Ein Kopf voll Gold (Der Podcast) - Neurodivergente Kinder begleiten Archiv
79 Episoden
1 Stunde 9 Minuten
AHDS Expertin Melanie Klefeldt, die ihr schon aus einigen anderen Folgen kennt, hat ein Buch geschrieben. Ein Buch über Jugendliche mit ADHS. Braucht es wirklich ein extra Ratgeber dazu? Das habe ich sie in unserem heutigen Gespräch gefragt. Und während wir diese Frage am Ende klar mit Ja beantworten können, sprechen wir über die Gehirnumbaumaßnahmen im Zuge der Pubertät. Wir sprechen über Abnabelung bei erhöhtem Unterstützungsbedarf und wie wir dieser Herausforderung als Eltern begegnen können. Wir klären auch, warum viele Jugendliche ihrer Diagnose plötzlich abweisend gegenüberstehen. Und wir widmen uns dem ungemütlichen Thema Sucht.
40 Minuten
Haben neurodivergente Kinder eigentlich ein **Recht auf Nachteilsausgleich**? Und sind diese Maßnahmen nicht irgendwie eher ein unfairer Vorteil? Wo können Eltern das beantragen? Taucht das im Zeugnis auf? Was haben wir eigentlich überhaupt für Möglichkeiten als Lehrkraft und was, wenn das Kind diese Maßnahmen nicht annehmen möchte?
1 Stunde 5 Minuten
Konfliktpädagoge Raphael Kirsch und ich sprechen in dieser Folge mal über die Kinder, die eben sonst gar nicht so sehr im Rampenlicht stehen. Die Ruhigen, die „angepassten“, die, denen es immer gut geht. Oder doch nicht? Wie viel davon ist Charakter? Wie viel doch Maske? Wie leisten wir da Beziehungsarbeit und wann? Wie können wir für diese Kinder gute Lehrkräfte sein? Wir drehen dabei auch ein paar weitere methodische und pädagogische Themenschleifen. Dadurch ist diese Folge wirklich bis zum Rand gefüllt mit Impulsen und Ideen und jeder Menge Haltung.
32 Minuten
Das Thema Körperhygiene spielt in Familien mit neurodivergenten eine große Rolle. Phasenweise kennen vermutlich alle Eltern den Konflikt ums Zähneputzen, Duschen und Co, aber im neurodivergenten Kontext ist es keine Phase. Es ist gekommen, um zu blieben... In dieser Gold-to-Go-Folgespreche ich darüber, warum dieser ganze Bereich so viele Herausforderungen bereithält und dann befassen wir uns im Schwerpunkt mit Zähneputzen, Baden und Duschen. Dafür habe ich eigene Tipps, aber auch Anregungen aus der Community zusammengetragen. Und allen voran: Wenn ein Weg für euch als Familie gut funktioniert, dann ist das ok! Auch wenn er eventuell von irgendwelchen Katalog-Family-Bildern abweicht. Habt ihr eigene Tricks oder Erfahrungen? Dann teilt sie gern in den Kommentaren.
38 Minuten
Ergotherapeutin Silvia Resei und ich sprechen in Teil 2 unserer Aufnahme über Fidget Tools und Fidget Toy und auch die Frage, wo da eigentlich der Unterschied ist. Außerdem widmen wir uns mal dem Problemfeld: Wann sind diese Tools wirklich Unterstützung und wann dann doch mehr Ablenkung als Konzentrationshilfe. Wir schauen uns Evidenzen an und Einsatzmöglichkeiten und tauchen einmal ein in die unterschiedlichsten Angebote in diesem Bereich.
