirklich sehr lang. Und mit dem Wissen, dass wir, wenn es wirklich akut wird, dann plötzlich zwei Jahre warten müssen, ist es einfach wertvoll, sich bei ernsthaften Vermutungen frühzeitig um diesen Weg zu kümmern.
47 Minuten
In dieser **Podcastfolge** spreche ich mit Elke Koch über S**Sehr betonter Text**elbsthilfegruppen. Denn sie hat selbst eine gegründet und so einen unheimlich **wertvollen** **Ort** **für Eltern** **neurodivergenter** **Kinder** geschaffen. Wie sie das Projekt angegangen ist, welche Themen besonders präsent bei den Eltern sind und welche Tipps sie parat hat für alle, die ebenfalls eine solche Gruppe gründen möchtet, erfahrt ihr in unserem Gespräch.
36 Minuten
Das Thema Schlaf treibt viele Eltern neurodivergenter Kinder sehr um. Viele neurodivergente Formen bringen bestimmte Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten mit sich. Warum das so ist und was wir tun können, um das Ganze etwas entspannter zu gestalten, das kläre ich in dieser Folge.
52 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Tine Bober über frühkindliche Förderung im Kontext von Neurodivergenz – und darüber, warum frühe Unterstützung kein Makel, sondern eine echte Chance ist. Gemeinsam schauen wir darauf, wie sich neurodivergente Entwicklung bereits in den ersten Lebensjahren zeigen kann und weshalb es so wichtig ist, genau hinzusehen statt abzuwarten.
19 Minuten
Der Übergang von KiTa/Schule in die Ferien kann ganz anders aussehen, als unsere elterliche Katalogvorstellung. Statt gemütlichen Morgen, Zeit und Muße gibt es eher miese Laune, Langeweile-Überforderung und Geschwisterstreit. In dieser Folge sprechen wir mal über die Gründe für diese trubeligen Tage und ich gebe ein paar schnelle Impulse, wie wir damit leichter umgehen können.
1 Stunde 3 Minuten
Wie gelingt neurodivergenten Kindern Regulation? Warum sind es oft die grundlegendsten Dinge, die uns regulieren? Wie kann ich mein Kind co-regulieren, wenn ich selbst nie gelernt habe, wie ich mich selbst reguliere? Hat Regulation in einem Meltdown überhaupt eine Chance? Und was haben eigentlich farbige Planeten damit zu tun? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kiran Deuretzbacher, Autorin des wundervollen Buches „Starke Gefühle, starker Halt.“
26 Minuten
Viele Lehrkräfte wenden sich hier hilfesuchend an mich, wenn es um herausfordernde Kinder geht: „Ich weiß nicht mehr weiter, es macht IMMER das und das oder NIE das und das.“ Klopft euch selber jetzt einmal auf die Schulter, dass ihr das offen und ehrlich ansprecht. Ein wichtiger Schritt. Die Worte „IMMER“ oder „NIE“ deuten schon an, dass man bereits ein bisschen in der Spirale hängt. Menschlich.
1 Stunde 10 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Mark Leonard über sein Buch „Mein einzigartiges Pandakind“. In diesem Ratgeber schreibt er über Kinder mit PDA („Pathological Demand Avoidance“) und erklärt, warum oft die kleinsten Alltagsschritte unüberwindbare Hürden darstellen und wie wir ihnen förderlich begegnen können. Besonders mitgenommen für mich habe ich den Wegweiser „Choose your battles“. Denn genau diese Balance fällt als Eltern eines Pandakindes so unglaublich schwer.
22 Minuten
In dieser Gold to Go Folge sprechen wir über die „3. Sache“, die für alle neurodivergenten Kinder ein wertvoller Bereich sein kann. Die 3. Sache meint etwas, das neben **SCHULE** und **FAMILIE** als Erprobungsfeld für diese Kinder relevant ist. Ein Hobby, eine Sportart, ein Musikinstrument, eine Spielgruppe, eine Sammelleidenschaft – ein Raum, der vom neurodivergenten Kind selbst gewählt wurde. Aus eigenem Interesse. Aus dem eigenen Antrieb heraus. Ein Raum, in dem sich die Kinder als selbstwirksam erleben können, leichter in soziale Interaktion kommen und aufgrund intrinsischer Motivation Kompetenzen trainieren, die in anderen Bereichen nicht so leicht gestärkt werden können.