26 Minuten
Kranksein ist für kein Kind leicht – für neurodivergente Kinder kann es jedoch eine ganz besondere Herausforderung sein. In dieser Gold-to-Go-Folgespreche ich darüber, warum Erkältungen, Grippe, Magen-Darm & Co. im neurodivergenten Kontext oft „eine Schippe mehr“ bedeuten. Es geht dabei ausdrücklich um akute Infekte, nicht um chronische oder schwere Krankheitsbilder. In dieser Folge schauen wir uns an, warum Körperempfinden und Interozeption bei neurodivergenten Kindern Krankheitserleben verstärken, verschieben oder schwer einordbar machen, wie sensorische Reize wie Husten, Schnupfen oder Atemveränderungen schnell zu Überreizung führen können und welchen Stress Kontrollverlust beim Kranksein auslösen kann. Außerdem teile ich viele konkrete Ideen, wie ihr eure Kinder (und euch selbst) durch Krankheitstage begleiten könnt.
54 Minuten
Ergotherapeutin Silvia Resei spricht in dieser Folge mit mir über das wichtige Thema der individuellen Entwicklung, welches uns gerade im Bereich der Neurodivergenz ja häufig begegnet. Warum haben wir überhaupt Normtabellen? Wo sind sie durchaus wichtig? Wo dürfen wir uns entspannen? Wo sind sie vielleicht zu eng gesetzt? Wie lang dürfen wir abwarten? Und wo sollten wir doch aktiv werden und Unterstützung suchen? Und wir klären ein für alle mal den Mythos der einzig perfekten Stifthaltung!
1 Stunde 8 Minuten
In 30 Jahren will mein heutiger Gast Daniel Duddek Mobbing komplett in Liebe und Achtsamkeit umwandeln. Eine große Vision, die aber fast erreichbar klingt, wenn wir ihm in der heutige Folge zuhören. Wie kommt es zu Mobbing? Was ist Mobbing? Daniel erklärt, warum er sich da ganz bewusst von gängigen Definitionen löst und worauf es eigentlich viel mehr ankommt. Wie sprechen darüber, warum manche Kinder leichter ins Visier geraten und darüber, was wir in Schule tun können, um diesen Dynamiken entgegenzuwirken. Außerdem schauen wir uns mal an, welche Chancen Eltern eigentlich haben, wenn ständig das Gefühl aufkommt, bei diesem Thema so gar nicht ernst genommen zu werden.
18 Minuten
Der Weihnachtstag ist sozusagen der Gipfel der herausfordernden Adventszeit. Dieser Tag folgt nun endgültig nicht mehr der Alltagsspur. Grund genug, dass wir uns diesen besonderen Moment einmal genauer anschauen. In dieser Folge blicken wir einmal auf die Bereiche, die wir an diesem Tag deutlich im Blick behalten sollten und die oft im neurodivergenten kindlichen Verhalten anders verlaufen, als das so den gängigen Erwartungen entspricht: Das Essen, die Kleidung, Geschenke, Freude und Co. Dazu habe ich auch wieder Tipps aus der Community gesammelt und diese mit eigenen Erfahrungen ergänzt. Und wieder gilt: Wer das alles eh schon so macht oder einen anderen guten Weg für sich gefunden hat, darf sich dann einfach nur ein bisschen weniger allein fühlen. Ich wünsche euch individuell besonders gut passendes Weihnachtsfest!
49 Minuten
Triggerwarnung: Traumabezogene Themen wie sexueller Missbrauch und andere Formen von Gewalt Meine Gästin Kathrin Metzen (Lehrkraft und Traumapädagogin) und ich widmen uns in dieser Folge dem Thema Trauma und Traumafolgestörungen. Wir grenzen ein, was Trauma ist und was nicht und dass es sich von Neurodivergenz unterscheidet, allerdings durchaus oft in gleichem Verhalten nach außen tritt. Wie viel muss ich als Begleitperson über Trauma wissen, muss ich es verlässlich erkennen, wie kann ich diese Kinder im Klassenzimmer gut unterstützen und ist das in unserem wohlhabenden Land eigentlich überhaupt so ein großes Thema? All diese Fragen klären wir in diesem Podcast.
22 Minuten
Die Adventszeit ist eine große Herausforderung. Andere Abläufe, viel Aufregung, viele Termine und alles sieht auch noch so anders dekoriert aus. Darum schauen wir uns in dieser Folge mal an, wie wir mit neurodivergenten Kindern gut durch diese Tage kommen. Dazu habe ich auch unter anderem diverse Tipps aus der Community gesammelt und kann sie hier einmal zur Verfügung stellen. Und wer das alles eh schon so macht oder einen anderen guten Weg für sich gefunden hat, darf sich dann einfach nur ein bisschen weniger allein fühlen. Kommt gut durch den Dezember.
54 Minuten
„Ach, du schaffst das schon. Ist doch nicht so schlimm. Du kannst das sowieso. Du bist doch so schlau.“ Lieb gemeinte Sätze, die Kinder, vor allem jene, die dazu neigen, sich stark unter Druck zu setzen, unterstützen sollen. Ob solche Ermunterungen wirklich förderlich sind, darüber spreche ich heute mit der Autorin und Psychologin Stefanie Rietzler. Destruktiver Perfektionismus stellt Kinder wie Eltern wie Pädagog*innen vor große Herausforderung, weil die oft tief sitzenden Muster dahinter wirklich schwer zu durchbrechen sind. Wie wir da gemeinsame Entwicklung anstoßen können, das soll in dieser Folge beleuchtet werden. Mit konkreten Bildern und vielen hilfreichen Impulsen.
31 Minuten
Wie erkläre ich meinem Kind seine Diagnose und braucht es diese Bezeichnung überhaupt? Viele Eltern fragen sich, ob sie überhaupt mit ihrem Kind darüber sprechen sollen, ab wann das sinnvoll ist und wie man solche Themen so erklärt, dass sie kindgerecht und stärkend wirken - ohne das Kind zu verunsichern. Ich erkläre, warum Kinder sehr früh spüren, dass sie manche Dinge anders erleben, und wie leicht aus fehlenden Erklärungen negative Selbstbilder entstehen können. Wir schauen uns an, warum eine Diagnose Kindern Orientierung geben kann und warum es nicht das „eine große Gespräch“ braucht, sondern eine kontinuierliche, liebevolle Begleitung. Außerdem schauen wir uns an, ab welchem Zeitpunkt die Auseinandersetzung sinnvoll sein kann, wie Eltern ihre eigenen Standpunkt gegenüber Neurodivergenz einschätzen und mit welchen Bildern, Vergleichen und Alltagssituationen man Kindern ihre Wahrnehmungsform gut näherbringen kann.
Und natürlich geht es auch darum, wie Bücher, Podcasts oder kurze Erklärvideos helfen können, eine positive Identität aufzubauen.
55 Minuten
Meine Gästin Melanie Klefeldt und ich widmen uns in dieser Folge einem Thema, das viele Familien mit neurodivergenten Kinder sehr belastet: Trennungsangst. Wir sprechen darüber, warum Trennungen für neurodivergente Kinder eine so große Herausforderung sind, wie sich die Symptomatik zeigen kann, warum gut gemeinte Beschwichtigungen („Ich bin doch gleich wieder da“) nicht zwingend unterstützen und was Eltern tun können, um Trennungssituationen für ihr Kind – und auch für sich selbst – leichter zu gestalten. Melanie teilt mit uns ihre praktischen Strategien zur Vorbereitung, zum konkreten Übergang und zur konstanten Stärkung des Kindes, aber auch wertvolle Impulse, wie Eltern mit der eigenen emotionalen Belastung umgehen können.
28 Minuten
Zappeln, Kneten, Drücken – Fidget Toys im Klassenzimmer sind mehr als nur kleine Spielzeuge. Sie helfen, Spannung abzubauen, sich zu regulieren und die Konzentration zu halten. Doch wie lässt sich das sinnvoll in den Schulalltag integrieren? In dieser Folge spreche ich über den praktischen Einsatz von Fidget Toys im Klassenzimmer – und beantworte die häufigsten Fragen, die mir Lehrkräfte dazu in den letzten Jahren gestellt haben. So zum Beispiel, welche Gegenstände sich bewährt haben, wie genau ich sie einsetze und wie ich mit den Kindern Vereinbarungen finde.